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Karton, Papier und Kunststoff werden hin und wieder in Deutschland entsorgt. Das ist nicht in jedem Fall verboten.
Quelle: Bernd Thissen/dpa
Versinkt Deutschland bald in Schweizer Müll? So weit ist es zwar noch nicht, aber unser nördlicher Nachbar verzeichnet mehr Schweizer Nummernschildern auf Recyclinghöfen.
Zahlreiche Schweizer*innen fahren nach Deutschland, um den Wocheneinkauf zu tätigen. Oftmals werden aber Verpackungen ebenfalls in Deutschland entsorgt.
Die meisten Einkaufstouristen würden sich dafür entscheiden, die Verpackungen ihrer getätigten Einkäufe dem Einzelhändler zu überlassen. Und dies sei auch zulässig, wie Julia Fohmann-Gerber, Sprecherin vom Waldshuter Landratsamt, auf Anfrage von «Argovia Today» sagt.
Aber nicht alle Arten von Abfall sind erlaubt: «Müll, von der wilden Müllkippe über unsachgemäss abgelagerten Sperrmüll bis zu unachtsam weggeworfenem Verkehrsmüll wie Pizzakartons, Zigarettenschachteln, Eisbecher oder Take-away-Essensverpackungen, beschäftigt uns jedes Jahr zunehmend», sagt Uwe Böhler von der Stadtverwaltung Bad Säckingen.
Die Stadt Bad Säckingen bemühe sich, die Verantwortlichen für diese Abfallvergehen ausfindig zu machen, was teilweise auch erfolgreich sei. Und zudem: Bei den grenznahen Recyclinghöfen würden immer wieder Autos mit Schweizer Kontrollschildern auffallen.
Es sei zudem besonders ärgerlich, dass die städtischen Abfalleimer mit Restmüll aus dem Haushalt vollgestopft würden. «Das ist illegal, weil diese Eimer nur für Verkehrsmüll gedacht sind.»
Welchen Müll dürfen die Schweizer*innen denn in Deutschland entsorgen? Gegenüber dem «Südkurier» sagt Tobias Herrmann, Sprecher des Landratsamts Waldshut, dass Schweizer*innen die Recyclinghöfe durchaus anfahren dürfen. Jedoch dürfen dort nur Verpackungen von in Deutschland erworbenen Produkten abgegeben werden. Schweizer Müll darf nicht im Landkreis Waldshut entsorgt werden.