Polizei kesselt Demonstrierende in Bern ein +++ Rumänien schickt Covid-Patienten wegen Überlastung nach Ungarn

Agenturen/red

14.10.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 972 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und keine neuen Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche waren es innerhalb von 24 Stunden 1126 neue Ansteckungen gewesen. Hinzu kamen fünf neue Todesfälle und 30 Spitaleintritte.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 146,52 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,89.

Abwärtstrend bei den Coronazahlen hält an

Die neusten Zahlen zur Corona-Pandemie deuten auf eine weitere Entspannung der epidemiologischen Lage hin. Erstmals seit langem meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag keinen einzigen Spitaleintritt, begründete dies aber mit Datenkorrekturen. Weiter empfahl die Behörde einen Coronatest bei Grippesymptomen.

Gemäss dem Wochenbericht des BAG vom Donnerstag gab es in der Woche vom 4. bis 10. Oktober 6367 laborbestätigte Fälle. In der Vorwoche waren es deren 7639. Ins Spital eingewiesen werden mussten 144 Personen (Vorwoche: 183). Todesfälle wurden 24 registriert (Vorwoche: 32).

Bezogen auf die Bevölkerungszahl war die Altersklasse der 10- bis 19-Jährigen mit 130 Fällen pro 100'000 Einwohner am meisten betroffen. Das Medienalter lag unverändert bei 33 Jahren.

EU-Arzneimittelbehörde prüft neues Corona-Medikament

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Corona-Medikament gestartet. Der schwedisch-britische Hersteller Astrazeneca habe das Kombinationspräparat Evusheld entwickelt, das eine Erkrankung mit Covid-19 bei Erwachsenen verhindern soll, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Erste Testergebnisse wiesen darauf hin, dass das Mittel wirksam sei als Schutz vor der Krankheit.

Die Experten bewerten nun fortlaufend Daten aus Tests und wägen Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander ab. Wann ein endgültiges Ergebnis vorliegen wird, ist nicht bekannt. Der Hersteller hat nach Angaben der Behörde noch keinen Antrag auf Zulassung zum europäischen Markt gestellt. Das Mittel besteht aus den Wirkstoffen Tixagevimab und Cilgavimab.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Corona-Medikament gestartet.
  • Das BAG meldet 972 Neuinfektionen bei 25'537 Tests. 3 Personen starben an Covid-19, aufgrund von Datenkorrekturen wurden keine Spitaleinweisungen ausgewiesen.
  • An den Berner Schulen wird es nach den Herbstferien keine Quarantäne für ganze Schulklassen mehr geben. 
  • Ärzte, Epidemiologen und Virologen, die sich öffentlich zu Corona äussern, werden immer häufiger Ziel persönlicher Angriffe.
  • Obwohl in der australischen Grossstadt Melbourne mehr als 60 Prozent geimpft sind und seit über zwei Monaten ein strenger Lockdown herrscht, steigen die Zahlen der Neuinfizierten weiter.

Agenturen/red

14.10.2021

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  • 20.46 Uhr
    Polizei kesselt Corona-Demonstrierende in Bern ein

    Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend in Bern zu einer weiteren unbewilligten Kundgebung versammelt. Die Demonstrierenden schwangen Schweizerfahnen und skandierten «Liberté» (Freiheit), wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Manche führten brennende Fackeln mit sich.

    Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Szenerie. Die Polizei rief Unbeteiligte per Lautsprecher immer wieder dazu auf, den Ort zu verlassen. Die Demonstrierenden forderte sie auf, bei den Kontrollen den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten. Kurzzeitig setzte sie Reizgas ein.

    Wie «20min» berichtet, kommt es zu Kämpfen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Rund 200 Personen seien am Bahnhof Bern eingekesselt worden. Wie die Kapo Bern auf Twitter schreibt, werden die umstellten Personen kontrolliert. Eine Gruppe von Demonstranten versucht offenbar, der Polizei auszuweichen und auf den Bundesplatz zu gelangen.

    Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause hat nach offiziellen Angaben in den vergangenen Wochen unzählige Schreiben und Mails erhalten. Deren Inhalt sei zum Teil «massiv unter der Gürtellinie», erklärte Direktionssprecherin Alice Späh am Donnerstag auf Anfrage.

    Sie bestätigte einen Bericht auf dem Online-Portal «Blick.ch», wonach Drohungen gegen Nause und Angehörige von ihm bestünden. Die Kantonspolizei sei ins Bild gesetzt worden.

