Postulat eingereichtStudentin attackiert SVP-Stand mit Sirup – verurteilt
Lea Oetiker
3.12.2025
Am 10. Mai 2025 hatten zwei junge Frauen auf dem Röschibachplatz im Kreis 10 Himbeersirup über Plakate und Unterschriftenbögen der SVP gegossen.
SVP
Eine 30-jährige Studentin wurde nach der Sirupattacke auf einen SVP-Unterschriftenstand in Zürich im Mai verurteilt. Die SVP fordert nun auch politische Konsequenzen.
Eine 30-jährige Studentin wurde nach einer Sirupattacke auf einen SVP-Unterschriftenstand in Zürich-Wipkingen im Mai 2025 wegen Störung und Sachbeschädigung verurteilt.
Sie erhält eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken, eine Busse von 700 Franken sowie 800 Franken Verfahrenskosten.
Die SVP fordert per Postulat im Gemeinderat jährliche Berichte über politisch motivierte Gewalttaten.
Eine Sirupattacke auf einen SVP-Unterschriftenstand in Zürich vom vergangenen Mai hat nun ein juristisches Nachspiel. Eine 30-jährige Studentin wurde wegen Störung einer politischen Unterschriftensammlung und geringfügiger Sachbeschädigung schuldig gesprochen, heisst es in einem Strafbefehl, den die NZZ eingesehen hat.
Sie erhielt eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken, eine Busse von 700 Franken sowie Verfahrenskosten von 800 Franken, wie aus einem rechtskräftigen Strafbefehl hervorgeht.
Am 10. Mai 2025 hatten zwei junge Frauen auf dem Röschibachplatz im Kreis 10 Himbeersirup über Plakate und Unterschriftenbögen der SVP gegossen. Die Partei, die dort Unterschriften für ihre Asylinitiative sammelte, bezifferte den Schaden auf rund 300 Franken und erstattete Anzeige.
Während eine der Angreiferinnen inzwischen ermittelt ist, bleibt die zweite Täterin unbekannt. Gegen sie läuft ein Verfahren gegen Unbekannt.
SVP reicht Postulat ein
Nach dem zweiten Vorfall forderte die SVP politische Konsequenzen und reichte im Zürcher Gemeinderat ein Postulat ein. Dieses verlangt einen jährlichen Kurzbericht über alle «politische und religiöse motivierte Gewalttaten», zudem soll der Vorfall jeweils ganz kurz geschildert werden. Die Delikte sollen in Kategorien wie polizeifeindlich, linksextrem, islamfeindlich oder rechtsextrem geordnet werden.
Laut der Partei würde die Gewalt aus allen möglichen Richtungen kommen und sei immer zu verurteilen. In Zürich dominiere der Linksextremismus jedoch klar. Dort werde die Situation auch immer bedrohlicher und die Gewalttäter skrupelloser.