Kantone Zürich und Aargau – Jede dritte Corona-Neuinfektion durch Reiserückkehrende

Agenturen/red

5.8.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 722’801 Personen. 10’909 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 200’652’700, die Zahl der Toten auf 4’263’709.

Vor dem Winter wird eine dritte Corona-Impfung zur Auffrischung notwendig. Davon geht der Impfstoff-Hersteller Moderna aus. Nach etwa sechs Monaten werde die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes nachlassen, deshalb glaube Moderna, dass eine dritte Dosis, ein sogenannter Booster, noch vor dem Winter notwendig werde, heisst es im Begleittext zu den am Donnerstag in den USA veröffentlichten Zahlen des Unternehmens.

Moderna und Biontech/Pfizer hatten bereits signalisiert, ihre Impfstoffe würden nach sechs Monaten eine Wirksamkeit von lediglich noch 84 Prozent erreichen - nach 94 beziehungsweise 95 Prozent in der ersten Zeit. Moderna teilte am Donnerstag weiter mit, dass Tests im Frühstadium gezeigt hätten, dass der Booster-Kandidat als Impf-Auffrischung gegen die besorgniserregenden Covid-Varianten, einschliesslich Delta, wirksam sei.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das BAG meldet 1024 Neuinfektionen bei 17‘530 Tests. Eine Person starb an den Folgen von Covid-19, 37 wurden hospitalisiert.
  • Noch sind die Grenzen der USA für Menschen aus Europa und anderen Übersee-Regionen dicht. Die US-Regierung hat noch nicht entschieden, ob künftig von fast allen einreisenden Ausländern der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangt werden soll.
  • Der französische Verfassungsrat hat grünes Licht für eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und die Ausweitung der Nachweispflicht gegeben. Ein entsprechendes Gesetz bestätigte das Oberste Gericht.
  • Der chinesische Pharmakonzern Sinovac will in einer neuen Fabrik in Chile Impfstoffe gegen das Coronavirus herstellen. Auch ein Forschungszentrum ist geplant.

Agenturen/red

5.8.2021

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    Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

  • 21.39 Uhr
    Reiserückkehrende bringen Corona in die Schweiz

    Eine grosse Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Kantonen Aargau und Zürich sind auf Ferienrückkehrende zurückzuführen. Auch die Spitaleinweisungen seien wieder zunehmend, berichtet «20 minuten». Laut Jérôme Weber, Sprecher der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, sei ein Grossteil der infizierten Rückkehrer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren und reise aus den Balearen, dem spanischen Festland, den griechischen Inseln oder Zypern in die Schweiz ein. Die Kantone fordern nun zum Testen auf. Auch das Bundesamt für Gesundheit hat diese Woche dazu aufgerufen, sich bei der Einreise testen zu lassen.

  • 20.55 Uhr
    China will dieses Jahr zwei Milliarden Corona-Impfdosen ins Ausland liefern

    China will in diesem Jahr nach den Worten von Präsident Xi Jinping insgesamt zwei Milliarden Impfdosen gegen das Coronavirus ins Ausland liefern. Zudem werde Peking 100 Millionen Dollar (85 Millionen Euro) an die Covax-Initiative zur Impfstoffverteilung an arme Länder spenden, erklärte Xi laut chinesischen Staatsmedien am Donnerstag.

    Nach Angaben des Aussenministeriums in Peking hat das Land bislang bereits mehr als 700 Millionen Corona-Impfdosen ins Ausland exportiert.

  • 20.23 Uhr
    Israel verteidigt Auffrischungsimpfungen als «grossen Dienst» für die Welt

    Israels Ministerpräsident Naftali Bennett hat die Auffrischungsimpfungen für ältere Menschen als «grossen Dienst» für die Welt verteidigt, während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der Ungleichverteilung von Impfstoffen einen vorübergehenden Stopp für dritte Impfdosen gefordert hat. «Israel geht hier mit etwas voran, das einen grundlegenden Beitrag zum globalen Wissen leistet», sagte Bennett am Donnerstag. Sein Land erweise der Welt einen Dienst, indem es die dritte Impfung an seiner Bevölkerung teste.

