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Mit ihren oft kontrovers diskutierten Studien wurde Katja Rost über die Wissenschaft hinaus bekannt.
John Flury
Die Schweizer Soziologin Katja Rost ist tot. Die langjährige Professorin der Universität Zürich starb im Alter von 50 Jahren nach schwerer Krankheit. Bekannt wurde sie mit ihren Analysen zu gesellschaftlichen Fragen.
Die Schweizer Soziologin und Professorin Katja Rost ist tot. Sie starb am 20. Juni im Alter von 50 Jahren nach schwerer Krankheit. Dies berichtet die «Neue Zürcher Zeitung.»
Rost war Professorin für Soziologie an der Universität Zürich. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie mit Studien und Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen bekannt. Sie äusserte sich unter anderem zu Gleichstellung, Diversität und den Auswirkungen von Frauenquoten.
Kritik erntete Katja Rost mit ihrer Studie zur sogenannten «Leaky Pipeline» – dem Phänomen, dass der Frauenanteil an Universitäten mit jeder Karrierestufe sinkt. Das kontroverse Ergebnis: Hauptgrund dafür seien unterschiedliche Interessen und Lebensentwürfe von Frauen und Männern. Das Familienbild von Frauen sei eher konservativ geprägt, sie bevorzugten einen Partner, der älter und erfolgreicher sei als sie, hiess es. Die Reaktionen waren enstprechend heftig. Die Medien diskutierten über die Studie, an der Universität wurden Unterschriften gegen Rost und ihre Co-Autorin Margit Osterloh gesammelt.
Katja Rost litt an einem multiplen Myelom, einer unheilbaren Form von Knochenmarkkrebs. Die Diagnose erhielt sie vor rund acht Jahren. In den vergangenen Monaten traten die Krankheitsschübe immer häufiger auf, mehrmals musste sie sich einer Therapie unterziehen.
Rost hinterlässt ihren Ehemann und einen zwölfjährigen Sohn.