Nach Tragödie in Crans-MontanaErster Kanton greift durch – knallhartes Verbot für Feuerwerk in Bars und Restaurants
Sven Ziegler
8.1.2026
Brandschutzexperte: «Das hätte nicht passieren dürfen»
Nach dem verheerenden Brand von Crans-Montana nimmt ein Brandschutzexperte Stellung. Er sagt, dass sich das Inferno hätte verhindern lassen.
02.01.2026
Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana zieht der Kanton Waadt Konsequenzen. Der Staatsrat verschärft die Brandschutzregeln in Restaurants und Vergnügungsbetrieben deutlich.
Eine Woche nach der verheerenden Brandnacht von Crans-Montana verschärft der Kanton Waadt die Regeln für öffentliche Lokale. Der Conseil d’État vaudois kündigte am Donnerstag ein ganzes Bündel an Massnahmen an, um den Brandschutz in Restaurants, Bars und Vergnügungsbetrieben zu verbessern.
Auslöser ist der Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana, bei dem Dutzende Menschen ums Leben kamen. Als mögliche Brandursache stehen unter anderem sogenannte glühende Kerzen im Raum.
AFP
Kantonsweit sind laut den Behörden rund 4000 Betriebe von den neuen Vorgaben betroffen. Der Staatsrat betont dabei, dass die Hauptverantwortung weiterhin bei den Betreiberinnen und Betreibern sowie bei den Eigentümern der Lokale liegt. Die Gemeinden bleiben gemäss dem Gesetz über Gastgewerbe und den Handel mit alkoholischen Getränken für die Aufsicht zuständig.
Um die kommunalen Behörden zu unterstützen, will der Kanton sie in einem Schreiben nochmals ausdrücklich auf die vorhandenen Kontroll- und Unterstützungsinstrumente hinweisen.
Weitere Kontrollen und Sensibiliserungen
Geplant sind zusätzliche Kontrollen in jenen Betrieben, die als besonders risikoreich gelten. Diese sollen von der kantonalen Handelspolizei koordiniert und gemeinsam mit der kantonalen Gebäudeversicherung durchgeführt werden. Auch unangekündigte Kontrollen während des laufenden Betriebs sollen verstärkt werden.
Parallel dazu kündigt der Kanton Sensibilisierungsmassnahmen an. Betreiberinnen und Betreiber sowie kommunale Verantwortliche sollen gezielt zur Brandprävention geschult werden. Die bereits heute obligatorischen Ausbildungen für den Erwerb einer Betriebspatente sollen ausgebaut werden. Zudem will der Staatsrat prüfen, ob die geltende Gesetzgebung Lücken aufweist.
Als konkrete Sofortmassnahme will der Kanton Waadt sämtliche pyrotechnischen Gegenstände in öffentlich zugänglichen Lokalen verbieten, die dem Gastgewerbegesetz unterstehen. Eine entsprechende Gesetzesänderung soll rasch vorgelegt werden. Gespräche mit den betroffenen Branchen sind vorgesehen, um die Umsetzung zu klären.