Villiger-Affäre – die Liste der CVP-Fehltritte wird länger

Nicolai Morawitz

8.10.2018

Mit der Affäre um den am Sonntag wiedergewählten Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger gerät die CVP ein weiteres Mal in die Schlagzeilen – über Seitensprünge, Rauschgiftkonsum und Stalking in dieser Partei.

Unter ihrem Präsidenten Gerhard Pfister hatte die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) eine anhaltende Wertedebatte lanciert mit dem Ziel, sich bei den Wählerinnen und Wählern zu profilieren. Doch selbst scheinen sich einige Christdemokraten um die Einhaltung der Werte nicht zu scheren. Die Liste der Eskapaden ist durch den Fall Villiger noch länger geworden. 

Der Zuger CVP-Justizdirektor hatte in einem Interview am Tag seiner Wiederwahl zugegeben, ein uneheliches Kind zu haben. Ausgelöst wurde der Fall durch Recherchen des Magazins Republik.

Im vergangenen Jahr hatte schon der CVP-Nationalrat Yannick Buttet zurücktreten müssen, weil er eine ehemalige Geliebte gestalkt hatte. Der Walliser ist unterdessen wegen Nötigung verurteilt worden.

Zu reden gab auch der Seitensprung des früheren CVP-Präsidenten Christophe Darbellay: 2016 war bekannt geworden, dass der Walliser während einer Affäre ein uneheliches Kind zeugte.

Ebenfalls aus dem Wallis stammt Xavier Bagnoud. Der ehemalige CVP-Grossrat hatte sich beim Kokain-Konsum filmen lassen. Er trat nach der Enthüllung aus seiner Partei aus.

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