    Polizeikontrolle auf dem Berner Bahnhofplatz.
    Bild: Keystone
  • 19.53 Uhr
    Optimismus am Zuckerhut: Rio plant Karneval 2022

    Nach dem coronabedingten Komplettausfall in diesem Jahr soll der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro 2022 stattfinden. Der Verkauf der Eintrittskarten für die Sambaschulen-Umzüge im Sambodrom begann am Donnerstag, wie aus einer Mitteilung des Verbandes der Sambaschulen (LIESA) am Donnerstag hervorging. Demnach sind die Umzüge der besten Sambaschulen am 27. und 28. Februar und das Schaulaufen der sechs Schulen, die die Jury am meisten überzeugten, am 4. März geplant.

    Der Karneval hat eine grosse kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung für Rio. Der Samba ist die Seele der Millionenmetropole, der Karneval die jährliche Katharsis eines Volkes, bei der sich der Druck wie aus einem Dampfkochtopf befreit. Für gewöhnlich zieht er jedes Jahr Millionen Touristen an den Zuckerhut. Nach einem Bericht des Portals «Carnavalesco» bringt das Spektakel der Stadt Einnahmen von umgerechnet rund 620 Millionen Euro.

  • 19.15 Uhr
    Burundi erhält erstmals Corona-Impfstoff

    Als eines der letzten Länder weltweit hat das ostafrikanische Burundi eine erste Lieferung mit Corona-Impfstoffen erhalten. Regierungsvertreter nahmen die 500’000 Impfstoff-Dosen des chinesischen Herstellers Sinopharm am Donnerstag bei einer Zeremonie in der Wirtschaftsmetropole Bujumbura entgegen. «Wenn alles gut geht, beginnen die Impfungen gegen Covid-19 nächste Woche», erklärte das Gesundheitsministerium.

    Mit der Annahme der Impfstoffdosen vollzieht Burundi eine Kehrtwende. Seit Beginn der Pandemie hatten die politischen Eliten des Landes die Gefahren durch das Coronavirus kleingeredet. Inzwischen ist das weitgehend abgeschottete Eritrea das einzige afrikanische Land ohne Corona-Impfprogramm. Weltweit gehört ausserdem Nordkorea zu den Ländern, das Impfstofflieferungen ablehnt - angeblich, weil es in dem Land keine Corona-Fälle gibt.

  • 18.39 Uhr
    Rumänien schickt Covid-Patienten wegen Überlastung nach Ungarn

    Wegen überfüllter Intensivstationen schickt Rumänien schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung ins Nachbarland Ungarn. Wie das Gesundheitsministerium in Bukarest am Donnerstag mitteilte, waren die ersten 10 Patienten, die intensivmedizinische Betreuung benötigen, bereits in Begleitung von Ärzteteams unterwegs. Ungarn habe sich bereit erklärt, 50 Patienten zu übernehmen.

    Rumänien gehört EU-weit zu den Ländern mit der dramatischsten Corona-Lage. Am Donnerstag war keines der landesweit 1593 Betten auf Intensivstationen mehr frei, die für Corona-Patienten reserviert sind. Sogar in der Hauptstadt Bukarest warten Patienten oft tagelang in Krankenhaus-Korridoren auf freie Plätze in Intensivstationen und werden dort nur notdürftig versorgt, wie Medien berichteten.

    Die 14-Tage-Inzidenz steigt seit Wochen steil an und lag zuletzt bei rund 860 Neuansteckungen pro 100’000 Einwohner. Nur knapp 35 Prozent der Rumänen haben den vollen Corona-Impfschutz. Kritiker werfen der Regierung vor, zu wenig für das Impfen geworben zu haben. Die Regierung wiederum macht aggressive Medienkampagnen der Impfgegner für den mangelnden Impfwillen verantwortlich.

    Ein Mann atmet auf der Corona-Intensivstation des Nationalen Instituts für Pneumologie Marius Nasta durch eine Sauerstoffmaske. Rumänien, das die zweitniedrigste Corona-Impfrate in der Europäischen Union aufweist, verzeichnete einen beschleunigten Anstieg der Neuinfektionen.
    Bild: Keystone
  • 17.19 Uhr
    EU-Arzneimittelbehörde prüft neues Corona-Medikament

    Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Corona-Medikament gestartet. Der schwedisch-britische Hersteller Astrazeneca habe das Kombinationspräparat Evusheld entwickelt, das eine Erkrankung mit Covid-19 bei Erwachsenen verhindern soll, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Erste Testergebnisse wiesen darauf hin, dass das Mittel wirksam sei als Schutz vor der Krankheit.

