Tragödie in Crans-Montana VS «Beleidigung der Opfer»: Meloni ausser sich wegen Freilassung Morettis

Philipp Dahm

23.1.2026

Hier erscheint Jacques M. zur Einvernahme

Hier erscheint Jacques M. zur Einvernahme

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana mit 40 Todesopfern ist der Betreiber der Bar «Le Constellation» am Freitag in Untersuchungshaft genommen worden.

09.01.2026

Bei der Brand-Katastrophe von Crans-Montana sterben in der Silvesternacht über 40 Menschen. blue News hält dich im Ticker auf dem Laufenden. 

Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • In der Bar «Le Constellation» im Walliser Skiort Crans-Montana ist es in der Neujahrsnacht zu einem verheerenden Brand gekommen.
  • 40 Personen kamen ums Leben – 116 Personen wurden verletzt, viele davon schwer.
  • Am 9. Januar 2026 fand in der Schweiz ein nationaler Trauertag statt.
  • Gegen die Besitzer der Bar ist eine Strafuntersuchung eröffnet worden.
  • Einer der Mitinhaber wird vorerst für drei Monate in Untersuchungshaft bleiben.
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  • 20.48 Uhr

    Meloni ausser sich wegen Freilassung Morettis

    In Italien sorgt die Freilassung von Jacques Moretti für grossen Unmut, sowohl in den sozialen Medien, als auch in der Politik. So äussert die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf X ihren Unmut über die Anordnung des Zwangsmassnahmengerichts, die Freilassung des Bar-Betreibers gegen Zahlung einer Kaution anzuordnen.

    «Ich bin empört über die Nachricht von der Freilassung von Jacques Moretti, dem Besitzer des Lokals Le Constellation in Crans-Montana» schreibt Meloni und fügt hinzu: «Ich halte dies für eine Beleidigung der Opfer der Tragödie von Silvester und eine Kränkung ihrer Familien, die unter dem Verlust ihrer Angehörigen leiden. Die italienische Regierung wird die Schweizer Behörden zur Rechenschaft ziehen.»

    Zuvor hatte bereits ihr Aussenminister seinen Unmut geäussert. Auf X schrieb Antonio Tajani: «Ich bin sprachlos angesichts der Freilassung von Jacques Moretti in der Schweiz. Diese Entscheidung ist ein echter Affront gegenüber den Familien, die ihre Kinder in Crans-Montana verloren haben, und ignoriert die Trauer und den tiefen Schmerz, den diese Familien mit dem italienischen Volk teilen.»

    «Wir werden unsere Unterstützung und Solidarität mit den Eltern der Opfer dieses unglaublichen Unglücks verstärken», schreibt Tajani weiter und betont schliesslich, man werde «weiterhin zusammenarbeiten, damit die Schweizer Behörden die Wahrheit und die Verantwortlichkeiten für das Geschehene aufklären.»

  • 19.35 Uhr

    Neues Video zeigt tanzendes Personal – als die Decke bereits brannte

    Die Decke stand bereits in Flammen. Dennoch feierten Gäste und Angestellte der Bar «Le Constellation» weiter. Dies legt ein neues Video nahe, welches dem französischen TV-Sender BFMTV zugespielt wurde. Demnach stammen die Aufnahmen von einem 15-jährigen Italiener, der die Szene mit seinem Smartphone um 1.27 Uhr filmte, eine Minute nach Ausbruch des Feuers. 

    Zu sehen ist auch die französische Kellnerin Cyane P. sowie die Bar-Betreiberin Jessica Moretti. In dem Video ist deutlich zu erkennen, dass der Brand bereits ausgebrochen war, während die Personen weiter tanzten und das Feuer offenbar nicht bemerkten.

  • 18.52 Uhr

    Ausschuss will Pyroverbot in öffentlichen Räumen beantragen

    In öffentlichen zugänglichen Räumen in der Schweiz soll künftig ein Pyroverbot gelten. Damit dies schnell geht, soll dieses Verbot an der Plenarversammlung der kantonalen Baudirektorinnen und Baudirektoren im März beantragt werden. Der Grund: Die totalrevidierten Brandschutzvorschriften treten voraussichtlich erst im Herbst 2027 in Kraft.

    Das teilte der leitende Ausschuss des Interkantonalen Organs Technische Handelshemmnisse (IOTH) mit. Der Ausschuss im Rahmen des Konkordats der Baudirektorinnen und Baudirektoren aller 26 Kantone hatte sich gleichentags getroffen.

    Die Ergebnisse der am 11. Januar abgeschlossenen technischen Vernehmlassung sowie vorläufige Erkenntnisse aus den noch laufenden Untersuchungen zum Brand in Crans-Montana VS würden derweil sorgfältig in die totalrevidierten Brandschutzvorschriften eingearbeitet, hiess es weiter.

    Die zahlreichen Rückmeldungen zur Vernehmlassung – rund 11'000 – zeigten, dass die grundsätzliche Stossrichtung des risikobasierten Ansatzes und des einheitlichen Vollzugs richtig sei. Dieser Ansatz führe zu den richtigen Massnahmen am richtigen Ort: wo mehr Risiken bestünden, werde der Brandschutz verstärkt und mehr kontrolliert.

    Nach der Brandkatastrophe ist die Sicherheit in Schweizer Bars und Clubs in den Fokus gerückt.
    Nach der Brandkatastrophe ist die Sicherheit in Schweizer Bars und Clubs in den Fokus gerückt.
    sda (Archivbild)
  • 18.23 Uhr

    Treffen mit Opferfamilien: Parmelin zeigt sich betroffen 

    Bundespräsident Guy Parmelin hat sich mit Angehörigen von italienischen Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS getroffen. Die Familien verlangten «vollständige Transparenz, um verstehen zu können, was geschehen ist», sagte Parmelin im Anschluss im Interview mit RTS. Den Angehörigen gehe es darum, Gerechtigkeit zu erfahren und sicherzustellen, dass die Verfahren korrekt durchgeführt würden. Zudem brauche es eine Begleitung, die sehr lange dauern werde.

    Ein zentrales Thema beim Treffen war die Frage der Entschädigung und Wiedergutmachung. Italien fordert, dass die Eidgenossenschaft die Gesamtleitung übernimmt und alle Opfer gleich behandelt werden. Parmelin verwies darauf, dass die Familien auch von Anwälten begleitet werden und nun das Bundesamt für Justiz die rechtlichen Aspekte koordinieren werde, insbesondere die Anwendung des Opferhilfegesetzes (OHG).

    Bundespräsident Guy Parmelin hat sich mit Opferfamilien getroffen.
    Bundespräsident Guy Parmelin hat sich mit Opferfamilien getroffen.
    sda (Archibvbild)

    Das Amt müsse gemeinsam mit den zuständigen Stellen prüfen, ob es Lücken gebe und analysieren, wie diese geschlossen werden könnten. Denn schon vor Abschluss eines Prozesses entstünden Kosten und Hürden. Eine direkte Zusage, dass der Bund die gesamte Koordination übernimmt, machte Parmelin noch nicht. Er betonte jedoch, der Bund werde sich mit dem Kanton Wallis, der Gemeinde Crans-Montana und den Opfern abstimmen.

    Nach den Abklärungen des Bundesamts für Justiz müsse der Bundesrat über das weitere Vorgehen diskutieren und später informieren. Zwar sei das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) für das OHG zuständig, doch es sei offensichtlich, dass auch andere Departemente von den Folgen dieser Katastrophe betroffen seien, fuhr der Bundespräsident fort.

  • 17.40 Uhr

    Jacques Moretti kann aus Untersuchungshaft entlassen werden

    Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS wird der Besitzer der Bar «Le Constellation», Jacques Moretti, aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Zwangsmassnahmengericht gab am Freitag die Aufhebung seiner Untersuchungshaft nach Zahlung einer Kaution bekannt.

    Dieses setzte die Kaution auf 200’000 Franken fest, ein Betrag, der von der Staatsanwaltschaft beantragt und vom Gericht als angemessen und abschreckend beurteilt worden sei, teilte das Zwangsmassnahmengericht mit. Die Summe sei noch am selben Tag auf das Konto der Staatsanwaltschaft überwiesen worden, heisst es weiter.

    , Jacques Moretti muss sich täglich bei einer Polizeistelle zu melden. (Archiv)
    , Jacques Moretti muss sich täglich bei einer Polizeistelle zu melden. (Archiv)
    KEYSTONE/Alessandro della Valle

    Anstelle der Untersuchungshaft hat das Zwangsmassnahmengericht Ersatzmassnahmen angeordnet, um dem beim Beschuldigten bestehenden Fluchtrisiko entgegenzuwirken. Dabei handelt es sich um das Verbot, das Schweizer Staatsgebiet zu verlassen, die Pflicht, alle Identitäts- und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft zu hinterlegen, die Pflicht, sich täglich bei einer Polizeistelle zu melden sowie die Verpflichtung, die festgelegten Sicherheiten zu leisten.

  • 10.25 Uhr

    Kein ausserordentlicher Staatsanwalt

    Die Staatsanwaltschaft Wallis setzt im Fall des tödlichen Brandes in der Bar Le Constellation keinen ausserordentlichen Staatsanwalt ein. Ein entsprechender Antrag sei abgelehnt worden, berichten die Behörden am Freitagmorgen. Zuerst berichtet hatte der « Walliser Bote».

    Die Ermittlungen zu den Umständen des Feuers vom 1. Januar 2026 laufen weiter; bereits durchgeführt wurden unter anderem Befragungen der Betreiber des Lokals.

  • 8.17 Uhr

    Italienerin erwacht nach 22 Tagen im Koma

    Knapp drei Wochen nach der Brandtragödie gibt es ein vorsichtig positives Zeichen. Eine 15-jährige Italienerin ist nach 22 Tagen im künstlichen Koma erwacht. Das berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera». Das Mädchen erlitt Verbrennungen an über 60 Prozent des Körpers und wird derzeit in einem Spital in Zürich behandelt.

    Nach Angaben ihres Vaters steht noch eine dritte Darmoperation bevor, da der Darm weiterhin nicht funktionsfähig sei. Die medizinische Prognose bleibe unsicher. Dennoch schildert die Familie den Moment des Erwachens als emotionalen Wendepunkt: Als das Mädchen die Augen öffnete, habe sie ihre Eltern erkannt. «Für uns war es ein überwältigender Moment – unvorstellbar», wird der Vater zitiert.

    Auch im Umfeld der Jugendlichen sorgt die Nachricht für Anteilnahme. Mitschülerinnen und Mitschüler meldeten sich in sozialen Netzwerken mit aufmunternden Botschaften wie «Gib nicht auf». Trotz dieser Zeichen der Hoffnung mahnt der Vater zur Zurückhaltung: Die aktuelle Phase sei zwar entscheidend, der Weg zurück ins Leben aber «sehr schwierig und lang».

  • Freitag, 23. Januar 2026, 4.30 Uhr

    Anwälte von Opfer fordern rasche Einvernahme von Gemeindevertretern

    Mehrere Anwälte der Brandopfer von Crans-Montana haben laut «NZZ» die Einvernahme von Gemeindevertretern gefordert. Die Walliser Staatsanwaltschaft ermittelt bislang nur gegen die Betreiber der Bar «Le Constellation». Die Mutter eines verletzten Opfers verlange eine Ausweitung der untersuchten Straftaten auf die «Beseitigung oder Nichtanbringung von Sicherheitsvorrichtungen».

    Zudem solle gegen Verantwortliche der Gemeinde Crans-Montana ermittelt werden. Ein Tessiner Anwalt habe sogar die Ausweitung der Strafverfahren gegen «alle Beamten der Gemeinde Crans-Montana», auf jene der aufgelösten Vorgängergemeinde Chermignon sowie auf zuständige Kantonsbeamte gefordert.

    Didier Elsig, einer der Opferanwälte, spricht in Sion mit Journalisten. (21.1.)
    Didier Elsig, einer der Opferanwälte, spricht in Sion mit Journalisten. (21.1.)
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 22.11 Uhr

    Das Betreiberpaar soll Kredite über mindestens 5,9 Millionen Franken aufgenommen haben

    Nach Gerichtsangaben und ausgewerteten Unterlagen soll das Ehepaar Moretti in erheblichem Umfang Fremdkapital aufgenommen haben. Insgesamt geht es um Darlehen von rund 5,9 Millionen Franken, die sowohl für geschäftliche Projekte als auch für private Immobilien verwendet wurden, wie die französische Zeitung «Le Figaro» berichtet.

    Auffällig ist dabei der Kontrast zwischen der hohen Verschuldung und dem öffentlich zur Schau gestellten Lebensstil der beiden, zu dem unter anderem mehrere hochpreisige Fahrzeuge gehören. Zudem passen die Verpflichtungen kaum zu den angegebenen Einkünften: Vor Gericht erklärten Jacques und Jessica Moretti, ihre drei Unternehmen würden zusammen rund 10’700 Euro monatlich einbringen.

  • Mittwoch, 21. Januar 2026, 21.10 Uhr

    Barbetreiberin von Staatsanwaltschaft befragt

    Die Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS sind bald drei Wochen nach der Brandkatastrophe erneut von der Walliser Staatsanwaltschaft vorgeladen worden. Am Mittwoch konzentrierte sich die Behörde auf Jessica Moretti, während auch Jacques Moretti erneut einvernommen wurde.

    Während fast elf Stunden − bis 19.15 Uhr − wurde Jessica Moretti von der Walliser Staatsanwaltschaft in Sitten befragt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Zum ersten Mal in ihrer Eigenschaft als Beschuldigte musste sie ihre Version des Ablaufs der Brandkatastrophe in der Silvesternacht schildern.

    Die französische Barbesitzerin Jessica Moretti verlässt unter Polizeischutz und in Begleitung ihrer Anwältin Nicola Meier das Gerichtsgebäude, nachdem sie am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, von der Staatsanwaltschaft Wallis in Sitten vernommen wurde.
    Die französische Barbesitzerin Jessica Moretti verlässt unter Polizeischutz und in Begleitung ihrer Anwältin Nicola Meier das Gerichtsgebäude, nachdem sie am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, von der Staatsanwaltschaft Wallis in Sitten vernommen wurde.
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott

    Während Jacques Moretti wie schon am Dienstag gegen 8.05 Uhr in einem Gefangenentransporter vorgeführt wurde, trafen seine Ehefrau und ihre beiden Anwälte, Yaël Hayat und Nicola Meier, um 8.30 Uhr zu Fuss bei der Staatsanwaltschaft in Sitten ein. Keiner von ihnen gab eine Erklärung ab.

    Geplant sind jedenfalls weitere Befragungen des Ehepaars Moretti - allerdings zu einem Zeitpunkt, der noch nicht bekannt gegeben wurde.

  • 20.14 Uhr

    Behörden seit 2018 über Verstösse in Bar informiert

    Fast drei Wochen nach dem Brand von Crans-Montana VS ist mehr über die durch den Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde durchgeführten Kontrollen bekannt geworden. Die Behörden waren seit 2018 über Verstösse des Geschäftsführers der Bar «Le Constellation» informiert.

    Die Bar «Le Constellation» war 2016, 2018 und 2019 dreimal kontrolliert worden. «Allerdings wurde 2016 nur die Veranda kontrolliert (Anmerkung der Redaktion: durch die damalige Gemeinde Chermignon)», hiess es am Dienstagabend in der Sendung «Forum» des Westschweizer Fernsehens RTS unter Bezugnahme auf Dokumente, die auch Keystone-SDA einsehen konnte.

    Im Januar 2018 hatte der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde Crans-Montana den Geschäftsführer Jacques Moretti demnach dazu aufgefordert, die Besucherzahl in seinem Lokal auf 100 Personen pro Etage zu begrenzen. Der Beauftragte gab ihm ausserdem drei Monate Zeit, um anzugeben, wo sich die Feuerlöscher befinden. Auch Evakuierungspläne und eine entsprechende Schulung des Personals fehlten damals.

    Bei der Kontrolle im Mai 2019 wurden alle diese Forderungen vom Sicherheitsbeauftragten erneut gestellt, da der Geschäftsführer die Erwartungen der Gemeindeverwaltung nicht erfüllt hatte. Im Jahr 2019 wurde ihm erneut eine Frist von drei Monaten eingeräumt, um die Vorschriften zu erfüllen.

    Seitdem wurde die Bar nicht mehr kontrolliert. Was die Frage des Schallschutzschaums betrifft, so findet sich in den genannten Berichten kein Hinweis darauf.

    Die Gemeinde Crans-Montana war über mehrere frühere Verstösse hinsichtlich der Brandschutzvorschriften in der Bar «Le Constellation» informiert. (Im Bild: Gemeindepräsident Nicolas Féraud).
    Die Gemeinde Crans-Montana war über mehrere frühere Verstösse hinsichtlich der Brandschutzvorschriften in der Bar «Le Constellation» informiert. (Im Bild: Gemeindepräsident Nicolas Féraud).
    Archivbild: Keystone
  • 13.09 Uhr

    Vermuteter Fluchtversuch der Morettis: Anwältin fordert Ermittlungen

    In einem Schreiben der Nebenklage-Anwältin Nina Fournier, das der Bild-Zeitung vorliegt, wird ein möglicher Fluchtversuch der Morettis beschrieben. Demnach soll Jacques Moretti eine private Airline kontaktiert haben, «um die Flucht vorzubereiten».

    Fournier bittet in diesem Zusammenhang um die Einleitung von Ermittlungen. Mit etwaigen Erkenntnissen dürfte Moretti am Dienstag konfrontiert werden. Dann muss er sich den Fragen der Staatsanwaltschaft Wallis in einem ersten Verhör stellen.

    Plante Jacques Moretti (vorne links), mit einem privaten Flugzeug zu fliehen? (Archivbild) 
    Plante Jacques Moretti (vorne links), mit einem privaten Flugzeug zu fliehen? (Archivbild) 
    Bild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Dienstag, 20. Januar, 10.19 Uhr

    Barbesitzer kann Kaution stemmen

    In der Affäre um die Bar Le Constellation in Crans-Montana bahnt sich eine Wende an: Jacques Moretti, Miteigentümer der in die Schlagzeilen geratenen Bar, hat die von der Justiz geforderte Kaution in Höhe von 200’000 Franken aufgebracht. Das berichtete der französische Sender «France Info» am Montag unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Verfahrens.

    Auch für seine Ehefrau Jessica Moretti wurde eine gleich hohe Summe bereitgestellt, um ihr die Freilassung zu ermöglichen. Wie ihr Anwalt bestätigte, konnten die Beträge hinterlegt werden – ein wichtiger Schritt zur Entlassung des Paares aus der Untersuchungshaft.

    Laut «France Info» stammt das Geld von einer dem Ehepaar nahestehenden Person, die als Bürge auftritt und sich bereit erklärt hat, beide Kautionsbeträge bei der Justiz zu hinterlegen. Die Ermittlungsbehörden müssen nun prüfen, ob die Garantien zulässig sind – insbesondere die Herkunft der Gelder wird dabei unter die Lupe genommen.

    Noch ist unklar, ob das Gericht der Freilassung zustimmen wird. Fest steht: Ab Dienstagmorgen sollen Jacques und Jessica Moretti erneut vernommen werden – möglicherweise mit Konsequenzen für ihren weiteren Verfahrensverlauf.

  • Montag, 19. Januar 2026, 19.55 Uhr

    Morettis werden erneut befragt

    Das Betreiber-Ehepaar Moretti wird morgen Dienstag sowie am Mittwoch erneut von der Staatsanwaltschaft befragt. Dies berichtet «Le Figaro» unter Berufung auf einen Insider. Demnach wurde Jaques Moretti, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, für Dienstag, 8.30 Uhr in Sitten vorgeladen.

    Seine Ehefrau Jessica muss am Folgetag ebenso um 8.30 Uhr erscheinen. Die Geschäftsführerin des «Le Constellation» ist auf freiem Fuss, darf aber die Schweiz nicht verlassen und muss weitere Auflagen erfüllen.

    Moretti und seine Ehefrau hatten die Bar betrieben.
    Moretti und seine Ehefrau hatten die Bar betrieben.
    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • 20.01 Uhr

    Morettis Anwälte weisen Vorwürfe gegen ihre Klienten zurück

    Die Anwälte des Betreiberpaars der Bar «Le Constellation» von Crans-Montana VS haben am Sonntag gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS die Vorwürfe gegen ihre Klienten zurückgewiesen. So sei der Notausgang zum Beispiel nicht verschlossen gewesen.

    «Der Notausgang ist mit einem sogenannten Panikgriff ausgestattet, den man nicht schliessen oder blockieren kann», sagte Anwalt Nicola Meier. Dieser Ausgang sei also offensichtlich offen gewesen. Für die erforderliche Breite der Treppe seien die Behörden und deren Normen zuständig. Das Betreiberpaar Moretti habe sich an die Anweisungen gehalten.

    Der Besitzer habe sich beim Händler ausserdem sehr wohl über die Eignung des Schaumstoffmaterials für eine öffentliche Einrichtung informiert, sagte Anwalt Patrick Michod. Und er habe sich bei den Händlern ausdrücklich erkundigt, ob dieser Schaumstoff Gefahren berge. Die Gemeinde habe das Lokal mehrmals kontrolliert und die Dämmung bei späteren Kontrollen nicht beanstandet.

    Im Interview mit RTS verurteilten die Anwälte die öffentliche Behandlung ihrer Mandanten. «Emotionen lassen sich nicht durch Verleumdung auflösen.»

  • 10.32 Uhr

    Ermittlungen verlaufen zweifelhaft

    Nach dem Brand von Crans-Montana werfen Ermittlungsakten Fragen zur Arbeit der Walliser Strafverfolgungsbehörden auf – von verspäteten Durchsuchungen bis hin zu unterlassenen Autopsien.

  • 10.08 Uhr

    Zentraler Verein hilft Opfern der Brandkatastrophe

    Der Verein Swisshearts hat sich zum Ziel gesetzt, Opferfamilien der Brandkatastrophe in Crans-Monata VS finanziell zu unterstützen. Er wurde von einer Gruppe von Eltern gegründet, die selbst von der Katastrophe betroffen sind, wie er auf seiner Webseite schreibt.

    Es seien zwar zahlreiche private Sammelaktionen ins Leben gerufen worden, aber es habe keinen zentralen Fonds gegeben, sagte eine der Gründerinnen des Vereins zu «Le Matin Dimanche». Viele Menschen möchten demnach helfen, sie würden aber nicht wissen, wohin sie ihr Geld sicher überweisen könnten. Daher sei die Idee entstanden, eine Plattform zu schaffen, die das Geld an die betroffenen Familien weiterverteilte.

    Diese Hilfe kann laut dem Verein Transport- oder Unterbringungskosten sowie logistische Kosten im Zusammenhang mit einem oft langen, komplexen und manchmal im Ausland stattfindenden Spitalaufenthalt umfassen. Der Verein betont, dass er nicht darauf abzielt, Versicherungen sowie bereits bestehende öffentliche und private Fonds zu ersetzen, wie beispielsweise den Pauschalbetrag von 10'000 Franken, den der Kanton Wallis für jedes hospitalisierte oder verstorbene Opfer bereitstellt.

    Ein Betrag, den die ehemalige Swissair-Kommunikationschefin, Beatrice Tschanz, im Interview mit der «Sonntagszeitung» als lächerlich bezeichnet. Nach dem Absturz der Swissair-Maschine 1998, bei dem 229 Menschen starben, habe die Swissair pro Opfer 200'000 Franken bezahlt. Beim Betrag, den das Wallis zahle, hätte man «schon eine Null hinzufügen müssen», so Tschanz.

    Die ehemalige Swissair-Kommunikationschefin, Beatrice Tschanz.
    Die ehemalige Swissair-Kommunikationschefin, Beatrice Tschanz.
    blue News
  • 8.09 Uhr

    Sicherheitsverantwortlicher übersah Schaumstoff

    Die «NZZ am Sonntag» konnte das Protokoll der letzten Brandschutzüberprüfung im Mai 2019 der Bar Le Constellation einsehen. Der damalige Sicherheitsverantwortliche von Crans-Montana habe die Bar darin als «positiv» bewertet.

    Der Prüfer befand die Fluchtwege und die Breite der Treppe als in Ordnung, wie die Zeitung mit Verweis auf das Protokoll der letzten Brandschutzkontrolle der Bar schrieb. Die Verkleidung der Bar mit Holz habe er beanstandet. Der stark brennbare Schaumstoff, mit dem die Decke verkleidet war, wird laut der Zeitung im Protokoll nicht erwähnt.

    Der Prüfer habe hingegen bemängelt, dass die Feuerlöscher weder gekennzeichnet noch fest installiert waren. Auch die Beleuchtung der Schilder, die die Fluchtwege markierten, sei nicht getestet worden. Wenn diese Mängel innerhalb von drei Monaten behoben würden, könne das Lokal weiter betrieben werden, zitierte die Zeitung aus dem Protokoll.

    So sieht die Bar Le Constellation von innen aus. Der Schaumstoff an der Decke war stark brennbar.
    So sieht die Bar Le Constellation von innen aus. Der Schaumstoff an der Decke war stark brennbar.
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    Aus weiteren Dokumenten stellte die Zeitung die Verantwortung des Kantons infrage. 2015 habe der Kanton Pläne der gesamten Bar verlangt, diese vom Barbetreiber aber nicht erhalten. Der Umbau sei nicht verhindert worden. Das kantonale Amt für Feuerwesen ging davon aus, dass der Bau nicht begonnen wurde, sagte Marie Claude Noth-Ecoeur, Dienstchefin des Walliser Sicherheitsdepartements, zur Zeitung. Denn nach Walliser Baugesetz hätten die Pläne eingereicht werden müssen. Die Barbetreiber nahmen keine Stellung, wie die Zeitung schrieb.

  • 7.45 Uhr

    Jacques Moretti ist in der Schweiz vorbestraft

    Der Betreiber der Bar Le Constellation in Crans-Montana VS, Jacques Moretti, ist nach Informationen der «NZZ am Sonntag» im Jahr 2016 in der Schweiz verurteilt worden. Er hatte Arbeiter in Crans-Montana schwarz beschäftigt, wie die Zeitung schrieb. Das stelle infrage, ob er überhaupt eine Bewilligung für den Betrieb hätte erhalten dürfen. Vorbestrafte dürften nach Walliser Gesetz unter gewissen Umständen keine Bar betreiben.

    Jacques Moretti (l.) befindet sich derzeit in U-Haft.
    Jacques Moretti (l.) befindet sich derzeit in U-Haft.
    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Sonntag, 18. Januar 2026, 7.33 Uhr

    Jessica Moretti war an Champagner-Show beteiligt

    Laut Ermittlungsakten, die der «Sonntagsblick» einsehen konnte, soll Barbetreiberin Jessica Moretti an der Champagner-Show mit Sprühkerzen beteiligt gewesen sein, die den Brand auslöste. In einem Verhör sagte sie, sie habe dem Personal geholfen und die letzten zwei Flaschen selbst getragen. Zeugen sagten zudem aus, Moretti habe die Aktion angeordnet. Eine Bekannte der verstorbenen Kellnerin Cyane, die mit den Sprühkerzen vermutlich den Brand auslöste, erklärte, Moretti habe Cyane angewiesen, einen Werbehelm zu tragen.

    Moretti sagte hingegen, sie habe Helme nie verlangt, aber auch nicht verboten. Als sie den Brand bemerkte, habe sie «Alle raus!» gerufen, das Lokal über den Haupteingang verlassen und den Sicherheitsmann angewiesen, die Gäste hinauszubringen. Um 1.28 Uhr alarmierte sie die Feuerwehr. Warum kein Feuerlöscher eingesetzt wurde, ist unklar.

    Während ihr Mann Jacques Moretti in U-Haft sitzt, ist Jessica Moretti auf freiem Fuss, darf die Schweiz aber nicht verlassen und muss sich täglich bei der Polizei melden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  • 20.04 Uhr

    Italiens Botschafter kritisiert Gemeinderat scharf

    Bei der verheerenden Brandkatastrophe kamen sechs italienische Staatsbürger ums Leben. Die Trauer im Land ist gross – jedoch auch die Kritik an Behörden und Barbetreibern. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, zeigt sich insbesondere schockiert von der Reaktion des Gemeinderats. 

    «Die Reaktion des Gemeinderats, der sich nicht bei den Familien entschuldigen wollte und zugab, keine regelmässigen Kontrollen des Lokals angeordnet zu haben, war befremdlich», sagte der Botschafter im Interview mit dem SRF. 

    Auch kritisierte Cornado die Tatsache, dass keine Autopsien durchgeführt wurden: «Keiner der verstorbenen Italiener wurde einer Autopsie unterzogen, was nach Ansicht der italienischen Justiz jedoch notwendig gewesen wäre.» So wisse man nicht, ob die Opfer an Verbrennungen oder einer Rauchvergiftung gestorben sind, oder weil sie in der Massenpanik erdrückt wurden. Dies sei jedoch eine wichtige Tatsache für die Ermittlungen zur Schuldfrage, so der Botschafter.

    Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, kritisiert Behörden und Barbetreiber.
    Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, kritisiert Behörden und Barbetreiber.
    AP Photo/John Leicester/Keystone
  • 14.14 Uhr

    Kellnerin: «Notausgangsschild nicht gut sichtbar»

    In der Unglücksnacht arbeiteten sechs Kellner*innen in der Bar Le Constellation, darunter auch eine 25-jährige Französin, die erst drei Wochen zuvor eingestellt worden war. Sie überlebte das Unglück, leidet jedoch seitdem an «grossen Schlafstörungen»: «Ich sehe ständig die Gesichter der Toten (...) Ich brauche psychologische Unterstützung», zitiert RTS aus den Vernehmungsprotokollen.

    Beim Ausbruch des Brandes befand sie sich demnach nur wenige Meter von Cyane P. entfernt, die auf die Schultern einer Kollegin geklettert war und das Feuer mit Wunderkerzen wohl unbeabsichtigt auslöste. Den Ermittlern sagte die Kellnerin, dass es kaum Einweisungen zum Thema Brandschutz gab: «Sie haben mir nur erklärt, wie die Feuerwehr arbeitet, mehr nicht.»

    Eine offene Frage bei den Ermittlungen stellt weiterhin der Notausgang im Keller dar. So ist nicht klar, ob die Tür funktionsfähig war und ob sie in der Unglücksnacht Leben rettete. Den Ermittlern sagte die Kellnerin dazu: «Ich möchte hinzufügen, dass das Schild an der unteren Notausgangstür nicht sehr gut sichtbar ist. Stammkunden des Lokals hatten diese Tür noch nie bemerkt.»

