«Hörte meine Kopfhaut reissen» Trainerin wird von Hund attackiert – in ihrem Leben ist nichts mehr wie zuvor

zis

25.6.2024

Ein Mastino Napoletano: Von einem solchen Hund wurde die Frau angegriffen. (Symbolbild)
Ein Mastino Napoletano: Von einem solchen Hund wurde die Frau angegriffen. (Symbolbild)
IMAGO/YAY Images

Eine Hundetrainerin wird von einem Hund in den Kopf gebissen. Danach ist nichts mehr in ihrem Leben wie zuvor. Die Geschichte. 

zis

25.6.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine Hundetrainerin wurde von einem Hund gebissen. 
  • Die Frau wurde dabei verletzt und lebt noch heute mit Einschränkungen. 

29 Stiche am Kopf und 9 an den Händen: Im Leben von Stefanie L. ist seit einem Augusttag 2021 nichts mehr wie zuvor. Die Hundetrainerin wurde bei einer Weiterbildung von einem Mastino Napoletano angegriffen und schwer verletzt. 

Wie sie im «Tagesanzeiger» berichtet, besuchte Stefanie L. damals einen Weiterbildungskurs in Solothurn, um ihre Zulassung für den Kanton Zürich zu behalten. Während einer Übung griff der Hund sie plötzlich an und biss sich in ihrem Kopf fest. «Ich hörte meine Kopfhaut reissen», so die Frau. Der Hund habe nicht mehr losgelassen.

Erst, als jemand Wasser über den Hund kippte, liess die Dogge ab. Der Angriff hinterliess nicht nur physische Narben, sondern führte auch zu einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Der Hund gehörte einer 31-jährigen Zürcherin, die ihn aus Tunesien importiert hatte. Bereits in der Vergangenheit zeigte der Hund auffälliges Verhalten und biss einen Tierarzt. Vor Gericht gab die Halterin zu, dass ihr Hund ein «Distanzproblem» habe und sie mehrere Tausend Franken für Training ausgegeben habe.

Chronische Schmerzen und psychische Probleme

Das Gericht entschied laut «Tagesanzeiger», dass die Verantwortung bei der Halterin lag, da sie wusste, dass ihr Hund problematisch war. Die Halterin focht den Strafbefehl an, da sie gemäss eigenen Aussagen nach Anweisung des Hundetrainers handelte und nicht gegen das Hundehaltegesetz verstossen habe.

Dennoch wurde sie schuldig gesprochen und musste zwei Drittel der Anwaltskosten sowie 300 Franken Busse zahlen. Stefanie L. musste nach dem Angriff zweimal operiert werden und leidet seitdem unter chronischen Schmerzen und psychischen Problemen.

Ihre Hundeschule betreibt sie nur noch zu 10 Prozent und benötigt eine Begleitperson. Ihren Bürojob verlor sie aufgrund der langen Krankheitszeit. Ob sie jemals wieder arbeiten kann, ist unklar. Sie hat sich bei der Invalidenversicherung angemeldet.

Der Mastino Napoletano erhielt eine Maulkorb- und Leinenpflicht, besucht aber weiterhin eine Hundeschule. Es geht ihm laut der Halterin besser als je zuvor.