Rega im EinsatzWie fünf Rettungsorganisationen einen Forstarbeiter aus dem Steilhang holten
Sven Ziegler
24.4.2026
Gemeinsam holten die Rettungsorganisationen den Mann aus dem steilen Gelände.
REGA
Ein Forstarbeiter hat sich am Donnerstag bei einem Arbeitsunfall in der Gemeinde Villeneuve im Kanton Waadt Beckenverletzungen zugezogen. Die Rettung gestaltete sich besonders anspruchsvoll: Der Mann lag in steilem Gelände unmittelbar unter Hochspannungsleitungen.
Redaktion blue News
24.04.2026, 13:05
Sven Ziegler
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Ein Forstarbeiter erlitt in Villeneuve VD bei einem Arbeitsunfall Beckenverletzungen; Hochspannungsleitungen über dem Steilhang verunmöglichten eine direkte Bergung per Winde.
Eine koordinierte Rettungskette aus Gendarmerie, Alpiner Rettung Montreux, Ambulanz Riviera und Rega ermöglichte den sicheren Transport ins CHUV.
Der Einsatz verdeutlicht die Bedeutung von regelmässigem gemeinsamen Training der verschiedenen Rettungsorganisationen.
Der Rega-Helikopter der Basis Lausanne wurde zum Unfallort in Villeneuve gerufen, wo ein Forstarbeiter mit Beckenverletzungen im steilen Gelände lag. Das Problem: Hochspannungsleitungen direkt über dem Unglücksort machten es unmöglich, den Notarzt per Winde zum Patienten abzuseilen.
Die Besatzung musste improvisieren. Die Gendarmerie sicherte eine nahegelegene Strasse ab, wo der Helikopter landen konnte. So wurden Notarzt, Rettungssanitäter und medizinisches Material – darunter eine Vakuummatratze zur Stabilisierung des Patienten – ausgeladen.
Seilsystem und Ambulanz als Bindeglied
Am Unfallort übernahm die Alpine Rettungskolonne Montreux des Schweizerischen Alpinen Rettungsdiensts (SAS) die Bergung. Mittels eines Seilsystems wurde der verletzte Forstarbeiter aus dem schwer zugänglichen Gelände gezogen. Anschliessend transportierte eine Ambulanz Riviera den Mann auf kurzem Weg zum wartenden Helikopter. Von dort flog die Rega-Besatzung den Patienten medizinisch versorgt ins Universitätsspital CHUV in Lausanne.
Der Einsatz unterstreicht laut Rega die Bedeutung des gemeinsamen Trainings verschiedener Rettungsorganisationen. Forstunfälle seien häufig komplex und erforderten spezifisches technisches Material sowie eine reibungslose Koordination zwischen Helikopterbesatzung, Alpiner Rettung, Ambulanzdienst und Polizei. Die Rega-Besatzung trainiert diese Szenarien regelmässig gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen.