Unterwegs in LuxusautosRTL2-Moderator rast auf Schweizer Strassen – jetzt droht ihm Gefängnis
Dominik Müller
7.5.2026
Hat Ärger mit der Schweizer Justiz: der deutsche Moderator und Influencer Hamid Mossadegh.
Screenshot Youtube
Dem deutschen TV-Moderator Hamid Mossadegh droht in der Schweiz eine Gefängnisstrafe. Die Behörden werfen ihm mehrere extreme Tempoverstösse im Kanton Luzern und im Aargau vor.
Der deutsche Motorsport-Moderator und Influencer Hamid Mossadegh muss sich in Luzern wegen mehrerer massiver Tempoverstösse verantworten. Die Staatsanwaltschaft verlangt laut einem Bericht der «Luzerner Zeitung» eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Zur angesetzten Gerichtsverhandlung Ende April 2026 erschien der 46-Jährige jedoch nicht. Das Verfahren wurde deshalb vorläufig ausgesetzt.
Mossadegh, der aus dem Iran stammt und heute in Deutschland lebt, ist vor allem durch das RTL2-Automagazin «Grip» sowie als Händler exklusiver Sportwagen bekannt. Auf Youtube erreicht er zudem ein grosses Publikum mit Motorsport- und Auto-Inhalten.
Die Anklage wirft ihm gemäss «Luzerner Zeitung» vor, am 8. Juni 2021 im Gebiet Reiden LU und im benachbarten Kanton Aargau mit mehreren Supersportwagen massiv zu schnell unterwegs gewesen zu sein. Insgesamt soll er mit drei verschiedenen Fahrzeugen sieben schwere Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen haben. Laut Staatsanwaltschaft habe er dabei «bewusst erhebliche Gefahren für andere Verkehrsteilnehmende in Kauf genommen».
Mit 185 km/h ausserorts unterwegs
In Brittnau AG soll Mossadegh innerorts mit einem McLaren P1 rund 105 km/h statt der erlaubten 50 km/h gefahren sein. In Reiden haber er mit einem Ferrari LaFerrari in einer 60er-Zone bis zu 140 km/h erreicht. Kurz darauf soll das Fahrzeug sogar auf beinahe 150 km/h beschleunigt worden sein.
Auch ausserorts registrierten die Behörden massive Überschreitungen. In Dagmersellen LU soll Mossadegh mit einem Ferrari SF90 Stradale rund 185 km/h statt der erlaubten 80 km/h gefahren sein. Weitere Verstösse wurden ausserorts sowie auf der Autobahn festgestellt, wo laut Anklage Geschwindigkeiten von über 200 km/h gemessen wurden.
Ihm drohen vier Jahre Gefängnis
Der Beschuldigte hat die Vorwürfe grundsätzlich eingeräumt, wie die Zeitung berichtet. Ein Fernbleiben von der Verhandlung dürfte die juristischen Konsequenzen jedoch kaum verhindern. Die mutmasslichen Delikte verjähren erst nach 15 Jahren, zudem kann das Gericht unter Umständen auch ein Urteil in Abwesenheit fällen.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
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