  • 12.27 Uhr

    Die Morettis haben ihre Betriebe nicht bar finanziert

    Die Betreiber des «Constellation», des «Senso» und des «Vieux-Chalet» haben ihre Betriebe entgegen kursierenden Gerüchten nicht vollständig bar finanziert. Das berichtet die Zeitung «Le Temps» und verweist auf Bankkredite: Demnach nahmen Jessica und Jacques Moretti 2019 bei der Walliser Kantonalbank eine Hypothek auf, die im August 2022 – beim Erwerb des «Constellation» – auf 1,1 Millionen Franken erhöht worden sein soll. Dazu kommt laut Bericht ein weiteres Darlehen des Bürgschafts- und Finanzierungszentrums in Sion, das 2017 bewilligt und später auf 250’000 Franken aufgestockt wurde.

    «Le Temps» beziffert die gesamten Vermögenswerte der Morettis – privat sowie über vier Gesellschaften – auf rund fünf Millionen Franken. Diese seien hauptsächlich in Walliser Immobilien gebunden und zu knapp 80 Prozent über Hypotheken finanziert. Hinweise auf Geld aus illegalen Quellen gebe es gemäss den Recherchen derzeit keine.

  • Samstag, 17. Januar 7.38 Uhr

    Mit mehr Fluchtwegen hätten Opfer schneller fliehen können

    Hätte die Bar in Crans-Montana VS in der verheerenden Silvesternacht drei Fluchtwege gehabt, hätten die Gäste die Bar viereinhalb Minuten früher als bei einem einzelnen Fluchtweg verlassen. Das berichtet SRF anhand einer Simulation von Brandschutzexperten auf Basis der aktuellsten Medienberichte und einem von SRF erstellten 3D-Modell der Bar.

    Das Szenario mit einem Fluchtweg sei das wahrscheinlichste. Eine Flucht hätte dabei fast sieben Minuten gedauert. Bei zwei Fluchtwegen wären die Gäste in knapp unter vier Minuten aus der Bar gekommen. Die Szenarien kommen der Wirklichkeit laut SRF nahe, bilden diese aber nicht komplett ab.

    Über drei Fluchtwege hätten die Gäste die Bar Le Constellation in rund viereinhalb Minuten verlassen können.
    Über drei Fluchtwege hätten die Gäste die Bar Le Constellation in rund viereinhalb Minuten verlassen können.
    Screenshot SRF
  • 20.36 Uhr

    Nationales Feuerwerksverbot für Innenräume geprüft

    Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana VS prüft die zuständige Ständeratskommission ein schweizweites Verbot von pyrotechnischen Gegenständen in Innenräumen. Entscheide dazu hat sie noch nicht getroffen.

    Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) hat die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk (Feuerwerksinitiative)» und den indirekten Gegenvorschlag beraten. Im Lichte der Brandtragödie im Mittelwallis mit Dutzenden Toten stellt sie ein Verbot weiterer pyrotechnischer Gegenstände und deren Gebrauch in öffentlich zugänglichen Innenräumen auf Bundesebene zur Diskussion, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

    Wunderkerzen sind bislang nicht explizit Gegenstand des indirekten Gegenentwurfs. Der Nationalrat hatte die Vorlage vor der Katastrophe beraten. «Die WBK-S erachtet es als angezeigt, die im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe aufgeworfenen Fragen vertieft zu prüfen», hiess es in der Mitteilung.

    Konkret wurde die Verwaltung damit beauftragt, verschiedene Aspekte sowie die Frage einer ergänzenden bundesrechtlichen Regelung solcher pyrotechnischer Gegenstände zu klären. Dabei solle auch geprüft werden, wie das Handeln der Kantone sinnvoll unterstützt werden könne, ohne deren Handlungsspielraum für adäquate und den lokalen Gegebenheiten angepasste Lösungen einzuschränken.

    Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana will auch die Tessiner Regierung ein Verbot für Feuerwerke in geschlossenen Räumen erlassen. (Archivbild)
    Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana will auch die Tessiner Regierung ein Verbot für Feuerwerke in geschlossenen Räumen erlassen. (Archivbild)
    sda
  • 19.51 Uhr

    Zustand von italienischer 15-Jähriger kritisch

    Der Zustand der 15-jährigen Elsa R., die derzeit in einem Spital in der Schweiz behandelt wird, bleibt äusserst kritisch. Wie der italienische Sender Rai berichtet, haben die behandelnden Ärzte einen dritten geplanten operativen Eingriff vorerst verschoben.

    Angesichts der instabilen gesundheitlichen Lage habe sich das medizinische Team dazu entschlossen, mit weiteren Massnahmen abzuwarten. Aus diesem Grund konnte die Jugendliche bislang auch nicht in ein Spital nach Italien verlegt werden.

    Hinweis: In einer früheren Version dieses Ticker-Eintrags hiess es unter Berufung auf Rai, die Patientin werde im Universitätsspital Zürich behandelt. Dies ist jedoch nicht der Fall.

  • 17.21 Uhr

    Gedenkstätte aus Sicherheitsgründen an neuem Ort

    Die Gedenkstätte für die Opfer des Brandkatastrophe in Crans-Montana VS wird nächste Woche um einige hundert Meter in die Nähe der Kapelle Saint-Christophe verlegt. Die Gemeinde hat diese Entscheidung auf Empfehlung der Polizei aus Sicherheitsgründen getroffen.

    Die Gedenkstätte war in den Tagen nach dem Brand in der Nähe des Unglücksortes bei der Bar «Le Constellation» errichtet worden. Sie ragt über zwei Fussgängerwege hinaus. Der neue Standort werde ein ruhiges und sicheres Gedenken ermöglichen, teilte die Gemeinde Crans-Montana mit. Täglich besuchen nach wie vor zahlreiche Menschen die Gedenkstätte.

    Die Gedenkstätte in Crans-Montana soll verlegt werden. (Archivbild)
    Die Gedenkstätte in Crans-Montana soll verlegt werden. (Archivbild)
    blue News 
  • 14.59 Uhr

    Kondolenzbuch enthält 23'000 Einträge

    Über 23'000 Nachrichten sind im wegen des Brandes in Crans-Montana VS eingerichteten Online-Kondolenzbuch des Bundes veröffentlicht worden. Das Buch wurde vor einer Woche am nationalen Trauertag geschlossen.

    Es bleibt der Öffentlichkeit aber online zugänglich, wie die Bundeskanzlei am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Seit dem nationalen Trauertag konnten demnach keine weiteren Nachrichten mehr hinzugefügt werden. Politikerinnen und Politiker sowie zahlreiche weitere Menschen aus der Schweiz und anderen Ländern hinterliessen in dem 240 Seiten starken digitalen Buch einige Worte für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe.

    Jede Seite enthält circa 100 Beileidsbekundungen. Laut der Bundeskanzlei «haben Menschen aus aller Welt Beileidsbekundungen, Mitgefühl und Trost gesendet». Statistiken zur Herkunft der Nachrichten wurden allerdings keine geführt. Eine Durchsicht zeigte, dass die Absender aus der Schweiz, aber auch aus Frankreich, Italien, Rumänien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Brasilien und Kanada stammten.

    Alle Nachrichten wurden vor ihrer Veröffentlichung überprüft. Nur solche, die tatsächlich dem Gedenken an die Opfer gewidmet sind und die Trauer und das Mitgefühl der Unterzeichnenden zum Ausdruck bringen, wurden online gestellt, teilte die Bundeskanzlei weiter mit. Sie versicherte, dass «die überwiegende Mehrheit» der Nachrichten diese Kriterien erfüllen.

  • 14.52 Uhr

    Weitere Details: Bar-Betreiber sollen 400'000 Franken Kaution hinterlegen

    Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana will die Walliser Staatsanwaltschaft die mutmasslichen Betreiber mit hohen finanziellen Sicherheiten an das Verfahren binden. Für Jacques und Jessica Moretti stehen insgesamt 400’000 Franken Kaution im Raum.

  • 14.20 Uhr

    Kommt Jacques Moretti für 200'000 Franken Kaution frei?

    Ein enger Vertrauter von Jacques Moretti soll angeboten haben, im Falle einer Haftentlassung eine Kaution von 200'000 Franken zu hinterlegen. Das berichtet die Westschweizer Zeitung «24 Heures» unter Berufung auf eine dem Fall nahestehende Quelle.

    Ob das Gericht dem Antrag zustimmt, ist derzeit offen. Laut dem Bericht hat die Walliser Staatsanwaltschaft für den Fall einer Freilassung jedoch strenge Auflagen beantragt: Moretti müsste eine elektronische Fussfessel tragen, sich alle drei Tage bei der Polizei melden und seine Ausweispapiere abgeben.

  • 10.44 Uhr

    Féraud verlässt Ski-Komitee

    Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, verlässt das Organisationskomitee der Ski-Weltmeisterschaften 2027. Das teilte Féraud am Freitagmorgen in einer Erklärung mit. Begründet wird der Schritt mit der anhaltenden Bewältigung der Krisensituation nach der tödlichen Brandkatastrophe sowie der Führung der laufenden Geschäfte der Gemeindeverwaltung, die «seine ganze Energie» erforderten.

    Féraud erklärte weiter, seine Priorität sei es, «alles zu tun, damit die Familien der Opfer Antworten erhalten und die Justiz die Verantwortung aller bestimmen kann». Der Entscheid sei bereits am Vortag dem Rathaus sowie dem Lenkungsausschuss des Gemeindeverbands von Crans-Montana (ACCM) mitgeteilt worden, der für die Entsendung der öffentlichen Vertreter ins WM-OK zuständig ist.

    Als Nachfolger im Organisationskomitee schlägt die Gemeindeexekutive Stadtrat Sébastien Rey vor, der das Sportressort betreut.

  • 7.50 Uhr

    Kellnerin wollte Bar-Betreiber offenbar wegen Ausbeutung verklagen

    Wenn Jacques und Jessica Moretti über Kellnerin Cyane P. sprechen, nennen sie die 24-Jährige «mein kleiner Schützling» oder «meine kleine Schwester» – doch die Verstorbene soll gar kein gutes Verhältnis zu den Bar-Betreibern gehabt haben.

    Das berichtet «Bild» unter Berufung auf Sophie Haenni, die Anwältin der trauernden Eltern. 2024 habe sie eine Beschwerde wegen der Arbeitsbedingungen beim Arbeitsgericht eingereicht: «Cyane ist ein Opfer dieser tragischen Ereignisse, das darf man nicht vergessen.»

    «2025 vertraute sie sich ihren Eltern an und erklärte, dass sie unab­lässig Tag für Tag arbeiten musste», fährt die Anwältin fort. «Ihre Schicht begann tagsüber im Restaurant ‹Sen­so› und setzte sich dann bis in die frühen Morgenstunden in der Bar ‹Le Constellation› fort.»

    Cyane sei erschöpft und überarbeitet gewesen – und distanziert von ihren Bossen. «Selbst am Tag des Brandes hat sie nur professio­nelle Nachrichten mit ihnen ausgetauscht, nie das ‹Du› ver­wendet», heisst es seitens der Eltern. «Sie wurde nie über die Gefahr durch die Schaumstoff-Decke informiert und erhielt keine Si­cherheitsschulung.»

  • 6.15 Uhr

    Opfer wurden offenbar nicht obduziert

    Direkt nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana hätte die Walliser Staatsanwaltschaft die Toten obduzieren lassen müssen, sagen Rechtsmediziner. Nun heisst es einem Medienericht, dass keine Autopsien der Opfer bekannt sind.

  • 4.40 Uhr

    Flugdaten zeigen: Schnelle Reaktion der Retter

    Zwei Minuten nach Eingang des ersten Notrufs von Crans-Montana VS hat ein Rega-Helikopter gemäss SRF seinen Standort in Lausanne verlassen. Parallel schickte die Rega-Einsatzleitung acht Helikopter aus sechs Kantonen los, wie SRF online schrieb. SRF wertete die Flugdaten der Rettungsorganisation aus der Luft aus, die bei der Brandkatastrophe in der Silvesternacht im Einsatz standen. Das Team von Air-Glaciers sei als erstes vor Ort gewesen und habe – 25 Minuten nach Eingang des ersten Notrufs – mit der Koordination der Rettungskräfte am Helikopterlandeplatz von Crans-Montana begonnen.

    Eine Auswertung der Flugdaten zeigt, wie schnell die Retter auf die Brandkatastrophe in Crans-Montana reagierten.
    Eine Auswertung der Flugdaten zeigt, wie schnell die Retter auf die Brandkatastrophe in Crans-Montana reagierten.
    Bild: Keystone/Martial Trezzini
  • Freitag, 16. Januar 2026, 4.30 Uhr

    Vor Ski-Weltcup: Zahlreiche Mängel bei Gastrobetrieben in Lauterbrunnen

    Die Behörden von Lauterbrunnen BE haben laut einem blue News Bericht bei Kontrollen im Vorfeld der Ski-Weltcuprennen in Wengen zahlreiche Mängel bei Gastrobetrieben festgestellt. Diese bezogen sich insbesondere auf Notausgänge, die Beleuchtung und den Brandschutz, wie die Westschweizer Zeitungen schrieben. Einige Einrichtungen seien vorübergehend geschlossen worden, bis sie den Vorschriften entsprachen. Nach einer erneuten Kontrolle waren laut den ESH-Medien alle Mängel behoben. Die Kontrollen fanden als Reaktion auf die Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana VS in der Silvesternacht statt.

    Bei Gastrobetrieben in Lauterbrunnen haben die Behörden offenbar zahlreiche Mängel in Bezug auf den Brandschutz festgestellt. (Archivbild)
    Bei Gastrobetrieben in Lauterbrunnen haben die Behörden offenbar zahlreiche Mängel in Bezug auf den Brandschutz festgestellt. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Anthony Anex
  • 19.46 Uhr

    Verstorbene Kellnerin trug Helm offenbar auf Anweisung

    Die bei der Brandkatastrophe verstorbene Kellnerin Cyane P. kletterte aus freien Stücken auf die Schultern einer Person, sagte Bar-Betreiberin Jessica Moretti gegenüber Ermittlern. Laut einem Medienbericht bestehen daran jedoch erheblich Zweifel. Vielmehr habe sie sich auf Anweisung Morettis auf den Schultern der Person befunden.

    Dies berichtet «Corriere della Sera» unter Berufung auf Ermittlungsakten. Demnach soll Moretti den Ermittlern gesagt haben: «Sie hat das aus eigenem Antrieb getan. Sie hätte nicht auf die Schultern klettern sollen».

    Mehrere Zeugen bestritten dies jedoch. Demnach sagte eine ehemalige Kellnerin des Le Constellation und gute Freundin von Cyane P.: «Die Besitzerin von Cyane kam panisch an und sagte Cyane, dass sie 16 Flaschen Champagner an die Tische bringen müsse und dass ihr Personal fehle. Sie bat mich auch um Hilfe: Ich kenne sie, weil ich dort gearbeitet habe, als ich vor fünf Jahren nach Crans-Montana kam.» Jessica Moretti habe ihr zudem gesagt, sie solle den Helm aufsetzen.

  • 16.17 Uhr

    Verteidigung will Hinweis-Plattform stoppen

    Ein Anwalt der Opferfamilien sammelt online Bilder und Zeugenaussagen zur Brandkatastrophe von Crans-Montana. Die Verteidigung der Beschuldigten fordert nun ein Eingreifen der Walliser Staatsanwaltschaft.

  • 14.46 Uhr

    Gemeinde hat neue Kommunikationsberater

    Die Gemeinde Crans-Montana VS arbeitet nicht mehr mit dem Westschweizer Ex-Journalisten Thierry Meyer zusammen. Das Mandat des ehemaligen Chefredaktors von «24 Heures» endete nach der Medienkonferenz anlässlich der Brandkatastrophe vom 6. Januar.

    Am selben Tag schloss die Gemeinde eine Vereinbarung mit einer Waadtländer Beratungsfirma für Krisenmanagement ab, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Erfahrung brachte. Seit etwas mehr als einer Woche wird Crans-Montana nun von zwei externen PR-Experten unterstützt – insbesondere in Fragen der Kommunikation im Zusammenhang mit dem verheerenden Brand in der Silvesternacht.

    Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, wurde in der Medienkonferenz vom 6. Januar viel kritisiert.
    Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, wurde in der Medienkonferenz vom 6. Januar viel kritisiert.
    Bild: Keystone

    Der Gemeindepräsident Nicolas Féraud sah sich an der Medienkonferenz vom 6. Januar im Kongresszentrum Régent mit scharfer Kritik konfrontiert, unter anderem von mehreren italienischen Journalisten, die seinen Rücktritt forderten. Féraud hatte im Namen der Gemeinde keine Entschuldigung gegenüber den Opfern des Brandes in der Bar «Le Constellation» ausgesprochen.

    Weiter sprach er den mittlerweile vielzitierten Satz «Die Gemeinde ist als Geschädigte am meisten betroffen, vor allen anderen». Dies löste zahlreiche kritische Reaktionen aus.

    Drei Tage später meldete sich die Vizepräsidentin der Gemeinde, Nicole Bonvin Clivaz, in einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen RTS zu Wort und entschuldigte sich im Namen der Gemeindebehörden. «Wir entschuldigen uns für alles, für diese tragische Nacht», sagte sie.

  • 10.58 Uhr

    Schweizer Spitäler importierten Spenderhaut aus den Niederlanden

    Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana zeigte sich ein kritischer Engpass in der medizinischen Versorgung: Für die Behandlung grossflächiger Brandwunden fehlte in der Schweiz ausreichend Material zur temporären Wundabdeckung. Mehrere Spitäler mussten deshalb auf Spenderhaut aus den Niederlanden zurückgreifen, wie aus Berichten hervorgeht, aus denen der «Tages-Anzeiger» zitiert.

    Die Haut wird in den ersten Tagen benötigt, um Infektionen und Flüssigkeitsverlust zu verhindern, bis eigene Haut transplantiert werden kann. Laut Swisstransplant gibt es in der Schweiz keine Hautgewebebank, in der Spenderhaut von Verstorbenen gelagert wird – aus strukturellen und wirtschaftlichen Gründen. Der Betrieb wäre aufwendig, streng reguliert und für den vergleichsweise kleinen Bedarf kaum rentabel.

    Am Universitätsspital Zürich waren vorhandene Vorräte rasch erschöpft; rund neun Quadratmeter Spenderhaut konnten schliesslich aus den Niederlanden beschafft werden. Andere Zentren, etwa das CHUV in Lausanne, setzten vorwiegend auf künstliche Hautersatzprodukte und koordinierten den Austausch von Vorräten innerhalb der Westschweiz.

    Die internationale Unterstützung habe trotz Feiertagen funktioniert, hiess es. Der Fall zeige jedoch deutlich, dass das bestehende System bei ausserordentlichen Grossereignissen an seine Grenzen stösst.

  • 10.50 Uhr

    Ermittlungsakten zu Crans-Montana werfen neue Fragen auf

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana geben erste Einvernahmen von Zeugen und Betreibern Einblick in die Nacht des Unglücks. Aussagen zu Notausgängen, Brandschutz und Auslastung zeichnen ein Bild mit vielen offenen Fragen.

  • Donnerstag, 15. Januar 2026, 7.55 Uhr

    Anwältin von Cyane P. (24) erhebt schwere Vorwürfe gegen Bar-Betreiberin Moretti

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana meldet sich die Anwältin der Familie einer verstorbenen Mitarbeiterin zu Wort. Sie widerspricht der Darstellung der Betreiber – und spricht von Verletzung und Widersprüchen.

  • 14.51 Uhr

    Opfer und Angehörige sollen auf den Bund zählen können

    Die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS und ihre Angehörigen sollen auf die Unterstützung des Bundes zählen können. Der Bundesrat will dafür beim Parlament einen Kredit beantragen, falls es nötig ist.

    Zur Höhe dieses Betrages machte der Bundesrat in seiner Mitteilung vom Mittwoch keine Angaben. Bis im Februar soll das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) prüfen, wo im bestehenden Hilfsangebot Lücken bestehen.

    Ebenso soll abgeklärt werden, in welcher Form der Bund Unterstützung leisten kann. Leistungen des Bundes für die Brandopfer wären subsidiär, sie würden das Engagement von Versicherungen und des Kantons Wallis ergänzen. «Niemand soll durch das Netz der bestehenden Hilfsangebote fallen», schrieb der Bundesrat.

  • 14.08 Uhr

    Wallis verbietet Feuerwerkskörper in Innenräumen

    Der Walliser Staatsrat hat nach dem Brand in Crans-Montana eine Soforthilfe für die Opfer beschlossen. Für jede verstorbene oder hospitalisierte Person wird ein Pauschalbetrag von 10'000 Franken ausbezahlt. Betroffen sind die Familien von 40 Todesopfern sowie 116 Verletzte.

    Zusätzlich wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Die eingehenden Beträge werden später einer noch zu gründenden unabhängigen Stiftung zur Verwaltung und Verteilung überwiesen. Die Betroffenen werden vom Kanton kontaktiert und können sich auch an die Opferberatungsstellen wenden.

    Zur Stärkung des Brandschutzes verbietet zudem der Staatsrat die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände in öffentlich zugänglichen Einrichtungen.

    Zudem wird die Unterstützung der Gemeinden ausgebaut, unter anderem durch Selbstkontrollformulare, Koordinationstreffen, verstärkte Ausbildung der Sicherheitsbeauftragten und den Aufbau einer IT-Plattform für Kontrollen. Die laufende Totalrevision des Brandschutzgesetzes wird beschleunigt. Die seit dem 1. Januar 2026 geltende besondere Lage wurde aufgehoben.

  • Mittwoch, 14. Januar 2026, 4.30 Uhr

    Bericht Genfer Bars: Keine regelmässige Kontrolle durch Feuerwehr

    Rund 250 Bars im Kanton Genf werden gemäss «Le Temps» nicht regelmässig von der Feuerwehr kontrolliert. Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS plant der Genfer Staatsrat unangekündigte Kontrollen und überprüft die gesetzliche Vorgaben, wie die Zeitung schrieb. Eine gross angelegte Inspektion sei im Gange und habe bereits Verstösse aufgedeckt. Eine Bar sei vorübergehend geschlossen worden, schrieb die Zeitung. Das Gesetz sehe zurzeit keine Mindestanzahl an Kontrollen vor. Insbesondere bei «Tanzbars», die Clubs ähneln, aber weniger strengen Vorschriften unterliegen, sei dies besonders heikel, schrieb «Le Temps».

  • 16.57 Uhr

    Jessica Moretti bleibt auf freiem Fuss – darf aber Land nicht verlassen

    Jessica Moretti, die Geschäftsführerin der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS, bleibt auf freiem Fuss. Dies hat das Walliser Zwangsmassnahmengericht beschlossen.

  • 15.51 Uhr

    Eklat um Tessiner Juristen im italienischen TV nach Inferno

    In einer italienischen Polit-Talkshow ist es zu einem ungewöhnlich scharfen Schlagabtausch gekommen. Der frühere Tessiner Staatsanwalt Paolo Bernasconi geriet unter Druck, nachdem er sich geweigert hatte, die Tragödie von Crans-Montana zu kommentieren.

  • 15.31 Uhr

    «Wunde fürs ganze Land» – Italien will als Nebenklägerin im Fall Crans-Montana dabei sein

    Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana weiten sich die Ermittlungen international aus. Am Montag reichte die römische Staatsanwaltschaft ein Rechtshilfeersuchen an die Schweiz ein. Gefordert werden unter anderem Vernehmungsprotokolle sowie eine Liste der Verdächtigen. In Italien läuft ein Verfahren gegen Unbekannt wegen Totschlags, fahrlässiger Körperverletzung und Brandstiftung.

    Am Dienstag äusserte sich Italiens Aussenminister Antonio Tajani im Senat deutlich. Italien habe Klärung verlangt und werde weiter darauf drängen, «dass alle Verantwortlichkeiten geklärt und die Geschehnisse vollständig aufgeklärt werden», sagte Tajani. Angesichts des «für alle offensichtlichen fahrlässigen Verhaltens» sei dies zwingend.

    Zudem kündigte Tajani an, dass sich Italien als Nebenklägerin am Verfahren beteiligen wolle. «Es ist richtig, dass Italien sich als Nebenklägerin beteiligt, denn dies ist eine Wunde, die dem ganzen Land zugefügt wurde», sagte er.

  • 13.29 Uhr

    Jetzt spricht der Ziehsohn der Morettis über die Inferno-Nacht

    Er war mitten im Rauch, als drinnen Panik ausbrach: Jean-Marc, der im Umfeld des Betreiberpaars Moretti als eine Art Ziehsohn gilt, erzählt nun in einem TV-Interview, wie er in Crans-Montana Menschen herauszog – und warum er die Wut im Netz «nicht fair» findet.

  • 13.03 Uhr

    Sieben Elite-Schüler verstorben

    Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana trauert das Collège Champittet um sieben Schülerinnen und Schüler, die bei dem Inferno ums Leben kamen. Das schreibt «Inside Paradeplatz». Unter den Opfern sind zwei Schwestern im Alter von 14 und 15 Jahren sowie ein 17-jähriger Mitschüler. Die Jugendlichen sassen in der Unglücksnacht gemeinsam mit weiteren Schülerinnen und Schülern im Untergeschoss der Bar «Le Constellation». 

    Brisant ist eine Verbindung aus der Vergangenheit, schreibt das Portal weiter. Demnach soll der Vater des getöteten 17-Jährigen Ende der 1990er-Jahre in ein schweres Gewaltverbrechen verwickelt gewesen sein. Das damalige Opfer sei ein Lausanner Anwalt gewesen, der wiederum mit der Familie der beiden ebenfalls verstorbenen Schwestern verwandt gewesen sein soll. 

  • 10.05 Uhr

    Anwältin will ausserordentlichen Staatsanwalt

    Die Lausanner Anwältin Miriam Mazou, die eine Opferfamilie vertritt, verlangt im Fall der Brandkatastrophe von Crans-Montana die Einsetzung eines ausserordentlichen Staatsanwalts ausserhalb des Kantons Wallis.

    Sie habe beim Walliser Ministerium eine entsprechende Anfrage eingereicht, sagte Mazou am Montagabend in der Sendung «19h30» von RTS. Das Walliser Recht sehe diese Möglichkeit bei «wichtigen Gründen» ausdrücklich vor.

    Angesichts des Ausmasses der Tragödie und der Tatsache, dass auch das Verhalten kantonaler und kommunaler Behörden untersucht werden müsse, sei ein unabhängiger Sonderermittler notwendig.

  • 9.33 Uhr

    Italienische Anwältin fordert 50 Milliarden nach Brand-Inferno

    Annamaria Bernardini fordert Milliarden für die Opfer.
    Annamaria Bernardini fordert Milliarden für die Opfer.
    Instagram / Annamariabdp

    Die italienische Juristin und TV-Persönlichkeit Annamaria Bernardini de Pace erhebt nach der Brandtragödie von Crans-Montana schwere Vorwürfe gegen Betreiber und Behörden. Im Interview mit «Il Giornale» spricht sie nicht mehr von blosser Fahrlässigkeit, sondern von möglichem «Eventualvorsatz»: Wer bei Brandschutz und Notausgängen spare, nehme Tote bewusst in Kauf.

    Besonders empörend sei, dass es in einem überfüllten Lokal offenbar nur einen – teils verschlossenen – Notausgang gegeben habe. Bernardini de Pace fordert zur Entschädigung der Opfer einen Fonds von mindestens 50 Milliarden Euro und kritisiert das aus ihrer Sicht zögerliche Vorgehen der Ermittlungsbehörden.

  • 8.31 Uhr

    «Charlie Hebdo» verspottet Schweiz nach Brandtragödie erneut

    Eine Karikatur des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» über die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat in der Schweiz Empörung ausgelöst – nun legt die Redaktion mit einer weiteren Zeichnung nach.

  • 7.34 Uhr

    Kellnerin mit Helm und Sprühkerzen starb bei Bar-Inferno

    Beim verheerenden Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana starb auch die junge Kellnerin, die das Feuer wohl unbeabsichtigt auslöste – ihre Familie sieht sie als Opfer mangelnder Sicherheitsvorkehrungen.

  • Dienstag, 13. Januar 2026, 4 Uhr

    Moretti könnte gegen Kaution entlassen werden

    Der Wirt der Bar «Le Constellation», Jacques Moretti, muss vorerst für drei Monate in Untersuchungshaft bleiben. Das teilt das Walliser Zwangsmassnahmengericht am Montag in einer Pressemitteilung mit. Es bestehe Fluchtgefahr. Das Gericht habe dem Beschuldigten mitgeteilt, dass es jedoch bereit sei, die Untersuchungshaft gegen verschiedene, von der Staatsanwaltschaft beantragte Massnahmen aufzuheben. Dazu zählt etwa die Hinterlegung einer Kaution.

    Der zuständige Richter erklärt laut «Le Temps», es müsse noch genau untersucht werden, ob eine solche Massnahme möglich ist. In einer Stellungnahme sagt der Richter, dass die Untersuchungshaft eine Verfahrensmassnahme sei, die «ausschliesslich der ordnungsgemässen Durchführung der Ermittlungen» diene.

    Die Barbetreiber Jacques (vorne links) und Jessica Moretti (r.). (9. Januar 2026)
    Die Barbetreiber Jacques (vorne links) und Jessica Moretti (r.). (9. Januar 2026)
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 21.03 Uhr

    Jetzt spricht der Ex-Wirt: «Diese Frage beschäftigt mich jeden Tag»

    In einem Interview mit der RTS-Sendung «Mise au Point» hat sich ein ehemaliger Betreiber der Unglücksbar «Le Constellation» kritisch über die Umbaumassnahmen seiner Nachfolger geäussert. Eric Dosdo hatte die Bar von 2005 bis 2015 betrieben.

    «Ich weiss nicht, warum das Ehepaar Moretti die Treppe verengt hat», sagt er gleich zu Beginn des Gesprächs. «Diese Frage beschäftigt mich jeden Tag.» Diese Massnahmen ergeben für ihn keinen Sinn: «Vielleicht dachten die Morettis, der Keller würde dadurch schöner wirken.» Die von dem Ehepaar Moretti durchgeführte Verengung hatte sich als Todesfalle bei dem Brand erwiesen. 34 der 40 Todesopfer waren am Fusse der Treppe eingeklemmt.

    Zu seiner Zeit sei die Treppe deutlich breiter gewesen. Damals habe der Kellerraum einen ganz anderen Charakter gehabt, wie Fotos zeigen, die Dosdo den Reportern präsentierte. In einem gemütlichen Spielzimmer standen ein paar Billardtische, an der Wand hing eine Dartscheibe. Es habe sechs Feuerlöscher gegeben, erinnerte sich Dosdo. Bei seinen Nachfolger war es noch einer.

    Jaques Moretti hat die Bar 2015 vom vorherigen Betreiber Eric Dosdo übernommen.
    Jaques Moretti hat die Bar 2015 vom vorherigen Betreiber Eric Dosdo übernommen.
    sda
  • 19.50 Uhr

    Chefredakteur über Karikatur: «Ziemlich weit gegangen»

    Der Chefredaktor von «Charlie Hebdo», Gérard Biard, erklärte am Abend in der Sendung «Forum» des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS, dass die Karikatur nicht auf die Opfer ziele, sondern auf «die Absurdität dieser Tragödie».

