Ramiswil SOVeterinäre retten Dutzende Hof-Rösser – für 120 Hunde kommt jede Hilfe zu spät
SDA
9.11.2025 - 13:11
Auf diesem Hof in Ramiswil SO mussten die Bheörden für den Tierschutz eingreifen.
Tele M1
Der Solothurner Veterinärdienst hat am Donnerstag und Freitag in Begleitung der Kantonspolizei einen Hof in Ramiswil geräumt. Auf diesem waren gemäss dem Kanton mehrere kranke und unterernährte Tiere. Über 100 Hunde wurden eingeschläfert.
Keystone-SDA
09.11.2025, 13:11
09.11.2025, 13:15
SDA
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Verstoss gegen den Tierschutz: Die Behörden haben in Ramiswil SO am 6. und 7. November einen Hof geräumt.
Dutzende Pferde konnten gerettet werden. 120 Hunde mussten eingeschläfert werden, weil sie unterernährt und krank waren.
Der betroffene Bauer hat einen Tele-M1-Journalisten massiv bedroht, damit der nicht über den skandalösen Fall berichtet.
Bei der Hofräumung beschlagnahmte der Veterinärdienst mehrere Dutzend Pferde, rund 120 Hunde sowie zwei Geissen. Dies sagte Andrea Affolter, Medienbeauftragte des Solothurner Regierungsrates, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Sie bestätigte damit einen Bericht des Regionalfernsehsenders Tele M1 vom Vortag. Die Kantonspolizei bestätigte, ebenfalls vor Ort gewesen zu sein. «Die Tiere waren praktisch alle in einer desolaten Verfassung», sagte Andrea Affolter auf Anfrage weiter. Sie seien fehl- und mangelernährt und auch krank gewesen.
Bauer droht Reporter mit Schlägen
«Wir haben die Pferde beschlagnahmt und an einem geeigneten Ort untergebracht», hatte Kantonstierärztin Chantal Ritter dem Fernsehsender Tele M1 gesagt. Es habe sich um «mehrere Dutzend», Rösser gehandelt. Die Hunde seien eingeschläfert worden, weil sie sich in einem zu schlechten Zustand befunden hätten.
Die Tierhalterin wird wegen eines Verstosses gegen das Tierschutzgesetz angezeigt, ergänzte Affolter. Tele M1 ergänzt, dass der Bauer dem TV-Team massiv gedreht hat. «Er hat gesagt, wenn ich über seinen Hof berichte, schlägt er mich zusammen», erklärt Reporter Alessandro Di Fante.
Der Landwirt habe versucht, den Journalisten aus dem Auto zu ziehen und ihn anschliessend bis ins Dorf verfolgt. «So etwas habe ich in viereinhalb Jahren noch nie erlebt.» Auch die Mitarbeitenden des Veterinäramtes haben an dem Fall zu knabbern: «Das berührt uns immer sehr stark», verdeutlicht Chantal Ritter.
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