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Die Sender der SRG sind heute nicht mehr über UKW zu hören. (Archivbild)
sda
Die Schweiz hält am UKW-Radio fest – und regelt die Zukunft der Frequenzen neu. Der Bund hat entschieden, wie die Vergabe ab 2027 abläuft. Klar ist: Bestehende Sender profitieren, während andere um ihre Plätze kämpfen müssen.
Die geplante Abschaltung des UKW-Radios ist vom Tisch. Nachdem das Parlament Ende 2025 eine Kehrtwende beschlossen hatte, hat das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) nun festgelegt, wie es mit den Frequenzen weitergeht.
Die analoge Verbreitung bleibt auch nach 2026 möglich, allerdings auf freiwilliger Basis. Gleichzeitig werden die Konzessionen neu geordnet und bis 2034 geregelt.
Von der neuen Regelung profitieren vor allem etablierte Anbieter. Die SRG sowie 25 private Radios mit Leistungsauftrag können ihre bisherigen Frequenzen behalten – sofern sie rechtzeitig ein Gesuch einreichen.
Damit bleibt ein grosser Teil des UKW-Netzes in bekannten Händen. Der Bund will so sicherstellen, dass die Grundversorgung weiterhin gewährleistet ist.
Anders sieht es für Radios ohne Leistungsauftrag aus. Ihre bisherigen Frequenzen werden neu vergeben. Dazu schnürt das Bakom sogenannte Frequenzpakete, die öffentlich ausgeschrieben werden.
Die Liste dieser Pakete soll im Frühling 2026 veröffentlicht werden. Bewerbungen sind bis Ende Juni möglich. Kommt es zu mehreren Interessenten, entscheidet eine Auktion im Herbst über den Zuschlag.
Die SRG will ihre Programme künftig wieder auch über UKW verbreiten. Parallel dazu setzt sie weiterhin auf digitale Verbreitung über DAB+.
Hintergrund ist der politische Druck sowie die Erwartungen aus der Bevölkerung. Nach der Abschaltung im Jahr 2024 verlor die SRG deutlich an Reichweite.
Die Rückkehr zur analogen Technik ist allerdings nicht unumstritten. Innerhalb der Branche gibt es unterschiedliche Einschätzungen, wie sinnvoll ein Festhalten an UKW ist.