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Proteste in Lausanne

Tausend Personen demonstrieren gegen «Polizeigewalt»

Am Samstag, den 7. Juni 2025, demonstrieren Menschen zum Gedenken an Michael, der am 25. Mai verstorben ist, vor dem Hauptquartier der Stadtpolizei Lausanne.

Am Samstag, den 7. Juni 2025, demonstrieren Menschen zum Gedenken an Michael, der am 25. Mai verstorben ist, vor dem Hauptquartier der Stadtpolizei Lausanne.

KEYSTONE/Valentin Flauraud

Rund tausend Menschen haben am Samstagnachmittag in Lausanne gegen «Polizeigewalt» demonstriert. Dies zwei Wochen nach dem Tod eines Nigerianers in Räumlichkeiten der Polizei.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

07.06.2025, 17:30•07.06.2025, 17:33

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Am 25. Mai nimmt die Polizei in Lausanne einen Schwarzen wegen des Verdachts auf Drogenhandel fest. Auf der Polizeiwache bricht der Mann zusammen und stirbt.
  • Die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt eröffnete daraufhin ein Strafverfahren gegen vier Polizisten wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.
  • Die Demonstrierenden fordern, dass die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft eines anderen Kantons übertragen werden.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

«Die Polizei hat wieder getötet», sagte eine Rednerin zu Beginn der Kundgebung vor dem Justizpalast Montbenon in Lausanne. Sie sprach von «einer rassistische Polizeiinstitution» und erklärte, dass sich «die Geschichte wiederholt», da in den letzten Jahren im Kanton Waadt vier weitere schwarze Männer an den Folgen von Polizeieinsätzen gestorben waren.

Es war das dritte Mal, dass eine solche Versammlung seit dem Tod des 39-jährigen Familienvaters organisiert wurde, der am 25. Mai auf einer Polizeiwache zusammengebrochen war. Dies, nachdem ihn die Polizei wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen hatte.

Nach seinem Tod eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt ein Strafverfahren gegen vier Polizisten wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.

Am Samstagnachmittag forderten die Demonstranten erneut, dass die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft eines anderen Kantons übertragen werden, um das Risiko von Absprachen zu verringern.

Unschuldsvermutung «vom Tisch gefegt»

Auf Seiten der Ordnungskräfte hat die Vereinigung der Polizeibeamten von Lausanne (AFPL) den vier Beamten, gegen die ermittelt wird, ihre «Unterstützung» zugesagt.

In einer am späten Freitagabend verbreiteten Erklärung schrieb sie, dass die Unschuldsvermutung, von der die Polizisten profitieren sollten, aufgrund des «Mangels an Unterscheidungsvermögen und Zurückhaltung in bestimmten Medien oder bei bestimmten öffentlichen Stellungnahmen» «hinweggefegt» worden sei.

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