Zufall führt zu Festnahme in RupperswilZuerst hört ein Nachbar Lärm – und dann hat der Einbrecher auch noch Pech
Dominik Müller
11.12.2025
Ein Einbrecher hat sich den falschen Tag ausgesucht für seinen Diebeszug in Rupperswil.
Symbolbild: Keystone
Ein aufmerksamer Nachbar, trainierende Hundeführer und ein abgestellter Töff: In Rupperswil AG führte eine Reihe von Zufällen zur Festnahme eines mutmasslichen Einbrechers.
Tatort ist ein Einfamilienhaus am Tannenweg in Rupperswil AG. Am frühen Mittwochabend hört ein Nachbar das Geklirr von Scheiben.
Er schaut nach, sieht, wie eine Gestalt mit Taschenlampe wegrennt und in der Dunkelheit verschwindet und alarmiert sofort die Polizei. Etliche Patrouillen der Kantonspolizei Aargau sowie Regionalpolizeien nehmen umgehend die Fahndung auf.
Der Zufall will es, dass just an diesem Tag mehrere Hundeführer der Kantonspolizei in Rupperswil privat trainieren. Eine Polizistin aus dieser Gruppe trifft am Rand des Wohnquartiers auf einen abgestellten Töff mit französischen Kontrollschildern – und auf einen Mann, der sich hinter dem Motorrad versteckt.
Der Verdächtige ergreift die Flucht, wird von der Beamtin aber trotz Gegenwehr überwältigt.
Mehrere Einbrüche in der Region
Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 42-jährigen Albaner, der als Asylbewerber in der Schweiz gemeldet ist, wie die Kantonspolizei Aargau in einer Mitteilung schreibt. Bei ihm fand sich demnach ein Rucksack mit Einbruchswerkzeug und Diebesgut.
Beim betroffenen Einfamilienhaus war zudem ein Fenster eingeschlagen. Noch vor der erfolgreichen Fahndung hatten die heimkehrenden Bewohner eines weiteren Einfamilienhauses in Rupperswil feststellen müssen, dass ein Einbruch stattgefunden hat. Und auch in Dintikon war ein Einfamilienhaus zum Ziel eines Einbruchs geworden. Die Polizei prüft derzeit mögliche Zusammenhänge.
Analog dieser jüngsten Fälle verzeichnet die Kantonspolizei Aargau laut eigenen Angaben derzeit täglich Einbrüche. Dies belege, dass die Saison sogenannter Dämmerungseinbrecher in vollem Gange ist. Weil das Risiko erfahrungsgemäss bis zu den Feiertagen erhöht bleiben wird, mahnt die Polizei weiterhin zu besonderer Wachsamkeit.