    Israeli Prime Minister Naftali Bennett accompanies his mother, Mirna Bennett, to be vaccinated with a third coronavirus vaccine shot, in Haifa Israel, Tuesday, Aug. 3, 2021. (Elad Gershgoren/Pool via AP)
    Israels Ministerpräsident Naftali Bennett begleitet seine Mutter, Mirna Bennett, zu ihrer dritten Corona-Impfung in Haifa. 
    Bild: KEYSTONE/Elad Gershgoren

    Fast 60 Prozent der 9,3 Millionen Einwohner Israels haben bereits zwei Impfungen erhalten. Für Menschen über 60 Jahren wurde zuletzt eine Auffrischungsimpfung eingeführt. Die WHO hingegen plädierte dafür, mit der dritten Dosis bis September zu warten, um erstmal in Ländern zu impfen, wo grosse Teile der Bevölkerung noch keinen Wirkstoff erhalten haben.

    Die ungleichmässige Impfstoffverteilung wischte Bennett beiseite und verwies auf Israels relativ kleine Bevölkerung. Hingegen werde das in diesem Prozess gewonnene Wissen «sofort mit der ganzen Welt geteilt». «Ohne uns wüsste die Welt nicht, wie hoch die Wirksamkeit der Auffrischungsimpfungen genau ist, wie sie sich auf Infektionen auswirken und wie sie schwere Erkrankungen beeinflussen», sagte er.

    Seine Äusserungen waren Teil einer Kampagne, mit der vor allem rund eine Million ungeimpfte jüngere Israelis zur Impfung ermutigt werden sollen. «Es ist, als ob Sie mit einem automatischen Gewehr herumlaufen und mit Delta-Varianten auf Menschen schiessen», sagte Bennett über Umgeimpfte. Er warnte die Bevölkerung vor einem neuen Lockdown, würden die Impfraten nicht steigen.

    Seit Sonntag wurden in Israel durchschnittlich mehr als 3000 neue Corona-Fälle pro Tag registriert. 250 Menschen sind ernsthaft erkrankt. Israel hatte die meisten Corona-Beschränkungen Anfang Juni aufgehoben, begann aber im vergangenen Monat, einige wieder einzuführen.

  • 19.52 Uhr
    Malaysia: Erstmals mehr als 20'000 Corona-Fälle an einem Tag

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Tag hat in Malaysia erstmals die Marke von 20'000 überschritten. Damit hat sich die Ansteckungsrate trotz landesweitem Lockdown binnen drei Wochen verdoppelt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Demnach wurden am Donnerstag 20 596 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen in dem südostasiatischen Land liegt damit bei rund 1,2 Millionen.

    In der Bevölkerung macht sich zunehmend Wut über das Krisenmanagement der Regierung breit, die Rücktrittsforderungen an Ministerpräsident Muhyiddin Yassin werden lauter. Im Bemühen um mehr Tempo bei den Impfungen erteilte das Gesundheitsministerium dem Präparat von Moderna am Mittwoch eine Notfallzulassung. Fast ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung Malaysias ist vollständig geimpft.

  • 18.33 Uhr
    Corona-Fälle in Grossbritannien steigen wieder an

    Nach einem überraschenden Rückgang der Corona-Zahlen in Grossbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen. Am Donnerstag wurden erstmals wieder mehr als 30'000 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den offiziellen Zahlen der britischen Regierung hervorgeht. In den vergangenen Tagen hatten die täglichen Fallzahlen darunter gelegen.

    Am 19. Juli waren in England fast alle noch geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben worden – auch Nachtclubs öffneten wieder und die Maskenpflicht wurde vielerorts abgeschafft. Dass danach die Fallzahlen für eine Weile zurückgingen, hatte Epidemiologen sowie die Öffentlichkeit überrascht. Danach hatten sie sich bei um die 20'000 Fälle täglich eingependelt, bevor sie nun wieder zunahmen. Ob der aktuelle Anstieg nun die gefürchtete Trendwende einleitet, ist noch nicht erkennbar.