    Die Karrikatur von «Charlie Hebdo» sorgte für grosse Empörung.
    Die Karrikatur von «Charlie Hebdo» sorgte für grosse Empörung.
    Charlie Hebdo / Petar Marjanovic / Bildmontage blue News

    Er räumte jedoch ein, dass man «ziemlich weit gegangen» sei, um sich «über das höchste Tabu lustig zu machen», nämlich den Tod und die schweren Verletzungen dieser jungen Menschen. Er fügt hinzu, dass schwarzer Humor «nicht unbedingt angenehm» sein müsse und «schockieren» könne.

  • 19.11 Uhr

    Ermittler finden 25 abgebrannte Sprühkerzen

    Das Forensisches Institut Zürich hat in der Bar «Le Constellation» 25 abgebrannte Sprühkerzen gefunden. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger» unter Berufung auf einen Bericht des Instituts. Demnach wurde bestätigt, dass es sich bei den Sprühkerzen um pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F1 handelt. Entsprechende Solche Produkte seien grundsätzlich für den Gebrauch in Innenräumen zugelassen, mit einem Sicherheitsabstand von einem Meter.

    Die abgebrannten Sprühkerzen seien an verschiedenen Stellen der Bar im Untergeschoss gefunden worden, heisst es weiter. In einem Nebenraum, der als Lager diente, fanden die Ermittler ausserdem eine Kiste mit 100 ungenutzten Sprühkerzen.

    Das forensische Institut Zürich wurde in der Unglücksnacht von der Walliser Kantonspolizei beauftragt, die in der Bar vorhandene Pyrotechnik zu untersuchen.

  • 18.15 Uhr

    Crans-Montana VS will trotz Ablehnung als Nebenklägerin mitreden

    Die Gemeinde Crans-Montana VS wird im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe in der Silvesternacht nicht als Nebenklägerin auftreten. Die Walliser Staatsanwaltschaft hat einen entsprechenden Status der Gemeinde abgelehnt. Dennoch beabsichtigt die Gemeinde, sich am Verfahren zu beteiligen und darin mitzureden. Die Walliser Staatsanwaltschaft bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung des Westschweizer Fernsehens RTS. Zu Beginn der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft die Gemeinde darüber informiert, dass sie in diesem Fall aufgrund der Rechtsprechung nicht als Strafklägerin auftreten könne.

  • 18.08 Uhr

    Lungenschäden bei italienischen Brandopfern grösstes Problem

    Das grösste Problem der italienischen Verletzten sind weniger die schweren Verbrennungen, sondern es ist die Lungensituation. Dies sagte ein lombardischer Gesundheitsverantwortlicher nach einem Besuch im Mailänder Spital Niguarda, wo zwölf Brandopfer gepflegt werden. «Alle diese jungen Menschen mussten hochtoxische Substanzen einatmen, die nun leider auf Lungenebene überwiegen», sagte Gesundheitsassessor Guido Bertolaso. «Diese verursachen eine ganze Reihe von Problemen, insbesondere infektiöser Natur, die äusserst schwer zu bewältigen sind.»

    Bei neun Hospitalisierten sei der Zustand kritisch, mit unterschiedlichen Schweregraden. «Sie werden eine sehr lange Zeit auf der Intensivstation und anschliessend im Verbrennungszentrum verbringen müssen. Wir sind bei keinem von ihnen pessimistisch, aber der Kampf ist äusserst hart», fuhr Bertolaso fort.

    12 Brandopfer werden im Mailänder Spital Niguarda behandelt.
    12 Brandopfer werden im Mailänder Spital Niguarda behandelt.
    IMAGO/Independent Photo Agency Int.

    Sieben Patienten befanden sich intubiert (künstlich beatmet) auf der Intensivstation, fünf im Verbrennungszentrum. Wir hoffen, dass bei ein oder zwei von ihnen in den kommenden Tagen die Beatmung beendet werden kann. Für drei bis vier wird der Behandlungsverlauf jedoch deutlich länger und komplizierter sein", erklärte Bertolaso.

    Die intubierten Patientinnen und Patienten seien auch sediert (unter Einfluss von Beruhigungsmitteln) und daher nicht in der Lage, auf Reize zu reagieren. «Ihr Zustand ist sehr ernst», so Bertolaso. Einer der Patienten werde zudem dialysiert (einer Blutwäsche unterzogen), nachdem er eine sehr schwere Infektion erlitten habe. Ein weiterer junger Mann leide an Asthma – und wie alle an zusätzlichen Lungenschäden.

  • 14.19 Uhr

    Jetzt spricht Jessica Moretti zum U-Haft-Entscheid

    Das Zwangsmassnahmengericht hat am Montag entschieden, dass Jacques Moretti in Untersuchungshaft bleibt. In einer Medienmitteilung, die «Le Nouvelliste »vorliegt, äusserten sich die Anwälte des Ehepaars im Namen von Jessica Moretti zum Entscheid.

    Sie halten fest, der Beschluss ermögliche es ihrem Mann, «sobald die Voraussetzungen erfüllt sind», seine Freiheit wiederzuerlangen. Zugleich betonen sie, das Gericht habe «die richtige Entscheidung getroffen», da sich das Ehepaar der «gerichtlichen Prüfung, der sie sich gemeinsam stellen werden», nicht entziehen wolle.

  • 14.17 Uhr

    Gemeinde darf nicht an Verfahren gegen Bar-Betreiber teilnehmen

    Die Gemeinde Crans-Montana darf im Strafverfahren zur Brandkatastrophe im Club «Le Constellation» nicht als Privatklägerin auftreten. Die Walliser Staatsanwaltschaft lehnt den Antrag ab.

  • 12.46 Uhr

    Moretti bleibt in U-Haft

    Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Wallis hat am Montag Untersuchungshaft für den Barbesitzer Jacques Moretti in der Folge des Brandes in Crans-Montana angeordnet. Diese Entscheidung gilt zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten.

  • 7.56 Uhr

    Ermittlungsakten enthalten schwere Vorwürfe von Bar-Gästen

    Neue Recherchen von RTS belasten die Sicherheitslage im Bar «Le Constellation» weiter. Mehrere Gäste gaben bei Befragungen an, im Untergeschoss keine Notausgänge oder Fluchtweg-Signale wahrgenommen zu haben.

  • Montag, 12. Januar 2026, 4.30 Uhr

    80 Verletzte sind weiterhin in Spitalpflege

    80 Verletzte befinden sich nach der Brandkatastrophe noch immer in Spitälern in der Schweiz und im Ausland. Das sagte der Walliser Staatsrat Mathias Reynard am Sonntag im Westschweizer Fernsehen RTS. Zehn von ihnen seien in Walliser Gesundheitseinrichtungen untergebracht. Für das medizinische Personal sei die Situation «kompliziert und schwierig», sagte Reynard. Er dankte den Pflegepersonal für dessen Engagement.

    Der Walliser Staatsrat Mathias Reynard. (Archivbild)
    Der Walliser Staatsrat Mathias Reynard. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Michael Buholzer

    In einigen Wochen würden die Verletzten die Verbrennungszentren verlassen und in die Spitäler zurückkehren, insbesondere im Wallis. Es sei daher wichtig, sich auch um das Pflegepersonal zu kümmern.

    Für die Familien und Personen, die von der Tragödie betroffen sind, soll eine Hotline eingerichtet und direkte finanzielle Hilfe gewährt werden, kündigte er an.

    Reynard betonte, dass es die Aufgabe der Justiz sei, nach den Verantwortlichen für das Drama von Crans-Montana zu suchen. Es müssten aber auch auf allen politischen Ebenen Massnahmen ergriffen werden.

  • 22.59 Uhr

    Ein junger italienischer Patient wurde von Zürich nach Italien verlegt

    Ein italienischer Patient, der beim Neujahrsbrand in Crans-Montana verletzt wurde, wurde am Sonntag von Zürich ins Krankenhaus Niguarda in der Nähe von Mailand verlegt. Der 16-Jährige leidet an Verbrennungen an über 50 % seines Körpers und an Verletzungen durch das Einatmen giftiger Dämpfe. Das Krankenhaus Niguarda versorgt laut der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos mittlerweile zwölf Patienten, die bei der Tragödie im Wallis verletzt wurden.

    Die italienischen Agenturen hatten am Nachmittag den Flug eines Hubschraubers der regionalen Notfall- und Rettungsagentur (AREU) von Bergamo (I) nach Zürich mit einem medizinischen Team an Bord angekündigt. «Wir haben die Zustimmung der Schweizer Ärzte für den Transfer des jungen Mailänders erhalten, und die Wetterbedingungen bieten ein Zeitfenster für die Reise», erklärte Guido Bertolaso, Regionalrat der Lombardei für Soziales. 

  • 18.13 Uhr

    Treppe wurde zur Todesfalle

    Neue Erkenntnisse nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana durch ein internationales Ermittlerteam, wie die italienische Zeitung «Il Giornale» berichtet. Am 4. Januar untersuchte dieses Team den Ort der Katastrophe und informierte dabei auch über die Erkenntnisse der Schweizer Ermittler.

    Dabei wurde wohl klar, dass die Treppe, die der Barbetreiber 2015 bei Bauarbeiten deutlich enger gemacht hatte, zur Todesfalle für allein 34 der 40 Opfer wurde, schreibt die «Bild». Die Leichen sollen gestapelt am Fuss der Treppe entdeckt worden sein.

  • 13.22 Uhr

    Wird Morettis Untersuchungshaft verlängert?

    Die Walliser Justiz wird wohl noch heute entscheiden, ob der Besitzer der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in Untersuchungshaft bleibt, die Jacques Moretti vor zwei Tagen antreten musste. Laut Staatsanwaltschaft besteht Fluchtgefahr.

    Alain Macaluso, Anwalt und Rechtsprofessor, sagte laut RTS, das zuständige Gericht könnte sogar weiter gehen als die Staatsanwaltschaft: «Diese Justizbehörde kann die Faktenlage selbstverständlich frei rechtlich bewerten […] und neben der Fluchtgefahr auch eine mögliche Absprache in Betracht ziehen.»

  • 8.57 Uhr

    Statussymbol: Champagnerflasche mit «Eisfontäne»

    Sprühkerzen auf Champagnerflaschen sind laut «SonntagsZeitung» für viele Bar- und Clubbetreiber ein gutes Geschäft. Sie würden der Inszenierung dienen und den Verkauf ganzer Flaschen fördern, die eine zentrale Einnahmequelle darstellten.

    So koste eine Flasche Moët & Chandon im Club rund 170 Franken, obwohl sie im Detailhandel für unter 50 Franken erhältlich sei, während für Dom Pérignon bis zu 460 Franken verlangt würden. Bei den als «Eisfontänen» bekannten Sprühkerzen, die grundsätzlich auch für Innenräume zugelassen seien, werde im Partybetrieb der empfohlene Mindestabstand oft nicht eingehalten.

    Einzelne Betriebe hätten nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana öffentlich auf den Einsatz von Sprühkerzen verzichtet. Mehrere Clubs, auf deren Social-Media-Kanälen Partyvideos mit Sprühkerzen zu sehen gewesen seien, hätten auf Anfragen der Zeitung nicht reagiert, einzelne hätten entsprechende Aufnahmen von ihren Profilen gelöscht.

  • 8.31 Uhr

    Covid-Kredit, Maserati und das Arbeitsrecht: Die Akte des Bar-Betreibers von Crans-Montana

    Die Betreiber der Bar Le Constellation in Crans-Montana sind laut «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» vor dem tödlichen Brand Ziel zweier Untersuchungen im Wallis gewesen.

    Eine erste Untersuchung habe den Verdacht auf missbräuchliche Verwendung eines Covid-Kredits über 75’500 Franken für den Kauf eines Maserati betroffen. Das Verfahren sei jedoch mit einer Nichtanhandnahmeverfügung abgeschlossen worden, nachdem das Betreiberpaar nachgewiesen habe, dass das Fahrzeug nicht privat genutzt worden sei, sondern in der Buchhaltung des Betriebs figurierte.

    Eine zweite Untersuchung habe die kantonale Arbeitsinspektion geführt. Diese sei nach Anzeigen französischer Angestellter wegen nicht eingehaltener Arbeitszeiten, nicht bezahlter Nachtarbeit und missachteter Ruhezeiten aktiv geworden.

    Anfang 2022 seien mehrere Inspektoren vor Ort eingesetzt worden. Welche Konsequenzen die Walliser Behörden aus den Vorwürfen gezogen hätten, sei laut den Zeitungen unklar.

  • Sonntag, 11. Januar, 8 Uhr

    Der Brandschutz im «Tal des Schweigens»

    120 Walliser Gemeinden haben eine Umfrage der «NZZ am Sonntag» zu den Brandschutzkontrollen grösstenteils nicht beantwortet. Manche hätten angegeben, man sei im Auftrag des Kantons daran, den Brandschutz zu überprüfen, und habe keine Zeit für die Anfrage.

    Lediglich einige wenige kleine Gemeinden hätten mit konkreten Zahlen geantwortet. Auch bedeutende Ski-Orte hätten keine Auskünfte erteilt. Gastrovalais, der Verband der Walliser Hotels, Restaurants und Bars, habe laut Bericht seine Mitglieder angewiesen, sich nicht in Zusammenhang mit Crans-Montana zu äussern.

    Recherchen würden zudem zeigen, dass die Walliser Staatsanwaltschaft den Anwälten der Opfer untersagt hätte, über die Aussagen der Betreiber der Bar Le Constellation zu sprechen. Diese Anordnung solle für vier Wochen gelten und die laufenden Untersuchungen schützen, hiess es.

  • 23.33 Uhr

    Behörden und Eigentümer sind laut Calmy-Rey für Brandkatastrophe verantwortlich

    Die aus Crans-Montana stammende Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat sich in einem Interview erschüttert über die Brandkatastrophe gezeigt.

    Behörden und Eigentümer der Bar trügen die Verantwortung für das, was passiert sei, sagte in einem Interview mit dem «Blick». Sie fordert Aufklärung und kritisiert die Verhältnisse im Wallis: «Diese Vetternwirtschaft muss aufhören, auch wenn man sich kennt.»

  • 22.16 Uhr

    Seit 2022 wird gegen Brandschutzexperten aus Nachbargemeinde ermittelt

    Wie RTS berichtet, laufen seit 2022 strafrechtliche Ermittlungen gegen einen Brandschutzexperten aus der Nachbargemeinde Lens im Zusammenhang mit einem Wohnungsbrand. Demnach wird dem Mann vorgeworfen, vorgeschriebene Brandschutzkontrollen unterlassen zu haben.

    Wie es in dem Bericht heisst, vertritt die Staatsanwaltschaft den Standpunkt, dass der Brand durch korrekte Kontrollen hätte verhindert oder abgeschwächt werden können. Laut RTS handelt es sich um ein noch laufendes Verfahren. Es gehe dabei nicht um den gleichen Experten, der auch in Crans-Montana für Kontrollen zuständig war.

  • 20.17 Uhr

    Staatsanwaltschaft ermittelt nun auch gegen Gemeinde Crans-Montana

    Nach der verheerenden Brandkatastrophe ermittelt die Staatsanwaltschaft Wallis nun auch gegen die Gemeinde Crans-Montana. Dies berichtet der italienische TV-Sender Sky TG24. Demnach soll insbesondere untersucht werden, warum die Gemeinde nicht wie vorgeschrieben regelmässige Kontrollen in der Bar durchführte. 

    Wie es weiter heisst, soll auch die Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Gemeinde und Kanton Wallis untersucht werden. Laut dem Bericht hat Vizegemeindepräsidentin Nicole Bonvin Clivaz bestätigt, dass es in den vergangenen Stunden zu einem intensiven Austausch von Dokumenten zwischen der Gemeindeverwaltung und der Staatsanwaltschaft gekommen ist.

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wallis wurde nun auch auf die Gemeinde Crans-Montana ausgeweitet.
    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wallis wurde nun auch auf die Gemeinde Crans-Montana ausgeweitet.
    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • 17.56 Uhr

    Karikatur von «Charlie Hebdo» sorgt für Empörung

    Eine vom französischen Satire-Magazin «Charlie Hebdo» veröffentlichte Karikatur mit Bezug zur Brandkatastrophe in Crans-Montana hat in den sozialen Medien für Empörung gesorgt. 

    In der Zeichnung sind zwei verbrannte Skifahrer zu sehen, die eine Skipiste hinunter rasen. Betitelt ist die Karikatur mit «Die Verbrannten fahren Ski. Die Komödie des Jahres». Dabei handelt es sich wohl um eine Anspielung auf den französischen Kultfilm «Les bronzés font du ski» (dt. etwa ‹Die Sonnengebräunten fahren Ski›).

    In den sozialen Medien ist die Karikatur überwiegend auf Ablehnung gestossen. Insbesondere wird kritisiert, dass mit der Karikatur die Opfer, und nicht etwa Bar-Betreiber oder Behörden, ins Visier genommen wurden. 

  • 16.59 Uhr

    Korrigierter Medienbericht: Jaques Moretti hat nicht eingeräumt, Notausgang sei verschlossen gewesen

    Am Vormittag hatte RTS berichtet, Jaques Moretti habe eingeräumt, der Notausgang des Lokals sei verschlossen gewesen. Dies wurde nun korrigiert. Vielmehr hat Jaques Moretti bei der verschlossenen Tür von einem Service-Eingang im Parterre gesprochen, nicht vom Notausgang im Keller.

  • 16.50 Uhr

    Morettis verloren Schwiegertochter

    Kurz nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana wurde das Betreiber-Ehepaar erstmals befragt. Ein Medienbericht schildert nun neue Details der Unglücksnacht. Die Morettis selbst verloren ihre Schwiegertochter.

  • 15.12 Uhr

    Livigno in Italien verbietet Pyrotechnik in Lokalen

    Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS erwägt Italien ein Verbot für Sprühkerzen in Lokalen. Die bekannte norditalienische Skiortschaft Livigno geht nun voran: Bürgermeister Remo Galli erliess eine Verordnung, die Pyrotechnik aus den Lokalen der lombardischen Gemeinde verbannt, wie mehrere Medien berichten.

    Mit der Verordnung wird die Verwendung von Wunderkerzen und anderen Gegenständen mit offener Flamme in Bars, Restaurants, Diskotheken sowie Unterkünften verboten. Bei Verstössen sind Bussgelder zwischen 75 und 500 Euro vorgesehen.

    Der italienische Skiort Livigno hat Pyrotechnik aus den Lokalen der Gemeinde verbannt.
    Der italienische Skiort Livigno hat Pyrotechnik aus den Lokalen der Gemeinde verbannt.
    IMAGO/Wirestock

    «Wir haben die Pflicht, alles zu tun, um Touristen, Bürger und junge Leute zu schützen», erklärte der Bürgermeister, der auch gezielte Kontrollen durch die örtliche Polizei angeordnet hat. Der Gebrauch von Pyrotechnik habe sich in Lokalen in Berggemeinden stark verbreitet – und zwar nicht nur bei Partys, sondern auch bei Geburtstagsfeiern in Restaurants.

    Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni hatte bereits am Freitag betont, sie wolle Pyrotechnik in Lokalen verbieten. «Die italienischen Vorschriften sind strenger als jene in der Schweiz, aber ich denke, dass man, wenn solche Dinge passieren, immer überlegen sollte, was man daraus lernen kann. Wir müssen über die Möglichkeit nachdenken, Pyrotechnik in Innenräumen zu verbieten», so die italienische Ministerpräsidentin bei der traditionellen Jahresabschluss-Pressekonferenz am Freitag in Rom.

  • Samstag, 10. Januar, 14.35 Uhr

    Bar-Besitzer: Service-Eingang war verschlossen

    Update 16.59 Uhr: Jacques Moretti, Betreiber der Bar Le Constellation, hat gegenüber den Behörden offenbar eingeräumt, dass der Service-Eingang im Erdgeschoss verschlossen war. Das berichtet RTS: Demnach hat der Franzose weiter zugegeben, dass er das Dämmmaterial an der Decke selbst installiert habe. Den Schaumstoff habe er im Baumarkt Hornbach gekauft.

    Moretti sei nach dem Unglück zur Bar gekommen und habe die Tür geöffnet, hinter der Leichen gelegen haben sollen. Er wisse nicht, warum die Tür verriegelt gewesen sei, heisst es weiter.

    Hinweis: In dem Medienbericht hiess es zunächst, Moretti habe eingeräumt, der Notausgang im Keller sei verschlossen gewesen. (siehe Ticker-Beitrag um 16.59 Uhr)

  • 16.20 Uhr

    Ignazio Cassis: «Im Namen der Schweizer Regierung danke ich Ihnen»

    Auch Aussenminister Ignazio Cassis spricht an der Pressekonferenz. «Mein tiefstes Beileid», will er den Familien und Angehörigen sagen. «Im Namen der Schweizer Regierung danke ich Ihnen», so Cassis zur internationalen Hilfe, die angeboten wurde.

    «Ein Mensch sein, heisst Verantwortung übernehmen. Eine Untersuchung findet statt, um herauszufinden, was genau passiert ist. In der Schweiz haben wir strenge Sicherheitsregeln. Wenn diese nicht durchgeführt werden, ist das inakzeptabel», so Cassis.

    Er spricht nochmals zu den Familien und Angehörigen der Opfer. Er drückt nochmals sein Beileid aus und sagt dann: «Was hier geschehen ist, geht über die Schweizer Grenzen hinaus. Heute trauern wir gemeinsam.» 

    «Wir werden unsere Lehren ziehen, damit so etwas nie mehr passiert», sagt er zum Schluss.

  • 16.16 Uhr

    Stéphane Ganzer: «Hätten diese Tragödie vermeiden müssen»

    Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer tritt vors Mikrofon. Auch er bedankt sich bei allen Helfer*innen – bei den Jugendlichen vor Ort, Spital, Rettungssanitäter*innen und bei der Polizei.

    «Schnell kamen aus der ganzen Schweiz Hilfsangebote, auch aus dem Ausland. Jetzt ist Zeit, dass Gerechtigkeit walten soll. Wir hätten diese Tragödie vermeiden müssen», so Ganzer.

    «Das Wallis steht ihnen zur Seite, wir unterstützen sie. Alle warten auf Antworten. Wir tun unser Bestes», sagt er zum Schluss.

  • 16.13 Uhr

    Mathias Reynard bedankt sich bei den Helfer*innen

    Die Pressekonferenz geht los. Der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard meldet sich zu Wort. Er spricht nochmals über die tiefe Trauer über die Tragödie in Crans-Montana. «Wir denken an sie und ihre Angehörigen», sagt er. Zudem bedankt er sich nochmals bei den Rettungskräften und beim Spital.

    «Wir schulden Ihnen Gerechtigkeit», sagt er zu den Ermittlungen.

  • 16.02 Uhr

    Pressekonferenz verzögert sich

    Die Pressekonferenz verzögert sich. Wann sie beginnt, ist derzeit noch unklar.

  • 15.56 Uhr

    Ivan Trifunovic: «Diese Tragödie hat Serbien schwer getroffen»

    Nun spricht Ivan Trifunovic, der serbische Botschafter: «Diese Tragödie hat Serbien schwer getroffen», sagt er. Auch ein serbischer Staatsbürger ist bei dem Brand in Crans-Montama ums Leben gekommen.

  • 15.53 Uhr

    Pressekonferenz beginnt

    Für die Medienkonferenz nach den Trauerfeierlichkeiten für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS sind die folgenden Redner angekündigt: Aussenminister Ignazio Cassis, der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard sowie der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer.

  • 15.42 Uhr

    «Möchte mich entschuldigen»: Bar-Betreiberin äussert sich

    Nach der Einvernahme durch die Walliser Staatsanwaltschaft ist Jessica M. am Freitag auf freien Fuss gesetzt worden. Vor den Medien entschuldigte sie sich: «Meine Gedanken sind ständig bei den Opfern. Es ist eine unvorstellbare Tragödie, die sich in unserem Betrieb ereignet hat. Ich möchte mich bei allen Betroffenen entschuldigen.» Ihr Partner Jacques M. wurde nach der Anhörung in Untersuchungshaft versetzt.

  • 13.43 Uhr

    Grosser Applaus in Crans-Montana

    Nationaler Trauertag: Gottesdienst Applaus

    Nationaler Trauertag: Gottesdienst Applaus

    09.01.2026

    In Crans-Montana haben soeben Angehörige der Rettungskräfte das Kongresszentrum betreten. Die Anwesenden erheben sich, es gibt minutenlangen Applaus.

  • 13.40 Uhr

    Berichterstattung zur Gedenkfeier

    Nach der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS findet in der Schweiz ein nationaler Trauertag statt. Alles dazu findest du hier:

  • 12.11 Uhr

    Bar-Betreiber prostituierte auch Frauen in der Schweiz

    Neue Einblicke in französische Gerichtsakten werfen ein weiteres Schlaglicht auf den Betreiber der Brandbar «Le Constellation» in Crans-Montana. Demnach wurde Jacques Moretti in Frankreich wegen Zuhälterei verurteilt – die Ermittlungen führten auch in die Schweiz.

  • 10.20 Uhr

    Zahlreiche Polizisten betreten «Le Constellation»

    Soeben haben rund 20 Polizisten die Bar «Le Constellation» betreten. Ein Video zeigt, wie die Beamten Kisten zum Brandort tragen. Was genau sich in den Kisten befindet, ist unklar. Die Ermittlungen zum verheerenden Brand in Crans-Montana laufen weiter. 

    Zahlreiche Polizisten betreten «Le Constellation»

    Zahlreiche Polizisten betreten «Le Constellation»

    Soeben haben rund 20 Polizisten die Bar «Le Constellation» betreten. Ein Video zeigt, wie die Beamten Kisten zum Brandort tragen.

    09.01.2026

  • 10.15 Uhr

    Heftiger Schneefall in Crans-Montana

    Heftiger Schneefall am Morgen des 9. Januar in Crans-Montana.
    Heftiger Schneefall am Morgen des 9. Januar in Crans-Montana.
    blue News

    In Crans-Montana hat es in der Nacht heftig geschneit. Mehrere Räumungsfahrzeuge seien pausenlos damit beschäftigt, die Strassen und Wege für die Trauergäste freizukriegen, berichtet ein blue News Reporter vor Ort. «Aber der viele Schnee macht ihnen zu schaffen.»

  • 8.43 Uhr

    Bar-Betreiber treffen zur Anhörung ein

    Jacques und Jessica M. auf dem Weg zur Anhörung.
    Jacques und Jessica M. auf dem Weg zur Anhörung.
    Keystone

    Jacques und Jessica M., die Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, sind am Freitagmorgen in Sion zur Einvernahme erschienen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Jacques und Jessica M.  gemeinsam mit ihren Anwälten beim Sitz der Walliser Staatsanwaltschaft eintreffen. Es handelt sich um ihre erste Anhörung als Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Brand an Neujahr, bei dem 40 Menschen – überwiegend Jugendliche – ums Leben kamen und 116 weitere schwer verletzt wurden.

  • 06.39 Uhr

    Feuertragödie legt Lücken im Walliser Kontrollsystem offen

    Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana wächst der Druck auf die Walliser Behörden. Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer zeigte sich im Interview mit RTS tief betroffen und zugleich verärgert über das Versagen der Gemeinde. «Mich schockiert vieles an diesem Drama – auch die fehlenden Kontrollen», sagte der Staatsrat.

    Zwar liegt die Verantwortung für Brandschutzkontrollen bei den Gemeinden, doch der Kanton muss deren Durchführung überwachen. Laut Recherchen von SRF und dem «Walliser Boten» gingen aus Crans-Montana jedoch über Jahre keine Berichte ein – ohne dass das kantonale Amt für Feuerwesen Konsequenzen zog. Amtschef Philipp Hildbrand erklärte auf Anfrage: Man sei davon ausgegangen, dass «alles in Ordnung» sei, solange keine Berichte vorliegen.

    Das Problem betrifft offenbar mehrere Gemeinden, die mit den gesetzlichen Vorgaben überfordert sind. Der Kanton hatte fehlende Unterlagen nicht eingefordert – auch, weil eine schweizweite Lockerung der Vorschriften ab 2027 geplant war. Diese Revision ist nach der Tragödie nun auf Eis gelegt.

    Der Staatsrat prüft inzwischen Sofortmassnahmen: zusätzliche Kontrolleure, mehr Schulungen für Sicherheitsbeauftragte und ein mögliches Verbot von Pyrotechnik in Innenräumen.

  • 6.23 Uhr

    Weiter starker Schneefall in Crans-Montana

    In Crans-Montana fällt auch heute – am Tag der Trauerfeier für die Opfer der Brandkatastrophe – viel Schnee. Die Gedenkfeier findet 50 Autominuten von Crans-Montana entfernt in Martigny statt, wo sich den ganzen Tag Regen und Schnee abwechseln sollen

    Vor der Inferno-Bar in Crans-Montana finden die Trauernden, die Blumen und Kerzen für die Opfer des Brandes bringen, am Donnerstag in einem Zelt Zuflucht. 
    Vor der Inferno-Bar in Crans-Montana finden die Trauernden, die Blumen und Kerzen für die Opfer des Brandes bringen, am Donnerstag in einem Zelt Zuflucht. 
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 4.30 Uhr

    Am Gedenkanlass für Brandopfer werden 1000 Menschen erwartet

    Heute gedenkt die Schweiz am nationalen Trauertag der Opfer der verheerenden Brandkatastrophe von Crans-Montana. Behördenvertreter und Politiker aus dem In- und Ausland sowie Vertreter verschiedener Religionen werden am Gedenkanlass in Martigny anwesend sein. Der Tag ist der Erinnerung an die Todesopfer, der Solidarität mit den Verletzten und der Verbundenheit mit allen Betroffenen gewidmet. Die ganze Schweiz sei aufgefordert, am Freitag um 14 Uhr innezuhalten. Dies stehe für die Trauer, die das Land mit allen direkt betroffenen Familien und Freundeskreisen teile, hiess es in einer Mitteilung der Bundeskanzlei.

    Das Ausstellungs- und Versammlungszentrum Cerm in Martigny, 50 Autominuten von Crans-Montana entfernt, wird für die Gedenkfeier am Freitag vorbereitet. (8. Januar 2026)
    Das Ausstellungs- und Versammlungszentrum Cerm in Martigny, 50 Autominuten von Crans-Montana entfernt, wird für die Gedenkfeier am Freitag vorbereitet. (8. Januar 2026)
    Bild: Keystone/Julien Grindat

    Bei der offiziellen Zeremonie im Wallis werden über 1000 Gäste erwartet. Die Landesregierung wird vertreten von Bundespräsident Guy Parmelin, den Bundesräten Ignazio Cassis und Beat Jans sowie von Bundeskanzler Viktor Rossi. Der gesamte Walliser Staatsrat wird ebenfalls anwesend sein. Das Programm der Feier umfasst Lesungen, symbolische Gesten, musikalische Darbietungen und Ansprachen von Behördenvertretern.

