Zollstreit tobt weiter Trump schimpft erneut: «Die Schweizer sagen: ‹Oh ja, wir sind klein und brilliant›»

Dominik Müller

22.4.2026

Ist nicht zufrieden mit den Handelsbeziehungen zur Schweiz: US-Präsident Donald Trump.
Ist nicht zufrieden mit den Handelsbeziehungen zur Schweiz: US-Präsident Donald Trump.
Keystone

Im Zollstreit mit den USA sieht sich die Schweiz erneut mit Kritik konfrontiert. Donald Trump verlangt mehr finanzielle Zugeständnisse. Gleichzeitig laufen die Gespräche über ein Handelsabkommen weiter.

Dominik Müller

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Schweiz und die USA verhandeln nach Trumps Zollpolitik weiter über ein Handelsabkommen.
  • Die Zölle wurden zwar von 39 auf 15 Prozent gesenkt, doch Trump fordert nun erneut höhere Zahlungen von der Schweiz.
  • Hauptkritikpunkt bleibt das aus US-Sicht hohe Handelsdefizit gegenüber der Schweiz von rund 40 Milliarden Dollar.

Das Zoll-Wirrwarr zwischen der Schweiz und den USA hält noch immer an: Nach US-Präsident Donald Trumps Zollhammer im letzten Sommer und einer anschliessenden Korrektur durch ein Urteil des Supreme Courts, verhandeln die beiden Länder derzeit ein Handelsabkommen. Bundespräsident Guy Parmelin reiste deshalb kürzlich nach Washington.

Die ursprünglich von den USA verhängten Zölle in Höhe von 39 Prozent wurden im vergangenen Jahr auf 15 Prozent gesenkt. Nun hat sich Trump erneut zur aktuellen Situation geäussert. In einem Interview mit dem TV-Sender «CNBC» erklärte er am Dienstag, die Schweiz zahle bislang lediglich «ein bisschen» an die USA und sollte seiner Ansicht nach «viel mehr zahlen». Er ergänzte: «Wir werden das noch erhöhen».

Die Schweiz und andere Staaten seien laut Trump nur Elite-Länder, «weil wir ihnen erlauben, mit 40 Millionen Dollar pro Jahr davonzukommen». Und er ergänzt: «Aber das mache ich nicht mehr.»

Trump stört sich an Handelsdefizit

Um diese These zu untermauern, führt er die Schweiz als Beispiel an: «Die Schweizer sagen: ‹Oh ja, wir sind klein und brilliant.› Sie sind nur brilliant, weil sie uns fast nichts zahlen.»

Trumps Kritik richtet sich vor allem gegen das Handelsdefizit der USA gegenüber der Schweiz, das er auf rund 40 Milliarden Dollar schätzt. Bereits im Januar hatte er beim WEF in Davos betont, dass ein kleines Land wie die Schweiz ein unverhältnismässig hohes Defizit verursache.


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