  • 18.19 Uhr
    US-Regierung: Noch keine Entscheidung zu Impfpflicht bei Einreise

    Die US-Regierung hat noch nicht entschieden, ob künftig von fast allen einreisenden Ausländern der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangt werden soll. «Die Vereinigten Staaten werden die aktuellen Einreisebeschränkungen beibehalten», sagte der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, am Donnerstag. Die Gespräche, wie die Regierung künftig wieder «einheitlich und sicher» Einreisen ermöglichen könne, liefen noch. Dafür «könnte» der Nachweis der Impfung zur Voraussetzung werden, «aber das ist zum jetzigen Punkt nicht entschieden», sagte Zients.

    Passengers arriving at the International Terminal of Chicago's O'Hare International Airport are blurred by a one-second exposure, April 10, 2000, as they walk from passport control booths to claim their luggage. About 4.2 million passengers pass through the terminal every year, six million if pre-cleared charters are included. (KEYSTONE/AP Photo/Ted S. Warren)
    Die US-Regierung arbeitet an Plänen, wie eine mögliche Lockerung der geltenden Einreisebeschränkungen ausgestaltet werden könnte. (Symbolbild)
    Bild: KEYSTONE/Ted S. Warren

    Die US-Regierung hat bislang keinen Zeitplan für eine Aufhebung der weitgehenden Reisesperre für Menschen aus Europa und einigen anderen Staaten angekündigt. Zients betonte, angesichts der hochansteckenden Delta-Variante sei dies aktuell kein Thema. Bei den Gesprächen für das neue System gehe es darum, jetzt Vorschriften zu entwickeln, damit die US-Regierung bereit sei, «wenn die richtige Zeit gekommen ist, um zu prüfen, Reisen wieder zu ermöglichen», sagte Zients.

    US-Medien hatten am Mittwochabend berichtet, die Regierung wolle ein System einführen, wonach alle ankommenden Ausländer künftig eine vollständige Corona-Impfung nachweisen müssten.

  • 17.31 Uhr
    Oberstes Gericht bestätigt Impfpflicht in Frankreich

    Der französische Verfassungsrat hat grünes Licht für eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und die Ausweitung der Nachweispflicht gegeben. Ein entsprechendes Gesetz bestätigte das Gericht in grossen Teilen, wie es am Donnerstag mitteilte. Damit steht den strengeren Hygienevorschriften im Grossen und Ganzen nichts mehr im Weg. Die Regierung will, dass sie schon ab nächster Woche gelten.

    Kritik gab es vom Verfassungsrat aber an einigen Details, etwa einer geplanten Quarantänepflicht von zehn Tagen für positiv Getestete. Dies sei weder notwendig noch verhältnismässig, urteilte die Instanz. Auch bestimmte berufliche Konsequenzen für Menschen, die etwa in Restaurants oder Museen arbeiten, liess das Gericht durchfallen.

    Konkret geht es um Menschen, die an einem Ort arbeiten, an dem künftig ein Nachweis notwendig ist. Auch sie müssen diesen dann erbringen. Tun sie das nicht, kann das Konsequenzen haben. Dem Verfassungsrat zufolge dürfen befristete Verträge bei fehlendem Nachweis aber nicht vorzeitig beendet werden.

  • 16.16 Uhr 
    Moderna entwickelt Auffrischungsimpfung

    Wie das US-Pharmaunternehmen Moderna in einer heute veröffentlichten Mitteilung schreibt, befinde man sich bereits in einer Phase-II-Studie für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus. Laut dem Unternehmen bewirke der modifizierte Impfstoff dabei auch eine «robuste Immunantwort» gegen die Delta-Variante und andere Mutanten. Wie es weiter heisst, zeige der bisherige Impfstoff nach der zweiten Dosis auch nach sechs Monaten noch eine Wirksamkeit von 93 Prozent. 

    Wie der «Blick» und andere Medien meldeten, brauche es beim Moderna-Impfstoff laut dem Pharmaunternehmen bereits vor dem Winter eine Auffrischungsimpfung. In der Schweiz müssten laut der Zeitung demnach rund zwei Drittel der Geimpften eine Moderna-Auffrischung bekommen.

