Preise und Verfügbarkeit: Das müssen Sie über Masken wissen

Jennifer Furer

7.7.2020 - 12:39

Mittlerweile gibt es auf dem Markt die unterschiedlichsten Masken zu kaufen. Doch nicht alle schützen gleich gut.
Keystone

Wo sind welche Masken wie teuer? Welche Masken schützen wirklich? Es ist nicht einfach, in diesen Zeiten den Überblick über die Masken-Situation zu behalten. «Bluewin» beantwortet die zehn drängendsten Fragen.

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Welche Masken gibt es?

Es gibt unterschiedliche Maskentypen. Die gängigste ist die sogenannte Hygienemaske, auch chirurgische Maske, OP-Maske oder Mund-Nasen-Schutz genannt. Der Bund empfiehlt diese für den privaten Gebrauch, auch beispielsweise bei der Benützung des ÖV. Erst kürzlich hiess es in einer neu erschienenen amerikanischen Studie, dass diese Maske nicht nur das Risiko senkt, andere anzustecken, sondern man ist auch selbst weniger gefährdet.

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Daneben gibt es die industriell gefertigten Textilmasken, auch Community-Masken genannt. Diese können mehrmals getragen werden, da sie waschbar sind. Selbstgefertigte Stoffmasken sind derzeit ebenfalls angesagt. Offizielle Stellen empfehlen das Tragen solcher aber nicht, da sie eine mangelnde Qualität aufweisen können.

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FFP2/3-Maske schützen am besten. Sie sind dementsprechend teuer und werden in erster Linie von Personen getragen, die besonders exponiert sind. Diese Atemschutzmasken filtern auch kleinste Partikel und Aerosole aus der Luft. Einige dieser Masken haben ein Ventil zum leichteren Ausatmen. Jene Modelle ohne Ausatemventil verhindern zusätzlich, dass der Maskenträger sein Umfeld kontaminiert.

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Welche Maske schützt am besten?

Für alle, die nicht im Gesundheitswesen arbeiten, genügt eine sogenannte Hygienemaske, auch bekannt als chirurgische Maske. Allerdings muss beim Kauf auf die Qualität geachtet werden. Denn nicht jede Maske schützt gleich gut, wie eine Studie gezeigt hat.

Ein Test zeigt: Schals halten im Vergleich wenig Viren auf.
Screenshot Researchgate

Ein britisches Forscherteam stellte fest, dass es stark auf den Stoff ankommt, ob eine Maske durchlässig ist oder nicht. Ein Test zeigte: Der Anteil der Viren, die beim Ausatmen zurückgehalten werden, beträgt bei OP-Masken 90 Prozent, bei Staubsaugerbeuteln 86 Prozent, bei Baumwollmischgewebe 70 Prozent. Am schlechtesten schnitt der Schal ab: Nur 49 Prozent der Viren wurden zurückgehalten.

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Wo bekomme ich Masken zu welchem Preis?

  • Die Migros verkauft ein 20er-Pack Hygienemasken für 19.90 Franken. Auf Le Shop gibt es zudem eine 50er-Packung zum Preis von 34.90 Franken.
  • Bei Coop kann ein 50er-Pack für 34.90 Franken gekauft werden.
  • Bei Lidl kostet ein 50er-Pack Hygienemasken ebenfalls 34.90 Franken.
  • Bei Aldi gibt es 10er- und 50er-Packung. 10 Stück kosten 7.20 Franken, 50 Stück 29.90 Franken.
  • Bei Amavita kosten 50 Masken momentan 39.90. Der Normalpreis liegt bei 48.90 Franken.
  • Bei Spar kosten 50 Masken 32.50 Franken.
  • Bei Microspot bezahlt man für eine 50er-Box 39.95 Franken.
  • Auch an Selecta-Automaten können Masken gekauft werden. 2 Stück kosten 3 Franken.
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Wie trage ich eine Maske korrekt?

«Bluewin»-Redaktor Philipp Damm zeigt dies im Video anschaulich und auf seine gewohnt humoristische Art. Vorweg: Es ist wichtig, dass Masken Nase und Mund bedecken und möglichst eng an der Haut anliegen.

«Bluewin»-Video-Tutorial: So vermeiden Sie Fehler beim Masken tragen

«Bluewin»-Video-Tutorial: So vermeiden Sie Fehler beim Masken tragen

Längst nicht jede Maske schützt gleich gut. Welches Modell Sie wann nutzen sollten und welche Fehler Sie beim Anziehen und Tragen unbedingt vermeiden müssen – jetzt im Video.

09.05.2020

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Wo herrscht Maskenpflicht?

In der Schweiz gibt es eine nationale Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Zudem haben die Kantone Waadt und Jura eine Maskenpflicht beim Einkaufen beschlossen. Andere Kantone diskutieren darüber.



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Wie entsorge ich eine gebrauchte Maske korrekt?

Beim Anziehen sollten möglichst nur die Schlaufen berührt werden. Die Maske sollte dann umgehend in den Abfall geworfen werden. Vor und nach dem Abziehen der Maske gilt: Hände waschen oder desinfizieren.

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Kann ich Hygienemasken wiederverwenden?

Nein. Einwegmasken sind für den einmaligen Gebrauch vorgesehen. Die Maske sollte ebenfalls nicht nach dem Benutzen irgendwo verstaut und dann wieder hervorgeholt und angezogen werden.

Textilmasken können hingegen mehrmals verwendet werden. Am besten ist es, wenn die Masken in eine Papiertüte oder einen Umschlag gelegt werden. Die Innenseite sollte dabei nicht mit der Aussenseite und die Maske nicht mit den Kleidern oder anderen Gegenständen in Kontakt kommt.

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Wie verhindere ich das Beschlagen meiner Brille?

Für Brillenträger ist das Tragen von Masken nicht ganz einfach. Denn: Beim Ausatmen droht das Beschlagen der Brillengläser. Was hilft? Auf den sozialen Medien heisst es, dass der Draht auf der Nase so geformt werden muss, dass er spitz zuläuft. Die Brille sollte dann auf der Maske zu liegen kommen.

Abhilfe können auch Stoffmasken schaffen oder ein Spray, der das Beschlagen verhindert. Dieser gibt es in Brillenfachgeschäfte oder in Drogerien zu kaufen.

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Sind die Preise von Masken gestiegen?

Diese Frage lässt sich mit Ja beantworten, wenn man die Zeit vor und nach der Pandemie vergleicht. Laut dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» bezahlen wir heute siebenmal mehr für eine Maske als noch zu Zeiten der Schweinegrippe im Jahr 2009. 

Damals kosteten 50 Masken 4.95 Franken – knapp zehn Rappen pro Maske. Heute kostet eine Maske 70 Rappen und mehr.

Die Nachfrage nach Masken ist heute so hoch wie nie zuvor. Dementsprechend teuer werden die Masken verkauft. Mit Abstand am meisten Masken werden derzeit in China produziert. Diese bestimmen aufgrund der Nachfrage das Angebot.

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Stellt die Schweiz selbst Masken her?

Der Bund und der Kanton Zürich haben sich entschieden, FFP2-Masken selbst zu produzieren und einmalig in eine Maschine zu investieren. Kosten pro Maschine: 740'000 Franken.

Bis heute verzögert sich die Produktion – zum einen wegen Lieferschwierigkeiten. Zum anderen deswegen, weil das Flawiler Unternehmen Flawa Consumer, das FFP2-Masken im Auftrag von Bund und Kanton Zürich produzieren will, bei der Zertifizierung durchgefallen ist, wie SRF berichtet.

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