Dekret bestraft sogar Umgehungsversuche Weisses Haus veröffentlicht Länderliste – Schweiz erhält fast höchsten Zolltarif

Petar Marjanović

1.8.2025

Das Weisse Haus hat das Dekret veröffentlicht, in dem die neuen Zölle beschlossen werden. Darin wird auch festgelegt, wie Umgehungsversuche bestraft werden.

Petar Marjanović

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat am Freitag eine aktualisierte Liste von Zolltarifen veröffentlicht – mit drastischen Folgen für die Schweiz: Waren aus der Eidgenossenschaft sollen künftig mit einem zusätzlichen Einfuhrzoll von 39 Prozent belegt werden.

Nur drei Länder – darunter Laos, Myanmar und Syrien – werden mit einem noch höheren Tarif sanktioniert. Hier die vollständige Liste:

US-Zölle ab 7. August: Tarife und Länderliste 

  • 10 Prozent: Falklandinseln, Vereinigtes Königreich – für Länder, die im Dekret nicht erwähnt werden, gilt ebenfalls der Grundtarif von aktuell 10 Prozent. Darunter sind auch Länder wie Russland, Ukraine, Australien.
  • 15. Prozent: Afghanistan, Angola, Bolivien, Botswana, Kamerun, Tschad, Costa Rica, Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo, Ecuador, Äquatorialguinea, Europäische Union, Fidschi, Ghana, Guyana, Island, Israel, Japan, Jordanien, Lesotho, Liechtenstein, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Nauru, Neuseeland, Nigeria, Nordmazedonien, Norwegen, Papua-Neuguinea, Korea, Süd, Trinidad und Tobago, Türkei, Uganda, Vanuatu, Venezuela, Sambia, Simbabwe, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern
  • 18 Prozent: Nicaragua
  • 19 Prozent: Kambodscha, Indonesien, Malaysia, Pakistan, Philippinen, Thailand
  • 20 Prozent: Bangladesch, Sri Lanka, Taiwan, Vietnam
  • 25 Prozent: Brunei, Indien, Kasachstan, Moldau, Tunesien
  • 30 Prozent: Algerien, Bosnien und Herzegowina, Libyen, Südafrika
  • 35 Prozent: Irak, Serbien
  • 39 Prozent: Schweiz
  • 40 Prozent: Laos, Myanmar
  • 41 Prozent: Syrien
  • 50 Prozent: Brasilien

Die Massnahme ist Teil von Trumps «Executive Order 14257», mit der die USA Handelsungleichgewichte bekämpfen wollen. Die Schweiz wird auf der sogenannten Annex-I-Liste als Land aufgeführt, das «nicht ausreichend» mit den Vereinigten Staaten kooperiere – weder in wirtschaftlicher noch in sicherheitspolitischer Hinsicht.

Die neuen Zölle treten sieben Tage nach Veröffentlichung des Erlasses in Kraft. Ausnahmen gelten nur für Güter, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Seeweg befinden. Die Regelung soll vor allem dazu dienen, aus Sicht der USA «unfaire Handelspraktiken» zu korrigieren.

Ein besonderes Augenmerk legt der Erlass auch auf die Umgehung von Zöllen über Drittstaaten. Bei nachgewiesener Transshipment-Praxis drohen betroffenen Unternehmen Strafzölle von bis zu 40 Prozent und weitere Sanktionen. 

Korrekturhinweis: In einer ersten Fassung hiess es, der Zolltarif für Brasilien betrage 10 Prozent. Der Wert wurde berichtigt.


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