Coronavirus hat die Schweiz bisher verschont

14.2.2020 - 15:02, SDA

Während die Viren-Epidemie in China zu viel Problemen führt, ist die Schweiz bisher verschont geblieben.
Source: Wang Hai/SIPA Asia via ZUMA Wire/dpa

«Die gute Neuigkeit zuerst», eröffnet Patrick Mathys eine Medienkonferenz des Bundesamts für Gesundheit: Die Chance, dass sich das Coronavirus in der Schweiz ausbreitet, ist klein – bisher gibt es keinen bestätigten Fall.

Rund 250 Personen sind bisher in der Schweiz auf das SARS-CoV-2 genannte Coronavirus getestet worden, wie es am Freitag an einer Medienkonferenz des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hiess. Nach wie vor gibt es in der Schweiz keinen bestätigten Fall.

Tausende Anrufe bei Hotline

«Die gute Neuigkeit zuerst», sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG: «Ausserhalb Chinas gibt es keine zusammenhängenden Übertragungsketten. Das Risiko einer unkontrollierten Ausbreitung in Europa – und somit auch in der Schweiz – ist gering.»

Ziemlich rege benutzt würden von der Schweizer Bevölkerung die Hotline und die Website zum Thema, sagte Mathys. So seien seit dem Start der Hotline am 30. Januar bisher knapp 3'000 Anrufe eingegangen, und die Website sei über eine halbe Million Mal aufgerufen worden.

Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, führte aus, rund 250 Personen seien bisher in der Schweiz auf das neu SARS-CoV-2 genannte Coronavirus getestet worden. Einen bestätigten Fall habe es bisher nicht gegeben.

Bald raus aus Quarantäne

Der zehnjährige Bub, der im Kanton Neuenburg wegen einer möglichen Infektion durch das Coronavirus in Quarantäne ist, werde voraussichtlich am nächsten Mittwoch nach Hause dürfen. Er war in Frankreich mit einer Person in Kontakt gekommen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Ebenfalls nach Hause kommen werden voraussichtlich bereits am Sonntag mehrere in Südfrankreich in Quarantäne befindliche Schweizer, die aus China zurückgeflogen worden waren. Wie Serge Bavaud vom Aussendepartement EDA sagte, endet die Quarantäne am Samstag um Mitternacht. Von den fünf Schweizern und drei Begleitpersonen wollten sechs in die Schweiz zurückkehren.

Bei guter Gesundheit auf Kreuzfahrtschiff

Ein Schweizer Paar an Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sei bei guter Gesundheit, sagte Bavaud. Es erhalte von der Schweiz konsularische Unterstützung. Das gelte auch für Schweizer Staatsangehörige auf anderen Kreuzfahrtschiffen im asiatischen Raum. Nach wie vor hielten sich in China rund 3'500 Schweizerinnen und Schweizer auf. Wer von ihnen dies wünsche, werde konsularisch betreut.

Brian Martin, Kantonsarzt des Kantons Zürich, stellte an der Medienkonferenz des BAG die Vorbereitungen seines Kantons vor. Von den bisher 250 Verdachtsfällen landesweit seien 30 im Kanton Zürich aufgetreten. Falls es bestätigte Fälle geben würde, sei der Kanton Zürich gerüstet: mit 61 Behandlungsplätzen für Erwachsene und deren 13 für Kinder. Vorsorglich seien auch bereits zusätzliche «contact tracers» ausgebildet worden.

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