Schönes Wetter, viele UnfälleRega fliegt am Wochenende rund 100 Einsätze
Sven Ziegler
27.4.2026
Die Rega stand am Wochenende im Dauereinsatz.
Rega
Sonne, Wärme – und plötzlich viele Notfälle: Das frühlingshafte Wetter hat die Rega am Wochenende stark gefordert. Besonders in den Bergen kam es zu zahlreichen Einsätzen.
Redaktion blue News
27.04.2026, 09:51
Sven Ziegler
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Die Rega flog am Wochenende schweizweit rund 100 Einsätze.
Das schöne Wetter führte zu mehr Freizeitaktivitäten – und entsprechend mehr Unfällen.
In Grindelwald kollidierten zwei Gleitschirmpilotinnen in der Luft und mussten gerettet werden.
Das frühlingshafte Wetter hat am vergangenen Wochenende in der Schweiz für Hochbetrieb bei der Rega gesorgt. Wie die Luftrettungsorganisation mitteilt, koordinierte ihre Einsatzzentrale am Samstag und Sonntag rund 100 Einsätze zugunsten von Menschen in Not.
Der Anstieg hängt direkt mit den milden Temperaturen zusammen. Viele Menschen nutzten das sonnige Wetter für Ausflüge, Sport oder Aktivitäten in den Bergen. Entsprechend breit war das Einsatzspektrum: Die Helikoptercrews rückten unter anderem nach Sport- und Bergunfällen, Verkehrsunfällen oder akuten medizinischen Notfällen aus.
Typisch für diese Jahreszeit ist die Mischung aus Frühlingsbedingungen im Flachland und winterlichen Verhältnissen in den Bergen. Diese Kombination führt immer wieder zu heiklen Situationen, etwa wenn Wanderer von Schnee überrascht werden oder sich Wintersportler in schwierigem Gelände bewegen.
Die Rega-Crews mussten zudem blockierte Personen aus unwegsamem Gelände evakuieren und zahlreiche Patientinnen und Patienten in Spitäler transportieren. Auch Verlegungsflüge zwischen verschiedenen Kliniken gehörten zum Einsatzprogramm.
Kollision beim Gleitschirm-Wettbewerb
Besonders spektakulär war ein Einsatz in Grindelwald. Dort kollidierten am Samstagnachmittag während eines Gleitschirmwettbewerbs zwei Pilotinnen in der Luft.
Beide konnten ihren Notschirm auslösen und landeten auf einem Schneefeld. Die Rega-Crews aus Sion und Erstfeld versorgten die verletzten Frauen vor Ort und flogen sie anschliessend ins Spital.
Die Rega weist darauf hin, dass ihre Einsatzzahlen stark vom Wetter, vom Freizeitverhalten sowie von der Reisetätigkeit der Bevölkerung und von Touristen abhängen. Gerade an sonnigen Wochenenden steigt die Zahl der Einsätze regelmässig deutlich an.