Zürcher Unispital

Verfahren gegen Zürcher Herzchirurg Maisano eingestellt

SDA/tafi

28.2.2021

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Herzchirurgen Francesco Maisano eingestellt. (Archivbild)
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Herzchirurgen Francesco Maisano eingestellt. (Archivbild)
KEYSTONE

Gegen Francesco Maisano wird nicht mehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft stellt ein Verfahren gegen den ehemaligen Leiter der Zürcher Herzklinik ein, in dem er der Urkundenfälschung bezichtigt wurde.

Im Verfahren um Urkundenfälschung und Datenbeschädigung gegen den ehemaligen Leiter der Zürcher Herzklinik, Francesco Maisano, hat die Zürcher Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt. Das berichtet der «SonntagsBlick» gestützt auf eine Verfügung des Staatsanwaltes.

Die Kosten trägt die Staatskasse. Maisano erhält eine Entschädigung von gut 7000 Franken für seinen Aufwand, aber keine Genugtuung.

Auslöser der Justizangelegenheit war der Vorwurf gegenüber Maisano, Implantate einer Firma verwendet zu haben, an der er selber beteiligt ist, und diese Interessenbindung nicht deklariert zu haben. Zudem soll er Operationsberichte geschönt haben. Ihm wurde vorgeworfen trotz Beurlaubung auf das interne Krankenhausinformationssystem zugegriffen zu haben, um im Zuge einer externen Ermittlung Spuren zu verwischen.



Maisano habe auf die Akten zugreifen müssen, um seine Stellungnahme gegenüber der Kanzlei Walder Wyss vorzubereiten. Es hab sich um ein von der Kanzlei explizit angefordertes Dokument gehandelt.

Das Universitätsspital Zürich liess verlauten, es sei gesetzlich verpflichtet, strafbare Handlungen anzuzeigen, wenn ein hinreichender Anfangsverdacht bestehe. Die Untersuchung der Handlungen und die Beurteilung der strafrechtlichen Relevanz sei Sache der zuständigen Strafverfolgungsbehörde.

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