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In der Sommersaison 2025 (Mai bis Oktober) wurden insgesamt 25,1 Millionen Übernachtungen gezählt.
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Nach drei Rekordsommern in Folge dürfte die Schweizer Hotellerie 2026 etwas an Tempo verlieren. Wie stabil bleibt die Nachfrage, welche Märkte schwächeln und wie sieht es bei den SAC-Hütten im Sommer aus?
Wanderungen durch die imposanten Alpen, Bäder in tiefblauen Seen und laue Abende, an denen die untergehende Sonne den Himmel über den Bergen in Gold- und Rosatöne taucht. Im vergangenen Sommer veröffentlichten zahlreiche Influencer*innen und Tourist*innen solche Videos über ihre Ferien in der Schweiz.
«Die Schweiz hat als Ferien- und Reiseland an Beliebtheit gewonnen», schrieb damals eine Sprecherin von Schweiz Tourismus auf Anfrage von blue News. Auch die Zahlen bestätigten das: Wie das Bundesamt für Statistik (Bfs) Ende letzten Jahres mitteilte, verzeichnete die Schweizer Hotellerie in der Sommersaison 2025 bereits den dritten Besucherrekord in Folge.
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Von Mai bis Oktober wurden insgesamt 25,1 Millionen Übernachtungen (in der Branche auch Logiernächte genannt) gezählt. Ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die 25-Millionen-Grenze wurde damit laut Bfs erstmals überschritten.
Die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Tourist*innen stieg um 2,4 Prozent auf den Höchstwert von 13,4 Millionen. Besonders deutlich war das Wachstum bei den amerikanischen Gästen: Mit insgesamt 3,1 Millionen Übernachtungen wurde der bisherige Sommerrekord übertroffen. Auch Schweizer*innen reisten häufiger im eigenen Land: Die Zahl der Übernachtungen von inländischen Reisenden stieg um 2,8 Prozent auf 11,7 Millionen.
Dass auch dieses Jahr wieder Rekorde gebrochen werden, erwartet Schweiz Tourismus nicht. «Nach mehreren sehr starken Jahren gehen wir derzeit von einer weitergehend stabilen Entwicklung aus, mit einem lediglich leichten Rückgang der Logiernächte gegenüber dem aussergewöhlich hohen Niveau der Vorjahre», so Schweiz Tourismus auf Anfrage von blue News.
Grund dafür sei die anhaltende Krise im Nahen und Mittleren Osten, die den internationalen Reiseverkehr belaste, wie es in einer Mitteilung von Schweiz Tourismus heisst. Das bestätigt auch HotellerieSuisse auf Anfrage. Sie sehen als weitere Gründe Störungen im internationalen Flugverkehr, steigende Kosten, preissensible Gäste, Fachkräftemangel sowie kurzfristigere Buchungen.
«Über die Hälfte der Betriebe meldet wegen des Nahostkonflikts negative Effekte wie Stornierungen und weniger Neubuchungen. Besonders betroffen sind städtische Betriebe», so HotellerieSuisse weiter.
Dennoch bleibt Schweiz Tourismus vorsichtig optimistisch. Aktuelle Branchenumfragen deuten darauf hin, dass sich der Markt trotz bestehender Unsicherheiten für den Sommer 2026 stabil entwickeln dürfte. Auch laut HotellerieSuisse verharrt die Nachfrage auf hohem Niveau.
Ein Blick auf die jüngsten Zahlen zeigt aber eine Verschiebung in der Herkunft der Gäste: Im April 2026 stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Hotelübernachtungen von inländischen Gästen um 5,1 Prozent, während die Nachfrage aus dem Ausland um 5,7 Prozent zurückging. Gleichzeitig entwickelten sich auch andere Herkunftsländer positiv. Die USA und mehrere europäische Länder verzeichneten weiterhin Wachstum.
Schweiz Tourismus beobachtet vor allem im Heimmarkt eine anhaltende, seit der Pandemie gewachsene Begeisterung für Ferien im eigenen Land. Letztes Jahr waren es über 21 Millionen Übernachtungen von Schweizer Gästen, ein Plus von 1,4 Prozent. Gleichzeitig werden Reisen ins Ausland wieder attraktiver und einfacher planbar. Deshalb dürfte sich die Nachfrage künftig eher einpendeln, statt weiter neue Rekorde zu erreichen.

«Der Buchungsrückstand für Asien und die Golfstaaten wird 2026 nicht mehr aufzuholen sein», sagt Simon Bosshart von Schweiz Tourismus.
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Für die Sommersaison im Juli und August erwartet Schweiz Tourismus nicht nur eine stabile Nachfrage aus der Schweiz, sondern auch aus Deutschland, den USA, Grossbritannien und Frankreich.