    Die Experten bewerten nun fortlaufend Daten aus Tests und wägen Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander ab. Wann ein endgültiges Ergebnis vorliegen wird, ist nicht bekannt. Der Hersteller hat nach Angaben der Behörde noch keinen Antrag auf Zulassung zum europäischen Markt gestellt. Das Mittel besteht aus den Wirkstoffen Tixagevimab und Cilgavimab.

    Bisher ist in der EU nur das Arzneimittel Remdesivir als spezielles Corona-Medikament zugelassen. Zurzeit laufen Zulassungsverfahren für fünf Präparate. Insgesamt drei Mittel werden derzeit noch von den Experten geprüft.

  • 16.54 Uhr
    «Grüner Pass» am Arbeitsplatz: Italien erwartet weitere Ausschreitungen

    Italien rüstet sich für weitere Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen. In dem Land ist ab Freitag ein sogenannter «Grüner Pass» für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verpflichtend, das heisst, wer nicht geimpft, getestet oder genesen ist, muss mit einer Suspendierung vom Arbeitsplatz rechnen. Nur Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können, erhalten weiterhin kostenlose Tests.

    Gegen die Massnahmen wurde am vergangenen Wochenende in mehreren italienischen Städten demonstriert. Insgesamt wurden bei den Ausschreitungen nach Medienberichten rund 40 Menschen verletzt. Die teilweise rechtsextremen Randalierer hatten am Samstagabend auch ein Krankenhaus ins Visier genommen. In Rom versuchte eine aufgebrachte Menge, zum Parlament zu marschieren.

    Um weitere Ausschreitungen zu verhindern, hat das italienische Innenministerium nun einen Plan vorgelegt, um schnell reagieren zu können. Das berichtet der «Corriere della Sera». So sollen sensible Ziele überwacht und auch die sozialen Medien stärker beobachtet werden. Demonstrationen sollen ausserdem von «gefährdeten Orten» ferngehalten werden.

    Innenministerin Luciana Lamorgese sagte dem Bericht zufolge, es habe am vergangenen Wochenende Fehler bei den Polizeieinsätzen gegeben, die sich nicht wiederholen dürften. Die Situation sei ausser Kontrolle geraten. Sollte es dem Gewerkschaftsbund CGIL gelingen, 20'000 Menschen für die erwarteten Demonstrationen zu mobilisieren, müssten Tausende Polizeibeamte bereitstehen, um für Ordnung zu sorgen.

    FILE - In this Saturday, Oct. 9, 2021 file photo, demonstrators and police clash during a protest, in Rome. An extreme-right political party's violent exploitation of anger over government anti-pandemic restrictions is forcing Italy to wrestle with its fascist legacy and fueling fears that there could be a replay of last week's mobs trying to force their way toward Parliament. (Mauro Scrobogna/LaPresse via AP)
    Am vergangenen Samstag kam es in Rom zu gewalttätigen Ausschreitungen.
    Bild: Keystone
  • 16.32 Uhr
    WHO: Fast 86 Prozent von Corona-Infektionen in Afrika unbemerkt

    Fast 86 Prozent aller Corona-Infektionen in Afrika bleiben unbemerkt. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag. Damit werde die Zahl aller Infektionen auf dem Kontinent auf 59 Millionen geschätzt – das ist siebenmal mehr als die über acht Millionen gemeldeten Fälle.

    Die hohe Dunkelziffer sei dadurch zu erklären, dass sich Gesundheitseinrichtungen bislang auf das Testen von Personen mit Krankheitssymptomen konzentriert hätten, was zu einer umfassenden Unterberichterstattung geführt habe, so die WHO. «Mit begrenzten Tests fliegen wir in viel zu vielen Gemeinden in Afrika immer noch blind ... Was wir sehen, könnte nur die Spitze des Eisbergs sein», sagte WHO-Regionaldirektorin für Afrika Matshidiso Moeti.

    Bislang seien auf dem Kontinent mit 1,3 Milliarden Einwohnern lediglich 70 Millionen Covid-19-Tests gemeldet worden, so die WHO. Im Vergleich dazu hätten die Vereinigten Staaten mit etwa einem Drittel der Bevölkerung mehr als 550 Millionen Tests durchgeführt, während das Vereinigte Königreich mit weniger als zehn Prozent der Bevölkerung Afrikas über 280 Millionen Tests durchgeführt habe.