    Für den Anlass wurden Vertreter aus 37 Staaten sowie aus der Europäischen Union eingeladen, wie das Aussendepartement (EDA) informierte. Erwartet wurden Vertreter*innen von Staaten, aus denen die Todesopfer und Verletzten stammen, sowie der Länder, die ihre Hilfe angeboten haben.

    Bis Donnerstag kündigten 32 Staaten ihre Teilnahme an, darunter Italien mit Präsident Sergio Mattarella und Frankreich mit Staatspräsident Emmanuel Macron. Luxemburg wird durch Grossherzog Henri, Belgien durch Premierminister Bart De Wever und Serbien durch Aussenminister Marko Djuric vertreten sein. Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, und die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, werden ebenfalls teilnehmen.

  • Freitag, 9. Januar 2026, 0.25 Uhr

    Italien leitet Obduktionen ein

    Die Staatsanwaltschaft Rom hat im Zusammenhang mit dem Brand in der Bar «Le Constellation» von Crans-Montana die Obduktionen der sechs italienischen Todesopfer angeordnet. Die Untersuchungen, die nicht in der Schweiz durchgeführt worden waren, sollen gemäss der Nachrichtenagentur Ansa in Mailand, Bologna und Genua stattfinden.

    Zwei der Opfer stammen aus Mailand, zwei weitere aus den Regionen von Bologna und Genua. Ein fünftes Opfer war aus Rom, eine sechste Person in Lugano TI wohnhaft.

    Wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Brandstiftung hat die Staatsanwaltschaft Rom ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eröffnet. Bei der Brandkatastrophe in Crans Montana VS in der Silvesternacht kamen insgesamt 40 Menschen ums Leben.

    Fans von AC Mailand präsentierten beim Match gegen CFC Genua am Donnerstag in Mailand ein Spruchband im Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
    Fans von AC Mailand präsentierten beim Match gegen CFC Genua am Donnerstag in Mailand ein Spruchband im Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
    Bild: Keystone/EPA/Matteo Bazzi
  • 22.51 Uhr

    Starker Schneefall verwandelt Strassenbild von Crans-Montana

    Am Abend vor dem nationalen Trauerfeiertag kam es im Walliser Skiort Crans-Montana zu anhaltendem, starkem Schneefall. Aufgrund der intensiven Niederschläge erhöhten die Lawinendienste die Lawinengefahr in weiten Teilen des Kantons Wallis auf Stufe vier (grosse Gefahr). Der Schneefall dürfte Prognosen zufolge erst am Freitagmorgen weniger werden.

    Vor der Inferno-Bar wurden die zahlreichen Trauergaben von einem Zelt geschützt.
    Vor der Inferno-Bar wurden die zahlreichen Trauergaben von einem Zelt geschützt.
    Bild: blue News

    In Crans-Montana waren die Trottoirs am späten Abend nur noch eingeschränkt passierbar. Der Platz vor der Inferno-Bar «Le Constellation» wurde deshalb nur noch vereinzelt von Trauernden aufgesucht.

    Die Gemeinde errichtete auf dem Platz, der inzwischen für den Fussverkehr gesperrt ist, ein Zelt, um Blumen, Plüschtiere und Gedenkschilder von Angehörigen zu schützen. Unter der Zeltkuppel brannten hunderte Kerzen. Vereinzelt trugen sich Passanten in ein Kondolenzbuch ein.

    In den ruhigen Momenten, als kaum Besucher vor Ort waren, fertigten ausländische Journalisten Videoaufnahmen der niedergelegten Trauergaben an. Einzelne Passanten nahmen dies schweigend, teils mit sichtbarem Unbehagen, zur Kenntnis.

    Crans-Montana am Abend vor der Trauerfeier

    Crans-Montana am Abend vor der Trauerfeier

    Am Abend vor dem nationalen Trauerfeiertag kam es im Walliser Skiort Crans-Montana zu anhaltendem, starkem Schneefall. Aufgrund der intensiven Niederschläge erhöhten die Lawinendienste die Lawinengefahr.

    08.01.2026

    Die Trauerfeier in Martigny wird in Crans-Montana an zwei Orten live übertragen. Mehrere Geschäfte kündigten an, vor und nach der Trauerminute zu schliessen. Eine Aldi-Filiale teilte mit, geöffnet zu bleiben, die Trauerminute gemeinsam mit dem Personal zu begehen und um 14 Uhr Zahlungen ausschliesslich an den Selbstbedienungskassen zu ermöglichen.

    An vielen Geschäften hing ein Blatt mit der schwarzen Schleife. Sie steht für Trauer, Gedenken und Anteilnahme.
    An vielen Geschäften hing ein Blatt mit der schwarzen Schleife. Sie steht für Trauer, Gedenken und Anteilnahme.
    Bild: blue News
  • 20.45 Uhr

    Axa-Versicherung regt «Runden Tisch» zu Opferentschädigung an

    In einer Medienmitteilung hat sich die Axa Versicherungen AG zu der Situation in Crans-Montana geäussert. Die Axa ist die Gemeindehaftpflichtversicherung für Crans-Montana und auch die Betriebshaftpflicht für die Bar. Noch laufen die Untersuchungen, doch die Versicherung will ihre Verpflichtungen vollständig erfüllen.

    Zur Sicherung der finanziellen Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS regt die Axa-Versicherung die Bildung eines «Runden Tisches» an. Die Axa-Versicherung ist nach eigenen Angaben die Grundhaftpflichtversicherung der Gemeinde Crans-Montana und die Betriebshaftpflichtversicherung der Bar, in der es brannte.

    Die Idee sei, dass an diesen Rundtischgesprächen sämtliche involvierten Parteien wie Vertreter der Opfer und der öffentlichen Hand sowie die involvierten Haftpflicht-, Sach-, Unfall- und Krankenversicherer unbürokratische und langfristig tragfähige Lösungen definierten.

    Dies, um für die finanziellen Schäden der überlebenden Opfer und Hinterbliebenen aufzukommen: Das schreibt die Axa-Versicherung in einer Mitteilung vom Donnerstag. «Idealerweise» würden die Gespräche vom Bund geleitet.

    Axa-Versicherung. (Archivbild)
    Axa-Versicherung. (Archivbild)
    Bild: sda

    Im Communiqué steht weiter, dass sowohl die Gemeinde Crans-Montana als auch die Barbetreiber branchenübliche Standardprodukte mit einer vertraglich limitierten Deckungssumme bei der Axa abgeschlossen hätten. «Wer für den entstandenen Schaden haftet, lässt sich erst nach Abschluss der laufenden (Straf-)Untersuchung beurteilen», heisst es weiter.

    Fest stehe weiter, dass die Versicherungssummen der Gemeinde und der Bar im Fall einer Haftung «bei weitem nicht ausreichen, um für alle finanziellen Schäden der überlebenden Opfer und Hinterbliebenen aufzukommen.»

    Die Einhaltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes im Hinblick auf die geschädigten Personen müsse deshalb in jedem Fall gewährleistet sein. Die medizinische Versorgung der Betroffenen sei unabhängig von der Haftung grundsätzlich gesichert, schreibt Axa weiter.

  • 16.55 Uhr

    Fehlende Kontrollen: Inferno-Bar war keine Ausnahme

    Nicht nur in der Bar «Le Constellation» fehlten laut «Le Nouvelliste» und «ArcInfo» im Kanton Wallis die jährlichen Kontrollen. Die Häufigkeit und der Inhalt dieser Kontrollen scheinen je nach Gemeinde stark zu variieren, wie aus einer Umfrage der Zeitungen hervorgeht. Auch andere Einrichtungen in Crans-Montana gaben an, nicht jedes Jahr inspiziert worden zu sein.

    Der Betreiber einer Touristenbar im Unterwallis berichtete, dass seine Bar bei der Eröffnung kontrolliert wurde und trotz einiger erforderlicher Anpassungen an die Normen in den sieben Jahren seit der Eröffnung keine weiteren Kontrollen durchgeführt wurden. Mehr dazu hier.

  • 16.04 Uhr

    Rom eröffnet Verfahren wegen fahrlässiger Tötung

    Aufgrund dieser Tatverdachtsmomente hat die Staatsanwaltschaft Rom ein Ermittlungsverfahren zum Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana eröffnet. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag gemäss der italienischen Nachrichtenagentur askanews mit.

    Bei der Brandkatastrophe in Crans Montana VS in der Silvesternacht kamen 40 Menschen ums Leben, darunter sechs italienische Jugendliche.

    Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft der belgischen Provinz Wallonisch-Brabant ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eine Schülerin der sechsten Klasse einer Schule in Rixensart war bei dem Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht ums Leben gekommen, wie die Staatsanwaltschaft der belgischen Provinz der Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag mitteilte.

    Am Montag befasste sich zudem auch die Pariser Staatsanwaltschaft mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana. Das Aussenministerium in Paris hatte neun tote französische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bestätigt, darunter mehrere Minderjährige.

    Am vergangenen Samstag leitete die Walliser Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung gegen die beiden Betreiber des Lokals ein. Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

  • 13.19 Uhr

    Besitzerpaar soll am Freitag erstmals befragt werden

    Wie «Le Matin» unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen berichtet, sollen die Betreiber am Freitagmorgen erstmals einvernommen werden. Der Termin ist demnach auf acht Uhr angesetzt.

    Es ist die erste Vernehmung des französischen Ehepaars, seit die Walliser Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen sie eröffnet hat.

    Gegen Jacques M. und Jessica M. wird wegen «fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung» ermittelt.

  • 12.07 Uhr

    «Wir lassen Emotionen aussen vor» – sein Team identifizierte die 40 Todesopfer

    Christian Benzikofer ist Kommandant der Kantonspolizei Bern.
    Christian Benzikofer ist Kommandant der Kantonspolizei Bern.
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    Für Christian Brenzikofer, den strategischen Leiter des nationalen DVI-Teams, war der Einsatz nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana eine aussergewöhnliche Erfahrung – fachlich wie menschlich. «Eine solche Aufgabe schweisst zusammen», sagt der Kommandant der Kantonspolizei Bern rückblickend gegenüber den Tamedia-Zeitungen. Viele der eingesetzten Spezialistinnen und Spezialisten kannten sich zuvor nur teilweise. «Aber wenn man gemeinsam eine solche Situation bewältigt, entsteht ein starkes Band.»

    Die Arbeit sei bewusst abgeschottet organisiert worden. «Unser Team arbeitet ziemlich isoliert, damit wir die Emotionen aussen vor lassen und ungestört arbeiten können», erklärt Brenzikofer. Das sei notwendig, um präzise und zuverlässig zu bleiben – gerade angesichts der Verantwortung gegenüber den Angehörigen. «Wir kommunizieren erst, wenn wir hundertprozentige Sicherheit haben. Alles andere würde nur zusätzliche Unruhe schaffen.»

    Besonders belastend seien die Momente nach der Identifikation. «Wenn die Verstorbenen und persönliche Gegenstände den Familien übergeben werden, ist das ein sehr sensibler Augenblick», sagt Brenzikofer. Sein Team selbst habe keinen direkten Kontakt zu den Angehörigen, dennoch sei allen bewusst, was diese Arbeit für die Familien bedeutet.

    Für die Mitarbeitenden gehe es nun darum, das Erlebte zu verarbeiten. «Die Leute kehren an ihre Stammarbeitsplätze zurück, wo es psychologische Unterstützungsangebote gibt», sagt Brenzikofer. Eine wichtige Stütze sei aber auch das Team selbst. «Man spricht miteinander – und man weiss, dass man diese Aufgabe gemeinsam getragen hat.»

  • 12.45 Uhr

    Walliser Justizrat-Präsident tritt in den Ausstand

    Der Walliser Justizratspräsident Basile Couchepin ist laut den Tamedia-Zeitungen in den Ausstand getreten. Sein Name habe auf einer von der Kantonspolizei an Betroffene des Brandes von Crans-Montana verschickten Anwaltsliste gestanden, die von der Walliser Staatsanwaltschaft stammte, schrieben die Zeitungen. Diese habe sich damit dem Verdacht ausgesetzt, die Wahl der Opferanwälte beeinflussen zu wollen. Die Liste sei später zurückgezogen worden. «Ich wurde offensichtlich niemals informiert, noch war ich im Bild über das Vorgehen der Kantonspolizei, meinen Namen auf eine Liste von Anwälten zu setzen, die Opfer oder Angehörige des Dramas von Crans-Montana beraten könnten», sagte Couchepin zu Tamedia. Mehr dazu hier.

  • 12 Uhr

    Erster Kanton greift durch – knallhartes Verbot für Feuerwerk in Bars und Restaurants

    Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana zieht der Kanton Waadt Konsequenzen. Der Staatsrat verschärft die Brandschutzregeln in Restaurants und Vergnügungsbetrieben deutlich.

  • 09.07 Uhr

    Walliser Feuerwehr warnt nach Brand von Crans-Montana vor Personalmangel

    Eine Woche nach dem Brand im Bar «Le Constellation» in Crans-Montana schlagen Walliser Feuerwehrleute Alarm. Gegenüber RTS bemängeln sie fehlende personelle und finanzielle Mittel, die im Ernstfall zu längeren Interventionszeiten führen könnten. Der schnelle Einsatz in der Neujahrsnacht sei eine glückliche Ausnahme gewesen, heisst es.

    Mehrere Feuerwehrleute erklärten, es sei selten, dass sich genügend Freiwillige sofort in der Kaserne befänden – besonders nachts. Dies könne den Einsatz deutlich verzögern und die Schäden vergrössern. Auch die Verantwortungslast für Kommandanten sei hoch, während Ressourcen fehlten. «Die Reaktionszeit ist viel länger – vielleicht 25 Minuten, und das bei einer Personalstärke, die nicht garantiert ist. Das bedeutet höhere Opferzahlen», so ein Feuerwehrmann zu RTS.

    Im Ernstfall sollen Feuerwehren in der Schweiz innert 10 bis 15 Minuten mit sechs Einsatzkräften vor Ort sein. Im Wallis sei das wegen Topografie und fehlender Mittel kaum möglich, kritisieren Feuerwehrleute. «Das Leben der Bürger wird in diesem Kanton weniger wertgeschätzt als anderswo», bemerkt ein Feuerwehrmann.

    Der Kanton Wallis arbeitet derzeit an einer Revision des Feuerwehrgesetzes von 1977. Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer will am Milizsystem festhalten, erwägt aber professionelle Verstärkungen. Feuerwehrleute hoffen, dass die Reform konkrete Verbesserungen bringt.

  • 7.55 Uhr

    Anwälte wollen Bar-Betreiber in Untersuchungshaft sehen

    Eine Woche nach der tödlichen Brandkatastrophe in Crans-Montana verschärfen Anwälte von Opferfamilien ihre Forderungen. Jetzt verlangen sie Untersuchungshaft für die Betreiber der Bar «Le Constellation».

  • 7.05 Uhr

    Wer war der Mann hinter «Le Constellation» wirklich?

    Wer ist Jacques M., der Betreiber der Brandbar «Le Constellation» in Crans-Montana? Recherchen zeichnen das Bild eines Mannes, über den im Ort viele sprechen – den aber kaum jemand wirklich zu kennen scheint.

  • 6.20 Uhr

    Deutschland schickt Botschafter zur Trauerfeier

    Zur Trauerfeier am morgigen Freitag in Martigny hat der Bund Vertreter aus 35 Staaten eingeladen. Darunter sind jene Länder, die Todesopfer zu beklagen haben: die Schweiz selbst mit 22 Opfern, Frankreich (8), Italien (6) sowie Portugal, Belgien, Rumänien und die Türkei mit jeweils einem Opfer. Eingeladen wurden zudem Staaten mit Verletzten sowie Länder, die Unterstützung geleistet oder angeboten haben – darunter auch Deutschland.

    Laut einem Bericht von CH Media wird die deutsche Regierung voraussichtlich nicht auf höchster Ebene an der Gedenkfeier teilnehmen. Aus dem Auswärtigen Amt heisse es, Deutschland werde durch Markus Potzel, den deutschen Botschafter in der Schweiz, vertreten. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde nicht erwartet: Laut seinem Online-Terminkalender lädt er am Freitagmorgen zum Neujahrsempfang.

    Markus Potzel, Deutschlands Botschafter in Bern, wird am Freitag bei der Trauerfeier für die Opfer von Crans-Montana dabei sein. (Archivbild)
    Markus Potzel, Deutschlands Botschafter in Bern, wird am Freitag bei der Trauerfeier für die Opfer von Crans-Montana dabei sein. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Ebrahim Noroozi

    Erwartet werden hingegen hochrangige Staatsgäste aus den Nachbarländern. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella werden voraussichtlich teilnehmen.

  • 6.15 Uht

    Kosten bis 1,6 Mio. Franken – der teure Überlebenskampf der Brandopfer

    Über 100 verletzte Menschen forderte die Brandkatastrophe in Crans-Montana. Für viele beginnt ein langer Weg, medizinisch und finanziell. Die Kosten können bis auf 1,6 Millionen Franken steigen – und längst nicht alles ist gedeckt.

  • Donnerstag, 8. Januar 2026, 5.30 Uhr

    Bericht: Schmale Fluchtwege, Suche nach zweitem Ausgang

    Weder die Aussen- noch die Zwischentür der Bar «Le Constellation» habe laut Recherchen der «NZZ» eine Mindestbreite von 1,20 Metern aufgewiesen – jedenfalls so, wie sie in der Brandnacht geöffnet gewesen seien. Bei einer Belegung von insgesamt 200 Personen seien gemäss Vorschriften drei Ausgänge mit je 0,9 Meter Breite oder zwei Ausgänge mit 0,9 und 1,2 Meter Breite nötig gewesen, bestätigte der Kanton Wallis auf Anfrage der Zeitung. Mehrere Zeugen hätten von einem weiteren Ausgang im hinteren Bereich des Lokals berichtet, doch sei unklar geblieben, ob dieser in der Brandnacht geöffnet und tatsächlich zugänglich gewesen sei.

    Blumen und Kerzen vor der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. (Archivbild)
    Blumen und Kerzen vor der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Cyril Zingaro
  • 21.21 Uhr

    Opferanwälte bereiten Staatshaftungsklage vor

    «Die Verantwortung der Gemeinde Crans-Montana ist offensichtlich», sagt der Genfer Rechtsanwalt Romain Jordan bei SRF. Er vertritt zahlreiche Opferfamilien des Infernos in der Bar «Le Constellation» und will die Gemeinde für Kosten, die durch die Katastrophe entstanden sind, in Haftung nehmen.

    Erste Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Schäden im Bereich von mehreren hundert Millionen Franken bewegen. Staatsrechtsexperten räumen einer Staatshaftungsklage im SRF gute Chancen ein.

  • 21.02 Uhr

    Tausende nehmen in Italien an Begräbnis von vier Todesopfern teil

    Eine Woche nach der Brandkatastrophe sind in Italien vier dort gestorbene Jugendliche unter öffentlicher Anteilnahme Tausender Menschen beerdigt worden. In der norditalienischen Metropole Mailand nahmen zahlreiche Menschen an den Begräbnissen der beiden 16-Jährigen Achille Barosi und Chiara Costanzo teil. Im norditalienischen Bologna wurde der 16-jährige Giovanni Tamburi beigesetzt, in der Hauptstadt Rom der gleichaltrige Riccardo Minghetti.

    Im winterlich kalten Mailand war die unweit des Doms gelegene Basilika Santa Maria delle Grazie für die Beerdigung von Chiara Costanzo überfüllt, zahlreiche Menschen warteten vor dem Gotteshaus. Als der Sarg mit der Teenagerin aus der Kirche getragen wurde, applaudierte die Menschenmenge – wie in Italien bei Begräbnissen mit grosser Anteilnahme üblich.

    Ihr Vater Andrea Costanzo sagte bei der Trauerfeier, Italien habe mit seiner Anteilnahme «bemerkenswerte Menschlichkeit und Sensibilität bewiesen». Nun müsse die Brandkatastrophe jedoch «vollständig aufgeklärt» werden.

    Tausende nahmen an dem öffentlichen Begräbnis in Mailand teil. 
    Tausende nahmen an dem öffentlichen Begräbnis in Mailand teil. 
    Bild: Stefano Rellandini/AFP
  • 20.49 Uhr

    Rätsel um Todesopfer ohne Brandspuren

    Emanuele Galeppini, eines der 40 Todesopfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana, wies keinerlei Brandspuren am Körper auf. Die Eltern des 16-jährigen Golftalents haben nun einen Anwalt eingeschaltet, da Todesursache und Auffindort der Leiche ungeklärt sind.

  • 18.18 Uhr

    Noch 28 Brandopfer in Schweizer Spitälern

    Die Zahl der in der Schweiz behandelten Verletzten des Brandes in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS geht leicht zurück. Heute Mittwoch wurden noch 28 Personen im Wallis oder in den Universitätsspitälern von Genf, Lausanne und Zürich betreut. Der Spitalverbund des französischsprachigen Wallis (CHVR) zählte an seinen Standorten in Sitten und Siders insgesamt elf Patientinnen und Patienten - eine Person weniger als am Vortag. «Alle konnten die Intensivstation verlassen», teilte der Spitalverbund mit.

    Noch neun Verletzte wurden im Universitätsspital Lausanne (Chuv) behandelt. «Diese Patienten sind schwer verbrannt und benötigen umfangreiche Pflege und eine intensive Betreuung, darunter regelmässige chirurgische Eingriffe. Die Teams sind voll mobilisiert, um ihnen die bestmögliche Versorgung zu bieten», schreibt das Universitätsspital. Zwei Verletzte befanden sich weiterhin in den Genfer Universitätsspitälern (HUG). «Sie werden nicht mehr auf der Intensivstation betreut», die HUG ausführten. Das Spital Riviera-Chablais behandelte keine Verletzten mehr.

    Im Waadtländer Universitätsspital Chuv in Lausanne werden noch neun Patient*innen behandelt.
    Im Waadtländer Universitätsspital Chuv in Lausanne werden noch neun Patient*innen behandelt.
    sda (Archivbild)

    In der Deutschschweiz wurden sechs schwer verletzte Patienten im Universitätsspital Zürich (USZ) versorgt. «Ihr Zustand bleibt kritisch und wird es noch mehrere Wochen bleiben», teilte das USZ auf Anfrage mit. Im Berner Inselspital wurden keine Verletzten mehr behandelt. Sie wurden in stärker spezialisierte Einrichtungen für die Behandlung von Opfern mit schweren Brandverletzungen verlegt.

    Zu dieser Liste kommen noch 46 Überlebende des Unglücks hinzu, die im Ausland hospitalisiert wurden, hauptsächlich in Frankreich und Italien, wie der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard am Dienstag sagte.

  • 15.45 Uhr

    Verfahrensfehler: Polizei empfiehlt Opfern Anwälte

    Wie «Le Nouvelliste »berichtet, haben Familien von Opfern von der Walliser Kantonspolizei E-Mails erhalten, in denen ihnen konkret drei Walliser Anwälte empfohlen wurden – mit dem Ziel, Beschwerden zu «bündeln».

    Der Genfer Anwalt Romain Jordan, der mehrere Opferfamilien vertritt, bezeichnet dieses Vorgehen als «problematisch» und wirft Fragen zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit von Polizei und Staatsanwaltschaft auf. Besonders heikel: Einige Betroffene hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen eigenen Rechtsbeistand.

    Der Walliser Anwaltspräsident Gonzague Vouilloz bestätigt, dass es sich dabei um einen Fehler handle – wenn auch wohl keinen absichtlichen. Der freie Anwaltswahl müsse zwingend gewahrt bleiben. Eine der genannten Anwältinnen erklärte zudem, sie sei nicht darüber informiert gewesen, dass ihre Kontaktdaten aktiv an Opfer weitergeleitet wurden.

    Die Staatsanwaltschaft begründete frühere Einschränkungen der Opferrechte mit dem Wunsch nach Verfahrensbeschleunigung. Kritiker warnen nun jedoch, dass Verfahrensfehler dazu führen könnten, Aussagen erneut durchführen zu müssen – was die ohnehin stark unter Druck stehenden Ermittlungen weiter belasten würde.

  • 12.01 Uhr

    Aussage des Gemeindepräsidenten sorgt für heftige Reaktionen

    Gemeindepräsident Nicolas Féraud erklärt bei einer Pressekonferenz zur Brandkatastrophe, die Entflammbarkeit der Schaumstoffdecke sei nicht Teil der Kontrollen gewesen. Dem widerspricht der Walliser Sicherheitsdirektor nun deutlich.

  • 9.50 Uhr

    Jetzt wächst die Kritik an den Walliser Brand-Ermittlungen

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana steht zunehmend das Vorgehen der Walliser Staatsanwaltschaft im Fokus. Die Behörde verteidigt ihre bisherige Strategie und weist Kritik von Opferanwälten zurück.

  • 7.34 Uhr

    Crans-Montana drohen Kosten von über 100 Millionen Franken

    Der Gemeinde Crans-Montana drohen nach der Brandkatastrophe erhebliche finanzielle Forderungen, schreibt die «Aargauer Zeitung». Nachdem die Gemeinde eingeräumt hat, seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar Le Constellation durchgeführt zu haben, obwohl jährliche Kontrollen vorgeschrieben sind, rückt auch eine Haftung der öffentlichen Hand in den Fokus.

    Der Haftpflicht- und Versicherungsrechtsexperte Rainer Deecke sagt gegenüber der Zeitung, neben den Betreibern könne auch die Gemeinde für Genugtuungs- und Schadenersatzforderungen belangt werden. Bei schweren Verbrennungen oder Todesfällen summierten sich Genugtuungen rasch auf zehntausende Franken pro Fall, hinzu kämen hohe Schadenersatzforderungen für Pflege, Rehabilitation und Einkommensausfälle. Insgesamt sei bei so vielen Schwerverletzten und Todesopfern von einem «dreistelligen Millionenbetrag» auszugehen.

    Besonders brisant: Bei Staatshaftungsansprüchen gegen ein Gemeinwesen gibt es keine gesetzliche Obergrenze. Die Gemeinde äussert sich bislang nicht zu möglichen finanziellen Folgen. Parallel mehren sich Forderungen nach einem nationalen Solidaritäts- oder Sonderfonds, um die Opfer rasch und unbürokratisch zu entschädigen.

  • Mittwoch, 7. Januar 2026, 4.30 Uhr

    Nationalrat zu Kontrolllücke: «Walliser System ist nicht Problem»

    Der Walliser Nationalrat Benjamin Roduit sieht laut «Blick» bei den fehlenden Brandschutzkontrollen in der Bar «Le Constellation» in Gemeinde Crans-Montana einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. «In der fünfjährigen Periode, in der es keine Kontrollen gab, hat Covid viele Versammlungen verhindert», sagte Roduit zu der Zeitung. Das Walliser System sei nicht das Problem. Fünf Jahre ausbleibende Kontrollen seien aber in jedem Fall zu lang. Die Frage sei, ob genügend Mittel vorhanden seien, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, nicht nur im Wallis, sondern in der ganzen Schweiz.

    Der Walliser Nationalrat Benjamin Roduit. (Archivbild)
    Der Walliser Nationalrat Benjamin Roduit. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Anthony Anex
  • 22.19 Uhr

    Der chirurgische Leiter am Zürcher Unispital zeigt sich optimistisch

    Der chirurgische Leiter des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Zürcher Unispital, Bong-Sung Kim, ist seit Neujahr im Einsatz. Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» zeigt er sich zuversichtlich bei den Brandopfern von Crans-Montana: «Wir glauben, dass wir es schaffen – dass viele nicht lediglich überleben, sondern dass wir ihnen langfristig auch eine gute Lebensqualität ermöglichen können.»

    Doch besonders viele Patienten haben schwere Gesichtsverletzungen, wie der Arzt erklärt: «Es ist nicht bei allen gleich, aber wir haben viele Patienten, die auch im Gesicht betroffen sind. Auch die Arme, massiv auch die Hände, aber eher weniger die Beine.»

    Sein Fazit ist deshalb auch klar: «Wir können zwar vieles abfangen, aber es gibt Narben, die man das ganze Leben lang sehen wird. Die Opfer müssen dann lernen, mit ihnen zu leben.»

    Blumen, Kerzen und Fahnen vor der Bar «Le Constellation». (6. Januar 2026)
    Blumen, Kerzen und Fahnen vor der Bar «Le Constellation». (6. Januar 2026)
    Bild: Keystone/Cyril Zingaro
  • 20.59 Uhr

    Barchef wollte wegen Problemen kündigen

    Der Barchef des «Le Constellation» wollte vor der Katastrophe schon kündigen. Das meldet der französischen TV-Sender BFMTV. Wie der Vater dem Sender erklärte, hatte sein Sohn schon vor Weihnachten über Probleme in der Bar gesprochen und sich beklagt. Besonders das junge Publikum machte ihm Sorgen. Jetzt liegt der Barchef mit schweren Verbrennungen im künstlichen Koma.

  • 20.35 Uhr

    Barbetreiber äussern sich erstmals: «Wir sind am Boden zerstört und voller Trauer»

    Die Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS, wo sich in der Silvesternacht eine Brandkatastrophe ereignet hatte, wollen sich nach eigenen Angaben nicht aus der Verantwortung ziehen. Das schrieben sie in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP.

    «Wir sind am Boden zerstört und voller Trauer», gaben Jacques und Jessica M. an. Es war die erste öffentliche Stellungnahme des Paares, nachdem am Samstag von der Walliser Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung gegen sie wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst eingeleitet worden war.

  • 19.47 Uhr

    Rom kritisiert Übergriff auf Journalisten

    Der italienische Aussenminister Antonio Tajani hat sich überrascht gezeigt über einen Übergriff auf Journalisten des TV-Senders RAI am Montag in Crans-Montana VS. Die Journalisten filmten vor einem Restaurant, das Betreibern der Bar «Le Constellation» gehört. Tajani fordert, dass die Schweizer Behörden für dieses Thema sensibilisiert werden.

    «Die Journalisten waren damit beschäftigt, die italienische Öffentlichkeit über die Folgen der Katastrophe zu informieren, die sechs unserer jungen Menschen das Leben gekostet und zahlreiche Verletzte verursacht hat, von denen einige sehr schwer verletzt sind», schrieb Tajani auf der Onlineplattform X.

  • 18.45 Uhr

    Ski Weltcup Adelboden sagt Programm am nationalen Trauertag ab

    Im Nachgang der Brandkatastrophe von Crans-Montana verzichtet der Ski Weltcup Adelboden aus Respekt und Anteilnahme am nationalen Trauertag vom Freitag auf sein Programm. Das Gelände bleibt laut der Veranstalterin den ganzen Tag lang geschlossen.

