80'000 Franken Sicherheitskosten Nicht bewilligte Pro-Palästina-Demo wird teuer

SDA

3.12.2025 - 14:24

Die Pro-Palästina-Demo Anfang November in SItten war nicht genehmigt worden.
Die Pro-Palästina-Demo Anfang November in SItten war nicht genehmigt worden.
Bild: sda

Eine pro-palästinensische Demo in Sitten war zweimal nicht genehmigt worden. Dass sie trotzdem stattfand, könnte die Organisator*innen jetzt teuer zu stehen kommen. Sie geben jedoch nicht auf.

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Keystone-SDA, Jan-Niklas Jäger

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  • Am 1. November fand eine pro-palästinensische Demonstration in Sitten statt.
  • Sie war nicht genehmigt worden.
  • Für Sicherheitskosten wurde den Organistor*innen nun eine Rechnung von 80'000 Franken gestellt.
  • Die Organisator*innen halten die Rechnung für eine Abschreckungsmassnahme. Sie haben Rekurs eingelegt.

Eine nicht bewilligte Pro-Palästina-Demonstration von Anfang November in Sitten kommt die Organisatoren teuer zu stehen. Sie haben von der Walliser Kantonspolizei Wallis eine Rechnung über 80'000 Franken für die Sicherheitskosten des Anlasses erhalten. Sie haben Rekurs eingelegt.

An der Demonstration am 1. November nahmen rund 300 Personen teil. 80 Polizist*innen waren vier Stunden im Einsatz. Ihre Präsenz wurde mit 250 Franken pro Stunde berechnet, was einen Gesamtbetrag von 80'000 Franken ergibt, wie die Kantonspolizei Wallis am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

Keine Schäden oder Verletzten

Einige Tage nach Erhalt der Rechnung kündigten die Organisatoren der Demonstration an, Beschwerde einlegen zu wollen. «Diese Rechnung ist eindeutig missbräuchlich und sie hat eine abschreckende Wirkung», sagte Gaël Ribordy, Mitglied des Organisationsteams, am Montagabend in der Nachrichtensendung des Westschweizer Fernsehens RTS.

Die Demonstration war etwas aus dem Ruder gelaufen, zu Schäden oder Verletzten war es aber nicht gekommen. Gegen 16.45 Uhr durchbrach eine Gruppe von rund hundert Demonstrierenden eine erste Sperre im Bahnhofsquartier, bevor sie 50 Meter weiter von der Kantonspolizei angehalten wurde.

Die Polizei beschlagnahmte mehrere gefährliche Gegenstände. Sie sprach acht Rayonverbote und Wegweisungen aus. Vier Personen wurden angezeigt. Die Demonstration war zweimal nicht bewilligt worden – zunächst von der Stadt Sitten und anschliessend vom Kanton.