Neuer DreiphasenplanPrivate wollen auch in Zukunft einen Platz in der Spitallandschaft
SDA
30.4.2026 - 10:30
330'000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in privaten Gesundheitsunternehmen versorgt. (Archivbild)
Keystone
Im Dreiphasenplan der interkantonalen Spitalplanung befürchten private Gesundheitsunternehmen zu kurz zu kommen. Sie fordern deshalb ein Mitspracherecht von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).
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30.04.2026, 10:30
30.04.2026, 11:06
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Im Dezember 2025 stellte die GDK den Dreiphasenplan vor, den sie an einer Plenarversammlung verabschiedet hatte. Ziel des Plans ist, eine stärkere Konzentration bei spezialisierten Spitalleistungen zu erreichen. Hintergrund sind verschiedene Vorstösse im Bundesparlament.
In einer ersten Phase gibt die GDK ihren Angaben zufolge eine Analyse zum heutigen und eine Prognose zum künftigen Bedarf in Auftrag. Bis circa 2029 wollen die Kantone danach gemeinsam festlegen, welche Behandlungen und Eingriffe im Spital zur Grundversorgung gehören und welche zur Spezialversorgung zählen.
Aufgrund jener Aufteilung sollen ab 2029 schliesslich einheitliche Kriterien für die Vergabe von Leistungsaufträgen an Spitäler definiert werden.
Dieser Prozess werde die Spitalversorgung der nächsten Jahrzehnte prägen, teilte der Branchenverband Ospita am Donnerstag mit. In diesem Verfahren sollten nicht nur öffentliche, sondern auch private Gesundheitsunternehmen mitreden dürfen.
Bei der Spitalplanung schlüpften die Kantone in eine «Mehrfachrolle», schreibt er. Diese seien sowohl Eigentümer, Planer, Aufseher, Mitfinanzierer als auch Tarifinstanz. Gemäss FDP-Ständerat und Ospita-Präsident Benjamin Mühlemann wird der Dreiphasenplan dann zum Risiko, «wenn Kantone die eigenen Spitäler bevorzugen».
Eine solche Bevorzugung gefährdet laut Ospita die «Wahlfreiheit, Kostendämpfung und Innovationsfähigkeit». Private Gesundheitsunternehmen, wie sie der Verband vertrete, dürften nicht aussen vor gelassen werden – leisteten diese doch mehr als ein Viertel aller stationären Pflegetage.
Warteliste länger, Notfall voller
Jährlich werden mehr als 330'000 Patientinnen und Patienten von den Ospita-Mitgliedern versorgt. Rund 30 Prozent der Operationssäle, 27 Prozent der Notfallstationen und 23 Prozent der HSM-Standorte seien dem Verband zufolge in privater Hand. Damit zeige sich: «Private Gesundheitsunternehmen sind systemrelevant».
«Ohne uns wären die Wartelisten länger und die Notfallstationen noch stärker überlastet», sagt die Leiterin einer privaten Stiftung im Communiqué. Ospita ist der Meinung, wer das System mittrage, müsse auch mitgestalten dürfen. Der Verband fordert deshalb von der GDK, «systematisch und gleichwertig» mit öffentlichen Leistungserbringer in die Gremien und Arbeitsgruppen einbezogen zu werden.
Wenn es um die Vergabe künftiger Leistungsaufträge geht, sollten Qualität, Wirtschaftlichkeit und der Zugang der Patientinnen und Patienten entscheidend sein, argumentierte Ospita – Politik oder Regionalpolitik dürfen keine primäre Rolle spielen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
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