    Die Veranstalterin will damit ein Zeichen der Solidarität setzen und Raum für Besinnung schaffen, wie sie am Dienstag mitteilte. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz Adelboden werde auf dem Weltcup-Gelände in der Kapelle im Boden zudem ein Ort der Stille eingerichtet. Die Betriebe und Restaurants im Berner Oberländer Dorf blieben offen.

    Das Rennprogramm vom Wochenende finde wie geplant statt, hiess es in der Mitteilung weiter. Es werde von «Gedenkmomenten» begleitet. OK-Präsident Christian Haueter sagte SRF News am Montag, dass eine Party während der Startnummernauslosung am Freitag, dem nationalen Trauertag, «absolut unpassend» sei.

  • 15.40 Uhr

    Kanton Wallis hebt Helpline auf

    Im Zusammenhang mit dem Brandereignis in Crans-Montana hatte die Kantonspolizei Wallis eine Helpline (0848 112 117) eingerichtet. Insgesamt wurden über diese Anlaufstelle 1'300 Telefonanrufe und 280 E-Mails bearbeitet. Da die Dienste der Helpline nicht mehr benötigt werden, ist diese nun deaktiviert.

    Der E-Mail-Kanal line.help@police.vs.ch bleibe jedoch erreichbar, teilt die Kantonspolizei Wallis mit. Die Kantonspolizei Wallis bleibe zudem über ihre Hauptnummer 027 326 56 56 erreichbar.

  • 15 Uhr

    «Fast keine Kontrollen seit 30 Jahren»

    Eine Recherche von RTS zeigt, dass Brandschutzkontrollen in öffentlich zugänglichen Betrieben in der Westschweiz häufig zu selten stattfinden. Ein Betreiber sagt, er habe «so gut wie keine Kontrollen mehr» gehabt, seit er vor 30 Jahren eröffnet habe.

    Im Fokus steht dabei auch Crans-Montana, wo Kontrollen gesetzlich jährlich vorgeschrieben wären. Der Betreiber der Bar Le Constellation hatte gegenüber Tamedia erklärt, sein Lokal sei in den vergangenen zehn Jahren lediglich dreimal überprüft worden. Die Gemeinde wollte diese Aussage bislang weder bestätigen noch dementieren und verweist auf das laufende Verfahren.

    Die RTS-Recherche zeigt zudem: Auch andere Betriebe in Crans-Montana wurden nicht jedes Jahr kontrolliert. Von vier befragten Eigentümern gab nur einer an, regelmässig überprüft worden zu sein. Ähnliche Muster finden sich auch in Nachbargemeinden und anderen Kantonen. Teils erfolgen Kontrollen nur bei Umbauten oder Besitzerwechseln. Einzelne Gesprächspartner sprechen gegenüber RTS von Ressourcenmangel, politischen Zurückhaltungen oder Nähe zwischen Behörden und Betreibern.

    Nach der Tragödie wächst der Druck auf Gemeinden und Kantone. Mehrere Städte und Tourismusorte haben angekündigt, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen – ein Hinweis darauf, dass die Einhaltung der Brandschutzvorschriften schweizweit neu hinterfragt wird.

  • 14.32 Uhr

    Bar-Betreiber durfte in Frankreich kein Unternehmen führen

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana rückt erneut die Vergangenheit des Betreibers in den Fokus. Französische Medien berichten über eine frühere Verurteilung von Jacques M. und ein Tätigkeitsverbot, das aber nur in Frankreich gilt.

  • 13.32 Uhr

    «Hier im Spital arbeiten Helden»

    «Zuerst müssen die Jungen wieder ins Leben zurückkehren, dann können sie sich Gedanken über anderes machen», sagt Baume-Schneider, als sie auf die schweren Brandverletzungen der Verletzten angesprochen wird. «Viele hier im Spital arbeiten fast ohne Pause, ich habe müde Personen angetroffen, die aber weiterhin alles geben. Das sind Helden für mich», sagt Baume-Schneider.

    Damit ist die Medienkonferenz beendet.

  • 13.25 Uhr

    «Weg ist noch lang»

    «Der Weg ist noch lang», sagte Bundesrätin Baume-Schneider mit Blick auf die Betroffenen und ihre Familien. Nun müsse auch für Einsatzkräfte und Mitarbeitende der Übergang aus dem permanenten Alarmzustand gelingen.

    Zugleich sprach Baume-Schneider ihren grossen Dank aus – nicht nur den Einsatzkräften selbst, sondern auch deren Familien und Nächsten. Die geleistete Arbeit sei «bemerkenswert».

  • 13.14 Uhr

    «Personal hat unglaublich viel geleistet»

    «Das Personal hat überall unglaublich viel geleistet, das kann man sich kaum vorstellen», sagt Elisabeth Baume-Schneider. Sie möchte sich bei allen bedanken, die in den vergangenen Tagen mitgeholfen hätten bei der Bewältigung des Ereignisses. Darin seien nicht nur die Menschen in den Spitälern enthalten, sondern auch Menschen wie Feuerwerleute oder Personen, die den enormen administrativen Aufwand bewältigt hätten.

    Der Bundesrat wolle, so Baume-Schneider, den Angehörigen und den Überlebenden viel Kraft und Mut zusprechen.

  • 13.09 Uhr

    «Bilder kehren immer wieder zurück»

    Auch Eric Bonvin, Generaldirektor der Walliser Spitäler, erklärt noch einmal die Abläufe der vergangenen Tage. «Wir konnten sehr schnell reagieren, weil wir personell gut aufgestellt waren», sagt Bonvin. «Das Wallis ist derzeit immer wieder mit Katastrophen konfrontiert. Langsam wachen wir auf diesem Albtraum auf, aber die Bilder kehren immer wieder zurück.» 

    Es sei derzeit nicht immer einfach, mit der Situation umzugehen. Deshalb habe man Unterstützung bereitgestellt. «Das ist sehr wichtig für uns alle», sagt Bonvin weiter.

  • 13.04 Uhr

    83 Personen im Spital, 46 im Ausland

    Das Spital Wallis steht weiterhin unter hoher Belastung. Staatsratspräsident Mathias Reynard sagte, mehr als die Hälfte der Verletzten sei in den ersten Minuten und Stunden nach dem Brand eingeliefert worden. «Die Bilanz wäre viel schlimmer gewesen ohne den grossen Einsatz der Einsatzkräfte und der Mitarbeitenden des Spital Sion», betonte Reynard.

    Aktuell befinden sich noch 83 Personen im Spital, sagt Reynard. 46 davon seien ins Ausland transferiert worden.

  • 12.30 Uhr

    Gleich äussert sich Baume-Schneider

     Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider hat am Dienstag – fünf Tage nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana – das Spital in Sitten besucht.

  • 12.30 Uhr

    «Gemeinde muss Verantwortung übernehmen»

    Nach der Pressekonferenz der Gemeinde Crans-Montana fordert ein weiterer Anwalt Konsequenzen. Romain Jordan, der mehrere Opfer vertritt, erklärt gegenüber RTS, die Gemeinde Crans-Montana und die Behörden müssten «ihre Verantwortung vollumfänglich übernehmen». Zwar nähmen seine Mandanten den Willen zur Transparenz zur Kenntnis, die am Dienstag kommunizierten Informationen hätten sie jedoch «mit Bestürzung» aufgenommen. Die «erschreckende Vielzahl an Versäumnissen und Kontrolllücken» stelle mit Nachdruck die Frage einer Untersuchung gegen die Gemeinde.

    Scharf kritisiert Jordan zudem, dass sich die Gemeinde als Zivilklägerin positionieren will. Dies weist er «mit Nachdruck und umgehend» zurück. «Wenn sich die Gemeinde als Opfer darstellt, beraubt sie die wirklichen Opfer dieser Tragödie ihres Status – das ist unter diesen dramatischen Umständen inakzeptabel», schreibt der Anwalt.

  • 11.57 Uhr

    «Wir sind am meisten geschädigt», sagt der Gemeinde-Präsident nach Brand-Inferno

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar Le Constellation mit 40 Todesopfern hat sich die Gemeinde Crans-Montana erstmals öffentlich geäussert. Dabei räumten die Behörden Versäumnisse bei den Brandschutzkontrollen ein – und irritierten mit mehreren Aussagen.

  • 10 Uhr

    Pressekonferenz der Gemeinde

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» mit 40 Todesopfern will sich am Dienstagmorgen erstmals die Gemeinde Crans-Montana offiziell äussern. Im Zentrum stehen Fragen zu Bewilligungen, Kontrollen und zur Rolle der Behörden. Doch es gibt Widerstand.

    Die Pressekonferenz kannst du hier mitverfolgen.

  • 9.43 Uhr

    Anwalt reicht Anzeige gegen Gemeinde-Behörden ein

    Ein Rechtsanwalt fordert strafrechtliche Abklärungen gegen die Gemeindebehörden von Crans-Montana. In einer Mitteilung schreibt Christian Alexander Gärtner, im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation mehrten sich Hinweise, dass die öffentliche Kommunikation der Gemeindeführung «in einem eklatanten Widerspruch zu den objektiven Umständen» stehe.

    Gärtner beantragt die Eröffnung eines Strafverfahrens «gegen unbekannte Amtsträger der Gemeinde Crans-Montana». Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafür, dass seitens der Gemeindebehörden essenzielle brandschutzrechtliche Pflichten verletzt worden seien. Die Staatsanwaltschaft solle prüfen, welche Personen für Brandschutzbewilligungen und -kontrollen zuständig waren und ob deren Handlungen oder Unterlassungen eine fahrlässige Mitverursachung der Todesfälle, Verletzungen und der Feuersbrunst darstellen könnten.

    Angesichts der «besonderen Schwere des Vorfalls» und des grossen öffentlichen Interesses müsse neben der Verantwortung der Barbetreiber auch ein mögliches behördliches Mitverschulden strafrechtlich untersucht werden, so Gärtner.

  • 09.42 Uhr

    Crans-Montana räumt Versäumnis nach Bar-Brand ein

    Nach dem verheerenden Brand in der Bar Le Constellation hat die Gemeinde Crans-Montana am Dienstag ein behördliches Versäumnis eingeräumt. Zwischen 2020 und 2025 seien keine regulären Brandschutzkontrollen im Lokal erfolgt, teilte der Gemeinderat mit. Das Gremium bedauere diesen Fehler «zutiefst» und wolle nun Verantwortung übernehmen.

    Zugleich kündigte die Gemeinde mehrere Sofortmassnahmen an. Ein externes Fachbüro soll alle öffentlichen Betriebe der Gemeinde umgehend auf Brandschutz und Materialqualität prüfen. Zudem gilt ab sofort ein Verbot von pyrotechnischen Geräten in allen geschlossenen Räumen des Gemeindegebiets.

    Die Analyse von rund 60 Jahren Archivunterlagen ergab, dass das Constellation zuletzt 2019 kontrolliert wurde. Frühere Berichte legten eine maximale Besucherzahl von 100 Personen pro Stockwerk fest.

    Die Gemeinde versicherte, den Opfern und Angehörigen des Unglücks weiterhin beizustehen. Man wolle alles unternehmen, um eine Wiederholung einer solchen Tragödie zu verhindern.

  • 09.01 Uhr

    Schweigeminute an italienischen Schulen am Mittwoch

    In allen italienischen Schulen wird am Mittwoch eine Schweigeminute abgehalten, wie Bildungsminister Giuseppe Valditara ankündigte. Damit soll der jungen Opfer des Brandes in Crans-Montana gedacht werden

  • 08.04 Uhr

    Aargauer Klub will weiterhin Wunderkerzen auf Champagnerflaschen anbieten

    Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana ziehen Nachtklubs in der ganzen Schweiz Konsequenzen. Viele Betreiber prüfen ihre Sicherheitskonzepte und überlegen, wo Nachbesserungen nötig sind.

    «Als Betreiber macht man sich nach einem solchen Vorfall natürlich Gedanken, ob das eigene Sicherheitskonzept funktioniert oder ob man etwas ändern muss», sagt Maik Strassl, Geschäftsführer der Kailuna GmbH, die in Baden das «Nordportal» und das «Löschwasserbecken» betreibt, gegenüber der «Aargauer Zeitung». Auf Brandschutz lege man grossen Wert – dennoch wolle man nicht auf gewisse Showelemente verzichten.

    Wunderkerzen an Champagnerflaschen, die mutmasslich den Brand in Crans-Montana ausgelöst haben, sollen weiterhin Teil des Cluberlebnisses bleiben. Bereits in der Werbung für die Silvesterparty des «Nordportals» war eine solche Szene auf dem Instagram-Kanal zu sehen. «Diese Art von Pyrotechnik gehört einfach dazu – aber im geschützten Rahmen», betont Strassl.

    Das Personal werde speziell geschult: «Unsere Mitarbeiter wissen genau, wie sie damit umgehen müssen. Die Wunderkerzen werden den Gästen nicht in die Hände gegeben, sondern vom Personal in den Lounges serviert.» Dieses bleibe vor Ort, bis die Kerze erloschen sei, fügt Strassl hinzu.

  • 7.44 Uhr

    Walliser Gemeinden sind mit Kontrollen «überfordert»

    Viele Gemeinden im Kanton Wallis sind mit den Brandschutzkontrollen überfordert. Das sagten ein Brandschutzexperte sowie die Gemeindepräsidentin von Zermatt gegenüber SRF. «Wenn ich die Gemeinderessourcen anschaue, ist es oftmals ein Ressourcenproblem», sagte Zermatts Gemeindepräsidentin Romy Biner in der Sendung «Heute Morgen». Bis letztes Jahr sei in Zermatt nur eine Person für die Kontrollen zuständig gewesen, inzwischen sei eine zweite angestellt worden. Zudem arbeite die Gemeinde neu mit der Berner Gebäudeversicherung zusammen. Zuvor seien Kontrollen zwar durchgeführt worden, «aber nicht in dem Rhythmus, wie es das Gesetz verlangen würde».

    Der Walliser Brandschutzexperte Hugo Cina plädierte dafür, dass sich Gemeinden zusammenschliessen und regional einen spezialisierten Brandschutzexperten einsetzen. Viele der heute verantwortlichen Personen seien für diese Aufgabe nicht ausreichend ausgebildet, sagte er gegenüber SRF.

  • 5.55 Uhr

    Medienkonferenz der Gemeinde

    Die Gemeinde Crans-Montana (VS) hält am heutigen Dienstag um 10 Uhr eine Medienkonferenz ab. Sie will dabei «faktische Elemente zu den tragischen Ereignissen der Silvesternacht» präsentieren. Die Umstände, die zu dem Drama in der Bar «Le Constellation» führten, werfen weiterhin zahlreiche Fragen auf.

    Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider wird zudem das Spital Sitten besuchen. Die Vorsteherin des Innendepartements will dem medizinischen Personal für seinen Einsatz danken und den Patient*innen ihre Unterstützung aussprechen. Im Anschluss an den Besuch ist um 12.30 Uhr ein Medientreff beim Spitaleingang vorgesehen.

    Heute will die Gemeinde Crans-Montana bei einer Medienkonferenz über den Brand in der Silvesternacht informieren.
    Heute will die Gemeinde Crans-Montana bei einer Medienkonferenz über den Brand in der Silvesternacht informieren.
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 5.30 Uhr

    Bericht: Mit PIN-Code konnten Jugendliche Alterskontrolle umgehen

    Für einen Seiteneingang zur Bar «Le Constellation» in Crans-Montana soll laut «Blick» ein PIN-Code kursiert sein. Mit diesem Code hätten Besuchende die Warteschlange und eine Alterskontrolle umgehen können. 

  • 4.35 Uhr

    Strafanzeige gegen Amtsträger von Crans-Montana eingereicht

    Nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ist laut den Zeitungen von CH Media und dem deutschen Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Wochenende eine Strafanzeige gegen unbekannte Amtsträger der Gemeinde eingereicht worden. Die Anzeige betreffe fahrlässige Tötung, fahrlässige schwere Körperverletzung und fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst. Eingereicht worden sei sie von einem Juristen, der nicht direkt von der Katastrophe betroffen gewesen sei. Laut dem Beschwerdeführer bestünden Hinweise darauf, dass zentrale Sicherheitsvorschriften durch die Gemeinde nicht eingehalten oder nicht durchgesetzt worden seien. Die Gemeinde wolle offene Fragen an der heutigen Medienkonferenz beantworten, hiess es auf Anfrage.

    Menschen in der Nähe der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. (4. Januar 2025)
    Menschen in der Nähe der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. (4. Januar 2025)
    Bild: Keystone/Cyril Zingaro
  • 4.30 Uhr

    Zürcher Spitäler erleben Welle der Solidarität

    Zürcher Spitäler erleben laut «Tages-Anzeiger» nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana eine Welle der Solidarität. Diese gehe weit über Blumen, Plüschtiere und Karten hinaus, wie etwa USZ-Sprecher Marcel Schlatter der Zeitung sagte. Demnach würden sich beim USZ auch ausländische Ärzte, Dolmetscher, Diplomaten und Psychiater melden, die helfen wollten. Vereinzelt hätten Leute zudem Haut spenden wollen. Das sei jedoch nicht nötig. «Es gibt sogenannte Hautbanken, die Spenderhaut vorrätig haben. Noch in den ersten Stunden nach dem Unglück haben wir entsprechende Organe im Ausland bestellt, die mit dem Kurier in die Schweiz gebracht wurden», wird Schlatter zitiert

    Die Notaufnahme des Universitätsspitals Lausanne (Chuv). (2. Januar 2026)
    Die Notaufnahme des Universitätsspitals Lausanne (Chuv). (2. Januar 2026)
    Bild: Keystone/Adrien Perritaz
  • Dienstag, 6. Januar 2026, 3 Uhr

    Sergio Mattarella reist für Gedenktag nach Crans-Montana

    Italiens Präsident Sergio Mattarella wird voraussichtlich am kommenden Freitag in der Schweiz an der Gedenkzeremonie für die Opfer des Unglücks von Crans-Montana teilnehmen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Ansa aus diplomatischen Kreisen.

    Italiens Präsident Sergio Mattarella. (Archivbild)
    Italiens Präsident Sergio Mattarella. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Francesco Ammendola/Quirinale

    Bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht kamen insgesamt 40 Menschen ums Leben, darunter auch sechs italienische Staatsangehörige. An dem für den kommenden Freitag geplanten Gedenkanlass zu Ehren der Verstorbenen und Verletzten von Crans-Montana wird auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron teilnehmen. Begleitet wird Macron vom für Europa zuständigen Staatssekretär Benjamin Haddad. Der Brandkatastrophe fielen auch neun französische Staatsangehörige zum Opfer – darunter eine französisch-schweizerische Doppelbürgerin.

    Aus beiden Ländern stammen zudem mehrere Verletzte: 4 Italienerinnen und 6 Italiener, sowie 10 Französinnen und 11 Franzosen. Insgesamt wurden 116 Personen bei der Brandkatastrophe verletzt, darunter 31 Schweizerinnen und 47 Schweizer, wie die Walliser Staatsanwaltschaft am Montag mitgeteilt hatte. Unterdessen seien alle Verletzten identifiziert.

    Den nationalen Trauertag am kommenden Freitag plane man gemeinsam mit den Schweizer Kirchen, sagte Bundespräsident Guy Parmelin zuletzt. Um 14 Uhr sollen am Freitag in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken läuten. Dem Trauertag werde «bewusst eine internationale Dimension verliehen», teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage von Keystone-SDA dazu mit. In diesem Zusammenhang habe der Bund die Staats- und Regierungschefs derjenigen Länder eingeladen, die von der Katastrophe von Crans-Montana betroffen seien.

  • 23.07 Uhr

    Bar-Betreiber war französischer Justiz schon früher bekannt

    Der Betreiber der Bar «Le Constellation» ist offenbar für die französische Justiz kein Unbekannter.

    Der Franzose Jacques M. geriet bereits früher wegen anderer Vergehen ins Visier der Ermittler, wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit dem Fall vertrauten Kreisen erfuhr. Demnach wurde er vor 20 Jahren in der Region Savoyen wegen Zuhälterei festgenommen.

    Gegen den Bar-Betreiber Jacques M. und seine Frau wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.

  • 22.22 Uhr

    Italienischer Botschafter: «Tragödie hätte verhindert werden können und müssen»

    Der italienische Botschafter in der Schweiz hat die «zahlreichen Sicherheits- und Präventionsmängel» in der Bar «Le Constellation» scharf kritisiert. «Diese Tragödie hätte durch Prävention und gesunden Menschenverstand verhindert werden können und müssen», sagte Gian Lorenzo Cornado gegenüber RTS

    Der Botschafter war heute in Sitten, um die Überführung von fünf Leichen italienischer Staatsbürger zu begleiten. «Wir werden die Ermittlungen genau verfolgen, damit die Wahrheit so schnell wie möglich ans Licht kommt und Gerechtigkeit geübt wird. Das ist unsere dringende Forderung an die Schweiz», sagte der Botschafter weiter.

    Ein Betrieb wie das «Le Constellation» ohne Notausgänge, ohne Feuerlöscher und mit Schaumstoffpolsterung an der Decke hätte in Italien niemals geöffnet bleiben können, kritisiert Cornado.

    Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado.
    Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado.
    AP Photo/John Leicester/Keystone
  • 21.53 Uhr

    Eltern eines Opfers wollen Medienkonferenz der Gemeinde verbieten

    Eltern eines Opfers der Brandkatastrophe wollen die für morgen Dienstag geplante Medienkonferenz der Gemeinde verbieten lassen, wie «Le Temps» berichtet. Demnach will Jean-Luc Addor, SVP-Nationalrat und Anwalt der Eltern, bei der Staatsanwaltschaft Wallis ein Verbot der für 10 Uhr anberaumten Medienkonferenz erwirken.

    Addor halte es für inakzeptabel, dass «eine möglicherweise für Fahrlässigkeit zuständige Behörde – deren Schuld die Untersuchung belegen muss – sich ausserhalb des Gerichtsverfahrens verteidigt». Dies verletze die Rechte der Beteiligten, argumentiert der Anwalt weiter.

  • 20.50 Uhr

    «Sofortige Schliessung» – Bar-Betreiber verlieren Lizenz

    Der Betreiber der Bar Le Constellation darf sein zweites Lokal in Crans-Montana vorerst nicht mehr führen. Der Gemeinderat von Crans-Montana hat entschieden, die Betriebsbewilligung für La Petite Maison zu entziehen. Das geht aus einem Schreiben der Gemeinde vom 5. Januar hervor, das RTS vom Pariser Anwalt des Betreiberpaares übermittelt wurde.

    Der Entzug der Bewilligung bedeute die «sofortige Schliessung» des Lokals, heisst es in dem Dokument. Die Massnahme sei «angesichts der Umstände und zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit» beschlossen worden. Gegen den Entscheid kann Beschwerde eingelegt werden. Der Anwalt kündigte an, dass sich das französische Betreiberpaar des Constellation noch in dieser Woche öffentlich äussern werde.

  • 20.19 Uhr

    Pariser Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung ein

    Auch die Pariser Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Tragödie von Crans-Montana eine Untersuchung eröffnet. Wie der französische Generalstaatsanwalt am Montag mitteilte, wurde eine sogenannte «Spiegeluntersuchung» eingeleitet. Ziel ist es, die französischen Familien zu unterstützen und die von den Schweizer Behörden geführten Ermittlungen zu begleiten.

    Die Abteilung für Massenunfälle der Pariser Staatsanwaltschaft fungiert damit als zentrale Anlaufstelle für französische Opfer und Angehörige. Zudem soll die Kommunikation mit den Schweizer Behörden erleichtert werden. Mit der Durchführung der Untersuchung wurde das OCRVP – die Zentrale Stelle zur Bekämpfung von Gewalt gegen Personen innerhalb der nationalen Kriminalpolizei – beauftragt.

  • 19.52 Uhr

    «Vorsicht vor dem Schaum!» Video aus 2019 aufgetaucht

    Ein brisantes Video von einer früheren Silvesterfeier in der Bar «Le Constellation» zeigt, dass die Gefahr durch die an der Decke des Lokals angebrachten Schaumstoffplatten womöglich seit langem bekannt war.

  • 18.43 Uhr

    Video zeigt womöglich neues fatales Detail: Waren die Rettungszeichen falsch?

    Auf Videos von der Brandkatastrophe in Crans-Montana haben Experten ein neues Detail entdeckt, das einen weiteren Mangel beim Brandschutz zeigen könnte. Darüber berichtet unter anderem «Focus Online». Auf den Aufnahmen aus der Silvesternacht sei zu sehen, dass die Signalisation der Notausgänge nicht korrekt gewesen sei.

    Das Zeichen für den Notausgang ist auf den Aufnahmen nicht beleuchtet. Das ist gemäss Brandschutzportal «Heureka» in geschlossenen Räumen unzulässig. Die Schilder müssen auch im Dunkeln gut sichtbar sein, um in Gefahrensituationen ausreichend Orientierung geben zu können.

    Laut «Focus Online» deuten Archivbilder von dem Kellerraum, in dem der Brand ausbrach, zudem darauf hin, dass ein falsches Rettungszeichen verwendet worden sein könnte. Die Bilder zeigen demnach einen Pfeil, der nach rechts zeigt. Da der Fluchtweg über eine Treppe führt, wäre ein nach rechts oben gerichteter Pfeil korrekt gewesen.

  • 17 Uhr

    Brandschutz 2026 auf Eis gelegt – Kantone ziehen Notbremse

    Vier Tage nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana ziehen die Kantone Konsequenzen. Die geplante Totalrevision der schweizweiten Brandschutzvorschriften wird vorerst sistiert.

  • 16.52 Uhr

    Mehrere Patienten «in extrem kritischem» Zustand

    Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana kämpfen mehrere Schwerverletzte weiter um ihr Leben. Einige Patienten und Patientinnen befinden sich in einem extrem kritischen Zustand.

  • 16.30 Uhr

    Swiss Football Night abgesagt

    Am nächsten Montag wären an der Swiss Football Night in Bern die besten Schweizer Fussballerinnen und Fussballer des Jahres geehrt worden. Aufgrund der tragischen Brandkatastrophe in Crans-Montana wird die Gala abgesagt. Dies haben der Schweizerische Fussballverband und die Swiss Football League gemeinsam entschieden.

    «In Anbetracht der Ereignisse und aus Respekt gegenüber den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie den Einsatzkräften ist die Durchführung der Veranstaltung nicht angebracht», heisst es in einer Mitteilung. Ob die Swiss Football Night zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird oder nicht, soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden.

    Die für Montag, 12. Januar 2026, geplante Swiss Football Night in der Festhalle auf dem BERNEXPO-Areal wird abgesagt.
    Die für Montag, 12. Januar 2026, geplante Swiss Football Night in der Festhalle auf dem BERNEXPO-Areal wird abgesagt.
    Keystone
  • 15.54 Uhr

    Kanton Wallis wird Gedenkzeremonie organisieren

    Bundespräsident Guy Parmelin hat vergangene Woche angekündigt, dass die Schweiz am kommenden Freitag, 9. Januar, einen landesweiten Trauertag begeht. Um 14 Uhr sollen schweizweit die Kirchenglocken läuten, im Anschluss ist eine nationale Schweigeminute vorgesehen. In diesem Moment soll der Opfer gedacht werden.

    Wie die Bundeskanzlei auf Anfrage von blue News mitteilt, ist am nationalen Trauertag zudem eine Gedenkzeremonie geplant. Diese wird derzeit vom Kanton Wallis vorbereitet. Weitere Informationen sollen Mitte Woche folgen.

    Bereits am Tag der Katastrophe wurden die Schweizer Flaggen an den Bundesgebäuden auf halbmast gesetzt, später folgten auch zahlreiche Kantone. Das Setzen der Flaggen auf halbmast ist in der Schweiz selten und kann bei Katastrophen von nationaler Bedeutung angeordnet werden.

    Der Bund stellt zudem ein digitales Kondolenzbuch zur Verfügung. Dort haben sich bis Montagnachmittag Menschen aus aller Welt eingetragen. Das digitale Kondolenzbuch führt bereits zwanzig Seiten. Es steht allen zur Verfügung, die den Opfern gedenken und ihr Mitgefühl ausdrücken möchten.

    DIe Schweizerfahne auf dem Bundeshaus West wehte letzte Woche auf halbmast.
    DIe Schweizerfahne auf dem Bundeshaus West wehte letzte Woche auf halbmast.
    Keystone
  • 14.03 Uhr

    Paris verstärkt Kontrollen in Nachtclubs

    Nach dem Brand in Crans-Montana kündigt der Pariser Polizeipräfekt verschärfte Kontrollen in Nachtlokalen an. In einem Schreiben an Verbände der Gastronomie- und Clubbranche erklärte die Präfektur der Polizei Paris, in Kürze würden Überprüfungen zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchgeführt – insbesondere in Nachtclubs.

    «Ich möchte Sie an die Verpflichtungen erinnern, denen Ihre Mitglieder unterliegen», heisst es in dem Schreiben, das der AFP vorliegt. Das Drama in der Schweiz nehme der Präfekt zum Anlass, Betreiber besonders auf die Einhaltung der maximalen Besucherzahl, das Freihalten von Ausgängen, das Verbot von Kerzen und offenen Flammen sowie die einwandfreie Funktion der Sicherheitsausrüstung hinzuweisen.

  • 14.01 Uhr

    Ale 116 Verletzten identifiziert

    Nach dem Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana sind inzwischen alle 116 Verletzten identifiziert. Das teilte die Kantonspolizei Wallis mit. Die Identifikationsarbeiten wurden gemeinsam mit dem Disaster Victim Identification (DVI) und dem Institut für Rechtsmedizin durchgeführt und betrafen alle Personen, die beim Brand vom 1. Januar 2026 in der Bar Le Constellation verletzt wurden.

    Von den 116 Identifizierten sind derzeit noch 83 Personen hospitalisiert. Unter den Verletzten befinden sich Staatsangehörige aus mehreren Ländern, darunter die Schweiz, Frankreich, Italien, Polen, Belgien, Portugal, Tschechien, Serbien, Australien, Bosnien, die Republik Kongo sowie Luxemburg. Zudem gibt es vier Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit.

    Ursprünglich war von 119 Verletzten die Rede gewesen. Drei Personen, die in jener Nacht in der Notaufnahme behandelt wurden, seien dem Ereignis zunächst fälschlicherweise zugerechnet worden, so die Kantonspolizei Wallis.

  • 11.39 Uhr

    Macron reist am Freitag in die Schweiz

    Emmanuel Macron kommt am Freitag in die Schweiz. 
    Emmanuel Macron kommt am Freitag in die Schweiz. 
    sda

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird am Freitag am Gedenkanlass für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana teilnehmen. Dafür werde er in die Schweiz reisen, teilte die französische Regierung am Montag in Paris mit.

