In der Wildnis durchgesetztVerschollene Schweizer Luchsin Vreni wieder aufgetaucht – samt Nachwuchs
Carlotta Henggeler
7.5.2026
Die ausgewilderte Luchsin Vreni ist eine Fotofalle getappt.
Wildnispark Zürich
Erfolg für den Wildnispark Zürich: Die ausgewilderte Luchsin Vreni lebt – und hat erstmals Nachwuchs in freier Wildbahn. Und dies, obwohl sie zunächst als vermisst galt.
Gute Nachrichten aus Deutschland sorgen im Wildnispark Zürich für grosse Freude: Die 2024 ausgewilderte Luchsin Vreni lebt – und hat Nachwuchs. Lange galt das Tier als verschollen, nun wurde sie im Thüringer Wald wieder gesichtet.
Vreni wurde im August 2024 ausgewildert und fand sich schnell in ihrer neuen Umgebung zurecht. Dank Wildtierkameras und GPS-Daten zeigte sich früh, dass sie selbstständig jagen kann – sogar Rehe, obwohl sie das im Zoo nie gelernt hatte. Dann riss der Kontakt plötzlich ab: Wegen eines technischen Defekts ihres Senders gab es über ein Jahr lang kein Lebenszeichen.
Jetzt liefern neue Fotofallen-Aufnahmen die Gewissheit: Vreni lebt. Anhand ihrer individuellen Fellzeichnung konnte sie eindeutig identifiziert werden. Die Bilder zeigen sie zudem mit einem fast ausgewachsenen Jungtier – ein Beleg dafür, dass sie sich in der Wildnis nicht nur behauptet, sondern auch fortgepflanzt hat.
Für den Wildnispark Zürich ist das ein bedeutender Erfolg. Die Einrichtung gehört zu den wenigen in Europa, die Luchse gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereiten. Entsprechend gross ist die Freude: Man sei stolz, dass sich Vreni in der Wildnis durchgesetzt habe, heisst es.
Der Nachwuchs gilt auch als wichtiges Signal für den Artenschutz. Solche Auswilderungen helfen, die bedrohten Luchspopulationen in Europa zu stärken und besser zu vernetzen.
Mehr Videos aus dem Ressort
blue News auf Spurensuche: Warum geraten Schiffe ins Visier der Orcas?
Seit der Pandemie ist die Zahl der Vorfälle zwischen Schiffen und Orcas in der Strasse von Gibraltar explodiert. Was ist mit den Orcas passiert? blue News war vor Ort und kam den Orcas näher – viel näher als erwartet.