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Der Versicherung Helvetia Baloise besitzt in der Seefeldstrasse in Zürich mehrere Immobilien.
Screenshot Google Street View
Bei Mieterwechseln werden in Zürich mitunter saftige Aufschläge fällig, wie mehrere Fälle zeigen. So hat eine Versicherung den Mietzins für eine 4,5-Zimmer Wohnung innert weniger Jahre fast verdoppelt.
Wer in Zürich eine neue Wohnung braucht, hat ein veritables Problem: Die Mieten sind kaum mehr bezahlbar. Ein besonders krasser Fall gibt derzeit in der Seefeldstrasse zu reden. Dort hat die Eigentümerin Helvetia Baloise die Miete für eine 4,5-Zimmer Wohnung innert weniger Jahre fast verdoppelt.
Dies berichtet «Blick». Demnach erhöhte die Versicherung bei Neuvermietungen die Preise immer weiter. So kostete 2022 eine 4,5-Zimmer-Wochnung in der Seefeldstrasse noch 2022 3200 Franken, wurde zwischenzeitlich auf 5895 Franken erhöht. Das sind saftige Preisaufschläge, auch wenn die Wohnungen über die Jahre immer wieder modernisiert wurden. Das können sich nicht viele leisten. Deshalb stehen Wohnungen teils auch über Monate leer, wie es unter Berufung auf eine Mieterin heisst.
Zur Berechnung der Mietzinsen heisst es von der Versicherung lediglich: «Helvetia Immobilien investiert im Rahmen ihres treuhänderischen Auftrages gegenüber den Versicherten überwiegend Vorsorgegelder in Immobilien». Die Mietzinsfestsetzung folge einem «klar definierten Prozess, der sich an Orts- und Quartierüblichkeit, am Mietrecht in Bezug auf zulässige Maximalrendite sowie an allfälligen Sanierungsleistungen und Mietzinsreserven orientiert».
Nach 30 Jahren ohne Eigentümerwechseln dürfen Vermieter*innen den Mietzins nach Orts- und Quartiersüblichkeit festlegen, müssen dafür jedoch mindestens fünf vergleichbare Wohnungen im gleichen Ort oder Quartier vorzeigen, die ausserdem verschiedenen Eigentümer*innen gerhören. Der Nachweis wird jedoch nur dann nötig, wenn Neumieter*innen Einspruch gegen den Preis einlegen. Dazu kommt es jedoch in den meisten Fällen nicht.
Doch eine Anfechtung kann sich lohnen, heisst es unter Berufung auf zwei Fälle in der Florastrasse. Demnach sollte der Mietzins für eine 3-Zimmer-Wohnung der Helvetia Baloise von 1950 auf 2800 Franken steigen. Nach einem Vergleich vor der Schlichtungsbehörde habe man sich schliesslich auf einen Preis von 2400 Franken geeinigt. In einem weiteren Fall sollte es von 2000 auf 2700 Franken hochgehen. Das Schlichtungsverfahren ergab einen monatlichen Mietzins von 2500 Franken.