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Die Badi Moos in Balsthal kämpft gegen schlechtes Verhalten an.
Badi-Info.ch
Zwölf Hausverbote in vier Wochen und immer wieder Polizeieinsätze beschäftigen das Schwimmbad Moos in Balsthal. Nun will die Gemeinde mit strengeren Regeln und möglichen Preisaufschlägen für auswärtige Gäste gegensteuern.
Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen. Die Polizei ist fast schon Stammgast. Im Schwimmbad Moos in Balsthal häufen sich die Zwischenfälle.
Respektloses Verhalten, Polizeieinsätze und sogar Kinder mit einem Taser beschäftigen das Personal. Nun prüft die Gemeinde strengere Regeln – unter anderem höhere Eintrittspreise für Auswärtige.
Der heisse Sommer lockte an Spitzentagen zwischen 2500 und 3000 Besucherinnen und Besucher in die Badi. «Mit so einem Ansturm kommen dann auch die Probleme», sagt Gemeindepräsident Freddy Kreuchi (FDP) gegenüber der «Solothurner Zeitung». Das Personal müsse immer häufiger mit Konflikten, missachteten Anweisungen und respektlosem Verhalten umgehen.
An besonders heissen Wochenenden musste sogar ein Sicherheitsdienst aufgeboten werden. «Man könnte der Polizei fast ein Saisonabo ausstellen», sagt Kreuchi weiter zur Zeitung. In den vergangenen vier Wochen wären zwölf Hausverbote gegen Kinder und Erwachsene ausgesprochen worden. Die Betroffenen dürfen die Badi ein Jahr lang nicht mehr betreten.
Weiter heisst es in der «Solothurner Zeitung», gingen die meisten Hausverbote an Personen mit Wohnsitz ausserhalb von Balsthal. Immer mehr Einheimische würden das Schwimmbad deshalb meiden.
Nach der Einschätzung von Keuchi waren es vor allem Besuchende mit Migrationshintergrund, die zuletzt für Probleme gesorgt hätten. «Man kann es nicht schönreden.» Die Vorfälle reichten von der Missachtung der Badeordnung bis zur Weigerung, Anweisungen des Personals zu befolgen.
So würden einzelne Badegäste in Strassenkleidung ins Wasser steigen oder nach einem Platzverweis den Eintrittspreis zurückverlangen. «Manchmal ist es ein sprachliches Problem. Manchmal wollen sie einen aber auch nicht verstehen», sagt Kreuchi. Informationen und Hinweise werden in der Badi ausschliesslich auf Deutsch kommuniziert.
Für Aufsehen sorgte auch ein Vorfall mit Kindern, die mit einem Taser über das Schwimmbadgelände rannten. Verletzt wurde niemand. Wie die Kinder an den Elektroschocker gelangten, sei unklar. Zudem beobachte das Personal immer wieder, dass Eltern die Aufsicht über ihre Kinder an die Mitarbeitenden abgeben wollten. «Unsere Badeangestellten sind keine Kindergärtner», sagt der Gemeindepräsident der Zeitung. Die Verantwortung liege bei den Eltern.
Die Gemeinde reagierte bereits. An zwei besonders heissen Wochenenden unterstützte ein Sicherheitsdienst das Badepersonal. «Allein wenn jemand in Uniform unterwegs ist, strahlt das etwas aus», sagt Kreuchi. Auch aus der Bevölkerung habe er positive Rückmeldungen erhalten.
Gleichzeitig bedauert er den Schritt: «Es ist schlimm, dass man heute einen Sicherheitsdienst braucht, damit die Badi ein sicherer Ort bleibt.» Hinzu komme, dass der Einsatz die Gemeinde zusätzlich belaste – das Schwimmbad Moos schreibe ohnehin Defizite.