«Sicherheit ist das Wichtigste» Das sagt der Titlis-Bahnen-Chef zum tödlichen Gondelabsturz

SDA

18.3.2026 - 16:35

Der CEO der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG, Norbert Patt, informierte am Mittwoch anlässlich einer Medienkonferenz über den Absturz einer Gondel im Skigebiet Engelberg.
Der CEO der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG, Norbert Patt, informierte am Mittwoch anlässlich einer Medienkonferenz über den Absturz einer Gondel im Skigebiet Engelberg.
Keystone

Beim Seilbahnunglück in Engelberg ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der Betreiber zeigt sich betroffen und betont, die Sicherheit habe höchste Priorität. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar.

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Keystone-SDA, Dominik Müller

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  • Nach dem tödlichen Seilbahnunfall im Skigebiet Engelberg zeigt sich der Betreiber der Titlis-Bergbahnen tief betroffen.
  • Rund 100 bis 200 Personen wurden aus etwa 40 Gondeln evakuiert, niemand ist mehr in Gefahr.
  • Die genaue Unfallursache ist noch unklar.
  • Starker Wind könnte eine Rolle gespielt haben, doch ob ein Alarm ausgelöst wurde, ist offen.

Nach dem tödlichen Seilbahnunfall in Engelberg hat sich der Betreiber der Titlis-Bergbahnen tief betroffen gezeigt. Das sei ein ausserordentliches Ereignis, das aus «heiterem Himmel» gekommen sei, sagte Geschäftsführer Norbert Patt.

Die Sicherheit sei das Wichtigste einer Bergbahn, umso schwerwiegender sei der tragische Unfall, sagte Patt an der Medienkonferenz. Die Gedanken seien bei den Angehörigen des Opfers. «Wir hoffen, rasch gesicherte Fakten zu erhalten.»

Die Evakuation in den restlichen Gondeln sei mittlerweile abgeschlossen, sagte er. Es seien keine Bahngäste mehr in Gefahr. Ein Care-Team stehe im Einsatz. Insgesamt wurden zwischen 100 und 200 Menschen aus den rund 40 Gondeln in diesem Abschnitt in Sicherheit gebracht.

Ob zum Zeitpunkt des Unfalls weitere Gondeln in Gefahr waren, konnte der Betreiber auf eine entsprechende Frage eines Journalisten nicht sagen.

Windstarker Tag

Patt sagte, es sei ein windstarker Tag gewesen. Ab 40 km/h werde bei der Bahn ein Windalarm ausgelöst, ab 60 km/h müsse der Betrieb eingestellt werden. Wie stark der Wind tatsächlich war und ob ein Alarm ausgelöst wurde, sei unklar, hiess es.

Die Gondel wurde in den Jahren 2014 und 2015 gebaut. Die letzte Revision habe im vergangenen September stattgefunden, hiess es. Tobias Wildi, Betriebsleiter der Bahn, sagte auf Nachfrage, die Bahnen müssten einmal pro Halbjahr revidiert werden. Die Gondel stammt vom Hersteller Garaventa.

Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) werde entscheiden, wann die Bahn wieder in Betrieb gehen kann, so Patt. Es sei wichtig, dass der Vorfall umfassend aufgearbeitet werde. «Wir werden alle verfügbaren Kamera-Aufnahmen zur Verfügung stellen.»