PolitikTrede bis Hess: Stimmverhalten im Nationalrat verändert sich kaum
SDA
3.12.2025 - 12:01
Gemäss der Studie habe die Polarisierung im Nationalrat in den letzten Jahren kaum zugenommen. (Archivbild)
Keystone
In den letzten zwei Jahren hat sich das Stimmverhalten im Nationalrat kaum verändert. Eine Datenanalyse der Neuen Zürcher Zeitung verortet Parteien und Abgeordnete im politischen Spektrum und zeigt, dass es klare Parteilinien gibt.
Keystone-SDA
03.12.2025, 12:01
SDA
In den vergangenen zwei Jahren haben die Parteien im Nationalrat deutlich einheitlicher abgestimmt. Das ergab eine Analyse der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zur Entwicklung des Stimmverhaltens von Nationalrätinnen und Nationalräten seit 2004. Mittlerweile überlappe das Stimmverhalten von Abgeordneten zwischen den Fraktionen nicht mehr. Auch Abweichungen von der Parteilinie gibt es nur noch selten, wie das am Mittwoch publizierte Rating ergab.
In den letzten Jahren habe die Polarisierung im Nationalrat kaum merklich zugenommen, wie aus dem Rating hervorgeht. Generell verhalte sich das Stimmverhalten stabil. Einzig bei der Mitte wurde eine leichte Linkstendenz festgestellt. Innerhalb der SVP liegt das Stimmverhalten am weitesten auseinander. Im Vergleich dazu sei die ideologische Spannbreite innerhalb der SP-Fraktion um ein Vielfaches kleiner.
Verglichen mit SP und Grünen seien die Differenzen innerhalb von FDP und Mitte grösser, ergab die Datenanalyse. Zwar hätten die Bürgerlichen geschlossener gestimmt als in der Vergangenheit, von der Parteidisziplin von Linksgrün sei man aber trotzdem noch ein gutes Stück entfernt. Auf der Skala steht Grünen-Fraktionschefin Aline Trede am weitesten links – am rechten Ende des Spektrums befindet sich SVP-Nationalrat Erich Hess.
Die Ratingwerte der Nationalratsabgeordneten wurden anhand der «DW Nominate»-Methode berechnet. Ursprünglich für den amerikanischen Kongress entwickelt, können damit die politischen Positionen der Nationalratsabgeordneten auf einer Skala von -10 (links) bis 10 (rechts) abgebildet werden.
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Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
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