Das durchschnittlich verfügbare Haushaltseinkommen in der Schweiz lag 2023 bei 7186 Franken pro Monat.
Erwerbseinkommen machten mit 73,6 Prozent den grössten Anteil am Bruttoeinkommen aus, während 30,5 Prozent für obligatorische Ausgaben wie Steuern und Krankenkassenprämien verwendet wurden.
Nach Abzug aller Ausgaben blieben den Haushalten im Schnitt 1736 Franken monatlich zum Sparen.
Das durchschnittliche verfügbare Haushaltseinkommen betrug in der Schweiz im Jahr 2023 7186 Franken pro Monat und ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Dies geht aus den Ergebnissen der Haushaltsbudgeterhebung 2023 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Die 7186 Franken entsprechen dem Bruttoeinkommen abzüglich der obligatorischen Ausgaben. Darin eingerechnet sind die Einkommen sämtlicher Mitglieder eines Haushalts, der in der Schweiz im Durchschnitt aus 2,07 Personen besteht.
Zum Haushaltseinkommen zählen nebst den monatlich ausbezahlten Löhnen und Zulagen auch die jährlichen Zahlungen wie zum Beispiel der 13. Monatslohn. Erhaltene Renten, Sozialleistungen und Überweisungen von anderen Haushalten sowie Vermögenserträge wie Zinsen und Dividenden werden ebenfalls dazugerechnet.
Nicht alle Haushalte verfügen jedoch über 7186 Franken pro Monat. 2023 wiesen gemäss der Erhebung rund 61 Prozent aller Haushalte ein verfügbares Einkommen auf, das unter dem schweizerischen Mittelwert lag.
Drei Viertel stammen aus Erwerbstätigkeit
Die Erwerbseinkommen bildeten auch 2023 die wichtigste Stütze mit durchschnittlich 73,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Die Renten und Sozialleistungen stellten mit 20,8 Prozent die zweitwichtigste Einkommensquelle dar.
Die Vermögenseinkommen spielten für einen grossen Teil der Haushalte eine untergeordnete Rolle (im Mittel 4,5 Prozent des Bruttoeinkommens). Nur bei jedem siebten Haushalt machte dieser Anteil mehr als 4,5 Prozent des Bruttoeinkommens aus.
Die Überweisungen von anderen Privathaushalten (wie zum Beispiel Alimentenzahlungen) trugen im Durchschnitt 1,1 Prozent zum Bruttoeinkommen bei. Diese Einkommenssituation zeigte sich vor allem bei Einelternhaushalten.
30,5 Prozent für obligatorische Ausgaben
Im Jahr 2023 betrugen die obligatorischen Ausgaben 3154 Franken pro Monat oder 30,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Dabei bildeten die Steuern mit durchschnittlich 1245 Franken pro Monat respektive 12,0 Prozent des Bruttoeinkommens den wichtigsten Posten.
Zu den obligatorischen Ausgaben zählen weiter die Sozialversicherungsbeiträge (10,3 Prozent des Bruttoeinkommens) wie zum Beispiel die AHV- und Pensionskassenbeiträge, die obligatorischen Krankenkassenprämien (6,7 Prozent) sowie die monetären Transferausgaben an andere Haushalte (1,5 Prozent).
Wie viel bleibt übrig?
Für Konsumausgaben verwendeten die Haushalte 5049 Franken pro Monat oder 48,8 Prozent des Bruttoeinkommens. Dabei stellten die Ausgaben für Wohnen und Energie mit 14,0 Prozent den wichtigsten Posten dar. Diese erfuhren im Vergleich zum Vorjahr eine signifikante Zunahme von durchschnittlich 1374 auf 1449 Franken pro Monat.
Dadurch blieb nach allen Ausgaben den privaten Haushalten 2023 ein durchschnittlicher Betrag von 1736 Franken pro Monat oder 16,8 Prozent des Bruttoeinkommens zum Sparen übrig.
Dennoch konnten auch im Jahr 2023 nicht alle Haushalte einen Sparbetrag zur Seite legen. Die Haushalte der untersten Einkommensklasse (mit weniger als 4839 Franken Bruttoeinkommen) zum Beispiel gaben oft mehr Geld aus, als sie einnahmen.
Dieses Ergebnis stehe gemäss Erhebung nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem verhältnismässig hohen Anteil von Rentnerhaushalten (60 Prozent) in dieser Klasse, bei denen der Vermögensverzehr einen Teil des Haushaltsbudgets finanziert.
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