Erfundene Notlage Schweizerin betrügt Passanten in Konstanz mit Mitleidsmasche

Maximilian Haase

23.1.2026

Geld aus der Tasche gezogen: Eine Schweizerin hat in Konstanz mehrere Menschen per Mitleidsmasche betrogen.
Geld aus der Tasche gezogen: Eine Schweizerin hat in Konstanz mehrere Menschen per Mitleidsmasche betrogen.
Sebastian Kahnert/dpa (Symbolbild)

Sie macht Mitleid zur Masche: Eine Schweizerin hat in Konstanz bereits mehrere Passanten um bis zu dreistellige Summen betrogen. 

Maximilian Haase

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  • Eine Schweizerin soll in Konstanz in mehreren Fällen Passanten mit einer Mitleidsmasche um Geld gebracht haben.
  • Die Betrügerin soll eine Notlage erfunden und versprochen haben, die Summe zurück zu überweisen – doch das Geld kam nie an.
  • Fünf Personen hätten sich bereits bei der Polizei gemeldet.

Eine Frau aus der Schweiz sorgt ennet der Grenze seit Wochen für Ärger. Mit der offenbar immer gleichen Geschichte über eine angebliche Notlage soll sie sich Bargeld von Passanten im deutschen Konstanz erschlichen haben, wie der «Südkurier» berichtet. Demnach gebe die Betrügerin an, aus Bern angereist zu sein und ihr Portemonnaie vergessen zu haben. Um einkaufen zu können, brauche sie dringend Geld.

Eine Betroffene schildert gegenüber der Zeitung, dass sie zunächst misstrauisch gewesen sei: «Ich sagte ihr, dass ich nichts geben wolle, weil ich bereits mehrfach Betrügern aufgesessen bin.» Erst nach einem längeren Gespräch habe sie aus Mitleid 40 Euro (etwa 37 Franken) gegeben. Die Frau habe versprochen, den Betrag später zu überweisen, doch das Geld sei nie angekommen.

Mehrere Betroffene

Nachdem die Deutsche bei Facebook vor der Betrügerin gewarnt hatte, hätten sich weitere Personen mit ähnlichen Erlebnissen gemeldet. Eine andere Frau sei laut «Südkurier» im Parkhaus des Lago-Einkaufszentrums angesprochen worden.

Auch sie beschreibt die Betrügerin als überzeugend und freundlich: «Sie wirkte vertrauenswürdig», zitiert die Zeitung das Opfer. Insgesamt habe sie der Unbekannten 200 Euro (etwa 186 Franken) gegeben – ebenfalls ohne Rückzahlung. Die Geschädigte habe den Vorfall bei der Polizei gemeldet.

Wie die Zeitung berichtet, ereigneten sich gleich mehrere Fälle: Fünf Personen hätten bei der Polizei angegeben, Opfer der Masche geworden zu sein. Die deutsche Polizei stünde mit den Schweizer Kollegen dabei im Austausch. Wo sich die mutmassliche Betrügerin aktuell aufhält, sei unbekannt.