SVP geht mit Beschwerde und politisch gegen SRF vor

sp, sda

2.6.2021 - 18:04

Schweizer Radio und Fernsehen (Studio Zuerich Leutschenbach) aufgenommen am Sonntag, 11. Oktober 2020, in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)
Die SVP kritisiert die Berichterstattung des SRF.
KEYSTONE/Patrick B. Kraemer (Symbolbild)

Die SVP Schweiz geht mit einer Beschwerde und auch politisch gegen das Schweizer Fernsehen SRF vor. Der Sender berichte nach Ansicht der SVP tendenziös und verletze regelmässig die journalistische Sorgfaltspflicht

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2.6.2021 - 18:04

Die SVP Schweiz geht mit einer Beschwerde und politisch gegen das Schweizer Fernsehen SRF vor. Der Sender berichte tendenziös und verletze regelmässig die journalistische Sorgfaltspflicht, kritisiert die SVP. Die Sendung «Der Club» vom Dienstag habe das Fass zum Überlaufen gebracht.

Statt dem verfassungsmässigen Auftrag nachzukommen und zur freien politischen Meinungsbildung beizutragen, entwickle sich das Schweizer Fernsehen zunehmend zum links-grünen NGO-Aktivisten-Sender, schreibt die SVP in einer Mitteilung vom Mittwoch. Informationssendungen wie die «Tagesschau», die «Rundschau» oder «10 vor 10» berichteten tendenziös zu Abstimmungsvorlagen und setzten sich unverhohlen für linke Anliegen ein.

Die SVP betrachte diese Entwicklung schon lange äusserst kritisch. Die Sendung «Der Club» vom 1. Juni 2021 zum gescheiterten Rahmenabkommen mit der EU habe nun das Fass zum Überlaufen gebracht: Dass die Verantwortlichen der Sendung die aus vier Teilnehmenden bestehende Diskussionsrunde mit drei «EU-Turbos» besetzt hätten, verstosse klar gegen das Prinzip der Ausgewogenheit.

«Vollständig inakzeptabel ist, dass kein Vertreter der SVP zugegen war», schreibt die SVP. Schliesslich sei sie die einzige politische Kraft, die von Anfang an vor den negativen Folgen dieses Abkommens gewarnt und den Rahmenvertrag mit der EU entschieden bekämpft habe. «Von einem mit öffentlichen Geldern finanzierten Sender ist ein solches Verhalten nicht zu dulden.»

Die SVP hat deshalb bei der unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) eine Beschwerde eingereicht. Zudem werde sie politische Schritte gegen das Schweizer Fernsehen unternehmen, kündigte die Partei an.

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