    Auf Nachfrage beim Bundesamt für Gesundheit BAG habe es indes geheissen: «Wir nehmen die Empfehlung des Impfstoffherstellers Moderna zur Kenntnis. Zum heutigen Zeitpunkt ist in diesem Jahr für die breite Bevölkerung keine Auffrischungsimpfung vorgesehen». Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic habe auch noch kein entsprechendes Zulassungsgesuch erhalten.  

    Carol Moser, Fachperson Impfen, zieht den Covid-19 Impfstoff von Moderna in Spritzen auf, im Impfzentrum Bernexpo, am Montag, 10. Mai 2021, in Bern. Im heute geoeffneten Impfzentrum Bernexpo (IZBE) werden bei voller Auslastung bis zu 4000 Impfungen pro Tag moeglich sein. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Eine Moderna-Impfung wird vorbereitet: Neben Biontech/Pfizer entwickelt auch Moderna eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus. 
    Bild: Keystone
  • 15.22 Uhr 
    Israelischer Regierungschef hofft auf Influencer

    Angesichts einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Israel setzt Regierungschef Naftali Bennett auf Influencer. Bei einem Treffen am Donnerstag rief er mehrere Dutzend israelischer Internet-Stars auf, sich bei jungen Leuten für eine Impfung stark zu machen.

    Sie sollten so viele wie möglich im Alter von zwölf und darüber überzeugen, sich impfen zu lassen und Masken zu tragen, sagte er. Sie könnten so dazu beitragen, Leben zu retten: «Es liegt an jedem Einzelnen von euch, 30 bis 40 Menschenleben zu retten», sagte er zu den Jungstars. «Das ist eine Gelegenheit, die ich mit 16, 17 oder 19 nicht hatte.»

    Der Begriff «Meinungsmacher» sei nie bedeutsamer gewesen, sagte auch der israelische Facebook-Chef Adi Soffer Teeni. «Wir können es nicht ohne euch schaffen.» Nach Daten des israelischen Gesundheitsministeriums sind mittlerweile knapp 58 Prozent der Bevökerung von rund 9,3 Millionen Menschen geimpft. Der Anteil der geimpften Teenager und jungen Erwachsenen ist allerdings noch deutlich niedriger als unter den übrigen Altersgruppen.

  • 15.05 Uhr
    Frankreich will ab Herbst eine Auffrischung für Gefährdete

    Alte und besonders gefährdete Menschen sollen in Frankreich von September an eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Staatschef Emmanuel Macron sagte am Donnerstag in einem Video auf Instagram, man bereite dies für den Beginn des neuen Schuljahres vor. Es brauche im Kampf gegen das Coronavirus Auffrischungen. Eine dritte Dosis sei aber nicht sofort für alle notwendig.

    Frankreich kämpft zurzeit gegen eine vierte Corona-Welle. Die Zahl der Neuansteckungen pro 100'000 Menschen innerhalb einer Woche lag zuletzt bei 225. In den vergangenen Tagen stieg der Wert aber nicht mehr so schnell wie noch vor wenigen Wochen. In einigen französischen Gebieten gelten wegen der hohen Infektionszahlen mittlerweile wieder strengere Regeln wie eine Maskenpflicht im Freien oder frühere Schliesszeiten für Geschäfte. Etwa 54 Prozent der Menschen in Frankreich sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft, knapp 65 Prozent erhielten mindestens eine Dosis.

  • 14.49 Uhr 
    Moderna mit 2,8 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

    Dank des hohen Bedarfs an Corona-Impfstoffen hat die US-Biotechfirma Moderna ihren bislang höchsten Quartalsgewinn verbucht. In den drei Monaten bis Ende Juni verdiente das Unternehmen unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Franken), wie es am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten einen Verlust von 117 Millionen Dollar verursacht. Modernas Erlöse stiegen von 67 Millionen auf 4,4 Milliarden Dollar.

    Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Impfstoffhersteller auf Basis seiner bereits getroffenen Verkaufsvereinbarungen mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar und hob die bisherige Prognose damit noch einmal etwas an. Obwohl die Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertrafen, fiel die Aktie vorbörslich zunächst. Der Kurs war in den vergangenen Tagen allerdings auch kräftig gestiegen und liegt im bisherigen Jahresverlauf mit über 300 Prozent im Plus.

    Der Corona-Impfstoff hat dem US-Unternehmen Moderna einen satten Quartalsgewinn eingebracht. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 14.01 Uhr 
    Corona-Infektionen im Aargau steigen stark an

    Im Kanton Aargau steigen die Infektionen mit dem Coronavirus stark an. Zahlreiche Fälle betreffen Rückkehrer aus den Ferien. Auch Spitaleinweisungen nehmen zu. Der Kanton sorgt sich im Hinblick auf das Ende der Schulferien.

    Dies teilte das kantonale Departement für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mit. Im Juli haben sich im Aargau 861 Personen mit dem Coronavirus infiziert – im Juni waren es noch 439 gewesen. Mehr als ein Drittel der Fälle sei auf Ferienrückkehrer zurückzuführen. «Im Hinblick auf das Ende der Schulferien in der kommenden Woche ist das eine beunruhigende Entwicklung», heisst es in der Mitteilung.

    Auch die Spitaleintritte wegen einer Covid-19-Erkrankung nehmen seit Ende Juli zu. Am 3. August sind kantonsweit elf Personen neu ins Spital gebracht worden. Fast alle der Betroffenen sind gemäss Mitteilung ungeimpft.

    Das RKI registrierte über 3500 Neuinfektionen.
    Medizinisches Personal nimmt einen Abstrich für einen Corona-Test vor: Im Kanton Aarau gehen die Fallzahlen derzeit wieder stark nach oben. (Symbolbild)
    Foto: Matthias Balk/dpa
  • 13.30 Uhr 
    BAG meldet 1024 Neuinfektionen und 1 Todesfall

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 1024 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 17‘530 Tests gemeldet worden. Das BAG registrierte zugleich einen neuen Todesfall und 37 Spitaleinweisungen.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am Freitag vor zwei Wochen (23. Juli) bei 1,07. Mit 99,3 Prozent macht die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus fast alle Fälle aus.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 69,30 Prozent. 6,00 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt habe man bis Sonntagnachmittag 10'162'800 Impfdosen erhalten, so das BAG, und 8'839'325 Impfdosen seien bis dann an die Kantone und an das Fürstentum Liechtenstein ausgeliefert worden. Bis Donnerstagvormittag wurden wiederum insgesamt 9'074'809 Dosen verabreicht, und 48,74 Prozent der Bevölkerung waren vollständig geimpft.

  • 12.28 Uhr 
    Genf führt Test- oder Impfpflicht fürs Pflegepersonal ein

    Der Kanton Genf ist der erste Kanton, in dem das Pflegepersonal in  öffentlichen und privaten medizinischen Einrichtungen künftig über ein Covid-Zertifikat verfügen muss. Wie der «Blick» berichtet, hat der Genfer Staatsrat eine entsprechende und ab dem 23. August geltende Vorgabe beschlossen. Auf diese Weise solle das Ansteckungsrisiko in den Gesundheitseinrichtungen verringern werden. 

    Personen, die kein gültiges Covid-Zertifikat hätten, müssten sich alle sieben Tage einem Test unterziehen. Der Arbeitgeber habe sicherzustellen, dass sich die Mitarbeitenden an die Vorgaben halten würden – andernfalls drohten Strafen. 

    Ärzte und Pflegepersonal im Einsatz: Im Kanton Genf müssen die Angestellten in entsprechenden Einrichtungen künftig ein Covid-Zertifikat vorweisen oder sich regelmässig testen lassen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.42 Uhr
    Experte hält Lockdown in Israel für möglich

    Angesichts zunehmender Corona-Infektionen in Israel hält ein hoher Beamter des Gesundheitsministeriums einen Lockdown noch vor dem Monatsende nicht mehr für unmöglich. «Derzeit würde ich keinen Lockdown verhängen», betonte Nachman Ash, der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, am Donnerstag im israelischen Militärrundfunksender. Er hoffe, dass die dritte Impfung für über 60-Jährige und die vom Kabinett beschlossenen Massnahmen griffen. Sollte es aber bei der andauernd hohen Zahl der Neuinfektionen bleiben, «müssen wir in zwei oder drei Wochen eine andere Entscheidung treffen».

