Aufgrund der Wetterverhältnisse musste die Swiss im neuen Jahr bereits zahlreiche Flüge streichen (Im Bild: Maschine der Swiss bei der Enteisung am 7. Januar in Kloten ZH).
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Wegen anhaltend schlechten Wetters muss Swiss seit Jahresbeginn zahlreiche Flüge streichen – am stärksten betroffen sind Verbindungen nach Amsterdam. Weitere Annullierungen stehen bereits bevor.
Keystone-SDA
08.01.2026, 17:01
08.01.2026, 17:10
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für mich zusammen
Seit Jahresbeginn musste Swiss wegen schlechten Wetters 57 Flüge streichen, vor allem nach Amsterdam.
Bis Samstag sind weitere 21 Annullierungen geplant.
Die Airline steht in Kontakt mit Meteoschweiz und versucht, Streichungen frühzeitig anzukündigen.
Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat seit Anfang Jahr wetterbedingt insgesamt 57 Flüge streichen müssen. Auch in den kommenden Tagen rechnet die Airline mit weiteren Annullierungen aufgrund des aktuellen Wetters in Europa, wie die Swiss am Donnerstag mitteilte.
Insgesamt waren von den annullierten Flügen bis und mit Donnerstag rund 7430 Passagiere betroffen, wie die Lufthansa-Tochter weiter mitteilte. Am häufigsten fielen die Verbindungen nach Amsterdam aus: 42 Flüge waren hier seit Anfang Jahr betroffen.
Für den Zeitraum von Donnerstag bis Samstag seien bereits 21 weitere Flüge zu den Destinationen Amsterdam, Berlin, Frankfurt und Luxemburg gestrichen worden, teilte die Swiss weiter mit. Davon wiederum seien rund 1390 Reisende betroffen. Die Fluggesellschaft geht zudem davon aus, dass in den kommenden Tagen weitere Annullierungen notwendig sein werden.
Zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz
Welche Flughäfen und Flüge genau betroffen sein werden, war am Donnerstag noch unklar: «Wir stehen in engem Austausch mit Meteoschweiz und schauen uns jeden einzelnen Tag und jede Destination genau an», schrieb die Airline dazu. Aufgrund des «deutlich erhöhten Arbeitsaufwands» seien auch zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz.
Jedoch seien Wettersituationen stets dynamisch, weshalb kurzfristige Streichungen manchmal unumgänglich seien. «Wenn eine Flugstreichung unumgänglich ist, versuchen wir diese so frühzeitig wie möglich vorzunehmen, um die Unannehmlichkeiten für unsere Fluggäste so klein wie möglich zu halten.»
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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