Über 30 Brandopfer in SpezialzentrenSchweizer Spitäler nach Silvesterunglück im Wallis am Limit
SDA
1.1.2026 - 14:17
Nach dem Unglück in Crans-Montana stehen Spitäler unter Druck.
AP
Die Universitätsspitäler Zürich und Lausanne behandeln derzeit über 30 Schwerverletzte nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana. Beide Kliniken arbeiten im Krisenmodus – und rechnen mit weiteren Patientinnen und Patienten.
Nach dem Brand in Crans-Montana werden Dutzende Verletzte in den spezialisierten Verbrennungszentren in Lausanne, Zürich und Genf medizinisch versorgt.
Die Spitäler haben ihre Kapazitäten erhöht, Krisenpläne aktiviert und rechnen mit weiteren Verlegungen von Patientinnen und Patienten.
Eine genaue Einschätzung der Verletzungsschwere ist noch nicht möglich; laufende Triage und ärztliche Evaluierungen bestimmen die weitere Behandlung.
Die Schwerverletzen wurden per Rettungshelikopter aus dem Wallis in die Verbrennungungszentren an den Universitätsspitälern Zürich und Lausanne (Chuv) transportiert. Es sind die beiden einzigen Zentren in der Schweiz, die auf Brandverletzungen spezialisiert sind.
Beide Kliniken rechnen mit weiteren Aufnahmen und haben ihre Kapazitäten erhöht. Die Rettungshelikopter würden laufend neue Brandopfer aus Crans-Montana einfliegen, sagte ein Sprecher des Universitätsspitals Zürich der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Am Donnerstagmittag seien es bereits über ein Dutzend gewesen. Sechs Patientinnen und Patienten werden zudem im Universitätsspital Genf (HUG) betreut.
Chuv im Krisenmodus
In der Westschweiz werden die Betroffenen insbesondere im Verbrennungszentrum am Chuv sowie in den Intensivpflegestationen für Erwachsene und Kinder dieses Spitals medizinisch versorgt. Nach Angaben des Chuv sind momentan alle vorgesehenen Patientinnen und Patienten aufgenommen worden. Weitere Verletzte werden in den nächsten Stunden nicht erwartet, allerdings sind spätere Verlegungen von Brandopfern aus anderen Spitälern weiterhin möglich.
«Wir wurden vom Wallis vor der Ankunft der Patientinnen und Patienten informiert und mussten Verlegungen vornehmen, um Platz zu schaffen. Wir haben zusätzliche Teams mobilisiert und ein Krisendispositiv eingerichtet», sagte Chuv-Direktorin Claire Charmet in der Sendung «Le 12h30» des Westschweizer Fernsehens RTS.
Derzeit funktionieren die Notaufnahmen für Erwachsene und Kinder normal, und Patientinnen und Patienten können das Chuv aufsuchen falls nötig. «Wir werden in den nächsten 24 Stunden eine Bilanz ziehen, um zu sehen, wie lange wir das durchhalten können, ob die Patienten hierbleiben, ob gewisse ausländische Patienten in ein Zentrum für Schwerbrandverletzte in ihrem Herkunftsland verlegt werden können», so Charmet.
Walliser Kantonsspital hat Katastrophenplan aktiviert
Es sei derzeit zu früh, um eine Aussage über den Schweregrad der Verletzungen zu machen, betont die Direktorin. Die Patientinnen und Patienten werden von den Ärztinnen und Ärzten laufend evaluiert.
Das Triagezentrum im Wallis hat eine erste Sichtung der Patienten vorgenommen. Je nach Schweregrad und Art der Verletzung wurden sie anschliessend auf jene Zentren verteilt, die über die notwendigen Ressourcen verfügten.
Das Spital in Sitten, das die Mehrheit der Opfer aufnimmt, hat den Katastrophenplan aktiviert. Auch das Genfer Universitätsspital (HUG) ist mobilisiert. Es betreut derzeit sechs Patientinnen und Patienten, von denen vier per Helikopter und zwei mit der Ambulanz eingeliefert wurden, wie eine Sprecherin gegenüber Keystone-SDA erklärte.
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