«Hölle auf Erden»Senioren-Ehepaar reist in Ferien – Nachbarn stehlen Garten
Sven Ziegler
20.2.2025
Nach der Rückkehr aus den Ferien war der Garten plötzlich kleiner. (Symbolbild)
Jan Woitas/dpa
Ein britisches Rentnerpaar kehrte aus den Australien-Ferien zurück und fand seinen Garten verändert vor: Nachbarn hatten Zäune versetzt, Terrassen entfernt und Schuppen umgestellt. Nun kämpfen die Bells vor Gericht um ihr Land.
Ein britisches Ehepaar aus Surrey befindet sich in einem erbitterten Rechtsstreit mit seinen Nachbarn, nachdem diese während ihrer Abwesenheit Teile ihres Gartens für sich beansprucht haben. Laut der «Daily Mail» kehrten Rosa und David Bell aus ihren Australien-Ferien zurück und fanden ihr Grundstück drastisch verändert vor.
Die Nachbarn hatten nicht nur Zäune entfernt, sondern auch Terrassen abgetragen und Schuppen umgestellt. «Es wirkte, als wollten sie uns gezielt ärgern», sagte Rosa Bell. Das Ehepaar beobachtete das Vorgehen der Nachbarn über ihre Überwachungskameras – von der anderen Seite der Welt aus.
«Hölle auf Erden»
Hintergrund des Konflikts war ein geplanter Anbau der Bells, bei dem sie Bedenken bezüglich der Regenrinne ihrer Nachbarn geäussert hatten. Daraufhin beanspruchten diese Teile des Gartens für sich, gestützt auf eigene Grenzgutachten. Allerdings sind die Grundstücksgrenzen laut historischen Dokumenten aus den 1930er-Jahren unklar.
«Es ist wie die Hölle auf Erden», beschreibt Rosa Bell die Situation. Trotz mehrerer Gutachten und erheblicher Anwaltskosten konnte keine Einigung erzielt werden. Nun liegt der Fall vor Gericht.
Auch andere Nachbarschaftskonflikte enden oft vor Gericht – mit teuren Konsequenzen. So berichtet die «Sun» über den 77-jährigen Geoff Carter, der nach einem Müllstreit mit seinem Nachbarn nahezu sein gesamtes Vermögen verlor. Der Konflikt, der 2018 begann, führte zu Anwaltskosten von fast einer Million Pfund, woraufhin Carter sein Haus verkaufen und Konkurs anmelden musste.