    In Israel sind an drei aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 3000 Neuinfektionen pro Tag registriert worden, am Mittwoch waren es 3430 neue Fälle gewesen. Insgesamt 250 Patienten waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums schwer krank. In Israel sind etwa 58 Prozent der Bevölkerung von rund 9,3 Millionen Menschen geimpft. Mehr als 262'000 Menschen haben bereits eine dritte Impfung erhalten.

  • 10.55 Uhr 
    Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen auf über 5000 Fälle

    Die Corona-Infektionen in der Olympiastadt Tokio sind erstmals über die Marke von 5000 Fällen gestiegen und schüren die Sorge vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. Die Stadt registrierte am Donnerstag in Folge der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus 5042 Neuinfektionen und damit den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie. Experten befürchten, dass die Zahl der Neuinfektionen in den nächsten zwei Wochen auf 10'000 Fälle steigen könnte.

    Um einen Mangel an Klinikbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen beziehungsweise solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus. Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgte für einen Sturm der Empörung.

    Die Delta-Variante sei ein «extrem starker Feind», sagte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Inzwischen denkt man in der Regierung über Ausgangssperren nach. Doch vorerst bleibt es bei den Appellen der Behörden an die Bürger, trotz der Sommerferien und des bevorstehenden buddhistischen Ahnenfestes Obon zu Hause zu bleiben.

    People wearing face masks chat before parting at a train station in Tokyo, Friday, July 9, 2021. A state of emergency began Monday, July 12, 2021, in Tokyo, as the number of new cases is climbing fast and hospital beds are starting to fill just 11 days ahead of the Tokyo Olympics. (AP Photo/Hiro Komae)
    Menschen mit Schutzmasken an einem Bahnhof in Tokio. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.51 Uhr 
    Australischer Bundesstaat Victoria zum sechsten Mal im Lockdown

    Nur eine Woche nach der Aufhebung des Lockdowns im australischen Bundesstaat Victoria hat die Regionalregierung neue Beschränkungen in der Region verhängt. In dem Bundesstaat an der Ostküste mit der Millionenmetropole Melbourne seien zuvor acht neue Corona-Fälle bestätigt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Massnahmen sollen zunächst für eine Woche gelten, kündigte Regional-Premierminister Daniel Andrews an.

    Es ist bereits der sechste Lockdown in Victoria seit Beginn der Pandemie. Die Menschen dürfen ab 20:00 Uhr (Ortszeit) sieben Tage lang nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. «Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie enttäuscht ich bin, dass ich das schon wieder tun muss», sagte Andrews. «Aber da in der Region nur sehr wenige Menschen ein Mal geimpft sind – ganz zu schweigen von zwei Impfungen – habe ich keine Wahl.» Die landesweite Impfkampagne kommt vor allem wegen weit verbreiteter Skepsis nur sehr schleppend voran.

    Der seit Ende Juni geltende Lockdown in der schwer betroffenen Stadt Sydney und Teilen des Bundesstaats New South Wales war zuletzt bis Ende August verlängert worden. Am Mittwoch verhängten die Behörden nun die gleichen Massnahmen für die zweitgrösste Stadt Newcastle und das Hunter Valley. Sie sollen hier zunächst für eine Woche gelten.

  • 8.23 Uhr
    Britische Schulen stellen Regierung vernichtendes Zeugnis aus

    Britische Schulleiter haben ihrer Regierung einer Umfrage zufolge für die ersten Monate der Pandemie ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Von knapp 300 Befragten gaben mehr als 70 Prozent der Leitenden an, es habe «zu viel Input und zu viele Informationen» gegeben, wie aus einer Analyse im «British Educational Research Journal» hervorgeht.

