Fehler gefunden?
Jetzt melden
Die ausgerissenen Bäume und Sträucher wurden von Unbekannten in den Fluss Muota geworfen.
Keystone
Ein Schulprojekt ist im Kanton Schwyz Opfer blinder Zerstörungswut geworden. Unbekannte rissen sämtliche neu gesetzten Bäume und Sträucher aus. Die Gemeinde Muotathal hat Strafanzeige eingereicht.
Im Schwyzer Bisisthal haben Unbekannte ein Naturprojekt von Schülerinnen und Schülern komplett verwüstet. Wie der «Bote der Urschweiz» berichtet, wurden rund 150 neu gepflanzte Bäume und Sträucher bei der Bushaltestelle Laui aus dem Boden gerissen und in die Muota geworfen.
Besonders bitter: Die Bepflanzung war erst im Frühling von 49 Jugendlichen der 2. Oberstufe der MPS Muotathal im Rahmen eines Schulprojekts angelegt worden. Die Schülerinnen und Schüler hatten das Gebiet nach Rodungen infolge eines Strassenausbaus gemeinsam mit Gemeindemitarbeitern neu gestaltet.
«Die Zerstörung ist absolut lückenlos. Kein einziger Strauch und kein Baum steht mehr an seinem Platz», sagt der verantwortliche Klassenlehrer dem «Boten». Ziel des Projekts sei gewesen, einen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen und den Jugendlichen zu zeigen, dass sie ihre Umgebung aktiv mitgestalten können.
In der Gemeinde Muotathal stösst die Tat auf Unverständnis. «Das ist eine Schande. Diese Beweggründe können nicht verstanden werden», wird Gemeinderat Nico Betschart, unter dessen Leitung das Projekt entstanden war, von der Zeitung zitiert. Gemeindepräsidentin Maria Christen bezeichnet den Vorfall als schweren Schlag, da die Bepflanzung Teil einer offiziellen Auflage im Zusammenhang mit der Strassensanierung gewesen sei.
Auch die Schule reagiert bestürzt. «Wie sollen wir die Schülerinnen und Schüler davon überzeugen, Positives und Nachhaltiges für die Natur zu schaffen, wenn ihre Arbeit mutwillig zerstört wird?», fragt Schulleiter Pascal Ulrich gegenüber dem «Boten».
Die Gemeinde hat Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Ob die Fläche erneut bepflanzt wird, ist noch offen. Laut Gemeinderat Betschart käme ein neuer Anlauf frühestens im Herbst oder im kommenden Jahr infrage.