  • 10.50 Uhr

    Feuerwehr-Kommandant: «War wie im Krieg»

    Der Kommandant der Feuerwehr von Crans-Montana, David Vocat, hat den Einsatz in der Silvesternacht verteidigt. Gegenüber BFMTV sagte er, seine Leute hätten «das Maximum» geleistet. Die Feuerwehr in der Schweiz bestehe – anders als in Frankreich – ausschliesslich aus freiwilligen Einsatzkräften.

    Bis kurz nach 1.30 Uhr sei alles ruhig gewesen. «Bis 1.30 Uhr war alles gut, ich dachte noch: endlich ein ruhiger Silvesterabend», sagte Vocat. Eine Minute später sei der Alarm eingegangen: «1.31 Uhr: Alarmstufe Rot – grosser Brand, Explosion und Feuer in der Bar Le Constellation.» Der Einsatz sei «extrem kompliziert» gewesen.

    Vocat dankte ausdrücklich den jungen Leuten vor Ort, die anderen beim Verlassen der Bar geholfen hätten. «Sie haben uns geholfen. Es war wie im Krieg, und wir haben gemacht, was wir konnten», sagte der Feuerwehrkommandant.

  • 9.26 Uhr

    Erste Stadt zieht nach Bar-Inferno Konsequenzen für die Clubs

    Nach dem Brand von Crans-Montana reagiert die Stadt Lausanne. Rund 600 Betriebe wurden aufgefordert, ihre Sicherheits- und Brandschutzkonzepte zu überprüfen.

  • 07.48 Uhr

    Adelboden und Lauterbrunnen prüfen Sicherheit von Gastrobetrieben

    Die Berner Oberländer Gemeinden Adelboden und Lauterbrunnen wollen im Hinblick auf die bevorstehenden Ski-Weltcuprennen in Adelboden und Wengen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS die Sicherheit ihrer Gastrobetriebe überprüfen.

    Nach Adelboden kommen die Ski-Fans schon nächstes Wochenende. Gemeinderatspräsident Willy Schranz sagte am Montag gegenüber Schweizer Radio SRF, mit der Tragödie von Crans-Montana im Kopf sei die Gemeinde gefordert und werde die kommenden Tage nutzen und Lokalitäten im Dorf prüfen.

    Beim Ski-Weltcuprennen werden wieder zehntausende Menschen feiern wollen.
    Beim Ski-Weltcuprennen werden wieder zehntausende Menschen feiern wollen.
    Bild: Keystone

    «Wir schauen, dass alles in Ordnung ist, damit so etwas nicht eintreffen kann», sagte Schranz. Die Aufgabe der Gemeinde sei es, Fehler zu vermeiden, Barbetreiber zu sensibilisieren und mit ihnen darüber zu sprechen, ob sie für die Sicherheit der Gäste alles getan hätten.

    Karl Näpflin, Gemeinderatspräsident von Lauterbrunnen, zu der der Weltcup-Austragungsort Wengen gehört, will am Montag im Gemeinderat diskutieren, was zu tun sei. Näpflin erklärte gegenüber Radio SRF, dass die Gemeinde ein Auge auf die Gastrobetriebe und die Nachtlokale haben werde und diese mindestens dazu auffordere, dass alle den eigenen Betrieb nochmals kontrollierten, ob wirklich alles sicher sei.

    Barbetreiber müssten beispielsweise schauen: «Sind brennbare Materialien vorhanden? Sind die Garderoben entsprechend ausgerüstet?» Und das Wichtigste sei, dass Fluchtwege gut signalisiert und frei seien. Lauterbrunnens Gemeinderatspräsident warnte zudem: davor mit Feuer und Kerzen zu hantieren.

    Laut SRF wurde Näpflin von mehreren Seiten aufgefordert, die zwei Nachtlokale vor Ort wegen Sicherheitsbedenken zu schliessen. Das dürfe die Gemeinde nicht, aber sie werde genauer hinschauen, so Näpflin.

  • Montag, 5. Januar 2026, 5.10 Uhr

    Daniel Jositsch kritisiert frühe Strafuntersuchung gegen Barbetreiber

    Der Zürcher Strafrechtsprofessor und SP-Ständerat Daniel Jositsch hat laut den Zeitungen von CH Media das Vorgehen der Walliser Justiz nach dem Brand in Crans-Montana als strafrechtlich nachvollziehbar bezeichnet. Für die Kritik an der fehlenden Untersuchungshaft und an einem nicht verfügten Ausreiseverbot gegen die beiden französischen Barbetreiber habe er wenig Verständnis. «Der Brand in Crans-Montana ist eine menschliche Tragödie. Doch aus strafrechtlicher Sicht handelt es sich bei den im Raum stehenden Vorwürfen nur um mittelschwere Delikte», wurde Jositsch zitiert.

    Menschen haben Blumen, Kerzen und Karten  in Crans-Montana niedergelegt.
    Menschen haben Blumen, Kerzen und Karten  in Crans-Montana niedergelegt.
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 20.44 Uhr

    Alle Todesopfer sind identifiziert

    Durch die Identifikationsarbeiten der Kantonspolizei Wallis, des DVI (Disaster Victim Identification) und des Instituts für Rechtsmedizin konnten 16 weitere Opfer des Brandes in der Bar Le Constellation vom 1. Januar 2026 identifiziert werden. Damit sind nun alle 40 Menschen, die beim Neujahrsbrand ums Leben gekommen sind identifiziert. Das teilten die Walliser Behörden am Sonntagabend mit. Die Familien wurden informiert.

    Es handelt sich dabei um zwei Schweizerinnen im Alter von 15 Jahren, eine Schweizerin im Alter von 22 Jahren, eine schweizerisch-französische Doppelstaatsbürgerin im Alter von 24 Jahren, eine Italienerin im Alter von 16 Jahren, eine Italienerin im Alter von 15 Jahren, einen Italiener im Alter von 16 Jahren, eine Portugiesin im Alter von 22 Jahren, eine Belgierin im Alter von 17 Jahren.

    Die Erschütterung in Crans-Montana ist gross.
    Die Erschütterung in Crans-Montana ist gross.
    Bild: Keystone/AP/Antonio Calanni

    Des weiteren waren unter den Identifizierten eine Französin im Alter von 33 Jahren, eine Französin im Alter von 26 Jahren, ein Franzose im Alter von 23 Jahren, ein Franzose im Alter von 20 Jahren, ein Franzose im Alter von 17 Jahren sowie ein Franzose im Alter von 14 Jahren und eine 15-jährige Dreifachstaatsbürgerin (Frankreich / Israel / Grossbritannien), wie es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft hiess.

  • 17.21 Uhr

    Identifizierung der Opfer von Crans-Montana schreitet voran

    Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana sind am Sonntag 16 weitere Todesopfer identifiziert worden. Damit hat nun gut die Hälfte der in der Silvesternacht Verstorbenen einen Namen. Das jüngste Brandopfer wurde 14 Jahre alt.

    Bei den Identifizierten handelt es sich um vier Schweizerinnen, sechs Schweizer, zwei Italiener sowie je einen italienisch-emiratischen, rumänischen, französischen und türkischen Staatsangehörigen. Das teilte die Kantonspolizei Wallis am Sonntag mit. Die Opfer wurden zwischen 14 und 39 Jahre alt, viele von ihnen waren minderjährig.

    Die Leichname wurden den Familien übergeben, wie es weiter hiess. An den Identifikationsarbeiten beteiligt sind - neben der Kantonspolizei - das Institut für Rechtsmedizin und die sogenannte Disaster Victim Identification (DVI).

  • 16.56 Uhr

    Temu wirbt für Schaumstoffplatten – Kritik

    Der chinesische Onlinehändler Temu hat in den vergangenen Stunden in sozialen Medien Werbung für «hochdicht flammenhemmende Akustik-Schaumstoffplatten» geschaltet. Zahlreiche Nutzer kritisieren die Kampagne als pietätlos: Nur wenige Tage zuvor kam es in Crans-Montana zu einer Brandkatastrophe, bei der mutmasslich Akustik-Schaumstoffplatten Feuer fingen und rund 40 Menschen ums Leben kamen.

    Ein Nutzer schrieb auf der Plattform X, das Vorgehen sei «unterste Schublade». Temu versuche, aus der Tragödie Profit zu schlagen, und bewerbe nun flammenhemmende Schallschutzplatten.

    Die Temu-Werbung weckte Erinnerungen.
    Die Temu-Werbung weckte Erinnerungen.
    Screenshot

    Eine Stellungnahme des Unternehmens liegt bislang nicht vor. Temu, ursprünglich in China gegründet, ist für teils aggressive, datenbasierte Onlinewerbung bekannt. Unklar ist, ob die Anzeigen vor der Veröffentlichung manuell geprüft oder automatisiert ausgespielt werden.

  • 16.09 Uhr

    Bereits 35 Patienten in Kliniken im Ausland verlegt

    35 Patientinnen und Patienten sind seit Freitag, einen Tag nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS, durch den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union von Spitälern in der Schweiz in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt worden.

    Bei den Verlegungen wurden demnach sowohl ausländische Staatsangehörige als auch Schweizer Patientinnen und Patienten ins Ausland gebracht. Für jene aus der Schweiz wurden Spitalplätze möglichst nahe ihrem Land priorisiert. Wichtig waren auch die Sprache sowie familiäre Verbindungen im Zielland. Die Verlegungen wurden unter der Einwilligung der Angehörigen durchgeführt.

    Für den Transport der Patientinnen und Patienten wurden Ambulanzflugzeuge und -helikopter mit Spezialistinnen und Spezialisten aus Italien, Frankreich, Rumänien und Luxemburg sowie der Rettungsflugwacht Rega eingesetzt.

  • 15.47 Uhr

    Stiller Trauermarsch und ein Meer von Blumen und Kerzen

    Mit einem stillen Gedenkmarsch haben am Sonntag im Anschluss an einen Trauergottesdienst mehr als tausend Menschen der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS gedacht. Unzählige Blumen und Beileidskarten mit tröstenden Worten wurden am Ort der Tragödie niedergelegt.

    Tibor Schlosser (r.), der israelische Botschafter in der Schweiz und in Liechtenstein, erweist den Opfern neben Nicolas Feraud, dem Bürgermeister von Crans-Montana, nach dem Brand in der Bar und Lounge «Le Constellation» die Ehre, am Sonntag, dem 4. Januar 2026.
    Tibor Schlosser (r.), der israelische Botschafter in der Schweiz und in Liechtenstein, erweist den Opfern neben Nicolas Feraud, dem Bürgermeister von Crans-Montana, nach dem Brand in der Bar und Lounge «Le Constellation» die Ehre, am Sonntag, dem 4. Januar 2026.
    KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

    In der Kapelle Saint-Christophe, einige hundert Meter von der Bar entfernt, wo sich in der Neujahrsnacht die Tragödie mit 40 Todesopfern und 119 Verletzten ereignet hatte, leitete der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, eine Messe. Die Gedenkfeier, an der mehr als 300 Menschen in der Kirche und rund 200 weitere in der näheren Umgebung teilnahmen, wurde vom Fernsehen direkt übertragen.

    «Es ist für so viele Familien unerträglich, in der Dunkelheit des Leidens und des Todes zu verharren», sagte Bischof Lovey. «Die Frage nach dem Licht, das anzieht und erleuchtet, ist von entscheidender Bedeutung,» richtete Lovey Worte des Mitgefühls und der Hoffnung auf Licht an alle von der Tragödie in Crans-Montana betroffenen Menschen.

    Trauernde versammeln sich um Blumen und Kerzen, um der Opfer des Brandes in der Bar und Lounge «Le Constellation» in Crans-Montana, Schweiz, am Sonntag, dem 4. Januar 2026, zu gedenken.
    Trauernde versammeln sich um Blumen und Kerzen, um der Opfer des Brandes in der Bar und Lounge «Le Constellation» in Crans-Montana, Schweiz, am Sonntag, dem 4. Januar 2026, zu gedenken.
    KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

    Direkt vor dem Unglücksort waren unzählige Blumen, Briefe mit Beileidsbekundungen, Plüschtiere und Kerzen niedergelegt worden. Ein Kondolenzbuch wurde aufgelegt, in das immer noch viele Menschen tröstende Worte für die Betroffenen schrieben.

    Unterbrochen wurde die Stille durch spontanen Applaus für die Einsatzkräfte, die sich unter die Trauernden gemischt hatten. Der Gedenkmarsch, der bei Sonnenschein, aber eisiger Kälte stattfand, wurde vom Lied «Hallelujah» von Leonard Cohen begleitet. Es wurde auch «Ave Maria» gesungen. Am Rande der trauernden Menschenmenge wurden drei weinende Jugendliche von einer unbekannten Frau mit den Worten umarmt: «Ich kenne euch nicht, aber habt Mut.»

  • 14.59 Uhr

    Xi Jinping bekundet sein Beileid zu Crans-Montana

    Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Sonntag Bundespräsident Guy Parmelin eine Beileidsbekundung zum Brand am Neujahrstag in Crans-Montana VS übermittelt. Er sprach der Schweiz auch seine Solidarität aus, wie die staatliche Nachrichtenagentur und später der Fernsehsender CCTV berichtete.

    In seiner Botschaft erklärte Xi Jinping, er habe «mit tiefer Bestürzung» von der Tragödie erfahren und sprach im Namen der chinesischen Regierung und Bevölkerung «den Opfern sein tiefstes Beileid» und «den Angehörigen der Verstorbenen seine aufrichtige Anteilnahme» aus.

    Xi Jinping bekundet sein Beileid zu Crans-Montana

    Xi Jinping bekundet sein Beileid zu Crans-Montana

    Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Sonntag Bundespräsident Guy Parmelin eine Beileidsbekundung zum Brand am Neujahrstag in Crans-Montana VS übermittelt.

    04.01.2026

    Der chinesische Präsident gedachte auch der Verletzten, wünschte ihnen «eine schnelle Genesung» und bekundete der Schweiz in dieser Zeit der Trauer um die schweren menschlichen Verluste durch den Brand seine Solidarität.

    «Ich spreche hiermit im Namen der chinesischen Regierung und des chinesischen Volkes den Opfern meine tiefe Anteilnahme aus.»

    Xi Jinping

    Chinas Staatspräsident

  • 13.40 Uhr

    «Durften Notausgang nicht öffnen»

    Eine ehemalige Mitarbeiterin der Bar «Le Constellation» erhebt schwere Vorwürfe. Sarah sagte gegenüber dem französischen TV-Sender BFMTV, «die Notausgangstür war geschlossen» gewesen. Mehr noch: «Uns war verboten, sie zu öffnen.»

    Die Walliser Behörden haben eine Strafuntersuchung gegen die beiden französischen Betreiber der Bar eröffnet. Die Vorwürfe zu blockierten Fluchtwegen sind Teil der laufenden Ermittlungen.

  • 12.03 Uhr

    Walliser Spitaldirektor spricht über Zustände nach Brand-Inferno

    Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana werden noch immer elf junge Patientinnen und Patienten im Walliser Spital behandelt. Spitaldirektor Eric Bonvin spricht von grosser emotionaler Belastung – für Betroffene wie auch für das medizinische Personal.

  • 9.45 Uhr

    16 weitere Tote identifiziert

    Nach dem Brand in der Silvesternacht wurden 16 weitere Todesopfer identifiziert und ihren Familien übergeben. Damit sind nun insgesamt 24 Verstorbene identifiziert, teilte die Kantonspolizei Wallis mit.

    Unter den Opfern sind Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 14 bis 31 Jahren, zwei 16-jährige Italiener, ein italienisch-emiratischer Staatsangehöriger (16), ein Rumäne (18), ein Franzose (39) sowie ein Türke (18). Die Identifikationsarbeiten laufen weiter.

  • 8.40 Uhr

    Arthur (16) ist tot – auch Benjamin (18) verstarb bei Bar-Inferno

    Stundenlang suchte Laetitia Brodard-Sitre nach ihrem Sohn. Nun herrscht traurige Gewissheit: Der 16-jährige Arthur ist bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana ums Leben gekommen. Auch der 18-jährige Boxer Benjamin Johnson gehört zu den Opfern.

  • 8.19 Uhr

    Drei weitere minderjährige Opfer identifiziert

    Drei Todesopfer aus Italien sind identifiziert worden. Wie Rai News berichtet, handelt es sich um einen 16-Jährigen aus Bologna, einen 17-Jährigen aus Genua sowie einen 16-Jährigen aus Mailand. Alle drei Opfer waren minderjährig.

  • 8.03 Uhr

    Ständerat sorgt mit Äusserung zu Bar-Inferno für Empörung

    Mit einem Facebook-Beitrag zum Branddrama von Crans-Montana und dem Krieg in Gaza hat Ständerat Mauro Poggia scharfe Kritik ausgelöst. Besonders deutlich widerspricht der frühere Genfer FDP-Politiker Lionel Halpérin.

  • 7.30 Uhr

    Neue Fotos werfen noch mehr Fragen auf

    Neue Bilder aus dem Innern der Bar «Le Constellation» könnten für die Ermittlungen nach dem Brand von Crans-Montana relevant werden. Die Aufnahmen legen nahe, dass brennbares Dämmmaterial nicht nur an der Decke, sondern auch in den Wänden verbaut war.

  • 7.25 Uhr

    Bund plant nationalen Trauertag

    Am Freitag soll der Opfer der verheerenden Brand-Katastrophe in Crans-Montana gedacht werden. Der Bundespräsident kündigt zudem einen nationalen Trauertag mit Schweigeminute an.

    Mehr dazu liest du hier:

  • Sonntag, 4. Januar, 6.48 Uhr

    Jetzt wehrt sich der Gemeindepräsident gegen die Vorwürfe

    Nach dem Feuer-Inferno von Crans-Montana rückt auch die Frage der Kontrollen in den Fokus. Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, zeigte sich am Samstag bei RTS berzeugt, dass es bei den Kontrollen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in der Bar keinen Laxismus gegeben habe. Alle Unterlagen und Kontrollberichte seien der Walliser Generalstaatsanwältin übergeben worden. «Die Justiz wird entscheiden, und wir werden jeder an unserem Platz Verantwortung übernehmen», sagte der FDP-Politiker.

    Gleichzeitig räumte Féraud ein, dass das bestehende Kontrollsystem überprüft und angepasst werden müsse. «Es ist offensichtlich, dass eine solche Katastrophe vieles infrage stellt, unter anderem unser Reglement zur Kontrolle aller öffentlichen Betriebe», sagte er. Konkrete Massnahmen könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benennen.

  • 23.17 Uhr

    Hochentzündlicher Schaumstoff soll auch in Wänden verbaut worden sein

    Das Entsetzen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana sitzt weiter tief – über die rasante Ausbreitung des Feuers wird weiter spekuliert. Die Akkustikdämmung an der Decke könnte entscheidend für das Feuerinferno gewesen sein. Bilder von der Unglücksnacht zeigen, wie Personen Flaschen mit brennenden Wunderkerzen in die Höhe hielten. Diese seien so nahe an die Decke geraten, dass sich das Material entzündet habe.

    Wie der «Blick» berichtet, soll der hochentzündliche Dämm-Schaumstoff nicht nur an der Decke, sondern auch in den Wänden verbaut worden sein. Unmittelbar nach dem Unglück verschwanden zwar die Social-Media-Auftritte des «Le Constellation» aus dem Internet. Eine andere, nicht gelöschte Facebook-Seite zeigt jedoch, dass die Schalldämmung auch an den Wänden angebracht wurde.

    Die Aufnahmen stammen vom 16. Oktober 2025. Sie belegen eine flächendeckende Verkleidung der Wände bei Umbauarbeiten mit dem Schallschutzmaterial. Sie reicht teilweise bis an die Decke. Darüber kam anschliessend eine Holzverkleidung. Das Dämmmaterial in den Wänden könnte das Inferno weiter begünstigt haben.

    Auf der Facebook-Seite wurden die Umbauarbeiten im Jahr 2015 dokumentiert.
    Auf der Facebook-Seite wurden die Umbauarbeiten im Jahr 2015 dokumentiert.
    Foto: Facebook/Old Constellation
  • 21.21 Uhr

    Crans-Montana tritt nach Brandkatastrophe als Zivilklägerin auf

    Die Walliser Gemeinde Crans-Montana tritt in der Strafuntersuchung nach dem Brand in der Bar «Le Constellation», bei dem in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben kamen und 119 verletzt wurden, als Zivilklägerin auf. Der Gemeinderat hatte dies an seiner Sitzung am Samstagnachmittag einstimmig beschlossen.

    Die Gemeinde Crans-Montana hat der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis alle ihr zur Verfügung stehenden Dokumente in dieser Angelegenheit übergeben, wie sie am Samstagabend mitteilte.

    Die Suche habe fast 60 Jahre Gemeindearchiv umfasst, wie es weiter hiess. Mit diesem Schritt und mit ihrer vollen Zusammenarbeit mit der Justiz wolle die Gemeinde ihren Beitrag zur vollständigen Aufklärung der Geschehnisse leisten und hoffe, dass die Umstände der Tragödie bald geklärt werden können.

  • 20.23 Uhr

    Vier weitere Opfer identifiziert

    Im Anschluss an den in der Silvesternacht in Crans-Montana ausgebrochenen Brand wurden vier neue Opfer identifiziert, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilt. Die Leichname wurden den Familien übergeben.

    Bei den Opfern handelt es sich um zwei Schweizerinnen im Alter von 24 und 22 Jahren sowie um zwei Schweizer im Alter von 21 und 18 Jahren. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten damit acht Verstorbene identifiziert werden.

    «Die laufenden Massnahmen zielen darauf ab, alle Opfer, sowohl Verstorbene als auch Verletzte, zu identifizieren. Die Kantonspolizei Wallis wird jede neue Information bekanntgeben, sobald sie verfügbar ist«», heisst es weiter.

  • 19.48 Uhr

    Lutry VD gedenkt seiner Opfer der Brandkatastrophe

    Rund 1500 Menschen haben sich am Samstagabend in der reformierten Kirche Saint-Martin in waadtländischen Lutry versammelt. Mehrere Opfer des Brandes in Crans-Montana im Wallis stammen aus der Gemeinde östlich von Lausanne.

    Rund 400 Menschen im Inneren und fast tausend im Freien hielten Andacht, wie ein Reporter von Keystone-SDA vor Ort feststellte. Diese Zahlen wurden von der Kantonspolizei bestätigt.

    Die Anwesenden versammelten sich ab 18 Uhr für etwa eine Stunde. Es folgte ein musikalischer Teil. Anschliessend sollte die Kirche bis 22 Uhr «in Stille und Licht» geöffnet bleiben.

    Die Kirchgemeinden Belmont-Lutry und Pully-Paudex hatten diese ökumenische Andacht für «alle, die in dieser dramatischen Zeit Unterstützung und Trost suchen» organisiert.

    Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Samstagabend in der Kirche von Lutry im Waadtland im Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana.
    Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Samstagabend in der Kirche von Lutry im Waadtland im Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana.
    Bild: Keystone
  • 16.07 Uhr

    Jans gedenkt der Opfer der Katastrophe

    Zwei Tage nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS ist Bundesrat Beat Jans am Samstagnachmittag an den Unglücksort gereist, um den Familien der Opfer sein tief empfundenes Beileid auszusprechen. Er trug sich auch in einem Kondolenzbuch ein.

    Jans traf am Samstagnachmittag sichtlich bewegt am Ort der Katastrophe ein. «Die Schweiz ist tieftraurig», sagte er. Der Schock über die unermessliche Tragödie sitze tief. Als Vater zweier Töchter könne er das unermessliche Leid der Familien und Angehörigen nur erahnen. Den Familien wünsche er viel Kraft und er versichere ihnen, dass sie nicht alleine seien.

  • 15.28 Uhr

    Kanton Wallis eröffnet Strafuntersuchung gegen Bar-Betreiber

    Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis eröffnet eine Strafuntersuchung gegen die Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, wie es in einer Mitteilung heisst. Die ersten Ermittlungsergebnisse hätten demnach zu dieser Massnahme geführt. Den Betreibern werde fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  • 14.50 Uhr

    «Sagen uns gar nichts» – Mutter Laetitia erhebt Vorwürfe gegen Behörden

    Laetitita sucht weiterhin ihren Sohn.
    Laetitita sucht weiterhin ihren Sohn.
    Screenshot BFMTV

    Die Mutter eines Vermissten erhebt schwere Vorwürfe gegen die Informationspolitik der Behörden. Laëtitia, die nach dem Brand in Crans-Montana ihren Sohn Arthur sucht, sagte gegenüber BFMTV, die Situation für die Angehörigen werde zunehmend unerträglich.

    Nach den neuesten Mitteilungen des Krisenstabs von 10 Uhr gebe es «fünf lebende, nicht identifizierte Personen», die derzeit in Spitälern behandelt würden. «Die Behörden weigern sich, uns zu sagen, wo sie sind – in welchem Land, in welchem Kanton», sagte Laëtitia. «Wir sind müde und zunehmend gereizt.»

  • 13.15 Uhr

    «Jemand hat einen Fehler gemacht», sagt Walliser Sicherheitsdirektor

  • 13.09 Uhr

    Walliser Schulen öffnen am Montag wieder

    Trotz des Dramas in Crans-Montana werden die Walliser Schulen am Montag den Unterricht nach den Ferien wieder aufnehmen. Allerdings sollen betroffene Klassen psychologische Unterstützung erhalten

    «Die Schulen werden wie geplant geöffnet sein», sagte der Generalsekretär des Walliser Departements für Wirtschaft und Bildung, Pierre-Yves Délèze, am Samstag auf Anfrage zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die betroffenen Schulen und Klassen würden unterstützt, fügte er hinzu.

    Es könnten Räume für Gespräche und wenn nötig Unterstützung durch Spezialisten eingerichtet werden. «Es gibt sicherlich ein Bedürfnis der Jugendlichen, sich zu treffen und auszutauschen», sagte Délèze. Das Drama betrifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die in die Bar «Le Constellation» nach Crans-Montana gegangen waren, um den Jahreswechsel zu feiern. Einige von ihnen könnten Freunde verloren haben oder der Feuerhölle entkommen sein.

    Die Möglichkeit für die Schüler, an der für nächsten Freitag geplanten Andacht zu Ehren der Verstorbenen und Verletzten in Crans-Montana teilzunehmen, muss laut dem Sprecher des Bildungsdepartementes noch organisiert werden. Bei der Brandkatastrophe kamen nach bisheriger Bilanz 40 Menschen ums Leben, 119 wurden schwer verletzt.

  • 12.37 Uhr

    Bund eröffnet Kondolenzbuch

    Der Bund eröffnet angesichts der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS auf seiner Website ein Kondolenzbuch. Trauernde können dort eine Nachricht hinterlassen. Wer angesichts der Opfer des schrecklichen Unglücks von Crans-Montana vom 1. Januar 2026 seine Trauer und sein Mitgefühl zum Ausdruck bringen möchte, könne dies im Kondolenzbuch tun, schrieb der Bundesrat am Samstag auf der Plattform X. Angefügt war dem Post ein Link zum Kondolenzbuch.

  • 11.04 Uhr

    Walliser Behörden identifizieren vier Todesopfer

    Die Behörden haben erste Opfer identifiziert. Dank umfangreicher Identifikationsarbeit der Walliser Kantonspolizei, des Disaster Victim Identification (DVI) sowie des Institut für Rechtsmedizin konnten bislang zwei Schweizerinnen im Alter von 21 und 16 Jahren sowie zwei Schweizer im Alter von 18 und 16 Jahren identifiziert werden. Das teilten die Behörden am Samstag mit.

    «Nach Abschluss dieser Schritte wurden die Leichname ihren Familien übergeben.» Die Ermittlungen und Identifikationsverfahren zu weiteren Opfern – sowohl Verstorbenen als auch Verletzten – würden weiterhin «intensiv fortgeführt». Neue Informationen will die Kantonspolizei Wallis so bald wie möglich kommunizieren. Aus Respekt gegenüber den Angehörigen werden derzeit keine weiteren Angaben gemacht.

  • 9.49 Uhr

    Zahlreiche Patienten erlitten bei Massenpanik auch Knochenbrüche

    Der Geschäftsführer der Krankenhäuser im Kanton Wallis, Eric Bonvin, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass nach dem Unglück eingelieferte Patienten nicht nur Verbrennungen, sondern auch Knochenbrüche davongetragen hätten. Wahrscheinlich seien viele Knochenverletzungen bei dem panischen Ansturm auf den Ausgang der Bar entstanden.

    Bis Freitag konnten nach Polizeiangaben 113 Verletzte identifiziert werden, darunter neben 71 Schweizern unter anderem 14 Franzosen und elf Italiener.

  • 8.47 Uhr

    Am Abend vor dem Flammen-Inferno fühlten sich Schüler in «sehr enger» Bar unwohl

    Zwei junge Augenzeugen berichten von beunruhigenden Zuständen am Vorabend der Katastrophe. Die Schüler Flavio Casella und Fabio Falletta sagten gegenüber «FOCUS Online», sie hätten am Abend vor dem Brand im Le Constellation gefeiert. Im Untergeschoss sei es «sehr eng» gewesen, zudem habe es dort kaum Platz gegeben. Die Deckenisolierung habe auffällig gewirkt und an Material erinnert, wie es in Tonstudios verwendet wird.

    Besonders kritisch sehen die beiden die Sicherheitsvorkehrungen. «Es gab keine Feuerlöscher», sagt Falletta – zumindest habe er keine gesehen. Auch zusätzliche Fluchtwege seien ihnen nicht aufgefallen: «Wir haben ausser dem Haupteingang keine anderen Ausgänge gesehen», sagt Casella. Rückblickend sei das schwer zu ertragen: «Wir hätten dort drinnen sein können.»

  • Samstag, 3. Januar, 6.58 Uhr

    Neues Umbau-Foto rückt jetzt in den Fokus

    Ein in sozialen Netzwerken kursierendes Foto könnte für die Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana relevant werden. Das Bild soll den Einbau einer Deckenisolierung in der Bar Le Constellation zeigen, die sich bei der tödlichen Katastrophe entzündet haben soll. Zu sehen sind offenbar grossflächig montierte Schaumstoffpaneele an der Decke während Renovierungsarbeiten im Innern des Lokals.

    Mehr dazu liest du hier: 

  • 23.28 Uhr

    Eltern von Kocani-Brandopfern kondolieren Eltern von Crans-Montana

    Die Eltern von Opfern des Nachtclubbrandes von März 2025 in Kocani (Nord-Mazedonien) kondolieren den Eltern der Brandopfer von Crans-Montana VS.

    Wie am Freitag die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, schrieben die Eltern der Kocani-Opfer auf der Facebook-Seite ihres Vereins «16. März»: «Mit gebrochenem Herzen haben wir von der Tragödie in der Schweiz erfahren».

