Vorfall am Flughafen Zürich Edelweiss-Maschine muss wegen renitenten Passagieren ans Gate zurück

Lea Oetiker

16.12.2025

Da sich die Situation an Bord nicht beruhigen liess, kehrte die Maschine um 10.33 Uhr zum Gate zurück. (Archivbild)
Da sich die Situation an Bord nicht beruhigen liess, kehrte die Maschine um 10.33 Uhr zum Gate zurück. (Archivbild)
Keystone

Ein Edelweiss-Flug von Zürich nach Tansania musste am Samstag wegen zweier renitenter Passagiere umkehren. Die Polizei griff ein, der Ferienflug startete mit rund zwei Stunden Verspätung.

Lea Oetiker

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein Edelweiss-Flug von Zürich nach Tansania musste am Samstag vor dem Start umkehren, weil zwei Passagiere den Anweisungen der Crew nicht folgten.
  • Die Polizei nahm eine Frau fest, ihr Ehemann begleitete sie.
  • Der Vorfall sorgte für Verspätungen mehrerer Anschlussflüge – und steht beispielhaft für die Zunahme renitenter Fluggäste weltweit.

Ein Ferienflug der Airline Edelweiss von Zürich nach Tansania musste am Samstag kurz vor dem Start abgebrochen werden, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Auf Flug WK76 verweigerten zwei Passagiere, den Anweisungen der Crew Folge zu leisten, wie Edelweiss-Sprecher Andreas Marti bestätigt. Der Airbus A350 «Piz Bernina» war um 10.10 Uhr vom Gate gestartet und bereits zur Piste 16 gerollt, als die Cockpitcrew den Tower über ein Problem mit den Reisenden informierte.

Da sich die Situation an Bord nicht beruhigen liess, kehrte die Maschine um 10.33 Uhr zum Gate zurück. Dort übergab die Crew die beiden störenden Passagiere der Kantonspolizei Zürich. Eine Frau wurde festgenommen, ihr Ehemann begleitete sie. «Gegen die Frau wird an die zuständige Amtsstelle rapportiert», so die Polizei.

Flug hatte schliesslich zwei Stunden Verspätung

Die 306 Passagierinnen und Passagiere an Bord mussten über eine Stunde warten: Erst um 11.37 Uhr konnte der Flug Richtung Kilimandscharo starten. Auch Anschlussflüge nach Sansibar und zurück nach Zürich kamen verspätet an.

Vorfälle mit renitenten Reisenden häufen sich weltweit. Laut der International Air Transport Association (Iata) war 2024 bereits auf einem von 395 Flügen ein Zwischenfall registriert worden – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Auch in Zürich kam es heuer wiederholt zu ähnlichen Fällen, etwa bei Flügen von Easyjet, Finnair oder Swiss.


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