Globale Aufrüstung, lokale EinbrücheSchweizer Waffenhersteller stecken in der Krise
ai-scrape
9.3.2025 - 16:26
Während weltweit die Rüstungsindustrie boomt, kämpft die Schweiz mit einem Rückgang der Verkäufe. (Archivbild)
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Während weltweit die Rüstungsindustrie boomt, kämpft die Schweiz mit einem Rückgang der Verkäufe. Unternehmen reagieren mit Entlassungen und Produktionsverlagerungen ins Ausland, während die Politik zögert.
Die globale Rüstungsindustrie erlebt derzeit einen Aufschwung, dass vor allem durch massive Investitionen der Europäischen Union (EU) angetrieben wird. Diese hat kürzlich beschlossen, 800 Milliarden Euro in die Aufrüstung zu investieren.
Aktien von Rüstungsunternehmen wie dem italienischen Leonardo und dem deutschen Rheinmetall verzeichnen erhebliche Kursgewinne. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor drei Jahren hat sich der Wert von Rheinmetall mehr als verzehnfacht.
In der Schweiz hingegen sieht die Lage ganz anders aus. Die Verkäufe von Rüstungsgütern sind eingebrochen. Grund dafür: Strenge Exportbeschränkungen.
Matthias Zoller, Rüstungsexperte beim Schweizer Industrieverband Swissmem, erklärt der «Sonntagszeitung», dass seit dem Verbot der Weitergabe von Munition für den Fliegerabwehrpanzer Gepard an die Ukraine viele Länder auf Schweizer Rüstungsgüter verzichten. Deutschland hat sogar den Kauf von Tarnnetzen aus der Schweiz eingestellt.
Unternehmen reagieren auf die Krise
Deshalb haben Schweizer Rüstungsunternehmen begonnen, Massnahmen zu ergreifen: Safran Vectronix im St. Galler Rheintal hat Kurzarbeit eingeführt, während Swiss P Defence in Thun 22 Mitarbeitende entlassen hat.
Das Unternehmen B&T AG in Thun hat einen Standort in Deutschland eröffnet, um die Bundeswehr weiterhin beliefern zu können. Der Genfer Ableger von Mercury Systems reicht seine Offerten nun aus Spanien ein, und die Mowag hat die Produktion gepanzerter Radfahrzeuge nach Deutschland verlagert.
Auch Auterion, ein führendes Unternehmen in der Drohnen- und Robotersteuerung, hat seine Zentrale von Zürich in die USA verlegt. Dies hat jedoch zur Folge, dass Informationen nun unter US-Verschluss bleiben müssen.
Der Kunststoffhersteller Carbomill in Seon AG musste Know-how an ausländische Konkurrenten abgeben, um im Ausland produzieren zu können. Lockheed-Martin plant die Lizenzproduktion von Amraam-Lenkwaffen in Europa, schliesst die Schweiz jedoch aus.
Der Politik ist die Problematik bewusst
Die Gespräche in der Politik über eine mögliche Erleichterung der Regeln für Waffenexporte dauern weiter an. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wird bald die Zahlen für die Ausfuhren des letzten Jahres bekanntgegeben. Diese Zahlen werden den vollen Umfang des Rückgangs noch nicht ganz zeigen
Die Branche sieht das Problem in der gemeinsamen Beschaffung von Rüstungsgütern durch europäische Staaten und den verschärften Exportbeschränkungen.
Die Industrie versucht, sich anzupassen. B&T hat die Produktion bereits vor zehn Jahren in die USA verlegt. Der Anteil des Kriegsmaterials am Gesamtexport der Schweiz ist zwar gering, aber die Integration in weltweite Lieferketten ist entscheidend für die Sicherheit des Landes. Das Parlament arbeitet an einer Lösung, doch Fortschritte sind bisher ausgeblieben.
Politikerinnen und Politiker sind sich der Problematik bewusst, doch die Meinungen über die Lösung gehen auseinander. Während einige eine Lockerung der Exportbeschränkungen fordern, setzen andere auf Neutralität. Die Grünen betonen, dass Europa nicht mehr Schweizer Exporte, sondern eine schnellere Aufrüstung benötigt.
Die Redaktorin hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.