    Insgesamt wurden in Afrika mehr als 8,4 Millionen Corona-Fälle registriert, darunter 214'000 Todesfälle. Weniger als die Hälfte der afrikanischen Länder, die Impfstoffe erhalten haben, haben nach WHO Angaben durchschnittlich rund zwei Prozent ihrer Bevölkerung vollständig geimpft.

    epa09440201 An elderly man walks in front of an informative graffiti art work educating local Soweto residents about the dangers of the Covid-19 Corona virus, Johannesburg, South Africa, 01 September 2021. local scientists are monitoring the C.1.2 variant as a variant of interest as it has spread across South Africa, but has been detected at low frequency. To date there are around 100 sequences of C.1.2 reported globally since the variant was first detected in South Africa in May this year.  EPA/KIM LUDBROOK
    Ein Wandgemälde in Johannesburg will zum Tragen einer Maske animieren.
    Bild: Keystone
  • 15.57 Uhr 
    Impf-Kritiker haben Botschaft für Haustür-Berater 

    Um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen, will Bern rund 1700 Beraterinnen und Berater durch die Kantone schicken. Sie sollen die Bevölkerung im persönlichen Gespräch an der Haustür von den Vorzügen einer Impfung überzeugen. Experten befürchten jedoch, dass man eingefleischte Impf-Skeptiker auch mit den Massnahmen der Impf-Offensive nicht für die aktive Immunisierung gewinnen kann.

    Kritiker zeigen bereits an der Haustür deutlich, dass sie für einen Gedankenaustausch zur Impfung nicht empfänglich sind, wie «20 Minuten» berichtet. Eine Frau postete demnach in der Facebook-Gruppe «Leben ohne Covid Zertifikat» ein Bild ihres Zettels, auf dem geschrieben steht: «An die Tür-Klopfer. Keine Kundenwerbung. Dieses Grundstück verlangt 50 Schweizer Franken pro Minute, um irgendeiner Genexperiment(«Impf»)-Empfehlung zuzuhören». Ein Nachahmer fand die Idee angeblich so gut, dass er die Nachricht sogleich kopierte und optisch angepasst ebenfalls bereits an seiner Haustür anbrachte.

    Eine Person, die von der Massnahme der Skeptiker offenbar wenig hält, kommentierte den Bericht scherzhaft: «Das finde ich eine super Idee mit den Zetteln an der Tür. Da kann ich gleich sehen, wo diese Aluhüte wohnen.»

    General practitioner Hansueli Spaeth rings the door bell to make a house call at a patient's place in Langnau on the Albis in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on May 18, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Hausarzt Hansueli Spaeth klingelt an der Tuer, um einem Patienten einen Hausbesuch abzustatten, aufgenommen am 18. Mai 2009 in Langnau am Albis im Kanton Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Haustür-Berater sollen im Zuge der Impf-Offensive für die Impfung werben – und dürften hier nicht immer auf Sympathien stossen. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 15.02 
    Pazifikstaat Palau nähert sich Impfquote von 100 Prozent

    Der winzige Pazifikstaat Palau nähert sich sich einer Corona-Impfquote von 100 Prozent. Mehr als 99 Prozent der impffähigen Bevölkerung sind laut am Donnerstag veröffentlichten Daten bereits vollständig gegen das Virus geimpft.

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben rund 15'000 der 18'000 Bewohner eine vollständige Immunisierung erhalten. Der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) zufolge sind das mehr als 99 Prozent derjenigen Einwohner, die sich impfen lassen können. Die IFRC sprach von einem «bemerkenswerten» Tempo der Impfkampagne; Palau könne damit den ersten Platz in der Impfquoten-Weltrangliste für sich beanspruchen.

    Palau gehörte lange zu den wenigen Ländern, die keinen einzigen Covid-19-Fall registrierten. Das änderte sich erst, als im August zwei Reisende auf Guam bei ihrer Ankunft positiv getestet wurden. Seither gab es eine Handvoll Fälle an der Grenze, aber keine nennenswerte Weiterverbreitung in der Bevölkerung.

  • 14.37 Uhr
    Schwere Corona-Welle trifft Norden Syriens

    Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnt angesichts stark steigender Corona-Zahlen im Norden Syriens vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Der Vorrat an Sauerstoff und Covid-19-Tests übersteige den Bedarf der Menschen in der Region bei weitem, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Es handle sich derzeit um den schwersten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Die Sterberate liege deutlich höher als bei den vorherigen Wellen. Das ohnehin schwer angeschlagene Gesundheitssystem des Bürgerkriegslandes ist Ärzte ohne Grenzen zufolge mit der aktuellen Situation überfordert.

    Allein im Nordwesten des Landes habe sich die Anzahl der registrierten Fälle im September mit 73'000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vormonat mit 39'000 Fällen fast verdoppelt. Die tatsächlichen Zahlen könnten allerdings deutlich höher liegen, da die Testmöglichkeiten begrenzt sind. Von den rund vier Millionen Einwohnern im Nordwesten Syriens seien bislang lediglich drei Prozent vollständig geimpft.

