Kaserne Bure JUSoldaten bewerfen sich mit Granaten, dann findet die Armee gestohlene Munition
Andreas Fischer
12.5.2026
Soldaten aus unterschiedlichen Kompanien haben sich in der Kaserne Bure bekriegt: Daraufhin kam bei einer Untersuchung ein Munitionsdiebstahl ans Licht.
KEYSTONE (Symbolbild)
In der Kaserne Bure eskalierte ein Streit zwischen Infanteristen und Panzergrenadieren. Bei einer anschliessenden Durchsuchung entdeckte die Armee gestohlene Munition bei rund 30 Soldaten.
Redaktion blue News
12.05.2026, 21:55
Andreas Fischer
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In der Kaserne Bure JU eskalierte ein Streit zwischen Infanteristen und Panzergrenadieren. Dabei wurden Blendgranaten geworfen.
Bei einer anschliessenden Durchsuchung entdeckte die Militärpolizei bei rund 30 Soldaten gestohlene Munition und Rauchgranaten.
Die Militärjustiz hat Ermittlungen aufgenommen, um Verantwortliche und Art der entwendeten Munition genau zu klären.
In der Kaserne Bure im Kanton Jura ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Infanteristen und Panzergrenadieren gekommen. Wie ein Zeuge bei «20 Minuten» schildert, artete ein Streit in der Nacht von Donnerstag auf Freitag so aus, dass Panzergrenadiere eine Blendgranate auf das Gelände der Infanterie warfen. Daraufhin leitete die Armee eine umfassende Durchsuchung ein – und deckte Munitionsdiebstahl auf.
Rund 1’100 Personen sind in der Kaserne untergebracht. Bei der Kontrolle durch Militärpolizei und Suchhunde wurde bei etwa 30 Soldaten illegal gelagertes Material entdeckt – von Rauchgranaten bis zu scharfer Munition. Ein Soldat habe sogar 200 Schuss gestohlen.
«Es gibt Rivalitäten zwischen den Kompanien, die Situation ist bei uns etwas ausgeartet», wird der Zeuge zitiert. Er kritisiert, dass Munition in der Kaserne leicht zugänglich sei und kaum kontrolliert werde. Es würde zahlreiche Gelegenheiten geben, sich Material anzueignen».
Soldaten durften trotz der Vorfälle nach Hause
Die Militärjustiz bestätigt die Vorgänge. Trotz der schweren Vorfälle durften alle Soldaten nach Hause gehen. Hausdurchsuchungen seien «nicht verhältnismässig» gewesen, sagt ein Sprecher. «Ich finde es einen Witz, dass man so locker mit einem so ernsten Thema umgeht», sagt hingegen ein Soldat bei «20 Minuten».
Die Armee betont, dass Soldaten im Umgang mit Waffen geschult werden. Munition müsse kontrolliert abgegeben und sicher gelagert werden. Die Militärpolizei überwache regelmässig die Magazine und Logistikbasen, um Diebstähle zu verhindern.
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