4000 Medienschaffende profitierenVereinbarung will Mindeststandards für Medienarbeit etablieren
SDA
22.4.2026 - 14:02
Angesichts der aktuellen Situation der Verlage wiege die Bereitschaft der Medienhäuser für die Branchenvereinbarung umso mehr, schrieb der Verlegerverband. (Themenbild)
Keystone
Der Verlegerverband Verband Schweizer Medien (VSM) steht kurz vor dem Abschluss einer Branchenvereinbarung mit der Gewerkschaft Syndicom. Von einer solchen Vereinbarung können potenziell rund 4000 Medienschaffende in der Deutschschweiz und im Tessin profitieren.
Keystone-SDA
22.04.2026, 14:02
22.04.2026, 14:13
SDA
Über eine Annahme werde Syndicom Ende April entscheiden, gab der Verlegerverband am Mittwoch in einer Mitteilung bekannt. Die Vereinbarung untermauere die Notwendigkeit einer gemeinsamen Regelung der Mindestarbeitsbedingungen in den Medien, hiess es vonseiten Syndicoms.
Der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb die Gewerkschaft auf Anfrage, die Vereinbarung setze «endlich dem Wildwuchs der Arbeitsbedingungen in der privaten Medienbranche ein Ende» und etabliere «dringend benötigte Mindeststandards».
Aus Sicht von Vizepräsidentin und Verhandlungsleiterin Stephanie Vonarburg stellt die Vereinbarung einen Neuanfang dar. Das Ziel bleibe ein neuer Gesamtarbeitsvertrag bis 2029, schrieb Vonarburg. Die Vereinbarung sehe sie bis dahin als solide Basis dafür.
Maximalforderungen statt Mindeststandards
Bisher abgelehnt wurde die Vereinbarung hingegen von der Gewerkschaft Impressum – wobei der VSM nach eigeneAussage jederzeit berei ist, die Gespräche wieder aufzunehmen. Impressum wolle den Herausforderungen der Verlage nicht ins Auge sehen und stelle «Maximalforderungen», meinte der VSM bei Bekanntgabe der gescheiterten Verhandlungen Ende März. Die hatten sich über dreissig Runden und mehrere Jahre hingezogen.
Schliesslich scheiterten die Gespräche an der Quote – zwei Drittel der Mitglieder hätten sich Impressum zufolge dem Vertrag anschliessen müssen. Beim VSM beharrte man darauf, dass die Vereinbarung dann in Kraft trete, wenn ihr drei Viertel der berechtigten Mitglieder unterstünden.
Der VSM bedauert nach eigener Aussage das Scheitern der Verhandlungen. Denn die sozialpartnerschaftliche Einigung schaffe «vorteilhafte Mindestarbeitsbedingungen» – «insbesondere bezüglich Mindestlöhnen, zusätzlichen Freitagen, Ferienanspruch, Lohnfortzahlungen sowie Mutterschafts- und Elternurlaub». Weiterhin einzelvertraglich soll das Arbeitsverhältnis mit freischaffenden Journalistinnen und Journalisten geregelt werden.
In Zeiten, in denen der Medienkonsum rückläufig sei, Werbeeinnahmen zu Big-Tech-Unternehmen im Ausland abfliessen und KI-Anbieter ungefragt und unbezahlt Inhalte übernehmen würden, sei die Branchenvereinbarung ein «ein wichtiges Zeichen für Sozialpartnerschaft», so der Verlegerverband.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
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