    Die Umfrage von Forschern der Universität Cambridge und des University College London bezieht sich auf die ersten drei Monate der Pandemie im vergangenen Jahr, in der die Schulen zuerst geschlossen waren und dann teilweise wieder ihren Betrieb aufnahmen. In dieser Zeit gab es den Studienautoren zufolge mehr als 200 Änderungen an gesetzlichen Vorgaben, die sich teilweise mehrmals täglich änderten. Ein Problem sei gewesen, dass die Öffentlichkeit Änderungen oft zeitgleich mit den Schulen erfahren habe. So hätten Eltern bereits angerufen, bevor Schulleiter die neuen Vorgaben hätten lesen können.

    «Wir dachten, die grösste Herausforderung für Schulleiter während des Lockdowns sei das Wohl der Schüler gewesen», sagte Erstautor Peter Fotheringham laut einer Mitteilung. Tatsächlich sei aber die Kommunikation des Bildungsministeriums und anderer Behörden für die Schulleiter «überwältigend» gewesen. Immer wieder sei das Wort «Lawine» für das Ausmass an Informationen und darauffolgenden Änderungen in den Befragungen gefallen.

    A socially distanced assembly takes place at a school in in Manchester, England, Monday March 8, 2021. British children are returning to school on Monday after a two-month closure, part of what Prime Minister Boris Johnson said was a plan to get the country to âÄœstart moving closer to a sense of normality.âĝ (Jon Super/PA via AP)
    Schülerinnen und Schüler im März 2021 bei einer Schulversammlung in Manchester. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 7.55 Uhr
    Mehr als 31 neue Fälle im Olympia-Umfeld

    Die Zahl der Corona-Infektionen im Umfeld der Olympischen Spiele ist erneut angestiegen. Die Organisatoren meldeten am Donnerstag 31 neue Fälle. Das ist ein Tageshöchstwert seit Beginn der Erfassung am 1. Juli. Betroffen ist auch ein Athlet oder eine Athletin. Namen werden in den täglichen Mitteilungen nicht genannt. Die Zahl der positiven Tests rund um die Spiele stieg auf 358. Der Höchstwert war am Mittwoch mit 29 Infektionen erreicht worden.

    Nach Auskunft von OK-Sprecher Masa Takaya wurde ein weiteres Mitglied des griechischen Synchronschwimm-Teams positiv getestet. Damit sind nun sechs Team-Mitglieder, fünf Schwimmerinnen und ein Betreuer, betroffen. Sie wurden in ein Quarantäne-Hotel gebracht.

  • 5.23 Uhr
    Weltweit mehr als 200 Millionen bestätigte Infektionen

    Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 200 Millionen angestiegen. Das ging am Mittwoch aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg damit in einem guten halben Jahr, seit dem 26. Januar, um 100 Millionen an. Die Zahl der weltweit bestätigten Todesfälle nach einer Corona-Infektion liegt inzwischen bei 4,25 Millionen – doppelt so viele wie noch Ende Januar. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen weltweit von höheren Dunkelziffern aus.

    Die Webseite der Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO zählte bis Mittwoch 199,5 Millionen bestätigte Infektionen und knapp 4,25 Millionen Todesfälle. Die Zahl der weltweit verabreichten Corona-Impfungen liegt laut WHO inzwischen bei rund vier Milliarden.

    Zuletzt stieg die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in vielen Teilen der Welt erneut rasch an, was Experten vor allem auf die Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante zurückführten. Dem jüngsten Wochenbericht der WHO zufolge etwa gab es zuletzt weltweit täglich mehr als eine halbe Million Neuinfektionen.

    Die meisten bestätigten Infektionen gibt es bislang mit gut 35 Millionen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Auf Platz zwei steht mit rund 32 Millionen Infektionen Indien mit einer Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen. Dahinter folgen Brasilien (20 Millionen) sowie Russland und Frankreich (je etwa 6,25 Millionen). In der Schweiz gab es den Johns-Hopkins-Daten zufolge mehr als  720'000  bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.