Auch für die DACH-Region wird eine stabile bis leicht steigende Nachfrage erwartet. «Unsere Niederlassungen in Deutschland melden Zuversicht, dass die Schweiz als sicheres und nahes Ferienziel an Beliebtheit gewinnt, wenn gerade Übersee-Destinationen ganz wegfallen oder mit Unsicherheiten belastet sind», so Schweiz Tourismus zu blue News.
Aus dem Vereinigten Königreich sowie den nordischen Ländern dürfte hingegen ein Rückgang verzeichnet werden. Hintergrund ist ein überdurchschnittlich hohes Übernachtungsniveau im Vorjahr, das vermutlich auf die Frauen-Fussball-EM zurückzuführen ist.
Für Italien und Frankreich wird ein leichter Rückgang der Nachfrage vorausgesehen, so dass für Europa insgesamt ein Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert ist.
Nordamerika bleibt ein verlässlicher Pfeiler, auch wenn die Nachfrage aus Kanada leicht zurückgehen dürfte. Brasilien hingegen legt zu. Insgesamt dürfte die Region knapp unter dem Vorjahr bleiben. «Gerade bei den relevanten Zielgruppen in den USA und in Brasilien ist die Schweiz bereits hochbeliebt – und gewinnt weiter an Beliebtheit, jetzt als Alternative zu Ferienorten im Mittleren Osten, etwa im Luxussegment», so Schweiz Tourismus weiter.
Deutlich schwieriger bleibt die Lage in anderen Fernmärkten. Während sich in den Golfstaaten eine langsame Erholung abzeichnet – insbesondere aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten –, bleibt das Niveau unter dem Vorjahr.
Noch stärker ist der Rückgang in Asien: Zwar dürfte China stabile Zahlen liefern, doch aus anderen asiatischen Märkten sowie aus Indien wird ein Minus von rund 18 Prozent erwartet. Unter anderem wegen anhaltender Unsicherheiten rund um die wichtigen Umsteigeverbindungen über die Golf-Drehkreuze.
«Der Buchungsrückstand für Asien und die Golfstaaten wird 2026 nicht mehr aufzuholen sein», sagt Simon Bosshart von Schweiz Tourismus in der Mitteilung von Schweiz Tourismus.
Innerhalb der Schweiz zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während sich das Premiumsegment – also Vier- und Fünfsternehotels – schneller erholt, bleiben günstigere Betriebe im Drei-Sterne-Bereich unter Druck, wie Schweiz Tourismus sagt.
«Das Luxussegment weltweit lässt sich viel weniger von Unsicherheiten beeinflussen», schreibt Schweiz Tourismus auf Anfrage. Zudem sei das Segment deutlich weniger vom Wegfall von Umsteigflügen nach Europa betroffen. So suchten etwa Luxusreisende aus Brasilien nach Alternativen zu den einschlägigen Premium-Ferienorten am Persischen Golf. «Die Schweiz ist hier bestens positioniert», heisst es weiter.
Deutlich profitieren hingegen alternative Unterkunftsformen: Campingplätze, Ferienwohnungen und Jugendherbergen verzeichnen steigende Buchungszahlen, insbesondere dank der starken Nachfrage aus dem Inland und dem nahen Ausland. «Das Image der Schweiz als politisch stabile und sichere Destination ist hier von grossem Vorteil», heisst es in der Mitteilung von Schweiz Tourismus weiter.
Nicht nur die Hotellerie blickt auf ein Rekordjahr zurück: Auch die SAC-Hütten verzeichneten 2025 so viele Übernachtungen wie noch nie. Insgesamt wurden 409'000 Übernachtungen gezählt, ein Plus von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wie der diesjährige Sommer wird, lässt sich aktuell jedoch nicht sagen. Auch nicht, ob es wieder ein Rekordjahr geben wird. «Die Frequenzen in den SAC-Hütten sind sehr stark von den Wetterbedingungen abhängig», sagt Bruno Lüthi, Fachleiter Hüttenbetrieb SAC, auf Anfrage von blue News.

Auch die SAC-Hütten verzeichneten 2025 so viele Übernachtungen wie noch nie. (Archivbild)
sda
«Die vergangenen Jahre lassen aber darauf schliessen, dass Berg- und Hüttenerlebnisse auch weiterhin sehr gefragt sein werden», so Lüthi weiter. Besonders gefragt sind die Hochsaison- und Ferienmonate Juli und August. Danach sind es bis zum Saisonende vor allem die Wochenenden.
Die hohe Beliebtheit der SAC-Hütten hat mehrere Gründe – darunter die zunehmende Hitze: In höher gelegenen Regionen ist es oft kühler. Zudem sind Berg- und Hüttenerlebnisse seit der Covid-Pandemie besonders gefragt und werden zunehmend auch von jüngeren Gästen und Familien nachgefragt.