  • 13.30 Uhr
    Das BAG meldet 972 neue Fälle und 3 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 972 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 25'537 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle – aufgrund von Datenkorrekturen aber keine Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche waren es innerhalb von 24 Stunden 1126 neue Ansteckungen gewesen. Hinzu kamen fünf neue Todesfälle und 30 Spitaleintritte.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 146,52 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,89.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 73 Prozent. 15,6 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen.
    In der Schweiz wurden innert 24 Stunden unter 1000 positive Corona-Tests registriert . (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 13.02 Uhr
    Auf Johnson & Johnson kann Moderna oder Biontech geimpft werden

    Eine Auffrischungsimpfung mit den Vakzinen von Moderna oder Biontech/Pfizer funktioniert laut einer Studie offenbar auch nach einer Erstimpfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson.

    Im Rahmen einer vom US-Gesundheitsinstitut NIH in Auftrag gegebenen Studie erhielten 458 Erwachsene, die mit einem der drei Impfstoffe vollständig geimpft worden waren, denselben oder einen anderen Impfstoff zur Auffrischung. Daraus ergaben sich neun Probanden-Gruppen mit unterschiedlichen Kombinationen.

    Erstgeimpfte mit Johnson & Johnson wiesen nach einer Auffrischung mit demselben Präparat demnach die vierfache Menge Antikörper auf. Bei einer Auffrischung mit Biontech waren es 35-mal so viele und mit Moderna sogar 76-mal. Ausserdem fiel auf, dass Erstgeimpfte mit Moderna in jedem Fall nach der Auffrischung mit einem der drei Vakzine mehr Antikörper aufwiesen als Erstgeimpfte mit den anderen beiden Mitteln.

    Die Ergebnisse sind allerdings vorläufig. Die Studie wurde bislang keinem Peer-Review-Verfahren unterzogen und die Anzahl der Teilnehmer war für statistische Schlussfolgerungen zu klein. Auch könnte die Immunreaktion sich mit der Zeit verändern.

    Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson muss nur einmal verabreicht werden.
    Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson muss nur einmal verabreicht werden. Laut einer neuen Studie kann hier eine  Auffrischung mit Moderna oder Biontech ohne Gesundheitsrisiken erfolgen. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 12.38 Uhr
    Duterte rät bei Impfunwilligen zu Spritze im Schlaf

    Der umstrittene Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat in dem Inselstaat ein weiteres Mal für Schlagzeilen gesorgt: Der Politiker erklärte, man solle Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, am besten im Schlaf die Spritze setzen.

    «Ich weiss, dass sich viele Leute immer noch nicht impfen lassen wollen», sagte er. Gerade in den Dörfern sollten die Behörden deshalb nach denen suchen, die sich sträuben, und «in ihre Häuser gehen, während sie schlafen, und ihnen die Spritze geben».

    Sein Sprecher Harry Roque betonte am Donnerstag, es habe sich um einen Scherz des Präsidenten gehandelt. Duterte habe eine lange Kabinettssitzung, die teilweise im Fernsehen übertragen wurde, auflockern wollen. «Um nicht einzuschlafen, brauchen wir da manchmal ein paar Witze», sagte Roque.

    HANDOUT – Rodrigo Duterte, Präsident der Philippinen, hält  eine Ampulle mit dem Sinovac-Impfstoff aus China, nachdem der Impfstoff auf der Villamor Air Base eingetroffen ist. Foto: Toto Lozano/MALACANANG PRESIDENTIAL PHOTOGRAPHERS DIVISION/AP/dpa – ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
    Rodrigo Duterte, Präsident der Philippinen, präsentiert eine Ampulle mit Corona-Impfstoff. (Archiv) 
    Bild: dpa 
  • 11.32 Uhr
    Neuste BAG-Zahlen deuten auf weitere Entspannung der Lage hin

    Die epidemiologische Lage in der Schweiz hat sich in der Woche vom 4. bis 10. Oktober weiter entspannt. Die Zahl der Spitaleinweisungen wegen des Coronavirus ging laut dem neusten Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) um 14 Prozent zurück. «Signifikant» gesunken ist die Zahl der laborbestätigten Fälle.

    Der am Donnerstag vom BAG veröffentlichte Bericht zur Lage in der Schweiz und in Liechtenstein gibt die Zahl der laborbestätigten Fälle mit 6367 an. In der Vorwoche waren es deren 7639. Ins Spital eingewiesen werden mussten 144 Personen (Vorwoche: 183). Todesfälle wurden 24 registriert (Vorwoche: 32).

