Fehler gefunden?
Jetzt melden
Die Tessiner Kantonspolizei ermittelt nach einer Explosion in Leontica. (Symbolbild)
KEYSTONE/TI-PRESS
Nach der Explosion in einem Haus in Leontica im Bleniotal am Freitag haben die Tessiner Behörden die sterblichen Überreste eines 59-jährigen Schweizers identifiziert. Der Mann wurde nach Polizeiangaben im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Tötungsdelikt an einer Frau in Faido am Donnerstag gesucht.
Aktualisierung von 18.44 Uhr: Am Freitagabend kurz nach 19 Uhr gingen bei der Tessiner Einsatzzentrale Meldungen über Schüsse aus einem Wohnhaus in Leontica ein, wie die Tessiner Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei am Samstag mitteilten.
Als Einsatzkräfte der Kantonspolizei demnach vor Ort eintrafen, kam es im Innern des Gebäudes zu einer Explosion. Drei Polizisten wurden dabei leicht verletzt. Durch die Detonation brach ein Brand aus, der das Wohnhaus vollständig zerstörte. Vorsorglich wurden vier Personen aus benachbarten Häusern evakuiert.
In der Nacht begannen Einsatzkräfte mit der Suche in den Trümmern. Dabei wurden Explosivstoffe sowie menschliche Überreste entdeckt. Die Identität der gefundenen Person ist noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft untersucht nun den genauen Hergang des Vorfalls.
Die Tessiner Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft bestätigten am Samstag in einem Communiqué einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen. Weitere Angaben machten sie zunächst nicht. Anfang Woche werde es weitere Informationen «in geeigneter Form» geben.
Eine 56-jährige Frau war am Donnerstagabend auf dem Gelände einer Rehabilitationsklinik in Faido mit einer schweren Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. Sie erlag später im Spital ihren Verletzungen.
Am Freitagabend um 19.00 Uhr wurde der Polizei daraufhin gemeldet, dass in dem Haus in Leontica Schüsse gefallen seien. Bei Eintreffen der Polizei ereignete sich eine Explosion im Innern des Gebäudes. Drei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.
Infolge der Explosion brach ein Brand aus. Dieser zerstörte das Gebäude vollständig. Während der anschliessenden Suchaktion in den Trümmern stiess die Polizei auf Sprengstoff und menschliche Überreste, die nun dem 59-Jährigen zugeordnet werden konnten.