    «Unsere Gedanken, Gebete und unser tiefstes Mitgefühl sind bei den Familien der Opfer, bei den Verletzten und bei allen, die diesen unvorstellbaren Schmerz ertragen. Wir sind von ganzem Herzen bei Ihnen, nicht als blosse Beobachter, sondern als Menschen, die dieselbe Wunde tragen.»

    Am 16. März des vergangenen Jahres starben bei einem Brand im Nachtclub «Pulse» in der Kleinstadt Kocani, 100 Kilometer östlich der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje, 63 Menschen. Rund 200 Personen wurden verletzt. Zum Brand kam es, nachdem eine für die Bühnen-Show eingesetzte Funkenmaschine die aus leicht entflammbarem Material bestehende Deckenkonstruktion entzündet hatte. 59 Menschen starben sofort, weitere vier erlagen später ihren schweren Brandverletzungen.

  • 22.15 Uhr

    Auch Schweizer Brandopfer kommen in ausländische Spitäler

    Zu den 50 schwer verletzten Brandopfern von Crans-Montana VS, welche bis Sonntag in spezialisierte ausländische Spitäler gebracht werden sollen, werden auch Schweizerinnen und Schweizer gehören. Das hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz Babs bekanntgegeben.

    Ein Helikopter startet vom Hotel du Valais Spital in Sitten.
    Ein Helikopter startet vom Hotel du Valais Spital in Sitten.
    Baz Ratner/AP/dpa

    Die Walliser Behörden gaben bereits am Nachmittag an einer Medienkonferenz bekannt, dass bis Sonntag 50 Patienten ins Ausland verlegt werden sollen. Dies in Spitäler in Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien. Laut Babs werden auch Verlegungen in weiter entfernte Länder «ins Auge gefasst».

  • 22.08 Uhr

    Gemeindepräsident reagiert wütend auf «Spiegel»-Anfrage

    Die Brandkatastrophe in Crans-Montana VS macht weltweit Schlagzeilen, die Betroffenheit ist gross. Zahlreiche Journalisten aus dem Ausland sind vor Ort und berichten, so auch der «Spiegel». Das deutsche Nachrichtenmagazin wollte bei der Pressekonferenz am Donnerstag wissen, wann und wie die Bar hinsichtlich der Einhaltung von Brandschutzvorschriften, Notausgängen und der maximalen Belegung kontrolliert wurde. 

    In einem Kommentar des Magazins heisst es, der Gemeindepräsident Nicolas Féraud habe bei der Frage «gemauert». Der «Spiegel» habe also am nächsten Morgen erneut schriftlich nachgefragt – und nach eigenen Angaben eine «Beschimpfung» als Antwort erhalten.

    Demnach schrieb der Gemeindepräsident Nicolas Féraud: «Wer sind Sie, so etwas zu verlangen! Ich habe den Anstand, Sie nicht so zu behandeln, wie Sie es verdienen, und zwinge mich dazu, Sie darüber zu informieren, dass die Kantonspolizei für die Information der Presse zuständig ist.»

    Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, vor dem Unglücksort.
    Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, vor dem Unglücksort.
    Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 21.33 Uhr

    US-Botschaft setzt Flagge auf Halbmast

    Die US-amerikanische Botschaft in Bern hat ihre Flagge nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana «als Zeichen der Solidarität» auf Halbmast gesenkt. In einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X heisst es: «Die Vereinigten Staaten trauern gemeinsam mit der Schweiz um die Opfer der Tragödie in Crans-Montana. Aus Solidarität hat Botschafterin Callista L. Gingrich angeordnet, die Flagge der US-Botschaft auf Halbmast zu setzen.»

  • 21.12 Uhr

    «Wir dachten, jemand würde es löschen»

    Die Ermittlungen zur Ursache des verheerenden Brands konzentrieren sich insbesondere auf den schalldämpfenden Schaumstoff an der Decke des Lokals. Ein 17-jähriger Genfer, der sich zum Zeitpunkt der Katastrophe im Untergeschoss der Bar «Le Constellation» befand, berichtet der Nachrichtenagentur Keystone- SDA von seinen Erlebnissen.

    Der Jugendliche, der anonym bleiben möchte, feierte dort mit vier Freunden im Alter von 15 bis 17 Jahren in diesem bei Jugendlichen beliebten Lokal, weil auch Minderjährige zugelassen sind. Von seinen Freunden sind zwei unverletzt und zwei weitere in kritischem Zustand. Er selbst erlitt Verbrennungen zweiten Grades an Hand, Rücken, Kopf und Gesicht.

    Seine Aussage deckt sich mit anderen: Eine Servicemitarbeiterin, die auf den Schultern einer anderen Person stand, soll demnach versehentlich die Decke mit einer Champagnerflasche entzündet haben, die mit Bengalkerzen dekoriert war. «Zu Beginn sahen wir Feuer, dachten aber, jemand würde es löschen. Der schalldämpfende Schaumstoff an der Decke fing Feuer, schmolz, und die Flammen breiteten sich aus», sagte er. «Ich musste eine Runde um die Bar machen, um dem Feuer zu entkommen. Zuerst bin ich im Schritttempo gegangen, aber die Menschenmenge verstopfte die Treppe. Ein Feuer- und Hitzeball erfüllte den Raum, als ich mich auf der Treppe befand.»

    «Als ich draussen war, versuchte ich, den Leuten in der Bar zu helfen, aber es war schwierig.» Viele Verletzte und Überlebende flüchteten in die Bar gegenüber. «Vor der Bar lagen draussen Körper auf dem Boden. In dem Moment, als ich hinauskam, waren die Rettungskräfte, zumindest die Polizei, bereits vor Ort.»

    Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
    Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
    AP Photo/Baz Ratner/Keystone
  • 20.47 Uhr

    Vier Patienten im Unispital Zürich sind noch nicht identifiziert

    Wir SRF berichtet, sind vier von 16 Patienten, die im Universitätsspital Zürich (USZ) behandelt werden, noch nicht identifiziert. Indessen habe die Zürcher Regierung Kapazitäten in ihren Stadtspitälern angeboten, um die auf Brandverletzungen spezialisierten Kliniken zu entlasten.

  • 20.10 Uhr

    Bund beantragte Auslösung von EU-Zivilschutzmechanismus

    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat die Europäische Union schon am Neujahrstag um die Auslösung eines Zivilschutzmechanismus gebeten. Dies für Hilfe bei der Pflege der vielen Brandopfer von Crans-Montana VS.

    Das gab ein Mediensprecher des Bundesamts auf Anfrage bekannt. Sprecher Philippe Boeglin sagte weiter, parallel dazu und schon bevor die Schweiz ihre Bitte deponierte, hätten mehrere EU-Länder der Schweiz Hilfsangebote gemacht. Derzeit seien rund 50 Transporte von Brandopfern ins Ausland geplant. Die Brandopfer würden in auf die Behandlung von Brandverletzungen spezialisierte Spitäler gebracht.

    Europäische Länder hätten auch angeboten, Patiententransporte auszuführen. Zudem habe die Schweiz zwei Angebote für die Entsendung von spezialisierten Teams zur Behandlung von Brandverletzungen angenommen. In die Schweiz kämen solche «Burn Assessment Teams» aus Italien und Frankreich.

    Die EU-Kommissärin für Zivilschutz, Hadja Lahbib, schrieb auf der Kurznachrichtenplattform X, 24 Patientinnen und Patienten würden in Spitäler in Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien gebracht. Dies mit logistischer Hilfe aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Rumänien.

  • 19.19 Uhr

    Klinikchef in Sitten berichtet von inneren Verbrennungen

    Das Spital in Sitten nahm nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana binnen weniger Stunden 80 Schwerverletzte auf. Der Direktor rechnet für viele Verletzte mit einer langwierigen Behandlung. Viele der meist jungen Leute hätten nicht nur äussere Verbrennungen erlitten, sagte Eric Bonvin der Nachrichtenagentur AP. Sie hätten glühend heisse Gase eingeatmet, was bei einigen wahrscheinlich zu inneren Verbrennungen geführt habe. «Das ist eine wirklich katastrophale Situation», sagte Bonvin.

    Bonvin warnte, der Weg zur Genesung der Schwerverletzten werde wahrscheinlich lang und beschwerlich. «Für diejenigen mit schweren Verbrennungen dauert die Intensivbehandlung mehrere Monate», sagte er. «Aber es gibt noch Hoffnung. Sie sind jung, und das bedeutet, dass sie noch viel Lebenskraft haben.» Das Durchschnittsalter der Verletzten liege bei rund 20 Jahren.

    Nach Angaben des Direktors Eric Bonvin wurden 
    Nach Angaben des Direktors Eric Bonvin wurden 
    Keystone/Jean-Christophe Bott

    Bonvin berichtete, 55 Schwerverletzte seien mit Rettungswagen in seine Klinik eingeliefert worden. Weitere Verletzte seien selbst gekommen, einige wurden von Angehörigen gebracht. Bis Freitagnachmittag wurden die meisten in andere Spitäler verlegt, einige konnten bereits entlassen werden. «Es handelt sich um eine sehr spezielle Situation, da Verbrennungen anfangs nicht unbedingt sichtbar sind; die Nervenenden sind verbrannt, sodass das Empfinden ausfällt, und die betroffene Person befindet sich vor allem in einem Schockzustand», beschrieb der Arzt die Lage in der Nacht. In solchen Momenten zähle jede Minute.

    Einige Spitalbeschäftigte hätten Verletzte behandelt, ohne zu wissen, ob womöglich einige ihrer Angehörigen unter den Patienten sind. «Es war für alle schwer zu ertragen. Wahrscheinlich auch, weil sich jeder fragte: «War mein Kind, mein Cousin, jemand aus der Region auf dieser Party?"» Die Bar sei wegen ihrer Partys ziemlich bekannt. «Ausserdem ist es immer traumatisch, wenn man junge Leute ankommen sieht.»

  • 18.20 Uhr

    Grosse Anteilnahme in Crans-Montana 

    Am Tag nach der Brandkatastrophe mit 40 Toten und 119 Verletzten legen Menschen vor der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS weiterhin Blumen, Kerzen und Kuscheltiere nieder.

    Einige Passantinnen und Passanten können ihre Tränen nicht zurückhalten. «Ruht in Frieden bei den Sternen», ist zwischen den zahlreichen Blumen, Kuscheltieren und Kerzen zu lesen.

    Indessen sind zahlreiche Vertreter von lokalen und internationalen Medien in den Walliser Tourismusort gereist, um über das Unglück zu berichten.

    In Crans-Montana trauern die Menschen um die Opfer der Brandkatastrophe.
    In Crans-Montana trauern die Menschen um die Opfer der Brandkatastrophe.
    Jean-Christophe Bott/Keystone
  • 18.01 Uhr

    Jetzt äussert sich der Wirt des Le Constellation

    Update 18.13 Uhr: Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana äusserten sich die Betreiber der Bar Le Constellation zunächst nicht. Berichten zufolge standen sie unter Schock, auch wurde die Ehefrau bei dem Brand am Arm verletzt.

    Nun bricht der Wirt des Le Constellation sein Schweigen. «Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht», sagt er zu «20 Minuten» und betont, mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen: «Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären. Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert.»

    Bei der Medienkonferenz am Nachmittag hatte Staatsanwältin Beatrice Pilloud betont, dass noch keine Strafuntersuchung gegen bestimmte Personen eingeleitet worden seien. Der Wirt und seine Frau seien bislang lediglich als Auskunftspersonen befragt worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

    Gegenüber Tamedia erklärte der Wirt ausserdem, die Bar sei «dreimal in zehn Jahren» kontrolliert worden, es habe «alles den Vorschriften entsprochen».

  • 17.44 Uhr

    Schwerverletzte von Crans-Montana in Stuttgart und Tübingen

    Drei der insgesamt 119 Brandopfer werden im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg behandelt. Ein Opfer kam in eine Stuttgarter Fachklinik, zwei Menschen wurden in Tübingen untergebracht.

    «Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird», sagte eine Kliniksprecherin. Weitere Auskünfte wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.

    Auch die BG Klinik Tübingen ist an der Versorgung der Verletzten beteiligt. «Aufgrund der besonderen Expertise in der Schwerbrandverletztenversorgung wurde die BG Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden. Zwei schwerverletzte Personen wurden zur Behandlung in unserer Klinik aufgenommen», sagte eine Sprecherin.

    Die BG Klinik Tübingen sei auf die Versorgung einer grossen Anzahl von schwerverletzten Personen, die zeitgleich die Klinik erreichen, vorbereitet und halte für diesen Fall jederzeit umfassende Ressourcen bereit.

  • 17.03 Uhr

    Im Chuv hospitalisierte Opfer sind alle jung und schwer verletzt

    Bei den im Universitätsspital Lausanne (Chuv) hospitalisierten Opfern handelt es sich ausschliesslich um junge Patientinnen und Patienten mit schweren Brandverletzungen. Nach Angaben des Spitals sind bei den 22 Verletzen je zwischen 15 und 60 Prozent der Körperoberfläche von Verbrennungen betroffen.

    Die Überlebenschancen der Opfer seien zum jetzigen Zeitpunkt unklar, sagten Ärztinnen und Ärzte an einer Medienkonferenz des Chuv in Lausanne. Viele Opfer hätten ausser den Verbrennungen auch schwere Rauchvergiftungen erlitten.

    Im Universitätsspital Lausanne werden 22 junge Brandopfer behandelt.
    Im Universitätsspital Lausanne werden 22 junge Brandopfer behandelt.
    AP Photo/Baz Ratner/Keystone

    Einzelne Opfer hätten sich selber kenntlich machen können, andere Patientinnen und Patienten hätten Dokumente auf sich getragen, mit denen sie hätten identifiziert werden können, hiess es weiter. Zudem habe die Polizei bei der Identifizierung der Opfer helfen können.

    Das Chuv betreibt eines der beiden spezialisierten Zentren für schwere Verbrennungsopfer in der Schweiz. Das andere befindet sich am Universitätsspital Zürich, wo etwas über ein Dutzend Verletzte der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana in der Silvesternacht betreut werden.

  • 16.34 Uhr

    Berliner Klinik berichtet von Hilfeersuchen für 40 Brandopfer

    In deutschen Spezialkliniken sind Hilfeersuchen für die Behandlung von 40 Schwerverletzten eingegangen. «Die Situation ist jetzt so, dass wir ein Hilfeersuchen für 40 schwerbrandverletzte Patienten haben», sagte die Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte im Unfallkrankenhaus Berlin, Leila Harhaus-Wähner, dem Sender Welt TV. Heute Freitag würden die ersten Verletzten in Kliniken in Leipzig und Halle aufgenommen, am Samstag sollten drei Patienten in die Berliner Klinik gebracht werden.

    «Die anderen Bundesländer und die anderen Schwerbrandverletztenzentren werden genauso aktiv sein», sagte Harhaus-Wähner. Gerade bei schweren Verbrennungen komme es auf eine sehr schnelle Versorgung der Opfer an. Die Patientinnen und Patienten müssten mit monatelangen Behandlungen und mehrfachen Operationen rechnen – je nach Art der Verbrennungen.

    Nach der ersten Stabilisierung der Patienten müssten die betroffenen Hautareale entfernt werden, danach folgten Transplantationen. «Zum Teil hat man gar nicht genug Eigenhaut direkt zur Verfügung, so dass das in mehreren Schritten erfolgen muss», sagte Harhaus-Wähner. «Es sind also mehrere Operationen die Regel, so dass wir von einem mehrwöchigen Intensivaufenthalt sprechen, gefolgt dann von oftmals noch einigen Wochen auf Normalstationen und nachher auch in der Rehabilitation.»

    Die Tatsache, dass es sich nach dem Unglück in der Schweiz überwiegend um jüngere Opfer handelt, könnte die Genesung positiv beeinflussen. Ein jüngeres Alter führe im Normalfall zu einer «deutlich höheren Überlebenswahrscheinlichkeit» im Vergleich zu älteren Patienten, sagte Harhaus-Wähner.

  • 16.30 Uhr

    Ermittler nennen erstmals Feuer-Ursache und Details zu Verletzten

    Nach der tödlichen Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana haben die Walliser Behörden über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert. Bestätigt wurden neue Zahlen zu Opfern – und erste Hinweise zur möglichen Brandursache.

  • 15.17 Uhr

    Frankreich schickt Militärärzte nach Crans-Montana

    Frankreich entsendet ein Team von Militärärzten nach Crans-Montana. Wie das französische Verteidigungsministerium gegenüber AFP mitteilte, wurde eine medizinische Einheit für eine «Evaluationsmission von Brandverletzten im Hinblick auf mögliche Evakuierungen» in die Schweiz geschickt.

    Das Team besteht aus einem plastischen Chirurgen, einem Anästhesisten, einer spezialisierten Pflegefachperson sowie einem Arzt der Feuerwehr. Es soll am Freitagnachmittag in Crans-Montana eintreffen. Die Einheit werde mehrere Tage vor Ort bleiben, um die Schweizer Gesundheitsbehörden zu unterstützen und Brandverletzte zu beurteilen – mit Blick auf mögliche Verlegungen in spezialisierte Kliniken, abhängig vom Schweregrad der Verletzungen.

  • Jetzt informieren die Behörden

    Mit leichter Verzögerung beginnt die Pressekonferenz. blue News tickert und streamt live. 

    Verfolge die Pressekonferenz hier:

  • 14.50 Uhr

    «Opferbilanz könnte sich noch verschlimmern»

    Nach der Brandkatastrophe in der Bar in Crans-Montana befinden sich weiterhin 80 bis 100 Verletzte in kritischem Zustand. Das sagte der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer im Gespräch mit dem französischen Radiosender RTL.

    Es bestehe die Gefahr, dass noch weitere Opfer sterben könnten. «Die schreckliche Opferbilanz ist katastrophal und sie könnte sich noch verschlimmern», sagte Ganzer. Besonders gefährdet seien Menschen mit Verbrennungen dritten Grades auf rund 15 Prozent der Körperoberfläche – sie hätten in den Stunden und Tagen nach dem Unglück ein deutlich erhöhtes Sterberisiko.

  • 14.11 Uhr

    Italiens Aussenminister verrät Details zu Ermittlungen

    Italiens Aussenminister Antonio Tajani spricht von umfangreichen Ermittlungen nach dem Brand in Crans-Montana. «Der Staatsanwalt teilte mir mit, dass bereits Dutzende von Vernehmungen durchgeführt wurden, um die Verantwortlichkeit für den Brand zu ermitteln», sagte Tajani vor Ort laut dem «Corriere della Sera»

    Zugleich sagte der Vizepremier, Italien unterstütze die Schweizer Behörden «in jeder erdenklichen Weise». «Alle verfügbaren medizinischen Einrichtungen wurden bereitgestellt. Der Zivilschutz hat bereits einen Helikopter entsandt, zudem sind Psychologen aus dem Aostatal sowie Ärzte aus der Lombardei auf dem Weg», so Tajani weiter. Auch die italienische Kriminalpolizei stehe für die Identifizierung der Opfer bereit.

  • 13.56 Uhr

    Lausanne hat alle 22 Patienten identifiziert

    Die 22 schwer verbrannten Patienten, die an der Universitätsklinik Lausanne behandelt werden, sind identifiziert. Das teilte Spitaldirektorin Claire Charmet am Freitag gegenüber RTS mit.

    Die Lage im Spital sei unter Kontrolle, die Teams kümmerten sich sowohl um die Verletzten als auch um deren Angehörige. Bei allen Betroffenen seien die Prognosen ernst, würden jedoch individuell beurteilt. «Sie befinden sich in kritischem Zustand», heisst es. Zudem seien weitere Verlegungen in andere Spitäler in der Schweiz sowie ins Ausland geplant.

  • 13.47 Uhr

    Israel schickt Experten in die Schweiz

    Ein Spezialisten-Team aus Israel soll die Schweizer Behörden bei der Identifizierung der Brandopfer von Crans-Montana unterstützen. Israel bot der Schweiz bei der Bewältigung konkrete Hilfe an.

    Das Team, welches zum israelischen roten Kreuz gehört, sei bereits am Donnerstag in Crans-Montana eingetroffen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos am Freitag. Die Einsatzkräfte seien auf die Identifizierung verkohlter Leichen spezialisiert.

    Israels Präsident Isaac Herzog hob die Erfahrung des Landes auf dem Gebiet «der Lokalisierung und Identifizierung von Brandopfern sowie der Behandlung von Verbrennungsopfern bei Brandunfällen» hervor.

  • 13.01 Uhr

    17 Schwerverletzte in Zürich

    In Zürich werden 17 Schwerverletzte behandelt, darunter «vier Kinder». Wie der Zürcher Regierungsrat mitteilt, wurden 13 schwer verletzte Personen zur Behandlung ins Universitätsspital Zürich verlegt. Die vier ebenfalls schwer verletzten Kinder werden im Kinderspital Zürich medizinisch betreut.

    Spezialisten des Institut für Rechtsmedizin Zürich sind nach Crans-Montana entsandt worden. Wie der Zürcher Regierungsrat mitteilt, unterstützen sie im Auftrag der Walliser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zur Brandursache. An der Identifikation der Opfer sind die Fachleute jedoch nicht beteiligt.

  • 12.08 Uhr

    Pressekonferenz um 15 Uhr

    Die Behörden wollen um 15 Uhr das nächste Mal über die aktuelle Situation in Crans-Montana informieren. Das teilt der Kanton Wallis mit.

  • 12.03 Uhr

    Das Protokoll der Katastrophen-Nacht

    Mehr als 40 Tote, 115 Verletzte: Der Brand in der Bar «Le Constellation» erschüttert die Schweiz. Augenzeugenberichte, Videos und erste Hinweise der Behörden erlauben eine Rekonstruktion jener Minuten, in denen aus einer Silvesterparty eine Katastrophe wurde.

  • 11.40 Uhr

    Auch Besitzerin verletzt – jetzt gibt es neue Details zur Brand-Bar

    Die Betreiber der Bar «Le Constellation», in der sich in der Silvesternacht die tödliche Brandkatastrophe von Crans-Montana ereignete, haben das Unglück überlebt. Die Besitzerin wurde dabei selbst verletzt und erlitt Verbrennungen.

  • 10.40 Uhr

    «Haben die Tür aufgebrochen» – Ersthelfer wirft Feuerwehr schwere Versäumnisse vor

    Ein Ersthelfer erhebt schwere Vorwürfe gegen den Einsatz vor Ort. Paolo Campolo (55) berichtet gegenüber «20 Minuten», er habe in der Silvesternacht «zusammen mit anderen Ersthelfern 15 bis 20 Personen» aus der brennenden Bar gerettet. Nachdem ihn kurz nach 1.30 Uhr ein Anruf erreicht habe, sei er sofort losgelaufen: «Ich bin sofort zum Ort des Geschehens gegangen.»

    Campolo zog Menschen aus dem Haupteingang ins Freie. «Man konnte vielleicht ein oder zwei Meter hinein, um Leute zu greifen und sie nach draussen zu ziehen», sagt er. Dabei habe er das Risiko einer Rauchvergiftung bewusst in Kauf genommen. Inzwischen liegt der 55-Jährige selbst im Spital und muss eine Atemmaske tragen.

    Kritisch äussert sich Campolo über eine verschlossene Tür im hinteren Bereich der Bar. «Hinter dieser Tür waren verzweifelte Menschen», schildert er. Ein Feuerwehrmann habe zwar gesagt: «Wir kümmern uns darum», sei dann aber wieder gegangen. Campolo und andere Helfer hätten schliesslich selbst gehandelt: «Mit jemandem, der zufällig vorbeikam, haben wir die Tür aufgebrochen und die Menschen herausgeholt.» Diese Beobachtungen habe er auch der Kantonspolizei geschildert.

  • 10.09 Uhr

    Familien warten auf Gewissheit

    Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS hat die Identifizierung der Opfer begonnen. Die Leichen sind so ⁠stark verbrannt, dass ‌es Tage dauern könnte, sie zu identifizieren. Eltern vermisster Jugendlicher bitten in den sozialen Medien verzweifelt ⁠um Informationen über ihre Familienangehörigen.

    Angehörige suchen über soziale Medien nach Vermissten der Brandkatastrophe von Crans-Montana.

    Mehr dazu liest du hier.

  • 9.36 Uhr

    Italienisches Golftalent (16) stirbt bei Brand-Katastrophe

    Bei der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana ist auch der 16-jährige Golfer Emanuele Galeppini ums Leben gekommen. Der Jugendliche lebte zuletzt in Dubai und galt als grosses Talent im internationalen Nachwuchsgolf.

  • 8.39 Uhr

    Identifizierung der Opfer kann Tage dauern – Spitäler bleiben stark belastet

    Nach dem Brand in Crans-Montana dürfte die Identifizierung der Todesopfer noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard spricht von einer weiterhin äusserst angespannten Lage in den Spitälern.

    Mehr dazu liest du hier

  • 8.19 Uhr

    Frankreich nimmt acht weitere Verletzte auf

    Frankreich wird weitere Verletzte aufnehmen. Zusätzlich zu den drei Patienten, die bereits in französischen Krankenhäusern behandelt werden, sollen auf Bitte der Schweizer Behörden acht weitere Verletzte nach Frankreich verlegt werden. Das bestätigte ein Sprecher des französischen Aussenministeriums gegenüber BFMTV.

    Auch Anfragen zu Kinderbetten seien gestellt worden, sagte Pascal Confavreux. «Wir prüfen derzeit, wie wir sie in unseren Krankenhäusern versorgen können.»

  • 7.44 Uhr Uhr

    Neues Foto zeigt Ausbruch des Feuers – es erinnert an eine andere verheerende Katastrophe

    Der Brand von Crans-Montana mit rund 40 Todesopfern und über 100 Verletzten erinnert erschreckend an eine der schlimmsten Clubkatastrophen der USA. Erste Hinweise deuten auf Pyrotechnik als Auslöser hin – ein Szenario, das Fachleute seit über 20 Jahren kennen.

  • 7.23 Uhr

    Mindestens 80 Personen in kritischem Zustand

    Nach Angaben von Staatsratspräsident Matthias Reynard befinden sich mindestens 80 der insgesamt 115 Verletzten in kritischem Zustand. Diese Zahl beziehe sich auf Personen, die von der Walliser Rettungsorganisation KWRO betreut würden, sagte Reynard dem «Walliser Boten». Zudem gebe es weitere Schwerverletzte, die auf anderem Weg in Notfallstationen gebracht worden seien.

    Besonders dramatisch ist die Lage in der Universitätsklinik Lausanne: Dort werden «etwa dreizehn erwachsene und acht minderjährige Brandverletzte» behandelt, deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt sei. Das erklärte Wassim Rafoul gegenüber «RTS».

  • 6.24 Uhr

    Gast sah «totales Chaos»

    Ein junger Gast aus Paris, der 16-jährige Axel Clavier, hat das Unglück in Crans-Montana überlebt und beschrieb die Szenen im Inneren der Bar Le Constellation als «totales Chaos». Einer seiner Freunde sei ums Leben gekommen, und zwei oder drei würden vermisst, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Er habe den Ausbruch des Brandes nicht beobachtet, aber er habe Kellnerinnen mit Champagnerflaschen und Wunderkerzen gesehen.

    Clavier berichtete, er habe das Gefühl gehabt zu ersticken und sich zunächst hinter einem Tisch versteckt. Dann sei er nach oben gerannt und habe versucht, mit einem Tisch eine Plexiglasscheibe einzuschlagen. Diese sei aus der Fassung gefallen, wodurch er entkommen konnte. Er habe auf der Flucht seine Jacke, Schuhe, sein Handy und seine Bankkarte verloren, aber: «Ich lebe noch, es sind ja nur Dinge.»

    Rettungskräfte am frühen Donnerstagmorgen vor der Bar Le Constellation.
    Rettungskräfte am frühen Donnerstagmorgen vor der Bar Le Constellation.
    Bild: Keystone/Kantonspolizei Wallis via AP
  • 6.15 Uhr

    «Flasche mit brennender Kerze gehalten»

    Zwei Frauen haben dem französischen Fernsehsender BFMTV berichtetet, sie hätten in der Bar Le Constellation gesehen, wie ein Barkeeper eine Barkeeperin auf seine Schultern gehoben habe, während diese eine Flasche mit einer brennenden Kerze gehalten habe. Die Flammen hätten sich ausgebreitet und die Holzdecke einbrechen lassen. Eine der Frauen beschrieb, wie die Menschenmenge panisch versuchte, aus dem Kellerclub über eine schmale Treppe und durch eine enge Tür zu fliehen.

    Ein weiterer Zeuge sagte BFMTV, wie Menschen Fensterscheiben eingeschlagen hätten, um dem Feuer zu entkommen. Einige wurden schwer verletzt.

    Eine Champagnerflasche vor der Bar Le Constellation. (1. Januar 2026)
    Eine Champagnerflasche vor der Bar Le Constellation. (1. Januar 2026)
    Bild: Keystone/Kantonspolizei Wallis
  • 4.30 Uhr

    Crans-Montana-Bar warb mit Feuerwerk für seine Partys

    Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS rückt nun auch früheres Werbematerial des Lokals in den Fokus. Ein Video zeigt Feuereffekte mit Champagnerflaschen.

  • Freitag, 2. Januar 2026, 4.16 Uhr

    Viele Verletzte mit schwersten Verbrennungen

    Zahlreiche der mehr als 110 Verletzten weisen lebensbedrohliche Verbrennungen auf. In der Universitätsklinik Lausanne (CHUV) wurden allein etwa 13 erwachsene und 8 minderjährige Brandverletzte aufgenommen, «deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist», wie der Chefarzt des Spitals Morges, Wassim Raffoul, RTS sagte.

    Hunderte Trauernde versammeln sich am Donnerstag nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
    Hunderte Trauernde versammeln sich am Donnerstag nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
    Bild: Keystone/Alessandro della Valle

    Raffoul sagte weiter, es handle sich um sehr schwere Verletzungen, deren Behandlung sehr lange dauern werde. Hinzu könne kommen, dass die Verletzten auch Rauchgasvergiftungen, Quetschungen sowie Knochenbrüche durch das Gedränge erlitten hätten. Durch das Verbrennen von Kunststoff könnten sehr giftige Dämpfe entstanden sein.

    Je nach Schweregrad der Verbrennung – also ihrer Tiefe und ihrer Ausdehnung – ist eine Hauttransplantation erforderlich. Wenn 60 Prozent oder mehr der Hautoberfläche verbrannt sind, besteht unter anderem das Risiko eines Multiorganversagens und damit Lebensgefahr.