    Obwohl das BAG noch mit Nachmeldungen rechnet, geht es davon aus, dass bei den Hospitalisationen und den Todesfällen mit einer Abnahme zu rechnen ist für die neuste Berichtswoche. Insgesamt starben seit Pandemiebeginn 10'773 Personen an oder mit dem Coronavirus. 84 Prozent der Verstorbenen hatten mindestens eine Vorerkrankung, 16 Prozent hatten keine relevanten Vorerkrankungen. Die häufigsten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

    Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag zwischen 31 Fällen pro 100'000 Einwohnern im Fürstentum Liechtenstein und 256 Fällen im Kanton Obwalden. Gesamthaft lag die Inzidenz bei 74 Fällen (Vorwoche: 88). Bezogen auf die Bevölkerungszahl war die Altersklasse der 10- bis 19-Jährigen mit 130 Fällen pro 100'000 Einwohner am meisten betroffen. Das Medienalter lag unverändert bei 33 Jahren.

  • 11 Uhr
    Bevölkerung blickt pessimistischer in die Zukunft

    Die Pandemie schlägt auf die Stimmung der Menschen in der Schweiz: Nur noch 30 Prozent blicken vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft, ein Drittel weniger als im Vorjahr. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag des Versicherers Swiss Life.

    Der Anteil der Menschen, die sich oft gestresst und unter Druck fühlten, habe sich von 12 auf 30 Prozent mehr als verdoppelt, teilte Swiss Life am Donnerstag in einem Communiqué mit.

    Was die Lockerungen der Corona-Massnahmen und ihre Auswirkungen angeht, zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Im privaten Umfeld fühlen sich demnach 70 Prozent der Menschen selbstbestimmt – nun, da viele Freizeitaktivitäten und Ferien im Ausland wieder möglich sind. Das entspricht einem Zuwachs um acht Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

    Den Menschen in der Schweiz schlägt die Pandemie auf die Stimmung. (Symbolbild)
    Bild: Getty  Images
  • 9.15 Uhr
    Bali lässt wieder Touristen aus dem Ausland rein

    Die indonesische  Ferieninsel Bali erlaubt erstmals seit mehr als einem Jahr ausländischen Besuchern wieder die Einreise. Wer eine vollständige Impfung nachweisen könne, bei Ankunft negativ auf das Coronavirus getestet werde und sich in festgelegten Hotels auf eigene Kosten in fünftägige Quarantäne begebe, sei willkommen, sagte der örtliche Pandemiebeauftragte Luhut Binsar Pandjaitan. In Unterkünften, Restaurants und auf den Stränden müssten sich Besucher zudem an strenge Regeln halten. «Wir müssen das mit Vorsicht tun, weil wir auf der Hut bleiben müssen», erklärte Pandjaitan.

    Am Donnerstag warteten Verkäufer in Läden und auf den weisssandigen Stränden der beliebten Ferieninsel auf Kundschaft. Den Flughafen Ngurah Rai von Balis Hauptstadt Denpasar könnten Reisende aus 19 Ländern anfliegen, die die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation erfüllten, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwochabend.

    Flugpassagiere werden auf dem Flughafen in Bali von Mitarbeitern eingewiesen: Die indonesische Ferieninsel empfängt nach einem Jahr wieder Besucher. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.08 Uhr 
    Verwendung der Bundesgelder für Impfoffensive in Zürich noch unklar

    Fast 100 Millionen Franken will der Bund den Kantonen zufliessen lassen, damit diese weitere Impfangebote schaffen. Im Kanton Zürich ist noch unklar, was mit dem Geld gemacht würde. Die Regierung prüft nun die Möglichkeiten.

    «Wir haben schon vier Impfmobile und ein Impftram», sagte Regierungssprecher Andreas Melchior am Donnerstag gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von SRF 1. Was mit dem Geld des Bundes gemacht würde, ist deshalb offen. Die Regierung werde nun die Möglichkeiten analysieren und dann entscheiden.

    Im Kanton Zürich sind aktuell 76 Prozent der über 12-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner mindestens einmal geimpft. Die gesamtschweizerische Quote liegt bei 65 Prozent. Zürich habe also schon eine gute Quote, sagte Melchior weiter. Der Kanton setze aber natürlich alles daran, diese weiter zu verbessern.

