Rekordbudget So viel Geld wird in die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» gepumpt

SDA

15.5.2026 - 10:16

Seit 2023 müssen die Kampagnenbudgets offen gelegt werden. Die Initiative «Keine-10-Millionen-Schweiz» ist seither die teuerste Abstimmung. (Themenbild)
Seit 2023 müssen die Kampagnenbudgets offen gelegt werden. Die Initiative «Keine-10-Millionen-Schweiz» ist seither die teuerste Abstimmung. (Themenbild)
Keystone

Bei der «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative greifen Befürworter und Gegner tief ins Portemonnaie: 15,52 Millionen Franken sind bisher budgetiert. Das ist die höchste Summe seit Einführung der Meldepflicht.

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  • Das Budget für die «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative hat mit über 15 Millionen Franken einen Rekordwert erreicht.
  • Das sind deutlich mehr als bei der Abstimmung zum Ausbau der Nationalstrassen im Jahr 2024, als 9,7 Millionen akquiriert wurden.
  • Die 6,44 Millionen Franken der Ja-Kampagne trägt vor allem die SVP.

Für die Kampagnen zur «10-Millionen-Schweiz»-Initiative sind bis heute Gelder von insgesamt über 15 Millionen Franken gemeldet worden. Das ist ein Rekord seit Einführung der Meldepflicht. Weit weniger Geld fliesst in die Kampagne zur Änderung des Zivildienstgesetzes.

Im Vorfeld der Abstimmungen über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» und das Zivildienstgesetz am 14. Juni hat die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) die Kampagnenbudgets offengelegt. Meldepflichtig sind Spenden von mehr als 50'000 Franken, wobei Beiträge an Komitees von mehr als 15'000 Franken einzeln aufgeführt werden.

Bisherige Spitzenreiterin war die Abstimmung über den Autobahnausbau vom November 2024. Deren Kampagnenbudget von rund zehn Millionen Franken haben Befürworter und Gegner der «Keine-10-Millionen-Schweiz»-Initiative bereits jetzt bei Weitem übertroffen: Stand Freitag wurden über 15 Millionen Franken für den Abstimmungskampf budgetiert.

Befürworter kommen aus SVP-Umfeld

Die 6,44 Millionen Franken schwere Ja-Kampagne wird zu grossen Teilen vom Umfeld der SVP getragen. Zu den grössten namentlich genannten Unterstützern gehören Parteipolitiker wie alt Bundesrat Christoph Blocher mit 130'000 und Nationalrat Thomas Matter mit 250'000 Franken.

Die SVP-nahe Stiftung für bürgerliche Politik budgetierte über eine Million Franken für die kommende Abstimmung. Nebst unbekannten Spendern deklarierte der Unternehmer und ehemalige Besitzer von Denner, Philippe Gaydoul, 250'000 Franken für die Ja-Kampagne.

Economiesuisse stemmt fast die Hälfte

Beim Nein-Lager kamen bisher insgesamt knapp über neun Millionen Franken an deklarierten Spendengeldern zusammen. Fast die Hälfte davon kommt vom Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der die Allianz «Chaos-Initiative Nein» mit 4,22 Millionen Franken unterstützte.

Bei der SP beliefen sich die Spenden Stand Freitag auf über 1,6 Millionen Franken. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund gab an, die Gegen-Kampagne mit 825'400 Franken zu unterstützen. Das Budget der Unia liegt derzeit bei fast einer halben Million Franken.

Für Zivildienst haben Parteien weniger übrig

Weit weniger teuer und deutlich ausgeglichener gestalten sich die Kampagnen für und gegen die zweite Abstimmung am 14. Juni über die Änderung des Zivildienstgesetzes. Mit 320'174 Franken ist das Budget der Gegner um 20'174 Franken grösser als das der Befürworter. Die Finanzierung der Ja-Kampagne stemmt die Allianz Sicherheit Schweiz.

Das Nein-Lager wird seinerseits durch die SP unterstützt. Die deklarierte ein Budget von rund einer Viertelmillion, das grösstenteils aus Spendengeldern besteht. Die Allianz Zivildienstgesetz-nein legte Gelder von 73'174 Franken offen.