General Henri Guisan kauft einer Schülerin in der Eingangshalle des Bundeshauses einen Schoggitaler zum Schutz des Silsersees ab, der ersten Aktion dieser Art des Schweizer Heimatschutzes und Pro Natura, aufgenommen am 8. Februar 1946.
Sammeln für den Biber: 2001 wurden 629'000 Schoggitaler verkauft. Alt-Bundesrat Adolf Ogi gehört zu den Käufern. Das Bild wurde Ende August 2001 aufgenommen.
Bundesrat Alain Berset trifft in Bern auf Kinder der Primarschule Marzili, die Schoggitaler verkaufen 2021.
Schüler einer 5. Primarklasse in Basel verkaufen Schoggitaler für 5 Franken zugunsten von Pro Natura am 4. September 2025. Jährlich sind rund 20'000 Kinder für die Aktion im Einsatz.
Der Schoggitaler feiert Jubiläum.
Eine Mitarbeiterin von Aeschbach Chocolatier kontrolliert alle Schoggitaler.
Der öffentliche Zugang zu den Brissago-Inseln wurde unter anderem durch den Erlös aus dem Verkauf des Schoggitalers ermöglicht.
Ein Projekt zur Wiederansiedlung des Bibers in der Schweiz wurde durch den Schoggitaler mitfinanziert.
Die Eröffnung des Pro Natura Zentrums Aletsch in der historischen Villa Cassel wurde durch den Schoggitaler möglich.
Die Story des Schweizer Schoggitalers
General Henri Guisan kauft einer Schülerin in der Eingangshalle des Bundeshauses einen Schoggitaler zum Schutz des Silsersees ab, der ersten Aktion dieser Art des Schweizer Heimatschutzes und Pro Natura, aufgenommen am 8. Februar 1946.
Sammeln für den Biber: 2001 wurden 629'000 Schoggitaler verkauft. Alt-Bundesrat Adolf Ogi gehört zu den Käufern. Das Bild wurde Ende August 2001 aufgenommen.
Bundesrat Alain Berset trifft in Bern auf Kinder der Primarschule Marzili, die Schoggitaler verkaufen 2021.
Schüler einer 5. Primarklasse in Basel verkaufen Schoggitaler für 5 Franken zugunsten von Pro Natura am 4. September 2025. Jährlich sind rund 20'000 Kinder für die Aktion im Einsatz.
Der Schoggitaler feiert Jubiläum.
Eine Mitarbeiterin von Aeschbach Chocolatier kontrolliert alle Schoggitaler.
Der öffentliche Zugang zu den Brissago-Inseln wurde unter anderem durch den Erlös aus dem Verkauf des Schoggitalers ermöglicht.
Ein Projekt zur Wiederansiedlung des Bibers in der Schweiz wurde durch den Schoggitaler mitfinanziert.
Die Eröffnung des Pro Natura Zentrums Aletsch in der historischen Villa Cassel wurde durch den Schoggitaler möglich.
Happy Birthday, Schoggitaler: Einst gegründet, um einen See im Engadin zu retten, ist die goldene Münze heute Kult. Zum 80. Geburtstag gibt es ein neues Design, eine angepasste Rezeptur – und einen höheren Preis.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Seit 1946 sammeln Schweizer Schulkinder mit dem Verkauf des Schoggitalers Geld für Natur- und Heimatschutzprojekte, insgesamt wurden rund 50 Millionen Taler verkauft.
- Der Schoggitaler wird nun 80 Jahre alt, erhält ein neues Design, eine leicht veränderte Rezeptur mit Vanillenote und kostet neu 8 Franken aufgrund der Teuerung.
- Die Aktion geht auf die Rettung des Silsersees zurück und unterstützt bis heute Projekte von Pro Natura und Heimatschutz, während Produktion und Verpackung sozial und nachhaltig organisiert sind.
«Grüezi, wänd Sie en Schoggitaler chaufe?» – mit diesem Spruch und einem strahlenden Lächeln im Gesicht habe ich im Sommer mit meinen Schuelgspänli die berühmten Schoggitaler verkauft.
Mehr als einmal musste ich mir in die Finger kneifen, um nicht selbst die Schoggi wegzumampfen. Und jedes Mal gehörte eine gute Portion Mut dazu, die Passanten anzusprechen.
Der Erlös ging an ein Schweizer Naturprojekt oder auch mal an den Heimatschutz. Für mich war das zweitrangig – entscheidend war die Freude, für einen guten Zweck Geld zu sammeln, kombiniert mit einem klasseninternen Verkaufs-Wettkampf. Ich landete im Ranking jeweils im vorderen Drittel.
