«Winter Light» voraus

phi

17.1.2020 - 15:12

Schweizer Wetterflash

Schweizer Wetterflash

Wie wird das Wetter in der Schweiz in den nächsten 24 Stunden? Hier erfahren Sie alles Wichtige!

06.12.2019

Zum ersten Mal in diesem Jahr wird der Schnee nun auch die tieferen Lagen erreichen, doch von Dauer wird die weisse Pracht nicht sein – passend zum bisher viel zu warmen Januar.

Wo bleibt der Winter? Fest steht: Der Januar ist bisher zu warm. Wer die durchschnittliche Monatstemperatur zwischen 1981 und 2010 mit den bisherigen Werten aus 2020 vergleicht, kommt laut Meteo Schweiz auf Zuwächse zwischen 1,5 bis 2 Grad im Flachland bis zu 3 bis 4,5 Grad in den Bergen. 

Der Jahresbeginn reiht sich nahtlos in die vergangenen, extremen Wettermonate ein – siehe etwa Mitteilungen von Meteo Schweiz seit Oktober: «Trockener und sonniger September», «Sehr milder und niederschlagsreicher Oktober», «Sehr milder Herbst», «November mit Rekordschnee», «Extrem milder Dezember» und «Sehr warmes Jahr mit zwei Hitzewellen».

Januar 2020: Schneemangel in Heiden AG.
Bild: Keystone

Aber nun soll der Winter angeblich kommen. «Kaltfront im Anmarsch!», frohlocken Wetterfrösche. «Die Temperaturen sinken: 25 Zentimeter Neuschnee am Samstag!»

Doch es ist trügerisch: Ja, es rollt endlich mal wieder eine Kaltfront über die Schweiz, und ja, es bleibt auch ein wenig Niederschlag liegen.

Das bisschen Schnee

Die «25 Zentimeter Neuschnee» sind aber übersetzt tatsächlich nur zehn bis 25 Zentimeter bis auf 1'000 Meter Höhe am Freitag und 500 Meter am Samstag, so Meteo Schweiz. Die Niederschläge konzentrieren sich am Samstag und Sonntag auf die Innerschweiz und das Engadin. Im Berner Oberland sind 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee möglich.

Die Temperaturen sinken in der Nacht auf Samstag nur in Neuenburg und Bern unter den Gefrierpunkt und bleiben ansonsten knapp darüber. Ein ähnliches Bild ergibt sich am Sonntagmorgen – mal abgesehen davon, dass das Wallis mit minus fünf Grad der kälteste Kanton sein wird. Erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gibt es im ganzen Land nachts Minusgrade.

Kurz Luft anhalten!

Dafür sorgt die Bise, die von einem Hoch über Südosteuropa gespeist wird, doch das nächste Hoch baut sich über Grossbritannien auf. Mittelfristig scheint sich laut Meteo Schweiz «das hochdruckbestimmte Wetter fortzusetzen». Für Wintersportfans heisst das: weiter warmes Wetter, kaum Neuschnee.

Und das dürfte vorerst auch so bleiben: «Die Langfristprognosen erwarten sogar bis weit in den Februar hinein keine wesentliche Änderung», schreibt Meteo Schweiz.

Sprich: Es gibt weiter bloss Winter Light und in Anbetracht des menschgemachten Beitrags dazu, sollten wir wohl eher die Luft anhalten, als aufzuatmen.

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