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Rauchen am Bahnhof ist künftig nicht mehr so einfach möglich. (Symbolbild)
KEYSTONE
Die SBB testen an fünf Bahnhöfen strengere Regeln für Raucherinnen und Raucher. Mit neuen Plakaten und weniger Aschenbechern wollen sie das Rauchverbot konsequenter durchsetzen.
Seit 2019 gilt in Schweizer Bahnhöfen: Rauchen ist nur in markierten Zonen erlaubt. Dennoch halten sich viele nicht daran – und qualmen auf dem Perron oder sogar in den überdachten Bereichen. Das sorgt für Reklamationen. Nun ziehen die SBB die Schraube an.
Wie die Bahn mitteilte, laufen derzeit Tests an den Bahnhöfen Solothurn, Biel, Burgdorf, La Chaux-de-Fonds und Zürich Hardbrücke. Dort weisen neue Plakate in grosser Schrift auf das Rauchverbot hin. Gleichzeitig wurden bei Abfallkübeln Aschenbecher entfernt oder abgedichtet. Ziel sei es, die Einhaltung der Regeln zu fördern, erklärt SBB-Sprecherin Fabienne Thommen gegenüber CH Media.
Die Massnahme läuft zunächst für sechs Monate. Sie soll in erster Linie sensibilisieren, ein generelles Rauchverbot in Bahnhöfen sei nicht geplant. Laut SBB gehen pro Woche drei bis vier Beschwerden von Reisenden ein. Besonders oft geht es dabei um den Geruch, gesundheitliche Bedenken oder die starke Verschmutzung durch Zigarettenstummel.
Der Branchenverband öffentlicher Verkehr (VöV) hatte die Rauchzonen 2019 eingeführt, nachdem sich in einer Umfrage eine grosse Mehrheit der Kundschaft für strengere Regeln ausgesprochen hatte. Passivrauchen bleibe auch im Freien gesundheitsschädigend, betont die Lungenliga.
Die Schweiz liegt mit einer Raucherquote von 25,3 Prozent über dem Niveau von Deutschland oder Grossbritannien, wie Daten der WHO zeigen. Zugleich nimmt die Akzeptanz des Rauchens in der Gesellschaft weiter ab. In Genf wurden die Regeln jüngst verschärft: Dort gilt seither ein Rauchverbot auch an Bushaltestellen, Spielplätzen und in der Nähe von Schulen.