Der Schoggitaler-Verkauf ist an meine Kindheit gekoppelt, so wie das Cervelat-Brätlen im Wald und das Raketen-Glace in der Badi.
Seit 80 Jahren gehört der Schoggitaler zur Schweiz: Kinder verkaufen die goldene Schoggi-Münze zugunsten von Natur- und Heimatschutzprojekten. Zum Jubiläum erhält der Klassiker nun ein neues Design und eine verfeinerte Rezeptur.
Doch was konkret ist neu?
Die Schokoladenmünze besteht weiterhin aus Fairtrade-Kakao und Schweizer Biomilch, neu kommt eine zarte Vanillenote hinzu.
Auch der Preis ändert sich: Erstmals seit 1998 wird der Schoggitaler teurer. Statt wie bisher 5 Franken kostet die Schokoladenmünze neu 8 Franken. Grund dafür ist die allgemeine Teuerung.
Neu ist auch die Verfügbarkeit: Der Schoggitaler kann jetzt ganzjährig online oder bei der Post gekauft werden.
So sah der Schoggitaler 2025 noch aus.
Zum 80. Jubiläum erhält der goldene Taler einen neuen Look.
So sieht die Hinterseite aus.
Neuer Look des Schoggitalers
So sah der Schoggitaler 2025 noch aus.
Zum 80. Jubiläum erhält der goldene Taler einen neuen Look.
So sieht die Hinterseite aus.
Die Geschichte des Talers startet 1946
Die Idee hinter dem Schoggitaler entstand 1946 zum Schutz des Silsersees im Oberengadin: Der See sollte damals zur Stromproduktion gestaut werden, was die einzigartige Landschaft zerstört hätte.
Um die betroffenen Gemeinden finanziell zu entschädigen und Geld für den Naturschutz zu sammeln, entwickelten Pro Natura und der Schweizer Heimatschutz den Schoggitaler. Bundesrat Walter Stampfli unterstützte das Projekt und stellte – trotz der damaligen Rationierung – 20 Tonnen Schokolade zur Verfügung. Bereits im Februar 1946 wurden über 823’000 Schoggitaler verkauft – der Silsersee blieb dadurch erhalten.
Schon über 50 Millionen Taler verkauft
In den vergangenen 80 Jahren haben über 80'000 Schulklassen rund 50 Millionen Schoggitaler verkauft. Mit dem Erlös wurden zahlreiche Projekte des Natur- und Heimatschutzes realisiert.
Für Urs Leugger-Eggimann, Geschäftsleiter von Pro Natura, zeigt die Geschichte des Schoggitalers eines: «Dass sich Menschen auch in schwierigen Zeiten für Natur und Heimat begeistern lassen.» Entsprechend bezeichnet er ihn als «wertvollste Schokolade der Schweiz». Die Einnahmen kommen seit jeher je zur Hälfte Projekten von Pro Natura und des Schweizer Heimatschutzes zugute.
Wer stellt den Taler eigentlich her?
Seit 1984 produziert die Firma Aeschbach Chocolatier die Schoggitaler. Gegründet wurde sie 1972 in einem kleinen Schopf in Zug durch den Confiseur Charles Aeschbach. Vier Jahre später eröffnete seine Frau Erika die erste Boutique in der Zuger Altstadt. 1978 zog die Produktion nach Cham – dort begann auch die Zusammenarbeit mit dem Heimatschutz und Pro Natura für die Produktion der Schoggitaler.
Verpackt werden sie seit 1987 von der «Martin Stiftung» in Erlenbach. Die Institution bietet rund 170 Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung am Zürichsee einen Wohn- und Arbeitsplatz.
Was genau wurde bisher erreicht?
Der Erlös der Schoggitaler-Verkäufe hat viele Projekte möglich gemacht, unter anderem die Wiederansiedlung des Bibers, die Eröffnung des Pro Natura-Zentrums Aletsch in der Villa Cassel, den öffentlichen Zugang zu den Brissago-Inseln und die Renovation des Klosters St. Johann in Val Müstair. Alle Themenprojekte findest du hier.
Wann wird dieses Jahr gesammelt?
Auch 2026 findet die nationale Verkaufsaktion statt – und zwar vom 24. August bis 21. September. Pro verkauftem Schoggitaler erhalten Schulklassen neu 20 Prozent Provision – das entspricht 1.60 Franken pro Münze.
Was lernen die Kinder mit dem Verkauf?
Die Aktion soll Anknüpfungspunkte zu Themen wie Umwelt, Gesellschaft und Fairtrade schaffen – ebenso zu biologischer Landschaftspflege, Recycling und geschützten Arbeitsplätzen, etwa bei der Verpackung.
Die Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse lernen, mit Verkaufssituationen umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und zu rechnen. Zudem sind Planung und Orientierung gefragt.
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