Angriff auf die VolksschuleSVP will Obergrenze für fremdsprachige Schüler
SDA
24.1.2026 - 11:19
Nationalrat Benjamin Fischers Rezept für die Volksschule: flächendeckendes Handyverbot, kein integrativer Unterricht und eine Maximalzahl an fremdsprachigen Kindern pro Klasse.
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Die Delegierten der SVP haben am Samstag in Näfels GL ein ganzes Forderungspaket beschlossen, um «die Volksschule zu retten». Darin enthalten sind eine Maximalzahl von fremdsprachigen Schüler und ein flächendeckendes Handyverbot.
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24.01.2026, 11:19
24.01.2026, 12:38
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Die SVP fordert eine Bildungsreform mit Fokus auf Grundkompetenzen und macht die Zuwanderung für mangelnde Lernerfolge verantwortlich.
An der Delegierten-Versammlung fordern die Exponent*innen der SVP eine Obergrenze für fremdsprachige Kinder pro Klasse, verpflichtende Sprachtests vor Schuleintritt und Sanktionen bei mangelnder Elternkooperation.
Zusätzlich plädiert die SVP für ein landesweites Handyverbot an Schulen, die Wiedereinführung von Sonderklassen und die Stärkung praktischer Schulfächer.
«Die Kinder sollen endlich wieder die Grundlagen lernen: Lesen, Schreiben, Rechnen», sagte der Zürcher SVP-Nationalrat Benjamin Fischer. Heute könne die Schule diese Aufgabe immer weniger erfüllen. Als Hauptgrund identifiziert die SVP die Zuwanderung.
Ab einem Anteil von 20 Prozent fremdsprachiger Kinder in einer Klasse werde der Unterricht schwierig, ab 30 Prozent fast unmöglich, sagte Fischer. In ihrem Lösungspaket fordert die SVP deshalb eine Obergrenze für fremdsprachige Schüler pro Klasse.
Kinder müssten zudem zwingend die Unterrichtssprache beherrschen. Um dies sicherzustellen, brauche es einen Sprachtest vor Beginn der Schulzeit. Wer nicht besteht, soll ein zusätzliches Jahr in eine Vorbereitungsklasse. Auch die Eltern müssten in die Pflicht genommen werden. Mangelnde Kooperation will die SVP sanktionieren – bis zum Verlust der Aufenthaltsbewilligung.
Flächendeckendes Handyverbot
Den integrativen Unterricht bezeichnete die SVP als gescheitert. Dieses «Integrieren um jeden Preis» müsse umgehend beendet werden. Es sei unerlässlich, wieder Sonderklassen einzuführen. Durchsetzen will die SVP auch ein Handyverbot in allen Schulen des Landes. Fördern will sie dagegen klassische «Offline-Inhalte» wie Hauswirtschaft, Handarbeit, Zeichnen und Turnen.
Die SVP will ihr Forderungspaket nun mit diversen Vorstössen in den Kantonen in die Realität umsetzen. Den Bund will sie dabei auslassen. Föderalismus habe bei Bildungsthemen Vorrang. Der Bund dürfe keine Kompetenzen haben, den Kantonen etwas aufzudrücken.
Am Nachmittag werden die Delegierten noch die Parolen für die Abstimmungen am 8. März fassen.
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