  • 23.27 Uhr

    Foto zeigt den Moment des Feuerausbruchs

    Eine Fotoaufnahme zeigt den Moment, in dem sich die Decke der Bar «Le Constellation» entzündet. Die Partygäste feiern ausgelassen und halten Champagnerflaschen mit brennenden Wunderkerzen in die Höhe. Diese entzünden die schallabsorbierende Akkustikpaneele an der Decke. Ab diesem Moment war die verheerende Feuerkatastrophe nicht mehr aufzuhalten. 

    In diesem Moment beginnt die Brandkatastrophe bei der Silvesterparty: Wunderkerzen entzünden den Schallschutz an der Decke der Bar.
    In diesem Moment beginnt die Brandkatastrophe bei der Silvesterparty: Wunderkerzen entzünden den Schallschutz an der Decke der Bar.
    Bild: X/SuisseAlert
  • 22.30 Uhr

    Grosse Anteinahme auch am Abend

    In dem Abendstunden legen viele Menschen Blumen vor der Bar «Le Constellation» nieder und zünden Kerzen für die Opfer an. Der Schock steht den Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Es fliessen Tränen, einige Trauernde liegen sich in den Armen.

    Menschen versammeln sich in Crans-Montana vor der «Le Constellation». Sie zünden Kerzen an und legen Blumen nieder.
    Menschen versammeln sich in Crans-Montana vor der «Le Constellation». Sie zünden Kerzen an und legen Blumen nieder.
    Bild: Keystone
  • 20.51 Uhr

    Neues Video zeigt Panik nach Feuer-Inferno

    in auf Instagram verbreitetes Video zeigt das Ausmass der Katastrophe. Während im Hintergrund Flammen aus der Bar schlagen, sind verzweifelte Gäste am Eingang eingeklemmt. Dieser gilt als einziger Ausgang aus dem unteren Teil der Bar Le Constellation, die über zwei Ebenen verfügt.

    Auf dem Platz vor dem Lokal sind Schreie zu hören, mehrere Passanten halten die dramatischen Szenen mit ihren Handys fest.

  • 20.23 Uhr

    Frankreich nimmt Verletzte aus Schweizer Spitälern auf

    Frankreich nimmt Verletzte des Brandes in Crans-Montana in seinen Spitälern auf. Das gab Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag bekannt. Nach einem Telefonat mit Bundespräsident Guy Parmelin erklärte Macron auf X, Frankreich sei bereit, «jede Hilfe zu leisten», und dankte den im Einsatz stehenden Teams und Pflegekräften.

    Zur Anzahl der in Frankreich behandelten Verletzten oder zu den beteiligten Spitälern machte Macron keine Angaben. «Unsere Gedanken sind bei den Familien», schrieb er weiter und sprach der Schweiz die Solidarität Frankreichs aus.

  • 19.23 Uhr

    400 Personen besuchen Messe zu Ehren der Opfer von Crans-Montana

    Rund 400 Personen haben am Donnerstagabend an einer Messe zu Ehren der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS teilgenommen. Die Zeremonie in der Kirche dieser Ortschaft leitete der Bischof von Sitten VS, Jean-Marie Lovey, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

    Bereits am Nachmittag hatte die Diözese Sitten in einer Mitteilung erklärt, sie habe «mit Erschütterung» vom Drama in Crans-Montana Kenntnis genommen und «ihre Sorge, Nähe und ihr Mitgefühl für alle Opfer, ihre Angehörigen und Familien» zum Ausdruck gebracht.

    Sie bekundete auch «ihre Unterstützung und Dankbarkeit gegenüber allen Personen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Opfer eingesetzt haben, vor Ort oder in den verschiedenen Spitälern - als Pflegepersonal oder als Polizei-, Zivil- und Justizbehörden»

    Bischof Jean-Marie Lovey vom Bistum Sitten trauert um die Opfer der Brandkatastrophe und spricht den betroffenen Familien sein Beileid aus.
    Bischof Jean-Marie Lovey vom Bistum Sitten trauert um die Opfer der Brandkatastrophe und spricht den betroffenen Familien sein Beileid aus.
    Bild: Keystone
  • 18.07 Uhr

    Pressekonferenz beendet

    Damit ist die Pressekonferenz beendet.

  • 18.06 Uhr

    Regelmässige Kontrollen seien erfolgt

    Gemeindepräsident Nicolas Féraud betont, dass Bars und Restaurants in der Gemeinde regelmässig besucht und kontrolliert würden. Zur erlaubten Maximalbelegung der betroffenen Bar machte er jedoch keine Angaben. Auch zu den Besitzern der Bar Le Constellation äusserte sich Féraud nicht. Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sagte zudem, man wisse derzeit nicht, wie viele Personen sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Bar aufgehalten hätten.

  • 17.59 Uhr

    Keine Verhafteten

    Eine Journalistin will wissen, ob Personen aufgrund des Dramas verhaftet worden seien. Das verneint Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud. Es gebe derzeit keine Verdächtigen.

    Zum Alter der Opfer machen die Behörden keine Angaben. Aufgrund der Umstände, sagt Polizeikommandant Gisler, könne man aber sagen, dass es sich vor allem «um junge Personen, die am Feiern waren», gehandelt habe.

  • 17.55 Uhr

    Patiententransport ins Ausland möglich

    Staatsratpräsident Reynard sagt, dass bislang alle Verletzten in der Schweiz untergebracht worden seien. «Je nach Lage kann es aber sein, dass in den nächsten Stunden noch einige Patienten ins Ausland verlegt werden.»

    Bundespräsident Parmelin ergänzt, dass es bereits vonseiten des EDA Kontakte mit dem Ausland gegeben habe. «Es ist möglich, dass zwei Patienten, die derzeit in Zürich liegen, in den kommenden Stunden in ihr Heimatland Italien transferiert werden. Wir stehen mit den Behörden dort in Kontakt.»

  • 17.53 Uhr

    Noch keine Informationen zu Nationalitäten

    Zu den Nationalitäten der Opfer gibt es nun weitere Angaben. Diese werden jedoch noch nicht öffentlich geteilt. «Wir haben erste Zahlen, diese sind aber noch relativ grob. Aber zuerst werden wir mit den Familien sprechen», sagt Polizeikommandant Frédéric Gisler. 

  • 17.50 Uhr

    Keine Auskünfte zu möglichen Auslösern

    Auf Fragen zum möglichen Auslöser des Brandes äussert sich die Generalstaatsanwältin zurückhaltend. Auf die Frage, ob Champagnerflaschen mit Feuerwerk im Spiel gewesen seien, sagte Beatrice Pilloud: «Das Drama ist erst ein paar Stunden her – im Moment kann ich zum Hergang noch nichts sagen.»

    Auch zu den Besitzverhältnissen der Bar machte sie keine Angaben. Zur baulichen Situation, etwa ob die Treppe ins Untergeschoss eng gewesen sei, wollte Pilloud ebenfalls keine Stellung nehmen.

  • 17.49 Uhr

    Viele Patienten in kritischem Zustand

    Nun gibt es auch weitere Zahlen zu den Hospitalisierten. Matthias Reynard sagt, 30 Personen hätten sich selbst hospitalisiert. 80 Personen seien von den Rettungsdiensten des Kantons Wallis hospitalisiert worden, ein Grossteil befinde sich in kritischem Zustand. 20 Personen seien in andere Spitäler transportiert worden. 

  • 17.42 Uhr

    Mehrere Brand-Hypothesen

    Zur Brandursache laufen die Ermittlungen. Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud erklärte, es gebe derzeit mehrere Hypothesen. Die Hauptthese gehe davon aus, dass ein Raum Feuer gefangen habe und es anschliessend zu einer Explosion gekommen sei.

    Das forensische Institut Zürich sei mit einem Gutachten beauftragt worden, um die genaue Ursache zu klären. Derzeit liege der Fokus jedoch auf der Identifikation der Leichen – diese könne noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

  • 17.34 Uhr

    «Wir sehen die Trauer und das Leiden»

    Jetzt spricht Nicolas Féraud, der Gemeindepräsident von Crans-Montana. Er spricht von einem Moment «voller Trauer und Angst», der die gesamte Gemeinde auf brutalste Art und Weise treffe. «Hier sind Menschen gestorben. Wir sehen das Leiden der Angehörigen und Verletzten.» 

    Féraud gibt zudem genaue Zahlen bekannt: So seien bislang über 40 Tote und 115 grösstenteils Schwerverletzte gemeldet worden. 

  • 17.31 Uhr

    «Ein ganz furchtbarer Moment»

    Jetzt fährt Staatsrat Mathias Reynard vor. Er spricht nach wie vor von einem Drama mit «mehreren Dutzend Toten», eine genaue Anzahl nennt er weiterhin nicht.

    Den Angehörigen der Opfer spricht Reynard sein Beileid aus. «Es ist eine schwierige Zeit und viele Personen da draussen warten auf weitere Informationen. Aber: Die Identifizierung der Opfer, der Toten und Verletzten, wird noch eine Weile dauern.» 

    Reynard bedankt sich auch bei den anderen Kantonen, die ihre Solidarität kundgetan und vor allem auch Verletzte aufgenommen hätten. «Es ist ein ganz furchtbarer Moment.»

  • 17.27 Uhr

    «Die Schweiz trauert»

    Die Flaggen beim Bundeshaus wehen derzeit auf Halbmast. Das bleibe in den nächsten 5 Tagen so, sagt Parmelin. Er teilt zudem mit, dass er angesichts der Umstände auf die traditionelle Neujahrsansprache verzichte. Er dankt den Einsatzkräften: «Sie haben sehr viel Mut bewiesen, ich danke Ihnen.»

    «Die Schweiz trauert», sagt Parmelin zum Abschluss. «Es gibt aber Hoffnung. Ich will den Angehörigen und Verletzten sagen: Sie sind nicht allein. Wir sind hier, um euch zu helfen»

  • 17.19 Uhr

    «Feier endete im Drama, es ist schlimm», sagt Parmelin

    «Die Schweiz ist traurig – aber vereint»

    «Die Schweiz ist traurig – aber vereint»

    In Crans-Montana VS kommt es in der Silvesternacht zu einer Katastrophe. Hunderte Menschen werden bei einem Brand in einer Bar verletzt, dutzende Personen verlieren ihr Leben. Guy Parmelin äussert sich am Nachmittag.

    01.01.2026

    Jetzt spricht Bundespräsident Guy Parmelin. «Die Umstände sind absolut dramatisch», sagt er zu Beginn. «Der Bundesrat hat mit Bestürzung von den Ereignissen hier in Crans-Montana Kenntnis genommen.» Die Feier zum neuen Jahr sei in «einem Drama» geendet, dutzende Personen hätten ihr Leben verloren. Der Bundesrat spreche den Angehörigen der Opfer sein tiefstes Beileid aus.

    «Es ist eine der schlimmsten Tragödien, die es in diesem Land jemals gab», sagt Parmelin weiter. Er bedankt sich bei allen Ländern und Organisationen, die sich bei ihm gemeldet und ihre Dienste angeboten haben – etwa Italien, welches angeboten hatte, Schwerverletzte in seine Spitäler aufzunehmen. 

  • 17,15 Uhr

    Jetzt sprechen die Behörden und Parmelin

    Jetzt treten die Behörden erneut vor die Mikrofone. Mit dabei ist auch Bundespräsident Guy Parmelin. Weitere Teilnehmende:

    Herr Staatsratspräsident Mathias Reynard,

    Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport, Stéphane Ganzer,

    Generalstaatsanwältin Frau Beatrice Pilloud,

    der Kommandant der Kantonspolizei Wallis, Herr Frédéric Gisler

    und der Präsident der Gemeinde Crans-Montana, Nicolas Féraud.

  • 17.03 Uhr

    Parmelin im Wallis eingetroffen

    Guy Parmelin im Wallis. 
    Guy Parmelin im Wallis. 
    KEYSTONE

    Bundespräsident Guy Parmelin ist im Wallis eingetroffen. Er verschafft sich derzeit einen Überblick über die Lage und wird um 17.15 Uhr vor den Medien sprechen.

  • 16.53 Uhr

    Italienischer Aussenminister spricht von 47 Toten

    Nach Angaben des italienischen Aussenministers Antonio Tajani wird derzeit von 47 Todesopfern ausgegangen. Tajani sagte, er habe den ganzen Tag über in engem Kontakt mit den Schweizer Behörden gestanden. Nach dem Brand in der Schweiz gelten zudem 16 italienische Staatsangehörige als vermisst.

  • 15.42 Uhr

    Flaggen auf dem Bundeshaus stehen auf Halbmast

    Wer am Donnerstagnachmittag am Bundeshaus vorbeigeht, sieht die Schweizer Flagge auf Halbmast. Auch an weiteren Bundesgebäuden in Bern ist die Fahne gesenkt. Das Unglück wird als Tragödie von nationaler Tragweite gewertet.

    Die Flaggen auf dem Bundeshaus stehen auf Halbmast. 
    Die Flaggen auf dem Bundeshaus stehen auf Halbmast. 
    Bild: blue News

    Auf Anfrage bestätigt der Sprecher von Bundespräsident Guy Parmelin, dass die Trauerbeflaggung wegen des Unglücks in Crans-Montana angeordnet wurde. Parmelin wird zudem am späten Nachmittag gegen 17.15 Uhr in Sitten vor die Medien treten.

    Wann die Schweiz trauert und die Fahnen gesenkt werden, ist dabei genau geregelt. Eine Weisung des Bundes legt fest, in welchen Fällen Trauerbeflaggung gilt – etwa beim Tod eines Bundesratsmitglieds, beim Tod eines ausländischen Staatsoberhaupts oder bei schweren Katastrophen. In solchen Situationen ordnet der Bundesrat an, dass an Bundesgebäuden in der Agglomeration Bern die Schweizer Fahne auf Halbmast weht.

  • 15.35 Uhr

    US-Botschaft ruft eigene Bürger zur Meldung bei Angehörigen auf

    Die US-Botschaft in der Schweiz und in Liechtenstein hat amerikanische Staatsbürger*innen via Instagram dazu aufgerufen, Familien und Freunde über ihre Sicherheit und den Gesundheitszustand zu informieren. Für den Notfall verweist die Behörde auf eine Kontaktnummer, unter der sich Betroffene des Silvesterunglücks im Wallis melden können.

  • 14.05 Uhr

    Behörden vermuten «Flashover»

    Die Behörden haben neue Details zum Brand bekannt gegeben. Wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt, kam es in der Bar zu einem sogenannten «Flashover». Dabei ging der Brand schlagartig von der Entstehungsphase in einen Vollbrand über. In der Folge habe es eine oder mehrere Explosionen gegeben. Ein «Flashover» bezeichnet in der Branddynamik den Moment, in dem sich in einem geschlossenen Raum alle brennbaren Oberflächen gleichzeitig entzünden.

  • 13.34 Uhr

    Neues Video zeigt Bar-Decke in Flammen

    Die Nacht in Crans-Montana hinterlässt nicht nur vor Ort Spuren, sondern auch auf Social Media. Wie nun «Le Nouvelliste» berichtet, kursiert ein Video, welches zeigen soll, wie die Decke in der Bar Le Constellation Feuer fängt.

    Crans-Montana: Neues Video soll Bar-Decke in Flammen zeigen

    Crans-Montana: Neues Video soll Bar-Decke in Flammen zeigen

    Eine Explosion bei einer Silvesterfeier in Crans-Montana hat viele Verletzte und angeblich auch Tote gefordert.

    01.01.2026

  • 13.02 Uhr

    Erste Bilder zeigen die Bar von Innen

    In der Silvesternacht geriet diese Bar in Flammen. 
    In der Silvesternacht geriet diese Bar in Flammen. 
    AP
    Erste Bilder zeigen das Innere des Lokals. 
    Erste Bilder zeigen das Innere des Lokals. 
    AP
  • 12.10 Uhr

    Über ein Dutzend Brandopfer werden in Zürich behandelt

    Das auf Brandverletzungen spezialisierte Universitätsspital Zürich hat am Donnerstag schon über ein Dutzend Brandopfer aus Crans-Montana VS behandelt. Weiter würden vermutlich folgen, sagte ein Sprecher.

    Die Rettungshelikopter würden laufend neue Brandopfer aus Crans-Montana einfliegen, sagte ein Spitalsprecher auf Anfrage von Keystone-SDA. Am Donnerstagmittag seien es bereits über ein Dutzend gewesen.

    In der Schweiz gibt es zwei Zentren, die auf Verletzungen dieser Art spezialisiert sind: Die Universitätsspitäler Zürich und Lausanne.

  • 11.39 Uhr

    Bundespräsident meldet sich mit bewegenden Worten

    Am Tag seines Amtsantritts als neuer Bundespräsident hat sich Guy Parmelin mit bewegenden Worten zur Silvesternacht geäussert.

    Auf der Plattform X schrieb Parmelin: «Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft.»

    Der Bundesrat spreche den Opfern, den Verletzten und ihren Familien sein tiefstes Beileid aus, so Parmelin weiter.

  • 11.28 Uhr

    Video zeigt Situation in der Nacht

    Ein Video der Polizei zeigt wie die Situation nach dem Eintritt der Rettungskräfte aussieht. In der Nacht auf Donnerstag sind dutzende Einsatzkräfte in Crans-Montana den Opfern zur Hilfe geeilt.

    Feuertragödie in Crans-Montana: Video zeigt Situation in der Nacht

    Feuertragödie in Crans-Montana: Video zeigt Situation in der Nacht

    Eine Explosion bei einer Silvesterfeier in Crans-Montana hat viele Verletzte und auch Tote gefordert.

    01.01.2026

  • 11.05 Uhr

    Video zeigt Bar-Brand in Crans-Montana

    Augenzeugenvideo zeigt Feuer-Tragödie in Crans-Montana

    Augenzeugenvideo zeigt Feuer-Tragödie in Crans-Montana

    In der «Le Constellation Bar» in Crans-Montana kam es an Silvester zu einem Brand. Mehrere Menschen sind ums Leben gekommen, bestätigt die Polizei.

    01.01.2026

    Ein Video eines Augenzeugen zeigt lodernde Flammen im Inneren der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS. Dutzende Menschen stehen vor dem Gebäude, wie der kurze Ausschnitt zeigt.

    Ein weiteres Video zeigt, wie Personen vor der Bar auf dem Boden liegen. blue News zeigt dieses Video aus Pietätsgründen nicht.

  • 10.57 Uhr

    Spuren am Unglücksort deuten auf einen Brand hin

    Laut den Walliser Behörden weisen die Spuren am Unglücksort in Crans-Montana auf ein Feuer und nicht auf ein Attentat hin. Man habe Anzeichen gefunden, dass sich in der Bar ein Feuer entwickelt habe.

    Im Zuge dieses Feuers sei es zu Explosionen gekommen, sagte Staatsrat Stéphane Ganzer vor den Medien. Die Explosion sei nicht am Anfang des Geschehens gestanden.

    Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud konnte zum Brandherd in der Bar keine Angaben machen. Dafür sei es noch viel zu früh, sagte sie zur Frage eines Journalisten. Auch zu den Notausgängen aus der Bar äusserte sich Pilloud nicht. Sie bat um Respekt für die Angehörigen der zahlreichen Toten und Verletzten.

    In Crans-Montana feierten zahlreiche Menschen aus dem In- und Ausland in der Neujahrsnacht. Die Polizei konnte zu möglichen Opfern aus dem Ausland noch keine Angaben machen. Die Identifizierung sei im Gang, sagte Polizeikommandant Frédéric Gisler, und dazu gehöre es auch, die Angehörigen der Opfer zu informieren.

  • 10.55 Uhr

    Walliser Staatsrat ist den Tränen nah

    Den Verantwortlichen gehen die Szenen in Crans-Montana VS sichtlich nahe. Während einem Interview bei RTS zeigt sich Staatsrat Mathias Reynard tief berührt. «Es ist eine absolute Tragödie, sie lässt sich gar nicht in Worte fassen», sagt Reynard mit tränenerstickter Stimme. «Ich weiss gar nicht wirklich, was ich sagen soll – es ist wirklich hart. Man ist in Gedanken bei den Familien der Angehörigen – es ist hart. Wirklich hart. »

  • 10.45 Uhr

    Die Pressekonferenz ist beendet. Die Behörden werden sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit wenden.

  • 10.43 Uhr

    Zahl der Todesopfer nicht bekannt

    Wie viele Menschen genau ums Leben kamen, bleibt vorerst unklar – die Behörden halten sich mit konkreten Zahlen zurück. Auch zur Identität der Opfer wurden noch keine Angaben gemacht. «Dafür sei es zu früh», heisst es.

    Auch zur Ursache des verheerenden Feuers, das die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana zerstörte, gibt es noch keine abschliessenden Erkenntnisse. Zwar war zunächst von einer Explosion die Rede, doch Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud stellte nun klar: Eine Explosion habe es primär nicht gegeben.

  • 10.38 Uhr

    100 Menschen teils schwerverletzt

    Rund 100 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer, wie Staatsratspräsident Mathias Reynard bestätigte. Die Opfer wurden in der Nacht auf verschiedene Spitäler verteilt – nicht nur im Wallis, sondern auch über die Kantonsgrenzen hinaus.

    «Die Kapazitäten im Wallis sind ausgeschöpft», so Reynard. Zahlreiche Patienten mussten in ausserkantonale Spitäler, insbesondere in Universitätskliniken, verlegt werden. Der logistische Kraftakt läuft weiterhin auf Hochtouren – medizinische Teams, Rettungsdienste und Spezialisten arbeiten am Anschlag, um Leben zu retten.

  • 10.36 Uhr

    Besondere Lage ausgerufen – Behörden wollen Einsatzmittel mobilisieren

    Der Walliser Staatsrat hat wegen der Explosion in Crans-Montana die besondere Lage ausgerufen. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, hiess es in einem Communiqué.

    Die besondere Lage gelte demnach ab Donnerstag, 9 Uhr, schrieb der Staatsrat weiter. Der Einsatz dauert noch immer an. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich strikt an die Anweisungen der Einsatzkräfte zu halten und sich nicht in das betroffene Gebiet zu begeben. Den Betroffenen sprach der Staatsrat «seine grosse Solidarität» aus und spendete seine Gedanken den Opfern, ihren Familien und allen anderen Betroffenen.

  • 10.32 Uhr

    10 Helikopter und 40 Ambulanzen vor Ort

    10 Helikopter, 40 Ambulanzen und rund 150 Sanitäter stehen aktuell im Einsatz. Das Walliser Kantonsspital habe den Katastrophenzustand ausgerufen. Die Intensivstation und der OP-Block seien voll belegt, heisst es von den Behörden weiter. Wo möglich, seien Patienten in andere Spitäler verlegt worden, etwa nach Zürich. «Die Schweiz zeigt sich solidarisch». Um die Lage bewältigen zu können, habe der Staatsrat entschieden, die besondere Lage zu verhängen. 

  • 10.29 Uhr

    Unterstützung aus Zürich

    Die Behörden informieren zum Unglück in Crans-Montana.
    Die Behörden informieren zum Unglück in Crans-Montana.
    SRF

    Wie die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud erklärt, wurde ein umfassendes Verfahren eingeleitet. Die Ursache werde detailliert untersucht. 

    Zur Unterstützung haben sich die Walliser Behörden Verstärkung geholt: Das forensische Institut Zürich wurde beigezogen – insbesondere auch für die Identifizierung der zahlreichen Todesopfer. Denn die Dimension des Unglücks ist erschütternd:

    Laut Polizeikommandant Frédéric Gisler handelt es sich um mehrere Dutzend Tote – und ebenso viele Verletzte.

  • 10.26 Uhr

    «Wir sind in Gedanken bei den Opfern»

    Um 10.00 Uhr wurde eine Pressekonferenz angekündigt. Etwas verspätet treten Kantonspolizei, Gemeindepräsident und weitere Vertreter der Behörden vor die Medien. 

    Staatsratspräsident Mathias Reynard sagt: «Wir sind in Gedanken bei den Opfern und den Angehörigen. Es ist eine grosse Tragödie, an einem Abend des Feierns.» Er richtet sich an die Bevölkerung und an das ganze Land und bedankt sich für die Unterstützung aller Einsatzkräfte. Er dankt zusätzlich allen Spitälern, die Hilfe geboten hatten. 

    Sie informieren zur aktuellen Situation in Crans-Montana.  Laut der Polizei sind mindestens 100 Personen verletzt, «ein Grossteil schwer» – mehrere dutzend Personen seien tot. 

  • 09.38 Uhr

    Der aktuelle Stand in Crans-Montana

    Laut einer Mitteilung der Walliser Polizei sind bei dem Unglück mehrere Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Zahlen, die derzeit kursieren, sind erschütternd: Wie Le Nouvelliste berichtet, sollen rund 40 Menschen den Flammen zum Opfer gefallen sein. Nahezu 100 Personen wurden verletzt, viele davon schwer – mit grossflächigen Verbrennungen, wie eine medizinische Quelle gegenüber RTS bestätigte.

    Der Polizeisprecher Gaëtan Lathion sprach zudem von einer Explosion unbekannter Herkunft, die das Feuer entfacht haben könnte. Seit den Nachtstunden läuft ein riesiger Rettungseinsatz. Die Situation sei aber unter Kontrolle. Helikopter von Air Glaciers, der Rega sowie ein italienischer Rettungshelikopter bringen die Verletzten in umliegende Spitäler der Romandie.

    Das betroffene Gebiet wurde komplett abgeriegelt, über Crans-Montana wurde eine Flugverbotszone eingerichtet. Für Angehörige wurde eine Helpline unter 084 811 21 17 geschaltet.

    Seit den frühen Morgenstunden sind die Einsatzkräfte vor Ort.
    Seit den frühen Morgenstunden sind die Einsatzkräfte vor Ort.
    AFP

    Wegen des akuten Mangels an medizinischen Vorräten wurde das Universitätsspital Genf (HUG) aktiv: Es schickte gestern Abend dringend benötigte Medikamente an das Universitätsspital Lausanne (CHUV), wo zahlreiche Opfer versorgt werden. Das HUG selbst hat bereits erste Patienten aufgenommen und rechnet mit weiteren.

    Laut der Zeitung 24 Heures sind zudem Ärzte und Psychologen im Einsatz. In mehreren Teilen des Kurorts wurden provisorische Notunterkünfte für Verletzte eingerichtet. Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen. Weitere Details zur Ursache des Einsatzes stehen bislang noch aus.

  • 09.24 Uhr

    Erste Bilder zeigen Bar in Crans-Montana nach dem Unglück

    Laut Medienberichten sollen immer noch im Minutentakt Helikopter über Crans-Montana kreisen. Laut «Blick» soll ein Helikopter am Unispital Zürich gelandet sein. 

    Neue Bilder zeigen den Ort nach der Explosion.

    Die Einsatzkräfte sind bis Donnerstagmorgen im Einsatzt.
    Die Einsatzkräfte sind bis Donnerstagmorgen im Einsatzt.
    AFP
    Mehrere Menschen wurden getötet und weitere verletzt, als eine Explosion eine Bar in dem luxuriösen alpinen Skiort Crans Montana erschütterte.
    Mehrere Menschen wurden getötet und weitere verletzt, als eine Explosion eine Bar in dem luxuriösen alpinen Skiort Crans Montana erschütterte.
    AFP
  • 8.56 Uhr

    Medienberichte über «mehrere Dutzend» Tote

    «Rhône FM» berichtet, fahrlässiger Umgang mit Pyrotechnik könnte der Grund für die Tragödie gewesen sein. Weiter wird von «mehreren Dutzend» Toten geschrieben, wobei eine Quelle die Zahl 40 nenne. «Le Nouvelliste» will ebenfalls von mindestens 40 Toten und mindestens 100 Verletzten gehört haben.

  • 8.47 Uhr

    Bar liegt im Untergeschoss

    Laut «Inside Paradeplatz» gehört die Bar «einem Ehepaar aus dem französischen Korsika, das in der Gegend mehrere Gastrostätten betreibt». Das Duo habe das Etablissement 2015 übernommen. Bilder zeigen die Lage des Le Constellation im Untergeschoss des Gebäudes.

    Bilder der Bar Le Constellation auf «Tripadvisor»: Das Etablissement liegt im Untergeschoss. Links in der Mitte zeigt das Bild die Treppe zum Ausgang.
    Bilder der Bar Le Constellation auf «Tripadvisor»: Das Etablissement liegt im Untergeschoss. Links in der Mitte zeigt das Bild die Treppe zum Ausgang.
  • 8.22 Uhr

    Grosseinsatz im Gange – Flugverbot über Crans-Montana

    Die Kantonspolizei Wallis schreibt von einem «schwerwiegenden Vorfall», bei dem «mehrere Personen ums Leben» gekommen seien. Ein Grosseinsatz sei im Gange: Über Crans-Montana sei ein Flugverbot erteilt worden. Vor der Pressekonferenz um 10 Uhr würden keine weiteren Informationen gegeben, heisst es weiter.

  • 8 Uhr

    Viele Brandopfer

    Ein Arzt der Rega sagt RTS, dass die Spitäler in der Romandie mit Brandopfern überlastet seien. Die Bevölkerung soll die Ärztinnen und Ärzte möglichst entlasten und heute keine Risiken eingehen, heisst es weiter.

  • 7.43 Uhr

    Pressekonferenz um 10 Uhr

    Die Behörden haben für 10 Uhr eine Pressekonferenz anberaumt, die Frédéric Gisler durchführen wird, schreibt RTS. Der neue Kommandant der Walliser Kantonspolizei ist erst seit heute im Amt. Weiter heisst es, die Explosion habe im Keller der Bar stattgefunden, die im Untergeschoss liegt und Platz für bis zu 400 Gäste bietet.

  • 7.40 Uhr

    Polizei bestätigt «mehrere Verletzte und Tote»

    Die Ursache der Explosion ist laut Gaëtan Lathion, Sprecher der Walliser Kantonspolizei, noch unbekannt. Es habe «mehrere Verletzte und Tote» gegeben, fügte der Polizeisprecher hinzu. Mehr als hundert Personen hielten sich ihm zufolge zum Zeitpunkt der Explosion im Lokal auf.

    Die Kantons- und Stadtpolizei, die Feuerwehr und mehrere Helikopter waren am Ort des Geschehens im Einsatz. Für Familienmitglieder und Angehörige der Opfer wurde eine Helpline unter der Telefonnummer «084 811 21 17» in Betrieb genommen.

  • 7.14 Uhr

    Tote und Verletzte bei Silvesterfeier im Wallis

    In der Le Constellation Bar und Lounge in Crans-Montana VS ist in der Silvesternacht gegen 1.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen, nachdem es zuvor eine Explosion gegeben haben soll.

    Ein Augenzeuge sprach gegenüber «Blick» von Dutzenden Verletzten und auch Toten, die der Arzt gesehen haben will. Die Kantonspolizei bestätigte den Grossbrand: Ein kurzes Video auf X soll das Unglück zeigen. Gegenüber dem «Walliser Boten» räumen die Behörden ein, dass es mehrere Todesopfer geben soll.