    Die Intensivstationen der Basler Spitäler füllen sich wieder mit Covid-19-Patienten.
    Covid-Patient in einem Schweizer Spital. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 4.55 Uhr
    Einreise in USA bald möglich, aber nur mit Impfung

    Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen. Mit der Einführung dieses Systems sollten dann auch die aktuellen Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden, wie unter anderem die «New York Times» am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Kreise des Weissen Hauses berichtete. Für die Einführung der Nachweispflicht gibt es demnach noch keinen konkreten Zeitplan.

    Auch die praktische Umsetzung des Plans soll noch relativ unklar sein, inklusive der Frage, welche Impfnachweise anerkannt werden sollen. Auch soll den Berichten zufolge noch nicht entschieden sein, ob die US-Behörden nur Impfungen mit Präparaten akzeptieren würden, die auch in den USA zugelassen sind. Eine Alternative wäre es, die Zulassung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Massstab zu machen. In den USA sind bislang nur die Impfstoffe der Hersteller Moderna, Pfizer/Biontech und Johnson & Johnson zugelassen.

    Seit vergangenem Jahr gilt wegen der Pandemie ein weitreichendes US-Einreiseverbot für Personen aus Europa. Ausgenommen sind lediglich US-Bürger und einige andere Personengruppen wie zum Beispiel enge Verwandte von Amerikanern, Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen. Auch Einreisen aus China, Südafrika und Brasilien sind auf Ausnahmen begrenzt. Alle Fluggäste müssen bei der Einreise in die USA einen negativen Corona-Test vorweisen können.

    The rising full moon crosses behind the Statue of Liberty, Monday evening, March 9, 2020, in New York City. (AP Photo/J. David Ake)
    Hinter der Freiheitsstatue geht über New York der Vollmond auf. Die Reisefreiheit ist in den USA derzeit wegen Corona stark eingeschränkt. Menschen aus Europa dürfen gar nicht einreisen, und auch künftig nur dann, wenn sie vollständig geimpft sind.
    Bild: KEYSTONE
  • 4.40 Uhr
    China will Impfstoff direkt in Südamerika herstellen

    Der chinesische Pharmakonzern Sinovac will in einer neuen Fabrik in Chile Impfstoffe gegen das Coronavirus herstellen. Neben dem Bau der Fertigungsanlage im Grossraum Santiago de Chile sei ein Forschungszentrum in Antofagasta im Norden des Landes geplant, teilte das chilenische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. «Heute ist ein wichtiger Tag für Chile, weil wir die Produktion von Impfstoffen wieder aufnehmen werden», sagte Gesundheitsminister Enrique Paris. Das südamerikanische Land hatte die Herstellung von Impfstoffen zwar bereits 1867 begonnen, sie vor etwa 20 Jahren aber mit der Schliessung des Instituts für öffentliche Gesundheit eingestellt.

    Die ersten Impfstoffdosen sollen die Fabrik im März kommenden Jahres verlassen. Die Anlage wird Medienberichten zufolge Kapazitäten für die Herstellung von 60 Millionen Dosen pro Jahr haben. Damit wird die Fabrik das Operationszentrum von Sinovac in Lateinamerika. Zunächst soll der Impfstoff in der Fabrik lediglich fertiggestellt und abgefüllt werden, später könnten nach Angaben von Sinovac auch weitere Produktionsschritte nach Chile verlagert werden.

    Chile gehört zu den führenden Ländern bei der Impfung gegen das Coronavirus. 80 Prozent der Bevölkerung sind nach Regierungsangaben bereits vollständig geimpft. Sinovacs Corona-Impfstoff Coronavac war dabei mit weitem Abstand das am häufigsten verwendete Vakzin.

    epa09367959 A nurse holds a box containing the Sinovac vaccines during a vaccination drive against the covid -19 pandemic in Stapleford, Harare, Zimbabwe 26 July 2021. Many people are now being vaccinated as the countryâÄ™s covid-19 deaths rate surges with an average of 50 people dying daily this July alone. EPA/AARON UFUMELI
    Der Impfstoff der chinesischen Firma Sinovac wird im grossen Stil in die armen Länder Afrikas und Südamerikas gebracht. Nun will China in Chile eigens eine Produktionsstätte bauen.
    Bild: KEYSTONE