    Soll der Kanton noch einen Impfbus anschaffen? Was mit dem Geld des Bundes passieren soll, ist noch offen. (Archivbild)
    Soll der Kanton noch einen Impfbus anschaffen? Was mit dem Geld des Bundes passieren soll, ist noch offen. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 8.58  Uhr
    Lettlands Staatspräsident positiv getestet

    Lettlands Staatspräsident Egils Levits ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Präsidialkanzlei in Riga sei ein Schnelltest am Mittwochabend nach Levits' Rückkehr von einem Arbeitsbesuch in Schweden positiv ausgefallen. Es soll nun ein PCR-Test vorgenommen werden, sagte eine Sprecherin des Staatschefs des baltischen EU- und Nato-Landes.

    Levits verschob wegen des positiven Tests sein für Donnerstag geplantes Treffen mit dem neuen estnischen Präsidenten Alar Karis, der zu seinem Antrittsbesuch nach Riga gekommen war. Karis soll auf seiner ersten Auslandsreise als estnisches Staatsoberhaupt nun stattdessen mit Parlamentspräsidentin Inara Murniece zusammenkommen.

    Levits hatte sich im Februar als einer der ersten in Lettland vor laufender Kamera gegen Corona impfen lassen. Damit wollte der 66-Jährige die 1,9 Millionen Bürger des Baltenstaates ermutigen, es ihm nachzutun. In Lettland läuft die Impfkampagne nur sehr schleppend. Zugleich stieg die Infektionsrate in den vergangenen Wochen deutlich – die Regierung in Riga hat deshalb den Notstand verhängt. Er gilt seit Montag bis zum 11. Januar.

    epa07610064 New Latvia's President Egils Levits holds a press conference in Riga, Latvia, 29 May 2019. Latvian lawmakers elected former European Court of Justice judge Egils Levits as new president in an open vote on 29 May 2019. Levits was elected by 61 votes to 32. He will take office on 08 July 2019. EPA/TOMS KALNINS
    Lettlands Staatspräsident Egils Levits ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Archiv)
    Bild:  Keystone
  • 8.35 Uhr
    Keine Klassen-Quarantänen mehr an den Berner Schulen

    An den Berner Schulen gibt es keine Quarantäne für ganze Klassen mehr. Das hat die kantonale Gesundheitsdirektion entschieden, wie sie am Donnerstag mitteilte.

    Möglich wird die Neuerung durch eine Intensivierung des Ausbruchstestens. So sollen infizierte Schulkinder und Lehrkräfte frühzeitig erkannt und gezielt isoliert werden können.

    Der Kanton ordnet eine Ausbruchtestung an, wenn in einer Klasse drei oder mehr positive Fälle innert fünf Tagen vorkommen. Anschliessend gibt es noch zwei Nachtestungen, die der Kanton an der Schule organisiert.

    Von den Tests ausgenommen sind vollständig Geimpfte und Genesene, sofern sie symptomfrei sind. Weiter werden keine Testempfehlungen mehr ausgesprochen, wie der Kanton schreibt.

    Unverändert bleibt, dass bei Ausbrüchen an Schulen eine Maskenpflicht ab der fünften Klasse für sieben Tage gilt. Die Schulen werden von der Bildungs- und Kulturdirektion über die Änderungen informiert. Im Kanton Bern wird der Schulbetrieb am kommenden Montag wieder aufgenommen.

    Die Herbstferien gehen zu Ende, ab Montag wird an den Berner Schulen wieder unterrichtet - und es gelten neue Corona-Regeln. (Symbolbild)
    Die Herbstferien gehen zu Ende, ab Montag wird an den Berner Schulen wieder unterrichtet – und es gelten neue Corona-Regeln. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 7.42 Uhr 
    Pandemie-Erklärer werden häufig persönlich angegriffen

    Ärzte und Virologen vor der Kamera und Epidemiologen, die auf Twitter Studien kommentieren: In der Pandemie ist das alltäglich geworden. Fachleute beziehen Stellung zu Fragen rund um Corona. Eine Umfrage der Fachzeitschrift «Nature» unter mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehreren Ländern wirft nun ein Schlaglicht auf die oft negativen Reaktionen, die ein Teil von ihnen wegen der Präsenz in der Öffentlichkeit erfahren hat. Es geht nicht nur um Hassbotschaften, sondern auch um Morddrohungen und seltener sogar körperliche Angriffe.

    Gut die Hälfte der Befragten gab an, manchmal, in der Regel oder immer nach Medienauftritten Troll-Kommentare oder persönliche Angriffe erlebt zu haben. Die negativen Folgen der medialen Präsenz reichen demnach bis hin zu Morddrohungen in 47 Fällen, sechs Wissenschaftler gaben an, körperlich attackiert worden zu sein. Einzelne berichten auch von aggressiven E-Mails, gehackten Accounts oder Webseiten und Beschwerden an den Arbeitgeber.

