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Neue Erkenntnisse rund um den Auftritt von zwei Rappern am Wetzikoner Stadtfest sorgt für Unmut.
Wetzikon Stadtfest
Nur wenige Tage vor dem Stadtfest Wetzikon werden die Auftritte der Zürcher Rapper Shmoney112 und BendoCD gestrichen. Die Begründung lautete damals lediglich: Sicherheitsgründe. Nun wird klar, weshalb die Polizei Alarm schlug – und warum die Verantwortlichen die Notbremse zogen.
Eigentlich schien für die Organisatoren des Stadtfests Wetzikon alles aufgegleist. Das Programm stand, die Bühnen waren besetzt und die Vorfreude auf das Festwochenende war gross.
Dann folgte wenige Tage vor Beginn die Überraschung: Die Auftritte der Zürcher Rapper Shmoney112 und BendoCD auf der Parkbühne wurden gestrichen, wie der «Zürcher Oberländer» am Freitag schreibt. Das Stadtfest sprach damals lediglich von «Sicherheitsgründen». Weitere Informationen gab es nicht.
Die kurzfristige Absage sorgte in den sozialen Medien für Spekulationen. Weshalb mussten gleich zwei Künstler nur eine Woche vor ihrem Auftritt ausgeladen werden?
Nun nennt das Organisationskomitee erstmals konkretere Gründe für den Entscheid.
Gemäss den Verantwortlichen lagen polizeiliche Erkenntnisse vor, wonach Personen aus unterschiedlichen Gruppierungen am Konzert hätten zusammentreffen können. Zudem habe damit gerechnet werden müssen, dass weitere Personen aus diesem Umfeld das Stadtfest gezielt aufsuchen würden.
Nach einer Neubewertung der Lage sei man zum Schluss gekommen, dass dadurch der friedliche Verlauf des Anlasses gefährdet werden könnte. Aus diesem Grund entschied sich das OK, die beiden Auftritte abzusagen.
Den Musikern sei der Entscheid unmittelbar mitgeteilt worden. Laut dem Organisationskomitee reagierten beide verständlicherweise enttäuscht.
Wer sind diese Gruppierungen?
Genau diese Frage bleibt offen.
Weder die Stadtpolizei Wetzikon noch die Kantonspolizei Zürich wollen nähere Angaben machen. Auf Anfrage verweisen die Behörden auf polizeitaktische Gründe.
Ob es sich um rivalisierende Gruppen aus dem Umfeld der Rap-Szene, um Jugendgruppierungen oder um andere Kreise handelt, sagen die Behörden nicht.
Die Stadtpolizei betont jedoch ausdrücklich, dass sich die Massnahme nicht gegen die beiden Künstler persönlich gerichtet habe. Ausschlaggebend sei ausschliesslich die erwartete Besuchersituation gewesen.
Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt. Die Absage erfolgte erst rund eine Woche vor dem Anlass.
Nach Angaben des Organisationskomitees lagen bei der Buchung der Künstler noch keine entsprechenden Hinweise vor. Die Sicherheitslage werde bei grösseren Veranstaltungen laufend überprüft. Erst dabei seien die relevanten Erkenntnisse aufgetaucht.
Die Organisatoren der Parkbühne äusserten sich nicht näher zu den Hintergründen. Auf Instagram machten sie jedoch deutlich, dass die Entscheidung nicht in ihrer Hand gelegen habe.