Die Klimajugend ist undemokratisch

tasc

7.2.2020

Ein Grossteil der jungen Klimaaktivisten will, dass die Umwelt gegenüber der Wirtschaft den Vorzug haben sollte (Archivbild).
Bild: Keystone

Die Bewegung der Klimajugend gilt vielen als vorbildlich. Doch wie ticken die jungen Aktivisten tatsächlich? Eine Studie liefert überraschende Antworten.

Bei zwei lokalen Kundgebungen in Genf und Lausanne sowie bei der nationalen Klima-Demo vergangenen September in Bern gingen tausende junger Aktivisten auf die Strasse. Ihre Aktionen wurden vielfach bejubelt. Gleichzeitig nutzten zwei Genfer Politikwissenschaftler die Möglichkeit, die jungen Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit ihrer nun veröffentlichten Studie, über die unter anderem «20min» berichtete, kamen sie zu eher überraschenden Ergebnissen.

Demnach sei das Verhältnis der Klimajugend gegenüber der Wirtschaft besonders kritisch.  So finden 90 Prozent der befragten Schüler, dass die Regierung der Umwelt den Vorzug geben sollte. Dafür nehmen sie sogar drastische Folgen in Kauf – auch wenn diese das Wirtschaftswachstum bremsen und zum Abbau von Arbeitsplätzen führen sollten.

Mehr 80 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, die Regierung müsse den Ratschlägen von Wissenschaftlern Folge leisten. Ein Grossteil der Befragten sagte zudem: «Auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist». Die Genfer Politologin und Co-Initiantin der Studie Jasmine Lorenzini stellt aufgrund dieses Resultates bei den befragten Klima-Aktivisten «eine gewisse Frustration in Bezug auf den heutigen politischen Prozess» fest. Das sagte sie unter anderem gegenüber CH Media. Laut Lorenzini glaubten viele der jungen Demonstranten, dass das heutige politische System den Herausforderungen des Klimawandels nicht entsprechend begegnen könne.

Bilder des Tages

Zurück zur Startseite