    In der Fachwelt wird befürchtet, dass Hassbotschaften zu Rückzug und Selbstzensur von Expertinnen und Experten führen und deren Kollegen abschrecken könnten, selbst öffentlich aufzutreten. In der Umfrage gaben besonders häufig von persönlichen Angriffen und Troll-Kommentaren Betroffene auch am ehesten an, dass dies ihre Gesprächsbereitschaft mit Medien enorm beeinflusst habe.

    This Sept. 2020 photo provided by Johnson & Johnson shows a scientist in Janssen laboratory in Leiden, The Netherlands. Johnson & Johnson's long-awaited COVID-19 vaccine appears to protect against symptomatic illness with just one shot âÄ“ not as strong as some two-shot rivals but still potentially helpful for a world in dire need of more doses. Johnson & Johnson said Friday, Jan. 29, 2021 that in the U.S. and seven other countries, the first single-shot vaccine appears 66% effective overall at preventing moderate to severe COVID-19. It was more protective against severe symptoms, 85%. (Johnson & Johnson via AP)
    Eine Forschende arbeitet am Coronavirus: Wissenschaftler, die sich öffentlich zur Corona-Pandemie äussern berichten häufig, dass sie zur Zielscheibe von Hass werden. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 7.25 Uhr 
    Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter leicht

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 67,0 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen eines Tages 12'382 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

    Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 65,4 gelegen, vor einer Woche hatte sie 62,6 betragen. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

    Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 72 Fälle auf 94'461. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4'342'640.

  • 6.32 Uhr 
    Australischer Bundesstaat Victoria meldet weiter Rekorde

    Die Zahl der Corona-Neuinfizierten im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenstadt Melbourne steigt weiter – obwohl die Region an der Ostküste seit mehr als zwei Monaten im Lockdown ist und bereits mehr als 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind. Am Donnerstag meldeten die Behörden 2297 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, eine Steigerung von 700 Fällen im Vergleich zum Vortag. Ein Rekord: Noch nie hat ein Bundesstaat oder Territorium seit Beginn der Pandemie so viele Neuinfektionen gemeldet.

    Wenn 70 Prozent der Einwohner zwei Impfdosen erhalten haben, will die Regionalregierung dennoch erste Lockerungen einführen. Dies werde voraussichtlich kommende Woche der Fall sein, sagte Regionalpremier Daniel Andrews. «Wir haben eine Vereinbarung mit den Menschen in Victoria: Ihr lasst Euch impfen, und wir werden lockern. Und ich tue, was ich sage.» Victoria befindet sich zum sechsten Mal im Lockdown.

    Wann Touristen in Australien mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern wieder nach Down Under einreisen können, ist noch unklar.

    epa09504855 A lone person crosses Collins Street in Melbourne, Victoria, Australia, 04 October 2021. Melbourne has become the most locked down city in the world since the beginning of the COVID-19 pandemic, surpassing the 245-day record set by Argentina's Buenos Aires. EPA/DANIEL POCKETT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
    Ein Mann überquert die Collins Street in Melbourne, im australischen Bundesstaat Victoria. Hier herrscht seit zwei Monaten ein strikter Lockdown. Dennoch steigen die Zahlen der Neuinfektionen weiter.
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  • 4.28 Uhr
    In Brasilien sind schon über 100 Millionen geimpft

    Rund zehn Monate nach Beginn der landesweiten Impfkampagne in Brasilien sind mehr als 100 Millionen Brasilianer komplett gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspreche 62,5 Prozent der Zielgruppe der über 18-Jährigen, hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Brasília am Mittwoch (Ortszeit). Die Marke solle bis Ende Oktober weiter steigen, auch weil das Gesundheitsministerium demnächst die Ankunft von mehr als 51,5 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen erwartet.

    Nur Präsident Jair Bolsonaro will sich weiter nicht impfen lassen. «Ich sehe neue Studien, meine Immunisierung ist hoch», begründete Bolsonaro in einem Interview des Radiosenders «Jovem Pan».

    Der rechte Staatschef hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Schutzmassnahmen sowie Einschränkungen abgelehnt. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel und hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft sei. Brasilien hatte letzte Woche die Marke von 600'000 Corona-Toten überschritten.

    Performers from Beija Flor samba school parade during the Carnival celebrations at the Sambadrome in Rio de Janeiro, Brazil, Monday, Feb. 8, 2016. (AP Photo/Leo Correa)
    Sambagruppen üben in Rio de Janeiro für den Karneval 2022, um das Grossereignis endlich wieder wie in vergangenen Jahren feiern zu können. (Archivbild)
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