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Schweizer Tourist*innen reisen immernoch gerne in die USA.
Heather Khalifa/AP/dpa
Politische Spannungen zum Trotz zieht es wieder mehr Schweizer*innen über den Atlantik – vor allem Naturerlebnisse lassen die USA als Reiseziel glänzen.
Weder politische Spannungen noch irritierende Schlagzeilen rund um Donald Trump können den USA als Reiseziel ernsthaft schaden – zumindest nicht bei Schweizer Tourist*innen. Trotz einer zwischenzeitlichen Delle in den Ankunftszahlen zieht es wieder mehr Schweizerinnen und Schweizer über den Atlantik. Die Fluggesellschaft Swiss verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein Passagierwachstum von 5 Prozent auf USA-Strecken im Vergleich zum Vorjahr.
«Menschen suchen wieder häufiger nach Hotels und Reiseinfos in die USA – das ist für uns ein Frühindikator», sagt Swiss-Sprecher Michael Pelzer gegenüber SRF. Parallel dazu hat Swiss auch mehr Flüge in die USA durchgeführt als im Vorjahr.
Das Comeback kommt überraschend: Seit Donald Trump Anfang Januar erneut ins Weisse Haus eingezogen ist, häuften sich Berichte über Einreiseverweigerungen. Seine aggressive Rhetorik, der Zollstreit und sogar eine skurrile Drohung zur Annektierung Kanadas sorgten international für Stirnrunzeln – und liessen zunächst befürchten, der US-Tourismus könnte Milliarden verlieren.
Doch das Bild hat sich gewandelt. Die Nachfrage zieht wieder an, vor allem bei Individualreisen und Naturerlebnissen, wie etwa der Veranstalter Hotelplan berichtet. Die New Yorker Skyline oder Naturparks wie Yosemite behalten offenbar ihre magische Anziehungskraft – trotz geopolitischem Gepolter.
Ein weiterer Treiber: der schwächelnde Dollar. Seit Jahresbeginn hat die US-Währung gegenüber dem Franken rund 10 Prozent an Wert eingebüsst. Das bedeutet: Hotelübernachtungen und Flugtickets sind für Schweizer*innen deutlich günstiger geworden. Der schwache Dollar macht die USA wieder attraktiv – nicht nur für Shoppingfans, wie SRF schreibt.
Während der aktuelle Sommerreiseverkehr floriert – viele Buchungen erfolgten bereits 2024 – bleibt der Blick in den Herbst vorsichtig. André Lüthi, Chef der Globetrotter-Gruppe, registriert aktuell noch Zurückhaltung bei Herbstbuchungen, sieht aber Potenzial: «Wenn die Preise weiter sinken, könnte sich das rasch ändern.»
Swiss bestätigt: Die Buchungen bis Dezember bewegen sich derzeit auf Vorjahresniveau. Doch: «Der Grossteil der Herbstbuchungen kommt erst in den nächsten Wochen», so Pelzer.