Stadt schlägt LandIn dieser Region haben Schweizer Männer die besten Spermien – und hier die schlechtesten
SDA
12.11.2025 - 15:06
Die Spermienqualität in der Schweiz unterscheidet sich je nach Wohnort. (Archivbild)
Keystone
Die Spermaqualität variiert je nach Region. Das belegen Schweizer Forschende erstmals. Demnach scheint die Spermienqualität in städtischen Regionen höher.
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Keystone-SDA, Redaktion blue News
12.11.2025, 15:06
12.11.2025, 15:48
SDA
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Eine Studie zeigt regionale Unterschiede in der Spermienqualität junger Männer – Städter schneiden dabei besser ab als Männer vom Land.
Besonders schlechte Spermienwerte wurden zwischen Thun und Bern festgestellt, während die Region um Aarau mit besonders guter Qualität hervorsticht.
Mögliche Ursachen könnten laut Forschenden Umweltfaktoren wie Pestizide in landwirtschaftlich geprägten Gebieten sein.
Die Spermienqualität von jungen Männern in der Schweiz unterscheidet sich je nach Wohnort. So scheinen Männer aus ländlichen Regionen die schlechteren Spermien zu haben als Männer in Städten.
Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im September im Fachblatt «Human Reproduction» veröffentlicht wurde. SRF berichtete am Mittwoch darüber.
Für die Studie untersuchte ein Forschungsteam der Universität Genf und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) Spermienproben von 2677 Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren. Diese Probanden wurden im Zeitraum von 2005 bis 2018 im Rahmen der Wehrpflicht rekrutiert.
«Hotspot» liegt bei Aarau
Bei der neuen Analyse der Spermien stellten sie auffällige Muster fest: Sie fanden Regionen mit vergleichsweise guter Spermienqualität und Regionen mit schlechter Spermienqualität. Die Forschenden sprechen dabei von «Hotspots» und «Coldspots».
Dabei zeigte sich, dass in zentral-westlichen Teilen der Schweiz eine «Coldspot»-Region existiert, wo die Spermienqualität besonders niedrig ausfiel. Wie auf einer Karte zu erkennen ist, betrifft dies ein Gebiet zwischen Thun BE und Bern.
Das rot-markierte Gebiet beschreibt einen Hotspot, das blau-markierte einen Coldspot.
Rahban et al./Exploring geographical differences in semen quality of young men
Im Gegensatz dazu fanden sich in nordzentralen Regionen die «Hotspots», in denen die Spermienqualität besonders hoch war. Dies betrifft, wie die Karte zeigt, die Region um Aarau.
Die «Coldspot»-Region ist laut der Studie durch einen höheren Anteil an landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt.
Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass chemische Einflüsse aus der Landwirtschaft, wie Pestizide, eine Rolle spielen könnten. Sie betonen in der Studie allerdings, dass kausale Zusammenhänge nicht nachgewiesen wurden. Es könne also nicht gesagt werden, ob die Landwirtschaft die Ursache ist.
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